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10.01.2013
ECHO Jazz zieht nach Hamburg

Der ECHO Jazz wird in den nächsten drei Jahren in Hamburg verliehen. Das gaben Dr. Florian Drücke, Geschäftsführer des Bundesverbands Musikindustrie, Hamburgs Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler und Lutz Marmor, Intendant des Norddeutschen Rundfunks heute im Rahmen der Landespressekonferenz in Hamburg bekannt. Auftakt der dreijährigen Partnerschaft mit der Stadt ist die Verleihung des ECHO Jazz in der geschichtsträchtigen Fischauktionshalle in Hamburg am 23. Mai – am Vorabend des ELBJAZZ Festivals 2013. Medienpartner ist der NDR, der den Event zeitnah übertragen wird. Wie in den Jahren zuvor ist Volkswagen auch im Jahr 2013 offizieller Partner des ECHO Jazz.

„Nach den ersten drei erfolgreichen Verleihungen freuen wir uns, den ECHO Jazz in den nächsten Jahren in der Hansestadt erleben zu dürfen. Hamburg zählt zu den herausragenden Musikmetropolen Deutschlands und hat sich insbesondere beim Jazz einen Namen gemacht. Damit bietet die Stadt die ideale Kulisse für den mittlerweile fest etablierten deutschen Jazzpreis. Ganz besonders freue ich mich auch, den NDR mit an Bord zu haben, mit dem uns bereits eine sehr gute Partnerschaft verbindet. Die langangelegte Kooperation ermöglicht es uns nun, die ECHO Jazz-Gala auf eine ganz neue Ebene zu bringen“, kommentiert Geschäftsführer des BVMI Dr. Florian Drücke. „Viele Menschen und Partner haben sich für diese Kooperation stark gemacht. Insbesondere ist es dem Engagement von Warner Music zu verdanken, dass der ECHO Jazz eine neue Heimat in der Hansestadt gefunden hat.“

Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler: „Mit der Verleihung des ECHO Jazz entwickelt sich Hamburg immer mehr zur deutschen Hauptstadt des Jazz. Mit dem Elbjazz und dem Überjazz-Festival konnten sich in Hamburg zwei neue große Festivals erfolgreich etablieren. Die Förderung für den Jazz in Hamburg ist insgesamt intensiviert worden. Die Verleihung des ECHO Jazz wird die Jazzstadt Hamburg auch international noch stärker ins Scheinwerferlicht rücken.“

Lutz Marmor, Intendant des Norddeutschen Rundfunks: „Der NDR heißt den ECHO Jazz in Hamburg herzlich willkommen. Wir freuen uns, als Medienpartner dabei zu sein. Jazz, ECHO und der NDR – das passt perfekt zusammen! Mit unserer NDR Bigband oder dem Magazin Play Jazz! auf NDR Info setzen wir starke Jazz-Akzente.“

Alle Informationen zum ECHO Jazz finden Sie unter www.echojazz.de. Bilder der Landespressekonferenz gibt es auf www.musikindustrie.de.


10.01.2013
Termin für den ECHO 2013 steht fest

Der Termin für den ECHO 2013 steht fest: Am Donnerstag, den 21. März wird der renommierte deutsche Musikpreis an die erfolgreichsten nationalen und internationalen Künstler vergeben. Das gab der Bundesverband Musikindustrie heute in Berlin bekannt. Die Gala findet bereits zum vierten Mal in Folge in der Messe Berlin statt und wird am selben Abend live im Ersten übertragen. Produziert wird die Verleihung von der Werner Kimmig GmbH. Offizieller Partner ist Volkswagen. Außerdem freut sich der BVMI, Köstritzer als langjährigen Unterstützer des ECHO auch für die nächsten zwei Jahre als offiziellen Partner mit an Bord zu haben. Medienpartner ist die ARD mit Das Erste und den jungen Programmen und Popwellen.

„Wir durften in diesem Jahr in der Messe Berlin eine spektakuläre Show genießen. Auf diesem Fundament werden wir aufbauen und die Veranstaltung gemeinsam mit unseren Partnern, die sich in der Vergangenheit mit viel Engagement, Professionalität und Herzblut eingebracht haben, erfolgreich weiterentwickeln“, so der Geschäftsführer des Bundesverbands Musikindustrie Dr. Florian Drücke.

Der Start des Kartenvorverkaufs ist für Anfang des Jahres 2013 geplant. Weitere Infos zum ECHO finden Sie auf www.echo-deutscher-musikpreis.de.


06.03.2012
ECHO 2012: Start des Ticketvorverkaufs

Der Vorverkauf für den ECHO 2012 beginnt am Donnerstag, den 1. März, um 12:00 Uhr. Die Tickets sind ausschließlich über www.eventim.de erhältlich. Stehplätze gibt es für 89,-- Euro inkl. gesetzlicher Mehrwertsteuer und zzgl. Vorverkaufsgebühr. Um Missbrauch mit den begehrten Tickets vorzubeugen, werden pro Person nur zwei Karten abgegeben.

Parallel zum Vorverkauf starten auf der offiziellen Facebook-Seite des ECHO Gewinnspiele, bei denen man in den Wochen bis zur Verleihung ECHO-Tickets gewinnen kann. Am Tag der Show wird auf der Facebook-Seite live vom ECHO berichtet. So gibt es u.a. aktuelle Fotos und spannende Einblicke hinter die Kulissen des größten deutschen Musikpreises (www.facebook.com/ECHO.Musikpreis).

Die Verleihung des Deutschen Musikpreises ECHO gehört zu den Höhepunkten des Musikjahres. Bei der Show in Berlin werden sich auch in diesem Jahr zahlreiche nationale und internationale Stars ein Stelldichein geben, darunter Lana Del Rey, die mit ihrem Gold-Album „Born To Die“ aus dem Stand Platz 1 der deutschen Charts eroberte und auf der ECHO-Bühne auftreten wird. Hinzu kommt die bereits siebenmal mit einem ECHO ausgezeichnete Band Silbermond, deren neues Album „Himmel auf“ am Tag nach der Verleihung veröffentlicht wird.

Die von der Werner Kimmig GmbH produzierte Gala findet in der Messe Berlin statt und wird am 22. März um 20.15 Uhr live im Ersten ausgestrahlt. Gastgeberinnen der 21. ECHO-Verleihung sind Ina Müller und Barbara Schöneberger.

In diesem Jahr verleiht die Deutsche Phono-Akademie, das Kulturinstitut des Bundesverbandes Musikindustrie e. V., die Trophäen in insgesamt 27 Kategorien, darunter die Auszeichnungen für den erfolgreichsten Künstler, die erfolgreichste Künstlerin und die erfolgreichste Gruppe. Neu sind die ECHOs für die Bereiche Club/Dance und Crossover. Zu den nominierten Künstlern zählen u.a. Bruno Mars, Lady Gaga, Adele und Lenny Kravitz sowie Tim Bendzko, Herbert Grönemeyer, Udo Lindenberg und Helene Fischer. Hinzu kommen Rosenstolz, Coldplay, Frida Gold, Snow Patrol und viele andere Stars. Zusammen mit den Grammys und den Brit Awards zählt der ECHO zu den renommiertesten Musikpreisen der Welt.

Quelle: musikindustrie.de


19.01.2012
Trendreport 2011: Deutscher Musikmarkt stabilisiert sich

Der deutsche Musikmarkt hat sich 2011 stabil entwickelt: Nach vorläufigen Angaben zum Verkauf physischer Tonträger und Downloads lag der Umsatz mit Musikverkäufen 2011 insgesamt auf Vorjahresniveau. Dies gaben der Bundesverband Musikindustrie e. V. (BVMI) und media control heute in ihrem offiziellen Trendreport 2011 bekannt. Erstmals seit 1997 weisen die Marktstatistiken damit keinen Rückgang des Umsatzvolumens auf, sondern bestätigen den Stabilisierungskurs der vergangenen Jahre.

Vor allem die Umsätze aus digitalen Downloads legten von 2010 auf 2011 mit 28,8 Prozent deutlich zu. Dabei stiegen Single-Bundles (+27,2 Prozent) und Album-Bundles (+27,8 Prozent) fast genauso stark an wie einzelne Download-Tracks (+30,3 Prozent).

CDs bilden weiterhin das Rückgrat der Musikindustrie in Deutschland und verzeichneten 2011 insgesamt nur einen leichten Umsatzrückgang von 2,2 Prozent. Ein Blick auf die unterschiedlichen Genres offenbart, dass sich vor allem CDs einheimischer Künstler stabil entwickelten (-0,6 Prozent), während bei internationalen Pop-Produktionen ein Umsatzrückgang um 5,3 Prozent zu verzeichnen war.

Der Wachstumstrend bei Vinyl-Schallplatten hielt auch 2011 weiter an. Das Nischenprodukt, das weniger als ein Prozent am Gesamtumsatz mit physischen Produkten ausmacht, legte von 2010 auf 2011 um ganze 18,5 Prozent zu. Im Bereich Pop National betrug das Umsatzwachstum 29 Prozent, beim Genre Pop International insgesamt 15,5 Prozent.

Große Zuwächse bescherte auch das Weihnachtsgeschäft: So nahm allein der Umsatz mit CDs im Dezember 2011 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,8 Prozent zu.

BVMI-Geschäftsführer Dr. Florian Drücke: „Wir freuen uns sehr über die stabile Marktentwicklung, die in erster Linie der großen Vielzahl herausragender Künstler 2011 zu verdanken ist. Der Blick in die Charts zeigt, dass Deutsch angesagt ist und sich die neuen und etablierten deutschen Künstler gegenseitig beflügeln. Es zeigt sich aber auch, dass die Diversifizierungsstrategie im Musikvertrieb erfolgreich ist. Vom Vinyl bis zur Cloud steht entlang der unterschiedlichen Nutzungsgewohnheiten und -stile ein großes Angebot zur Auswahl. Das legale Portfolio im Internet umfasst heute in Deutschland mehr als 60 Musikdienste, die mit Blick auf die Downloadzuwächse sehr gut angenommen werden. Dennoch darf das digitale Wachstum nicht darüber hinwegtäuschen, dass selbst das beste legale Angebot auf Dauer nicht mit den massenhaften illegalen Gratis-Angeboten konkurrieren kann und hier nach wie vor dringender Handlungsbedarf besteht.“

Ulrike Altig, Geschäftsführerin media control, fügt hinzu: „Wir blicken auf ein herausragendes Musikjahr mit erfolgreichen Newcomern, grandiosen Musikereignissen und außergewöhnlichen Chartacts zurück. Die erfreulichen Entwicklungen im Musikmarkt sind ein großartiger Verdienst von Branche und Musikfans gleichermaßen. Sie belegen einmal mehr den digitalen Trend, zeigen aber gleichzeitig, dass physische Produkte auch zukünftig ihren hohen Stellenwert behalten werden.“

Der Trendreport wurde durch media control/GfK Panel Services ermittelt. Nicht berücksichtigt wurden GVL-Erlöse und die Einnahmen durch Abonnements oder werbefinanzierte Streaming-Dienste sowie sonstige digitale Geschäftsfelder. Endgültige Zahlen und Fakten zum Musikjahr 2011 veröffentlicht der Bundesverband Musikindustrie e.V. im kommenden April auf seiner Jahrespressekonferenz in Berlin.



19.01.2012
435 GOLD- und PLATIN-Auszeichnungen 2011

Insgesamt 435 Mal wurden im vergangenen Jahr GOLD und PLATIN an besonders verkaufsstarke Musikalben, Singles und Musikvideos sowie Bild- und Tonaufnahmen in den Rubriken Kids, Comedy und Hörbuch in Deutschland vergeben. Wie der Bundesverband Musikindustrie e. V. heute mitteilte, stieg die Zahl der Auszeichnungen im Vergleich zu 2010 damit um etwa 20 Prozent an. 155 Musikalben wurden mit GOLD oder PLATIN ausgezeichnet, wobei deutsche Produktionen das Feld der Höchstauszeichnungen anführten: Mit 7-fach PLATIN ging die höchste Longplay-Auszeichnung 2011 an Unheilig für „Große Freiheit“, das im Februar 2010 erschienen war. Gleichauf teilten sich Herbert Grönemeyer („Bochum“), Peter Fox („Stadtaffe“) und Rosenstolz („Das große Leben“) den zweiten Platz mit jeweils 11-fach GOLD, gefolgt von Adele, die im letzten Jahr 5-fach PLATIN für das 2011 erschienene Album „21“ entgegen nehmen durfte.

Die höchste Single-Auszeichnung ging 2011 an Shakira feat. Freshlyground mit Waka Waka (This Time For Afrika), die mit 5-fach GOLD geehrt wurde. Beim MUSIC VIDEO AWARD lag Phil Collins mit 11-fach GOLD für “Finally...The First Farewell Tour” vorn, die höchste Jazz-Auszeichnung (JAZZ AWARD) ging an Quadro Nuevo, die 2011 PLATIN-Status für „Grand Voyage“ erreichten.

Neben den klassischen Musikproduktionen ging die höchste Auszeichnung beim KIDS AWARD an Bibi Blocksberg für „Bibi Blocksberg - Das Schmusekätzchen“ (2-fach PLATIN), beim COMEDY AWARD an Mario Barth für „Männer sind peinlich, Frauen manchmal auch“ (7-fach GOLD), beim AUDIO BOOK AWARD wurden Anne Moll mit „Iny Lorentz: Die Wanderhure“, Franziska Pigulla mit „Ken Follett: Eisfieber“ und Tommy Jaud mit „Hummel Dumm“ jeweils mit GOLD ausgezeichnet.

GOLD/PLATIN-Schallplatten sowie die verschiedenen Awards in den Rubriken Jazz, Kids, Comedy und Hörbuch sind Auszeichnungen für Künstler, Komponisten, Songwriter und Musiker für eine bestimmte Anzahl in Deutschland verkaufter Singles, Alben oder Musikvideos, wobei alle Formate (CD, LP, DVD-Audio, SACD, Downloads, DVD-Video, etc.) gezählt werden. Die Auszeichnung wird auf Antrag der Musikfirmen und Künstler vom Bundesverband Musikindustrie e. V. verliehen.


22.12.2011
Jeder Zweite verschenkt zu Weihnachten Musik

54 Prozent der Deutschen wollen zu Weihnachten Musik verschenken, zum Beispiel in Form von CDs, DVDs, Schallplatten, Download-Gutscheinen oder Konzerttickets. Dies teilte der Bundesverband Musikindustrie e. V. (BVMI) heute auf Basis einer repräsentativen Studie des Kölner Marktforschungsinstitutes respondi mit. Beliebtestes Musikgeschenk sind Musik-CDs, die (inklusive Schallplatten) 37,4 Prozent der Deutschen unter den Weihnachtsbaum legen wollen, gefolgt von Konzerttickets (27 Prozent) und Musik-DVDs (14,3 Prozent).

„Musik steht bei den Deutschen auch in diesem Jahr wieder ganz weit oben auf den Geschenkelisten, vor allem die Musik-CD bleibt der Klassiker unter den Weihnachts-geschenken – daran wird auch das digitale Zeitalter so schnell nichts ändern“, kommentiert der Geschäftsführer des BVMI, Dr. Florian Drücke, die Ergebnisse der aktuellen Umfrage.

Besonders bei Männern stehen Musikartikel hoch im Kurs: 61 Prozent planen ein Geschenk rund um Musik, während knapp die Hälfte der Frauen diese Absicht teilt. Ebenfalls sehr gefragt sind Musikgeschenke in jüngeren Altersgruppen. 64 Prozent der 14- bis 29-Jährigen wollen Musikartikel zu Weihnachten verschenken, wobei in der Gruppe der unter 19-Jährigen neben CDs (50 Prozent) vor allem auch Download-Gut¬schei¬ne mit 14,3 Prozent überdurchschnittlich stark vertreten sind.

Dazu Drücke: „Die Digital Natives nehmen verstärkt die zahlreichen neuen Musikangebote im Internet wahr, das spiegelt sich mit den Download-Gutscheinen auch in der Wahl der Weihnachtsgeschenke wider. Zugleich steht aber auch das haptische Produkt nach wie vor hoch im Kurs. In keiner Altersgruppe werden so häufig CDs und DVDs verschenkt wie bei den 14 bis 19-Jährigen.“

Für die Studie wurden im Auftrag des BVMI im November 2011 mehr als 1.000 Deutsche vom Kölner Marktforschungsunternehmen respondi online zu ihren beabsichtigten Weih-nachtsgeschenken befragt.



22.12.2011
CD wichtigste Umsatzsäule der Musikbranche

Trotz steigender Einnahmen im Digitalmarkt stellt die CD nach wie vor das Rückgrat der Musikbranche dar. Wie der Bundesverband Musikindustrie e. V. (BVMI) heute auf Basis der aktuellen Marktstatistik von media control/GfK mitteilte, war allein die CD 2011 für rund drei Viertel aller Umsätze mit Musikaufnahmen in Deutschland verantwortlich. Insgesamt wurden in den ersten drei Quartalen 64 Millionen Musik-CDs verkauft, wobei sich vor allem der CD-Absatz im Bereich der Neuveröffentlichungen mit einem Anstieg von 2,4 Prozent positiv entwickelt hat.

Die Verkaufszahlen unterstreichen den generellen Stellenwert physischer Produkte und vor allem der CD für die Musikbranche. Weltweit beträgt der Umsatzanteil der Musik-CD etwa 60 Prozent, in Deutschland entfällt aktuell sogar ein Umsatzanteil von 74 Prozent auf die CD, während digitale Geschäftsmodelle mittlerweile 17 Prozent und andere physische Formate wie DVD oder Vinyl 9 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachen.

Dr. Florian Drücke, Geschäftsführer des Bundesverbandes Musikindustrie e. V., kommentiert: „Physische Tonträger und insbesondere die CD erfreuen sich weiterhin und unabhängig vom saisonalen Geschäft einer sehr gesunden Nachfrage. Die Musik-CD stellt unverändert die wichtigste Einnahmequelle der Musikunternehmen dar – daran wird sich entgegen anderslautender Gerüchte auch in absehbarer Zeit nichts ändern“.


28.09.2011
90-Sekunden-Hörproben können Kaufbereitschaft erhöhen

90-Sekunden-Hörproben von Musikstücken können die Kaufbereitschaft bei Musikdownloads deutlich erhöhen. Laut einer aktuellen Studie, die der Bundesverband Musikindustrie e. V. (BVMI) heute veröffentlicht hat, empfanden mehr als die Hälfte der befragten Konsumenten (55,6 %) 30-sekündige Hörproben von Einzeltracks als zu kurz und würden sich längere Hörproben wünschen, um einen besseren Eindruck von dem Song zu bekommen. 60-sekündige Hörproben führten bereits zu einer besseren Bewertung des Songs durch die Konsumenten, ein deutlich gesteigertes Kaufinteresse wurde in der Studie durch 90-sekündige Hörproben ausgelöst (+45 % im Vergleich zu den 30-Sekündern).

„Eine logische Konsequenz der durch die Studie in Aussicht gestellten Möglichkeit, die Absatzzahlen von Musikdownloads zu erhöhen, ist die Verlängerung der Hörproben-Spieldauer von den zur Zeit gängigen 30 Sekunden auf mindestens 60, wenn nicht sogar 90 Sekunden“, erklärte Dr. Florian Drücke, Geschäftsführer des BVMI, und führte fort: „Eine Verlängerung der Hörproben kann natürlich nur dann erfolgen, wenn man sich im Rahmen der Verhandlungen zwischen den Rechteinhabern diesbezüglich einig wird. Wir begrüßen den jüngst geäußerten Wunsch von Download-Plattformen, die Snippets zu verlängern, da wir diese potentielle Stimulierung des legalen Marktes für richtig halten.“


28.09.2011
Zuwächse bei À-la-carte-Downloads und Streaming-Services

Streaming-Services verzeichnen innerhalb des Digitalmarktes das größte Umsatzplus: Der Umsatz mit Online Subscription Services wie Napster, Simfy Premium oder Musicload Nonstop hat im ersten Halbjahr 2011 um 21,4 Prozent zugenommen, durch werbefinanzierte Streaming-Services wie MyVideo oder Clipfish wurden 64,8 Prozent mehr Umsätze generiert als im Vorjahreshalbjahr. Das gab der Bundesverband Musikindustrie e.V. (BVMI) heute in Berlin bekannt. Streaming-Services erreichen damit am Digitalmarkt einen Anteil von 11,5 Prozent. Größter Umsatzbringer mit einem Digitalmarkt-Anteil von 83,8 Prozent bleiben jedoch die À-la-carte-Downloads. Die Umsätze mit Alben-und Einzeltrack-Downloads stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 26,9 Prozent. Insgesamt konnte der Digitalmarkt von Anfang Januar bis Ende Juni 2011 um 19,3 Prozent zulegen, sodass das Digitalgeschäft inzwischen 17,2 Prozent des Gesamtumsatzes aus dem Musikverkauf ausmacht.*

„Die Downloadportale erfreuen sich wachsender Beliebtheit, was für uns natürlich ein sehr gutes Zeichen ist“, so Dr. Florian Drücke, Geschäftsführer des BVMI, und führt fort: „Auch Abomodelle und werbefinanzierte Streams werden immer häufiger von den Usern nachgefragt. Gerade der Blick nach Skandinavien zeigt, dass es richtig ist, diese Angebote weiter voranzutreiben.“ Drücke betonte, dass Deutschland bereits jetzt im internationalen Vergleich mit fast 70 legalen Online-Musik-Services sehr weit vorne liege und passende Angebote für verschiedene User-Vorlieben biete.

Der Umsatz mit physischen Produkten macht im Vergleich zum Vorjahreszeitraum trotz eines Minus von fünf Prozent noch immer einen Anteil von 82,8 Prozent des Gesamtumsatzes aus dem Musikverkauf aus. Die Umsätze mit CDs sind leicht gesunken (-4,2 %), die Umsätze mit Vinyl hingegen um 17,4 Prozent gestiegen. Vinyl bleibt aber mit einem Umsatzanteil von einem Prozent am Gesamtmarkt ein Nischenprodukt. Das Gesamtmarkt-Umsatzvolumen für den Verkauf von physischen und digitalen Produkten beträgt im ersten Halbjahr 2011 rund 650 Mio. Euro und liegt 1,5 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums.

*Die Daten basieren auf der offiziellen BVMI-Marktstatistik, ermittelt durch media control/GfK, und wurden für die neuen Geschäftsfelder durch die BVMI-Meldestatistik erweitert. Alle Daten wurden auf den Gesamtmarkt hochgerechnet und zu Endverbraucherpreisen bewertet.



14.06.2011
G8-Staaten stärken Urheberrechte im Internet

Der Bundesverband Musikindustrie e. V. (BVMI) begrüßt die Abschlusserklärung des G8-Gipfels von Deauville. „Insbesondere die Einigung der Gipfelteilnehmer auf eine stärkere Zusammenarbeit beim Schutz des geistigen Eigentums im Internet lässt unsere Künstler und uns darauf hoffen, dass der gefühlten Kostenloskultur des Internets entgegengesteuert wird", so Prof. Dieter Gorny, Vorstands¬vorsitzender des BVMI.

Effektive Maßnahmen, wie in Deauville gefordert, müssen eher früher als später umgesetzt werden, damit die wirtschaftlichen Beeinträchtigungen durch Rechtsverletzungen im Internet eingedämmt werden. Der BVMI steht hier für einen konstruktiven Dialog im Spannungsfeld zwischen Nutzeraufklärung und Sanktion bereit.

Es sei zu wünschen, dass die G8-Staaten ihren Einfluss sowohl in der G20-Runde als auch in supranationalen Organisationen geltend machen, um zeitnah in möglichst vielen Teilen der Welt die effiziente Durchsetzung von Urheberrechten zu gewährleisten.


14.06.2011
Musik Promotion Network halbiert die Preise für E-Mail-Bemusterungen

Das „Musik Promotion Mailing“, der jüngste Service des Musik Promotion Networks, wird künftig preiswerter. Ab dem 1. Juni 2011 sinken die Preise für die Versendung eines Mailings um 50 Prozent. Der vor einem Jahr an den Start gegangene Service wird mittlerweile von zahlreichen Labels zur Bemusterung genutzt, so dass eine Preissenkung möglich ist. Das Versenden eines Mailings kostet demnach nur noch 0,50 Euro (vorher 1 Euro) pro E-Mail-Empfänger und auch die Grundgebühr von 20 Euro entfällt. Zudem werden die Kosten pro Mailing auf maximal 200 Euro gedeckelt.

Mit dem „Musik Promotion Mailing“ kann Musik schnell und gezielt als Audio- und Videodatei in sendefähiger Qualität zum Download verteilt werden. Durch die Kennzeichnung mit einem Watermark oder durch die Option „Streaming Only“ wird eine hohe Sicherheit gewährleistet. Ergänzend gibt eine umfangreiche Statistik dem Label Auskunft darüber, welche Musiktitel angesehen und heruntergeladen wurden.

„Mit der Preissenkung wird das Musik Promotion Mailing noch attraktiver. Die neuen Preise stellen eine echte Alternative zum Einpacken und Versenden von CDs dar“, so Jöran Plesch, Produktmanager des Musik Promotion Networks.

Das Musik Promotion Network bietet die Möglichkeit, über 200 Radiostationen und mehr als 4.000 relevante Medienpartner direkt und online mit aktuellen Musikproduktionen zu beliefern. Mit einer Marktabdeckung von über 90 Prozent beim Radio und monatlich über 30.000 ausgelieferten Audiotracks in CD-Qualität ist das Musik Promotion Network mit großem Abstand Marktführer in Deutschland.


14.06.2011
ECHO Jazz 2011: Joy Denalane, Jan Hofer, Katja Ebstein, Peter Fessler, Miriam Pielhau und Oceana als Laudatoren bestätigt

Die New Soul-Künstlerin Joy Denalane, der Jazzmusiker Peter Fessler, der Tagesschau-Sprecher Jan Hofer, die Sängerin Katja Ebstein, die TV-Moderatorin Miriam Pielhau sowie die Sängerin und Schauspielerin Oceana sind die Laudatoren der Verleihung des 2. ECHO Jazz. Am 17. Juni 2011 übergeben sie in der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen in Dresden die begehrte Trophäe an die Preisträger. Zur Verleihung werden zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Kultur, Wirtschaft und Medien erwartet. Karten können unter der Hotline 0700-05 67 89 10 bestellt werden.

Moderator Dieter Moor wird bei der Ehrung der herausragenden Künstler des zurückliegenden Jazz-Jahres von prominenten Laudatoren unterstützt. Die als „First Lady des deutschen Souls“ bezeichnete Sängerin Joy Denalane wird einen der begehrten Preise überreichen. Vor wenigen Wochen veröffentlichte sie ihr neues Album „Maureen“, im November dieses Jahres steht eine umfangreiche Tour auf dem Programm und im März präsentierte sie beim Deutschen Musikpreis ECHO live ihre Single „Niemand“. Mit mehreren ECHO-Nominierungen im Gepäck kann Joy Denalane bei der Laudatio auf eigene Erfahrungen zurückgreifen.
Jan Hofer, Chefsprecher der Tagesschau und Riverboat-Talker, blickt auf eine eigene Jazz-Vergangenheit zurück. Von 1990 bis 1993 moderierte er für die dritten ARD-Programme 60 Folgen der Jazz-Sendung „Swing Raritäten“. 18 Jahre nach der letzten Klappe kehrt der als „Mr. Tagesschau“ bekannte Moderator mit seiner Laudatio wieder zum Jazz zurück.
„Ich war ein Jazzfreak“, sagt Katja Ebstein über ihre Jugend in West-Berlin. Damals besuchte sie Konzerte von Dave Brubeck, und Plattenproduzent und heute ACT-Labelchef Siegfried Loch stattete sie kurzerhand mit einem Plattenvertrag aus. Die 1945 geborene Sängerin zählt heute zu den ganz großen Stimmen der deutschen Musikgeschichte. Mit „Wunder gibt es immer wieder“ wurde sie 1970 ein Schlagerstar. Weniger bekannt sind ihre Liebe zum Chanson, Songwriting und Musical. Das „Attac“-Mitglied ist heute nicht nur mit Musikpreisen ausgestattet, sondern engagiert sich seit Jahren im sozialen Bereich, wie beispielsweise für die „Welthungerhilfe“.
Peter Fessler, in den 80er Jahren international bekannt als Sänger bei „Trio Rio“, ist seit seinem zwölften Lebensjahr mit dem Jazz verbunden und feierte mit „New York - Rio – Tokyo“ internationale Erfolge. Durch die Verschmelzung von Stimme und klassischer Gitarre eilt ihm mittlerweile das Attribut „Multi Voice“ voraus.
Nach der Moderation des Dresdner Opernballs zusammen mit Gunther Emmerlich im vergangenen Jahr bringt der ECHO Jazz die 36-jährige Fernsehmoderatorin Miriam Pielhau auch 2011 wieder nach Dresden. TV-Formate wie „taff“ oder „Weck Up“ haben sie bekannt gemacht, heute zählt sie zu den gefragtesten Fernsehmoderatoren hierzulande.
Mit ihrer Single „Cry Cry“ gelang Oceana 2009 der Durchbruch als Solo-Künstlerin. Eine erfolgreiche Tour mit Peter Fox, Gastrollen in Kinofilmen wie „Run Baby Run“ an der Seite von Christian Ulmen oder die Teilnahme an der polnischen Version von „Let’s Dance“ stehen auf ihrer Agenda. Mittlerweile hat sie ihren Platz im musikalischen Dreieck Soul, Jazz und Pop gefunden.

Die bisher bestätigten Laudatoren aus Musik und Fernsehen versprechen einen erstklassigen Abend im Zeichen des Jazz. Karten für die Verleihung des ECHO Jazz 2011 am 17. Juni können zum Preis von 29,00 Euro pro Person unter der Hotline 0700-05 67 89 10 bestellt werden, Studenten zahlen einen ermäßigten Preis von 19,00 Euro pro Person.



10.02.2011
Weltweiter Umsatzanteil digitaler Musik wächst auf 29 Prozent – Deutschland erneut mit starkem Wachstum

Die Umsatzsteigerung des Musikverkaufs von Digital-Angeboten kratzte im Jahr 2010 weltweit an der 30-Prozent-Marke. Geschätzte 4,6 Milliarden US-Dollar wurden laut Digital Music Report 2011 (DMR), der heute von der International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) veröffentlicht wurde, weltweit mit Musik online umgesetzt. Der Report fasst jährlich die Gesamtverkäufe des digitalen Musikgeschäfts aus den Bereichen Downloads, Abo-Angebote und werbefinanzierte Online-Services auf PC und Mobiltelefon zusammen. Der Anteil digitaler Online-Geschäfte am Handelsumsatz der Music-Entertainment-Companies wuchs um weitere sechs Prozentpunkte auf insgesamt 29 Prozent. Mittlerweile können Musikliebhaber weltweit auf über 400 lizenzierte Online-Dienste zurückgreifen und aus über 13 Millionen Songs auswählen.

In Deutschland wird für das Jahr 2010 erneut ein Wachstum im Digitalmarkt (Umsätze aus reinen À-la-carte-Downloadgeschäften ohne Realtones) von 33,2 Prozent erwartet. Laut Angaben von media control/GfK wächst der Umsatzanteil dieser Online-Verkäufe 2010 um weitere drei Prozentpunkte auf insgesamt elf Prozent am Gesamtumsatz. Deutschland verfügt im internationalen Vergleich immer noch über einen starken physischen Tonträgermarkt und weist dadurch einen vergleichsweise niedrigen Digitalanteil auf. Der heimische Download-Markt verzeichnet für 2010 das höchste Umsatzplus von 36,7 Prozent im Bereich der Bundles (Alben) und 28,8 Prozent im Bereich der Single-Tracks.

Trotz dieser Entwicklungen behindert die Internetpiraterie massiv das Entwicklungspotenzial weiterer Geschäftsmodelle im Internet und wirkt sich weiterhin negativ auf Arbeitsplätze, neue Investitionen in weitere Online-Angebote, Künstler sowie Musik und das Gesamtangebot aus. Die TERA-Studie prognostiziert in diesem Zusammenhang, dass bis zum Jahr 2015 allein in Europa 1,2 Millionen Arbeitsplätze in der Kreativwirtschaft gefährdet sind, wenn keine Maßnahmen zur Bekämpfung von Musiktauschbörsen und Sharehostern ergriffen werden. Udo Lindenberg kommentiert die derzeitige Situation folgendermaßen: „Ein Volk ohne Kultur versinkt in Schutt und Asche und totaler Bildungslosigkeit. Liebe Freunde, das wollen wir doch für unsere tolle BunteRepublikDeutschland auf gar keinen Fall. Irgendwo müssen doch die neuen Dichter, Denker und Erfinder herkommen. Die jungen Texter und Musiker müssen natürlich von was leben, also klaut denen nicht ihre Lizenzen und Tantiemen, wenn es ihnen mal gelingt einen Song herauszubringen. Fair bleiben, Freunde, klaut nix im Internet. Die kommenden Kids müssen ja auch von irgendetwas leben.“ Die Verkäufe debütierender Künstler in den weltweiten Album-Top 50 machten 2010 nur noch ein Viertel des 2003 erreichten Volumens aus. Darüber hinaus brechen traditionelle Märkte wie in Spanien oder Mexiko um weitere 22 Prozent stark ein. Das geht aus dem am Donnerstag in London veröffentlichten DMR 2011 hervor, der als PDF-Dokument unter hier kostenlos heruntergeladen werden kann.

„Zu Beginn des Jahres 2011 bleibt die Onlinepiraterie und der Mangel an fehlender Bereitschaft der Politik, die Durchsetzung von Urheberrechten weiter voranzutreiben, die größte Bedrohung für die Zukunft der Kreativbranchen. Es existieren bereits weltweit großartige legale Musikangebote, die es Verbrauchern ermöglichen, Musik legal und günstig zu beziehen. Aber diese Angebote befinden sich in einem hart umkämpften Markt, der massiv durch illegale Angebote im Netz torpediert wird. Onlineangebote werden nicht lange existieren können, wenn keine zusätzlichen Maßnahmen gegen das grundsätzliche Problem von Urheberrechtsverletzungen ergriffen werden“, so Frances Moore, CEO der IFPI in London.


10.02.2011
ECHO Klassik gastiert 2011 in Berlin

Die 18. Verleihung des ECHO Klassik findet am 2. Oktober 2011 im Konzerthaus in Berlin statt. Das gab die Deutsche Phono-Akademie, das Kulturinstitut des Bundesverbandes Musikindustrie e. V., heute in Berlin bekannt. „Wir freuen uns, dass wir in diesem Jahr neben dem Deutschen Musikpreis ECHO auch den ECHO Klassik in der Hauptstadt feiern können. Gemeinsam mit dem ZDF ist es uns eine große Ehre, den Klassik-Preis in diesem traditionsreichen Haus erwachsen werden zu lassen“, sagte Daniel Sebastian Knöll, Projektleiter des ECHO Klassik beim Bundesverband Musikindustrie.

Der ECHO Klassik gastiert nach elf Jahren erstmals wieder in Berlin. Damals wurden im Konzerthaus Künstler wie Anne Sophie von Otter, Christian Zacharias, Nigel Kennedy und Montserrat Caballé mit einem ECHO Klassik ausgezeichnet. „Ob Nachwuchskünstler, Stardirigent oder gefeierte Solisten – das Konzerthausorchester Berlin unter der Leitung des renommierten Dirigenten Ivan Fischer freut sich auf alle Preisträger. Wir fühlen uns geehrt, der Preisverleihung ein glanzvolles Ambiente bereiten zu dürfen“, so Prof. Dr. Sebastian Nordmann, Intendant des Konzerthauses Berlin.

Der ECHO Klassik wird seit 1994 an herausragende nationale und internationale Künstler der klassischen Musik vergeben. 2,33 Millionen Fernsehzuschauer (10,8 Prozent Marktanteil) verfolgten im letzten Jahr die von Thomas Gottschalk moderierte TV-Gala, die seit 1996 im ZDF ausgestrahlt wird. Die Verleihung des ECHO Klassik fand 2010 im Rahmen der europäischen Kulturhauptstadt in der Philharmonie Essen statt.

Der Termin für den Kartenvorverkauf wird zu gegebener Zeit bekannt gegeben.


10.02.2011
ECHO 2011: Nach 12 Minuten ausverkauft

Es dauerte nur 12 Minuten, da waren alle Tickets für die Verleihung des Deutschen Musikpreises ECHO ausverkauft. „Das rasante Tempo, mit der die Karten weggingen, beweist einmal mehr, wie beliebt der ECHO beim Publikum ist“, so Gerd Gebhardt, Executive Producer von Deutschlands wichtigstem Musikpreis.

Am 24. März verleiht die Deutsche Phono-Akademie, das Kulturinstitut des Bundesverbandes Musikindustrie e. V., in der Messe Berlin zum
20. Mal den Deutschen Musikpreis ECHO. Unter den Gästen werden zahlreiche Musikstars und prominente Gäste aus Medien, Kultur, Politik und Gesellschaft erwartet. Als Showacts treten u.a. der amerikanische Chartsstürmer Bruno Mars und Eurovision Song Contest-Siegerin Lena auf. Das Erste überträgt die von MME produzierte und von Ina Müller moderierte Award-Show ab 20.15 Uhr live.

Der Deutsche Musikpreis ECHO wird in insgesamt 25 Kategorien verliehen. Zu den nationalen und internationalen Künstlern, die für die Auszeichnung nominiert sind, gehören unter anderem Robbie Williams, Shakira, Katy Perry und Phil Collins sowie David Garrett, Peter Maffay und Nena. Hinzu kommen Silly, Bon Jovi, Die Fantastischen Vier, Take That und viele andere Stars.




05.10.2010
NEWS KSK – Weiterhin auf verträglichen Niveau

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales wird die Höhe des Abgabesatzes für die Künstlersozialabgabe 2011 in Kürze festlegen. Der Abgabesatz für das kommende Jahr beträgt 3,9%. Das wurde am 9.September 2010 durch Verordnung des BMAS festgesetzt.

Der BVMI weist erneut darauf hin, dass Tonträgerhersteller abgabepflichtige Unternehmen sind; Tonträgerhersteller sind ausdrücklich per Gesetz abgabepflichtig. Sollten Tonträgerhersteller nicht bei der Künstlersozialkasse gemeldet sein, empfiehlt der BVMI dringend eine Anmeldung. Die Meldepflicht ist gesetzlich vorgeschrieben. Sollte der Meldepflicht nicht nachgekommen werden, kann die Künstlersozialkasse Sanktionen (z.B. Bußgelder) auferlegen.

Quelle: musikindustrie.de


05.10.2010
Musikindustrie begrüßt Votum des Europäischen Parlaments für besseren Schutz geistigen Eigentums im Internet

Der Bundesverband Musikindustrie e. V. (BVMI) begrüßt das klare Votum des Europäischen Parlaments für einen besseren Schutz geistigen Eigentums im Internet. „Das ist ein klares Signal aus Straßburg - auch an die nationalen Gesetzgeber -, endlich pragmatische Lösungen gegen die illegale Nutzung von Musik, Filmen, Büchern, Games oder Software zu entwickeln und umzusetzen“, sagte Prof. Dieter Gorny, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Musikindustrie e. V. am Donnerstag in Berlin.

Das Europäische Parlament hatte am Mittwoch mit klarer Mehrheit von 328 zu 245 Stimmen für den sogenannten Gallo-Report gestimmt, der die Einführung von Regelungen für einen besseren Schutz Geistigen Eigentums vorschlägt. Der Report plädiert dabei unter anderem dafür, dass alle Beteiligten an der Erarbeitung gemeinsamer Ansätze mitwirken.

„Solange die illegalen Quellen sprudeln, verhindert die zögerliche Haltung des Gesetzgebers weiterhin Investitionen in innovative digitale Angebote und kostet zunehmend Arbeitsplätze in der Kreativwirtschaft“, so Gorny weiter. So kommt die von der Internationalen Handelskammer im Sommer vorgestellte TERA-Studie zu dem Ergebnis, dass die illegale Nutzung urheberrechtlich geschützter Inhalte im Internet allein in Deutschland im Jahr 2008 bei Produktion und Vertrieb von Spielfilmen, TV-Serien, Musik und Software einen Schaden von 1,2 Milliarden Euro verursacht und damit rund 34.000 Arbeitsplätze gekostet hat.

Für alle 27 EU-Staaten errechnet die Studie für 2008 einen Verlust von 10 Milliarden Euro und 186.000 Jobs. Ohne konkrete Gegenmaßnahmen könnten sich diese Zahlen bis zum Jahr 2015 in der EU auf 56 Milliarden Euro und rund 1,2 Millionen Arbeitsplätze kumulieren. Die illegale Verbreitung und Nutzung bedroht nach der Software- und Musikindustrie nun auch zunehmend die Film- und Rundfunk-Branche sowie die Buchwirtschaft.

Quelle: musikindustrie.de


05.10.2010
MTV wird Pay-TV-Kanal



Berlin - MTV soll ab Januar 2011 nur noch als Abo-Sender über alle großen Pay-TV-Plattformen Deutschlands angeboten werden. Damit steht der Sender künftig nicht mehr im frei empfangbaren Fernsehen, sondern lediglich auf digitalen Kabel-, Satelliten- und Breitband-Plattformen zur Verfügung. Stattdessen soll der Schwestersender Viva, der ebenfalls zum Viacom-Konzern gehört, zum zentralen Musik- und Entertainment-Kanal für die Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen im Free-TV umgebaut werden.

Neben dem eigenen Abo-Angebot lanciert MTV darüber hinaus den neuen Sender MTV Brand New, der über andere Kabel-Anbieter wie die Pay-TV-Plattform Sky angeboten werden soll. MTV Brand New präsentiert laut Senderangaben rund um die Uhr die aktuellsten Musiktrends.

Erstmals wird damit in Deutschland ein Bezahl-Angebot in ein Free-TV-Programm umgewandelt. "Wir erreichen dadurch künftig eine besser ausbalancierte Verteilung der Erlöse. Ich erwarte mir davon mehr Wachstum", so Dan Ligtvoet, EVP General Manager MTV Networks Germany und Managing Director MTV Networks North, gegenüber der "Financial Times Deutschland". Durch die Umstellung sei der Sender insbesondere nicht mehr ausschließlich von Werbeeinnahmen abhängig.

Ligtvoet prognostiziert dem Pay-TV-Geschäft eine rosige Zukunft: "In den kommenden fünf bis zehn Jahren wird die Pay-TV-Landschaft in Deutschland stark wachsen", so der MTV-Deutschland-Chef gegenüber der "FTD". "Infrastrukturanbieter, etwa die Kabelnetzbetreiber, wollen wachsen - auch mit den Inhalten, die sie anbieten. Sie werden den Ausbau des Pay-TV-Angebots vorantreiben."

Mit Sendern wie MTV Rocks, MTV Dance und VH1 betreibt MTV Networks bereits eine Reihe digitaler Abo-Kanäle. Die Umsätze aus diesem Geschäft hätten sich in den vergangenen drei Jahren verdreifacht, schreibt die "FTD" unter Berufung auf Senderangaben.

In einer offiziellen Pressemitteilung spricht MTV Networks Germany von einer neuen Content- und Distributionsstrategie: "Das neue und gestärkte Free-TV-Portfolio der Sendergruppe, bestehend aus Viva und Nickelodeon/Comedy Central wird Zuschauern und Werbekunden qualitativ noch hochwertigeres Programm präsentieren und so die Marktrelevanz weiter ausbauen."

"Für unser kontinuierliches Engagement in Deutschland und unseren nachhaltigen Erfolg ist es elementar, dass wir uns entsprechend den Bedürfnissen unserer Zuschauer, User und des Markts weiterentwickeln", kommentiert Dan Ligtvoegt. "Indem wir unser Free TV Angebot weiter stärken und klar positionieren, schaffen wir bei VIVA und Nickelodeon/Comedy Central ein hervorragendes Umfeld für unsere Werbekunden und Zuschauer."



22.08.2010
25.09.: Berlin Independent Night

Berlin - Am 25. September steppen die Berliner Szene-Hipster. Denn ein Ticket für die "Berlin Independent Night" verschafft Zugang zu vier Clubs, 13 Bands und 13 DJs. Auftreten werden etablierte Acts und hoffnungsvolle Newcomer, die das Prädikat "Independent" laut den Veranstaltern auch tatsächlich verdienen.

Rund um das Schlesische Tor in Kreuzberg öffnen Lido, Magnet, Comet und L.U.X. ihre Pforten und bieten Gigs von Bands wie Wolf Parade, FM Belfast und Teenagers In Tokyo. Nach der Live-Musik geht es dann mit Sound aus der Konserve weiter: "Ein Heer angesagter, szenebekannter Berliner DJs steht bereit, um das Publikum durch die vielleicht letzte laue Nacht des Jahres zu begleiten."

Tickets für das vom unclesally*s Magazin und dem Karrera Klub ausgerichtete Event kosten 13 Euro im örtlichen Vorverkauf und 15 Euro an der Abendkasse.

"Berlin Independent Night" - Line-up 2010
(Stand: 20.08.10)

Lido:

FM Belfast

Teenagers In Tokio

Cosmo Jarvis

GoldHawks

Karrera Klub DJs


Magnet:

Wolf Parade

Who Knew

Royal Republic

Earl Greyhound

DJ Ueliguitar & Kid Stupid oder/und Iggy Nop & Yessica Yeti


Comet:

Lyrebirds
Customs

Still Flyin’

DJs Kink Kong Kicks

Torsun & Plemo & Rampue


L.U.X.:

Walter Schreifels

Murder



22.08.2010
40 Prozent Wachstum beim digitalen Musikverkauf

Die Deutschen kaufen immer mehr Musik im Netz. So stiegen die Umsätze mit Musikdownloads in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um fast 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Treiber des digitalen Musikgeschäfts waren erneut die Verkäufe von digitalen Musikalben (Bundles). Ihre Umsätze stiegen von 27,57 Millionen Euro im 1. Halbjahr 2009 auf 41,55 Millionen Euro im 1. Halbjahr 2010 um über 50 Prozent. Der Umsatz mit einzelnen Musikstücken stieg im gleichen Zeitraum von 24,17 auf 30,42 Millionen Euro um rund 26 Prozent. Das gab der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) am Mittwoch in Berlin bekannt.

Insgesamt wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres rund 4,7 Millionen Alben und 29,73 Millionen Einzeltracks abgesetzt. Damit wurden im 1. Halbjahr 2010 rund acht mal mehr Alben und 3,5 mal mehr Einzeltracks verkauft als noch vor fünf Jahren im 1. Halbjahr 2005. „Während in vielen Ländern die digitale Wachstumskurve etwas abflacht, rechnen wir für Deutschland auch in 2010 erneut mit einem stabilen Umsatzwachstum von rund 30 Prozent beim digitalen Musikverkauf“, sagte BVMI-Geschäftsführer Stefan Michalk. Musikliebhaber können aus einem breiten Angebot von über 40 digitalen Musikservices im Netz wählen. Damit sei der Wettbewerb in Deutschland intensiver als in anderen Ländern, so Michalk weiter.

Quelle: musikindustrie.de


22.08.2010
So arbeiten Indie-Labels

Tapete Records ist eines der größten Independent-Label Deutschland, hat auch US-Künstler unter Vertrag. Mitgründer Gunther Buskies, 35, erklärt, warum er sich trotzdem jeden Monat nur 500 Euro auszahlen kann und warum die Download-Einnahmen klein, aber wichtig sind.

Der Unterschied zwischen Independent und Major-Label? Ich kenne ja beides, ich war früher bei Universal und habe da bei einem Projekt Dirk Darmstaedter kennen gelernt. Wir beide kannten Künstler, die wir klasse finden, aber die kein Label hatten. Für die haben wir Tapete Records gegründet. Wir versuchen bei Tapete, nicht einfach so Sachen hochzuwerfen, um zu gucken, ob sie von alleine fliegen. Wir arbeiten langfristig. Wir richten die Sache so aus, dass man, wenn die erste Platte floppt, eine zweite und eine dritte machen kann.

Wir wollten den ökonomischen Druck und die damit verbundene heiße Luft rausnehmen. Wir kalkulieren realistisch: So und so viel darf eine Platte kosten, damit man ohne Bauchschmerzen sagen kann, wir haben jetzt vielleicht Geld verloren, aber wir können weitermachen. Wenn du sagst: Prima yippie yeah, ich investiere so viel, dass ich 20.000 Stück verkaufen muss, damit das ein Erfolg wird, dann ist das ein immenser Druck, und man manövriert eine Künstlerkarriere mit so etwas in eine Gefahr. Denn leider ist Erfolg in unserem Geschäft nicht immer planbar. Playlists und Plakatwände garantieren nichts.

Wir führen unsere Firma so, dass wir realistische Ziele mit den Künstlern vereinbaren. Wenn ein Newcomer meint: Joah, 5000 CDs ist ein Erfolg, dann muss man da gleich mal sagen: Die Realität sieht anders aus. Wenn wir es schaffen, von einem Newcomer 1000 CDs zu verkaufen, dann ist das super. Das muss man als Erfolg betrachten. Und wenn man dann leider nur 500 verkauft, ist es natürlich traurig, aber man kann die Zusammenarbeit fortsetzen.

15 Prozent der Verkaufsumsätze online

Natürlich finden wir als Menschen, die in den Achtzigern groß geworden sind geiler, wenn da 140 Platten im Regal stehen und du sagen kannst, die gäbe es ohne unser Dazutun wahrscheinlich nicht.

Der Online-Vertrieb ist für kleine Label sehr attraktiv, weil wir da kein Warenrisiko haben. Deshalb lassen sich Online- und Tonträger-Umsätze auch nicht so leicht vergleichen. Bei Tonträgern fallen ganz andere Stückkosten an, zum Beispiel für die Herstellung und die Gema, die fällig ist, egal ob du die CD verkaufst oder nicht. Das Risiko, auf diesen Fixkosten sitzen zu bleiben, ist also immer gegeben. In unserem Büro stehen 3000 CDs eines Albums mit Bonus-DVD rum, die in der Herstellung mit Gema schätzungsweise je vier Euro gekostet haben. Diese
12.000 Euro sind erstmal futsch.


Deshalb sind Downloadverkäufe großartig, und wir geben unseren Künstlern von diesen Einnahmen auch einen höheren Anteil ab als bei physischen Tonträgern. Da fließen 35 Prozent an die Künstler, was ich für einen fairen Deal halte. Anders als bei vielen anderen Firmen gibt es bei uns auch keine versteckten Kosten oder Abzüge in unseren Verträgen, womit scheinbar hohe Künstleranteile klein gerechnet werden. Da werden zum Teil für digitale Verkäufe Verpackungs- und Technikkosten abgezogen. Leute, welche Verpackung?


Jahresbilanz: 600.000 Euro Umsatz, 8.000 Euro Verlust


2009 haben sich bei Tapete die beiden großen Bereiche Label und Booking finanziell getragen. Wir hatten einen Umsatz von knapp 600.000 Euro und einen Verlust von 8.000 Euro. Es war bisher immer so, dass wir uns von Jahr zu Jahr zwischen ein bis zwei Prozent Verlust und Gewinn bewegen.

Das zeigt, und das soll kein Eigenlob sein, dass wir ein sehr realistisch kalkulierendes Unternehmen sind. Wir machen eine Jahreskalkulation, sobald ich weiß, welche Platten kommen. Dann ist klar: Wir haben drei Newcomer, dann kommt die neue Anajo oder Tele und dann brauche ich im zweiten Halbjahr noch ein paar Platten in der und der Größenordnung. Daraus mache ich einen Jahresplan mit drei Szenarien: Worst Case, realistisch und das Alles-läuft-super-Szenario. Das Worst-Case-Szenario muss so aussehen, dass die Firma daran nicht zu Grunde geht.


132.000 Euro Fixkosten


Die Firma verursacht momentan 11.000 Euro im Monat an Fixkosten, auch wenn wir gar keine Platten veröffentlichen und kein einziges Konzert buchen. Bei Tapete arbeiten jetzt die zwei Inhaber, drei Festangestellte, zwei quasi Fulltime-Freelancer, die kurz vor einer Festanstellung stehen und zwei Praktikanten. Das ist von der Manpower wohl eines der größten Indie-Labels in Deutschland. Es gibt aber leider auch nicht mehr viele. Wir bringen im Jahr 15 bis 18 Platten raus, das ist ein Output, den eigentlich sonst niemand hat. Von diesen Veröffentlichungen und den Konzerten muss jeden Monat das Team bezahlt werden, die Miete, das Telefon...

Natürlich verkauft man bei Newcomern selten genug, um allein mit den Tonträgerverkäufen die Fixkosten zu bezahlen. Deshalb haben wir eine Mischkalkulation: Die Einnahmen aus dem Musikverlag kommen dazu, die Einnahmen aus der Booking-Agentur. Trotzdem ist es so, dass etwa 80 Prozent der Newcomer-Alben sich hinten und vorne nicht rechnen.

Wir haben keine Rücklagen. Woher auch? Wenn etwas übrigbleibt, nimmt es dir das Finanzamt weg, und wenn du nichts hast, ist da eben - nichts. Wer in unseren kleinen Größenordnungen ehrlich wirtschaftet, hat keine Chance, Rücklagen zu bilden, so kommt mir das zumindest vor.


Bei Liquiditäts-Problemen hilft der Vertrieb


Die Jahresbilanz zeigt, dass wir über die Runden kommen, aber das Problem sind die Wellenbewegungen. Wenn es mal zwei Monate einen Liquiditätsengpass gibt, weil wir nicht genug verkaufen und die Fixkosten höher sind als die Einnahmen, müssen wir das irgendwie überbrücken. Wir haben zum Glück super Geschäfts-Partner: mit unserem Vertrieb arbeiten wir schon sehr lange und gut zusammen. Mittlerweile sind wir wichtig genug für die und wenn es mal einen Engpass gibt, sagen die Kollegen auch manchmal: "Wir wissen, dass die Platten in zwei, drei Monaten kommen und überweisen einen Teilbetrag vorab."


500 Euro Monatsgehalt für den Mitinhaber


Nun ja, wer viel Geld ohne großes Risiko verdienen will, sollte was anderes machen. Das geht aber allen Indie-Labels so. Alle verdienen viel zu wenig, dafür haben sie aber einen Job, der ihnen Spaß macht und Erfüllung gibt. Aber bei uns ist das Ziel auf jeden Fall: Gegen den Trend wachsen. Denn wenn die Firma wächst und mehr Geld übrig ist, dann können wir auch die Gehälter der Mitarbeiter erhöhen.

Sechs Jahre lang haben Dirk und ich für Tapete ohne Bezahlung gearbeitet, ich habe mich über freie Jobs für große Labels finanziert und meine eigenen Backkatalog-Projekte, dafür habe ich ein eigenes Reissue-Label aufgebaut. Im Moment zahlen wir uns 500 Euro im Monat aus. Mit den Einnahmen aus dem Reissue-Label komme ich über die Runden und kann meine Familie, zwei Kinder, finanzieren. Eine Rentenversicherung gibt es nicht. Im Vergleich zur Festanstellung bei Universal bedeutet all das eine Halbierung des Lebensstandards. Das muss man in Kauf nehmen und eine Familie haben, die das akzeptiert.

Die Firma wächst in den letzten Jahren vor allem international. Wir haben schwedische, amerikanische, englische Künstler gesucht, um international attraktive Musik zu veröffentlichen. Eines unserer Ziele war von Anfang an, dass ein Künstler wie Lloyd Cole mal seine Platte bei uns rausbringen möchte. Und jetzt erscheint im September sein neues Album bei uns, das ist für uns ein wichtiger Meilenstein und hilft uns international, weil wir davon sehr viel im Ausland verkaufen werden.


Booking ist ein risikoarmes, notwendiges Zusatzgeschäft


Live-Geschäft und umfassende Rechte an der Musik sind sehr wichtig für die Firma. Wir können keinen Newcomer an das Label binden, der nicht bei uns im Verlag und im Booking ist. Booking ist ein vergleichsweise risikoarmes Geschäft. Wenn ich als Label ein Newcomer-Album mache, muss ich erst mal recht viel ausgeben und viel Zeit reinstecken, um das anzuschieben. Eine reine Booking-Agentur hat solche Anschubinvestitionen in der Regel nicht und kann sich im Idealfall an eine gut laufende Veröffentlichung mit den Konzerten dranhängen. Booking und Verlag sind für uns notwendige Zusatzeinnahme, bei denen man zusätzlich etwas davon ernten kann, was man als Label zuvor reingesteckt hat.

Die langfristigen Rechte sind wichtig, um irgendwann einen größeren Teil des Umsatzes mit der Zweitverwertung der Musik erwirtschaften zu können. Also dass Volkswagen in zehn Jahren den Song 'Du kannst mich an der Ecke rauslassen' von Niels Frevert für einen Spot verwenden möchte. Da haben wir mittlerweile einen Pool von 2000 Songs, die wir für solche Zwecke anbieten können.

Wir haben nicht genug Geld, um jemanden hinsetzen zu können, der den halben Tag versucht, Songs in der Werbung unterzubringen. Da ist mir die Promo bei Medien wichtiger. Ich hoffe lieber auf begeisterte Redakteure, die unsere Künstler entdecken und vorstellen, weil die Musik ihnen gefällt. Dass jemand findet, der Song könnte gut Autos verkaufen... Das ist eigentlich ein Geschäft, das meinem vielleicht konservativen Verständnis von Labels widersprich. Wenn ich darauf angewiesen bin, dass meine Songs bei Grey's Anatomy laufen, dann möchte ich den Job nicht mehr machen.

Quelle: spiegel.de


22.07.2010
Digital Music Report 2010

Weltweiter Umsatz mit digitaler Musik übersteigt 25%-Grenze

In 2009 entfiel erstmals mehr als ein Viertel des Umsatzes aus dem Musikverkauf auf das Online-Geschäft. Der Umsatzanteil digitaler Musik wuchs weltweit auf 27 Prozent. Das geht aus dem am Donnerstag in London veröffentlichten Digital Music Report 2010 der IFPI (International Federation of Phonographic Industries) hervor.

Danach wurden 4,2 Milliarden US-Dollar wurden im Jahr 2009 mit dem Verkauf von digitaler Musik eingenommen. Die Download-Verkäufe einzelner Titel stiegen im Jahr 2009 um geschätzte 10 Prozent auf mehr als 1,5 Milliarden Titel.

Den höchsten Digitalanteil haben die USA mit 40 Prozent. Allerdings ist hier auch der physische Markt in den vergangenen Jahren deutlich stärker zurückgegangen als in anderen Ländern. Der europäische Durchschnitt liegt bei 15 Prozent. Auch in Deutschland wird für 2009 erneut ein Wachstum im Digitalmarkt von 20 bis 30 Prozent erwartet. Der Umsatzanteil von Online-Verkäufen ist mit 10 Prozent vergleichsweise niedrig.

Stärkste Konkurrenz für die legalen digitalen Musikangebote bleibe die Kostenlos-Konkurrenz aus Tauschbörsen oder zunehmend auch von Sharehostern, so der Verband der Musikindustrie. Nach einer Studie von Jupiter Research bedient sich in Europa jeder fünfte Internet-Nutzer zur Deckung seines Musikbedarfes regelmäßig aus Tauschbörsen In Deutschland kamen 2008 auf einen legalen gekauften Track rund acht illegale, berichtet der Musikverband.

Quelle: boersenblatt.net


22.07.2010
Die 10 beliebtesten Vorurteile über die Musikindustrie

In Gesprächen und Berichten über Vergangenheit und Zukunft der Musikindustrie werden immer wieder die gleichen Meinungen und Vorurteile geäußert. Zeit für eine kritische Bestandsaufnahme und nähere Betrachtung der Fakten. Nachstehend die Liste der zehn beliebtesten Vorurteile über die Musikindustrie mit den dazugehörigen Antworten:

Vorurteil Nr. 1: Die Musikindustrie hat das Internet verschlafen
Zugegeben, die Musikindustrie war nicht an vorderster Front, als es galt, die Möglichkeiten dieses neuen Mediums für sich zu erschließen. Bei aller berechtigten Kritik hat sich die Branche nach zögerlichen Anfängen schnell auf die veränderten Rahmenbedingungen eingestellt. So sind heute weltweit rund elf Millionen Musiktitel online verfügbar.
Allein in Deutschland gibt es über 40 legale Musikangebote im Internet – vom À-la-carte-Musikshop, über das Abo-Modell bis zum Streaming-Dienst. In vielen Ländern werden Gespräche mit Internet-Service-Providern geführt, um den Zugang zum Internet gegen einen geringen Aufpreis mit dem Genuss und Erwerb von Musik zu verknüpfen. Mit einem Umsatzanteil von 30 Prozent
erwirtschaftet, mit Ausnahme der Spielehersteller, keine Medienbranche einen größeren Anteil ihres Umsatzes im Internet als die Musikindustrie.


Vorurteil Nr. 2: Das Internet hat die Musikfirmen überflüssig gemacht
Trotz mehrerer Millionen Band- und Artist-Websites auf Communities wie MySpace hat es in den 15 Jahren seit Start des World Wide Web vielleicht eine Handvoll Künstler wie beispielsweise die Arctic Monkeys geschafft, über das Netz einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu werden. Und diese haben sich dann meist schnell unter das Dach einer Musikfirma begeben. Bei anderen Beispielen
erfolgreicher Selbstvermarktung – wie im Fall der Band Radiohead – handelt es sich meist um etablierte Künstler, die ihre Bekanntheit in klassischen Strukturen erworben haben. Projekte wie SellaBand – wo Fans durch ihre finanzielle Beteiligung das erste Album einer Band finanzieren können – haben Charme, wirtschaften aber immer wieder am Rande des Ruins.
Das verwundert nicht, denn mit dem Internet hat die Komplexität der Musikvermarktung und des Musikverkaufes erheblich zugenommen. Kein Künstler kann alle potenziellen physischen und digitalen Medien- und Vertriebskanäle bespielen und sich gleichzeitig noch auf das Machen von Musik konzentrieren. Vor allem aber kann die Selbstvermarktung die wichtigste Funktion der Labels nicht ersetzen. Viele junge Talente können nur dadurch gefördert und bekannt werden, weil Musikfirmen das Geld, was sie mit etablierten Künstlern verdienen, zu einem großen Teil in den Nachwuchs investieren. Dieses System hat eine einzigartige Vielfalt an qualitativ hochwertiger Musik erschaffen.


Vorurteil Nr. 3: Musikdiebstahl im Netz lässt sich nicht bekämpfen
Nachdem verschiedene Aufklärungskampagnen wirkungslos verpufft waren und die Zahl der illegalen Downloads in immer astronomischere Höhen stieg, haben sich die Musikfirmen 2004 entschlossen, juristisch gegen illegale Uploader von Musik vorzugehen. Obwohl anfangs nur eine geringe Zahl von wenigen Hundert Abmahnungen verschickt wurde, ging die Zahl der illegal heruntergeladenen Songs von über 600 Millionen im Jahr 2003 um mehr als ein Drittel auf 383 Millionen (2004) zurück. Im Rahmen der 2007 etablierten 3-Stufen-Strategie Aufklären – Abschrecken – Abmahnen wurde die Zahl der Verfahren kontinuierlich erhöht, sodass trotz ständig steigender Breitbandzugänge die Zahl der illegalen Downloads heute unter 300 Millionen liegt.
Deutschland hat die niedrigste Piraterierate weltweit, da Verfahren in hohen Fallzahlen aufgrund der rechtlichen Situation nur in Deutschland möglich sind. Ziel der Abmahnungen bleibt die Eindämmung der illegalen Musikbeschaffung. Der Versand von Abmahnungen war und ist für die Branche kein „Geschäftsmodell“. Die Schadensersatzzahlungen machen ohnehin nur einen
Bruchteil der durch Musikdiebstahl im Netz verursachten Verluste aus.


Vorurteil Nr. 4: Die Musikindustrie kriminalisiert ihre Kunden
Hier werden gerne Ursache und Wirkung durcheinandergebracht. Gäbe es keine massenhaften illegalen Downloads, müsste sich die Branche auch nicht zur Wehr setzen. Aber auch wenn das konsequente juristische Vorgehen gegen Internetpiraterie Erfolge zeigt, würde die Industrie gerne auf Abmahnungen
verzichten und präferiert deshalb ein Warnmodell, wie es in Frankreich umgesetzt wird. Dabei werden bei Urheberrechtsverletzungen im Internet zunächst Warnhinweise verschickt. Die Betroffenen haben so die Möglichkeit, ihr illegales Handeln ohne juristische oder finanzielle Folgen einzustellen.
Umfragen in Frankreich oder England haben gezeigt, dass 70 bis 80 Prozent der Befragten die illegale Musikbeschaffung im Netz nach dem ersten oder zweiten Warnhinweis einstellen würden. Nur unbelehrbare Wiederholungstäter müssten Sanktionen befürchten, die von einer Bandbreitenreduzierung über die zeitweise Abschaltung des Internetanschlusses bis zur klassischen Abmahnung reichen können. Dieses Vorgehen würde die Rechteinhaber, Betroffenen, Justiz und Gesellschaft weniger belasten als die bisherige Praxis. Leider verweigern sich bisher sowohl Internet-Service-Provider wie auch die Politik, in Deutschland diesen Weg zu gehen.


Vorurteil Nr. 5: Illegale Downloads schaden der Musikindustrie nicht, sondern fördern den Musikverkauf
Verschiedene Studien versuchen den Nachweis zu erbringen, dass es keinen Zusammenhang zwischen illegalen Downloads und den Umsatzrückgängen in der Musikindustrie gibt. Meistgenannt ist in diesem Zusammenhang die Oberholzer-Gee-Studie. Oft reicht ein kritischer Blick auf die Studien, um methodische Fehler zu entlarven. Besonders beliebt ist es, das Kaufverhalten musikinteressierter Filesharer mit dem Kaufverhalten der nur teilweise musikaffinen Gesamtbevölkerung zu vergleichen. Das ergibt dann die Schlagzeile: Filesharer kaufen mehr Musik. Was gelinde gesagt völliger Blödsinn ist.
Seit dem Aufkommen von Tauschbörsen und der massenhaften Verbreitung von CD-Brennern ab der Jahrtausendwende sind die Umsätze der deutschen Musikindustrie trotz ständig steigender Musiknutzung um 40 Prozent zurückgegangen. Nachdem in Schweden Anfang 2009 ein Gesetz in Kraft getreten war, das die Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen im Internet ermöglicht, ging der P2P-Datenverkehr massiv zurück und die Umsätze der Musikindustrie zweistellig nach oben.


Vorurteil Nr. 6: Künstler und Musikfirmen erhalten für Privatkopien eine angemessene Vergütung
Schön wäre es, stimmt aber nicht. So erhielten die Künstler und Labels in 2008 für rund 370 Millionen CD-Kopien und 26 Milliarden! gespeicherte Musikdateien eine Vergütung von rund 30 Millionen Euro. Ein schlechtes Geschäft. Denn wären nur zehn Prozent der CD-Kopien gekauft worden, wären über 300 Millionen Euro geflossen.
Viele Privatkopien entstehen in einer Grauzone zwischen Recht und Unrecht. Seit längerem plädiert die Industrie deshalb für eine Überarbeitung des Gesetzes aus den 60er Jahren, als CD-Brenner, MP3-Player und das Internet allenfalls in der Fantasie von Science-Fiction-Autoren existierten. Jeder der Musik kauft, sollte die Möglichkeit haben, diese für den eigenen Bedarf auf verschiedene Abspielgeräte zu kopieren. Allerdings sollten Privatkopien nach Auffassung des Bundesverbandes Musikindustrie auf Kopien vom Original beschränkt werden, was die ungehemmte Verbreitung von Kopie zu Kopie zu Kopie beispielsweise durch den Tausch ganzer Festplatten einschränken würde.


Vorurteil Nr. 7: Musik ist zu teuer
Als die CD Anfang der 80er Jahre auf den Markt kam, kostete eine der begehrten Silberscheiben rund 30 DM. Heute, rund 30 Jahre später, liegen die Preise selbst für aktuelle Alben bei rund 15 Euro dank zahlreicher Angebote häufig auch weit darunter. Preissteigerung selbst ohne Berücksichtigung der Inflation in den vergangenen 30 Jahren: gleich null. Im gleichen Zeitraum haben sich andere Entertainment-Angebote wie Kino- und Konzertbesuche, Bücher, Zeitungen und Zeitschriften erheblich verteuert. Noch günstiger können Konsumenten heute Musik online erwerben. Die Preise für Single-Downloads starten bei 49 Cent. Aktuelle Alben sind im Internet ab 7,99 Euro zu bekommen.

Vorurteil Nr. 8: Die Musikindustrie beutet die Künstler aus
Publikumswirksam ausgetragene Konflikte zwischen Plattenfirma und Künstler wie bei George Michael, Prince oder Courtney Love haben zur Entstehung dieses Vorurteils beigetragen. Die Realität sieht aber anders aus, denn die Mehrzahl der Künstler scheint mit ihren Labels und dem, was sie verdienen, durchaus zufrieden zu sein. Dazu gibt es auch allen Grund, wie ein Blick auf die Grafik zur Verteilung von Anteilen beim Musikverkauf im Kapitel Umsatz zeigt. Danach erhalten Künstler durchschnittlich zehn Prozent vom Verkauf einer CD und könnten diesen Anteil sogar auf fast 15 Prozent steigern, wenn sie Text und Musik selbst geschrieben haben und ihre eigenen Produzenten sind.

Zwar liegt der Anteil des Labels mit 20 Prozent höher, aber die Plattenfirma muss davon nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch alle Marketingmaßnamen wie beispielsweise die Videoproduktion, Werbung und Promotion sowie die staatlichen Abgaben wie die Künstlersozialkasse (KSK) oder die Filmförderabgabe bestreiten. Ein weiterer Teil der Label-Erlöse fließt außerdem in die Entwicklung von Nachwuchskünstlern. Außerdem sollte nicht vergessen werden, dass Musik ein hoch risikoreiches Investment ist. Eine goldene Branchenregel besagt, dass nur einer von zehn Künstlern die in ihn getätigten Investitionen auch wieder einspielt.

Vorurteil Nr. 9: Die Musikmanager feiern einfach zu viele Partys
Come on – die Musikbranche ist eine Entertainment-Industrie und nicht die Versicherungswirtschaft. Zugegeben, in den goldene 90er Jahren mag der eine oder andere mal über die Stränge geschlagen haben, aber das kann keine Rechtfertigung sein, noch zehn Jahre später einer ganzen Branche den Mittelfinger zu zeigen. Seit dem Jahr 2000 ist die Zahl der Beschäftigten in der Musikindustrie aufgrund illegaler Musikbeschaffung aus dem Netz und massiv gestiegener Privatkopien um ca. 50 Prozent zurückgegangen. Große wie kleine Labels haben mehrfach massive Restrukturierungsprozesse durchlaufen und sind heute schlank aufgestellt. Die Zeit der wilden Partys ist lange vorbei.

Vorurteil Nr. 10: Die Musikindustrie muss nur weniger "Schrott" produzieren
Ein Vorurteil von unerträglicher kultureller Arroganz, bei dem Massentauglichkeit mit mangelnder Qualität gleichgesetzt wird. Dabei wird oft vergessen, dass in der Musikindustrie Hits – wie beispielsweise auch in Buchverlagen Bestseller – die finanzielle Basis für die Förderung von Nischenprodukten sind. Dieses System der Umverteilung hat eine einzigartige Vielfalt von Musikprodukten und Künstlern hervorgebracht, die vom avantgardistischen Jazzquartett über Musikstile wie Punk oder Techno, bis zu internationalen Massenwaren reicht. Die Musikindustrie ist nicht dazu da, über den Geschmack ihrer Konsumenten zu richten. Ihre Aufgabe ist es, den Verbrauchern ein möglichst großes Angebot zu machen, aus dem diese dann auswählen können.

Quelle: musikindustrie.de


22.07.2010
Absage an Gratiskultur

Die deutsche Musikindustrie sieht in der gestrigen Grundsatzrede von Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger zahlreiche positive Ansätze für eine Stärkung des Urheberrechts in der digitalen Welt. „Die Justizministerin hat ein klares Bekenntnis für ein starkes Urheberrecht für Kreative und Produzenten abgegeben und der Gratiskultur im Internet eine Absage erteilt“, sagte Prof. Dieter Gorny, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Musikindustrie e. V. am Dienstag in Berlin.

Gleichzeitig habe sie klar gemacht, dass sich in der aktuellen Diskussion um effiziente Ansätze zur Bekämpfung von Urheberrechtsverletzungen im Internet die Provider nicht aus der Verantwortung ziehen könnten. Leutheusser-Schnarrenberger: „Statt auf den einzelnen User und individuelle Urheberrechtsverletzungen abzustellen, könnte es sehr viel effektiver sein, wenn auch die Provider mehr Verantwortung für den Schutz des Urheberrechts übernehmen.“ Zwar lehnte sie den französischen Ansatz mit zeitweiser Aussetzung von Internetanschlüssen bei Urheberrechtsverletzungen weiter ab, äußerte aber grundsätzliche Sympathien für ein Warnmodell: „Wäre es nicht besser, der Schüler, der den neuen Kinofilm aus dem Netz illegal herunterladen will, bekommt einen automatischen Warnhinweis statt einer Abmahnung mit Kostennote des Anwalts?“

„Die Justizministerin hat darüber hinaus erkannt, dass die Bekämpfung von Internetpiraterie sich längst nicht mehr nur auf sogenannte Tauschbörsen beschränken kann“, sagte Gorny. Leutheusser-Schnarrenberger: „Mich besorgt beispielsweise die wachsende Zahl sogenannter One-Click-Sharehoster. Einige diese Angebote dienen schon auf den ersten Blick fast ausschließlich dem Austausch geschützter Musik- und Filmdateien. Das sind ganz sicher nicht die kreativen und innovativen Geschäftsmodelle, die wir uns für das Internet wünschen!“

Erfreulich sei außerdem, dass die Justizministerin neben dem klaren Bekenntnis, dass der Kreative im Zentrum des Urheberrechts stehe, die Rolle der Produzenten und Vermittler gewürdigt habe. Leutheusser-Schnarrenberger: „Die Direktvermarktung mag für die Grassroots-Künstler ebenso gut funktionieren wie für die Top-Verdiener des Geschäfts. Aber die große Masse dazwischen, die Künstler, die erst einmal einen finanziellen Vorschuss brauchen, damit sie überhaupt ein Buch schreiben oder ihre Musik komponieren können, sie alle sind auch in Zukunft auf Verlage oder Labels angewiesen, die ihr Werk vorfinanzieren.“ Dem unternehmerischen Risiko, das mit solchen Produktionen verbunden sei, müsse die Chance gegenüberstehen, die Produktionskosten und eine angemessene Rendite mit der Verwertung des Werks zu erwirtschaften. Das Urheberrecht müsse seinen Beitrag zu fairen Wettbewerbsbedingungen im Internet leisten. „Wer Freiheitlichkeit mit Unentgeltlichkeit gleichsetzt, zieht einen Trugschluss“, so die Ministerin.

Quelle: musikindustrie.de


07.06.2010
Downloads dominieren den Single-Markt in Europa

Baden-Baden - 85 Prozent der Single-Verkäufe in Deutschland, die für die wöchentlichen Charts den Ausschlag geben, sind Downloads. Bei Alben überwiegt der physische Anteil mit 79 Prozent die Verkäufe. Die Zahlen wurden von media control für das laufende Jahr ermittelt.

Im Vergleich Deutschlands mit sechs weiteren europäischen Ländern zeichnet sich ein ähnliches Bild ab: So sind digitale Verkäufe in Frankreich zu 89 Prozent in den Charts vertreten - derselbe Anteil, den phsysische Verkäufe in den Album-Charts ausmachen. Österreich weist mit 73 Prozent Download-Anteil den nidrigsten Wert im Single-Ranking auf. Allerdings ist der Wert der physischen Album-Verkaufe mit 94 Prozent der höchste im Verlgeich. In der Schweizer Single-Hitparade werden mit 99 Porzent fast ausschließlich digitale Downloads verkauft. Mit 86 Prozent dominieren auch in der Schweiz physische Album-Verkäufe.

In den belgischen Single-Charts werden 93 Prozent der Songs digital bezogen, in den Niederlanden und Spanien sind es 92 Prozent - derselbe Anteil, den physische Album-Verkäufe in Belgien und Spanien einnehmen. In den Niederlanden beträgt das Verhältnis digital/physisch bei den Alben elf zu 89.

Quelle: MusikMarkt


07.06.2010
MySpace plant großen Relaunch

Beverly Hills - Bis Ende dieses Jahres plant MySpace "zurück zum Cool-Faktor" zu gelangen. Um alte Mitglieder zu reaktivieren und neue hinzuzugewinnen soll deshalb noch im Herbst ein optischer und inhaltlicher Relaunch stattfinden, erklärte Co-President Mike Jones im Gespräch mit "kress".

Von den derzeit rund 550 Millionen Mitgliedern sollen das soziale Netzwerk nur etwa 120 Millionen aktiv nutzen. Die Reichweite generell sei Jones allerdings nicht so wichtig, lediglich bestimmte Zielgruppen: "Ich will 70 bis 80 Prozent der 13- bis 34-Jährigen auf der Welt erreichen", so Jones "kress" gegenüber.

Für den MySpace-Chef liegt der Fehler des Portals darin, sich zu sehr an aufstrebenden Diensten wie Facebook und Twitter orientiert zu haben. Dabei hätte man "den Sinn dafür verloren, was MySpace einzigartig gemacht hat". Im Gegensatz zu diesen Social-Networks gehe es bei MySpace nicht darum, sein Leben abzubilden, sondern neue Freunde, Bands und Videos kennenzulernen sowie eine virtuelle Identität zu schaffen, "die mit dem echten Leben nichts gemeinsam haben müsse", so "kress" weiter.

Um sich nun dem "Cool-Faktor" wieder anzunähern werden weniger angesagte Feature entfernt. Dies betrifft unter anderem den Wetterbericht, Horoskope, Restaurantkritiken und eine Seite für Mütter. Hingegen sollen Spiele in das Portal eingebettet werden, ein "Game Lab" dafür wurde bereits ins Leben gerufen.

Deutschland habe für MySpace nach den USA den zweitgrößten Stellenwert. Um die deutschsprachigen Länder und Nordeuropa kümmert sich Managing Director Joel Berger aus seinem Büro in Berlin.

Quelle: MusikMarkt


31.05.2010
GEMA übt sich in Transparenz

Am Morgen des 28. Mai hat die GEMA bei der Staatsanwaltschaft Berlin Strafanzeige wegen Betrugsverdachts gegen zwei ihrer Mitarbeiter eingereicht. Knapp eineinhalb Stunden später erläuterte die Verwertungsgesellschaft in einer Onlinepressekonferenz unter der Prämisse "Die GEMA hat nichts zu verbergen" Details zum Fall - und bemühte sich dabei demonstrativ, den eigenen Anspruch auf eine "Politik der Transparenz" zu erfüllen.

"Wir haben den begründeten Verdacht, dass zwei Mitarbeiter der GEMA im Zusammenwirken mit mehreren Mitgliedern der GEMA Live-Aufführungen zur Abrechnung eingereicht haben, die tatsächlich nicht stattgefunden haben", erläuterte der Vorstandsvorsitzende Dr. Harald Heker den Sachverhalt. "Einer der beiden Mitarbeiter hat bei der Kontrolle dieser Programmfolgen so mit den Mitgliedern zusammengearbeitet, dass wir für Veranstaltungen bezahlt haben, die so nicht stattfanden." Zur Höhe der Beträge, die in den vergangenen Jahren an diese Mitglieder ausgeschüttet wurden, machte die GEMA keine Angaben. Jedoch kursieren Gerüchte, es handle sich um eine Summe in der Größenordnung von einer Million Euro.

Erste Hinweise auf den Betrug seien Anfang Mai bekannt geworden, woraufhin die GEMA zunächst Verdachtskündigungen aussprach. In dieser Woche habe man den betroffenen Mitarbeitern fristlos gekündigt. Als Konsequenz aus den Geschehnissen kündigte Heker eine Überprüfung der Kontrollsysteme der GEMA an; mit den Vorfällen befasse sich nun eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Heker betonte jedoch, dass es sich um einen Einzelfall handle, der freilich von "hoher krimineller Energie" getrieben scheint. Grundsätzlich gelte: "Das System GEMA funktioniert".

Auf Nachfrage räumte Heker allerdings ein, dass man dabei sei, einen weiteren Betrugsfall zu prüfen, um ihn gegebenenfalls ebenfalls bei der Staatsanwaltschaft anzuzeigen.

Auch in der Vergangenheit gab es sicher immer wieder Versuche, das GEMA-Verteilungssystem mit Tricks und Täuschungen zu manipulieren, um von erhöhten Tantiemenzahlungen zu profitieren. Bisher wurden solche Fälle zivilrechtlich geregelt. Nun aber will Heker, der sich laut GEMA-Sprecherin Bettina Müller Transparenz und Offenheit auf die Fahnen geschrieben hat, immer dort strafrechtlich durchgreifen, wo es vom Sachverhalt her geboten scheint. Es handle sich schließlich nicht um Bagatelldelikte. Für Heker ist der akute Fall "für die Selbsthygiene der GEMA extrem wichtig".

Sicher ist er auch insofern wichtig, als er einen Anlass liefert, um den Willen zur Veränderung zu demonstrieren. In diesem Zusammenhang wies Heker darauf hin, dass die komplexen GEMA-Verteilungspläne im Hinblick auf "größtmögliche Einzelfallgerechtigkeit" angelegt seien. Aufsichtsrat und Vorstand wollten jedoch die Verteilung neu regeln und sie einfacher und leichter verständlich gestalten. Mit diesem Zielkonflikt wird man sich vermutlich noch lange herumschlagen müssen. Womöglich fungieren dabei weitere Betrugsfälle als Katalysator.

Quelle: MusikWoche


31.05.2010
US-Studie: iTunes baut Vorsprung aus

Port Washington - Einer Studie des amerikanischen Marktforschungsunternehmens NPD Group zufolge konnte Apples Musikstore iTunes seine Marktdominanz ausbauen. Mit 28 Prozent Gesamtmarktanteil am Musikmarkt verzeichnete der Dienst im ersten Quartal dieses Jahres vier Prozent mehr Verkäufe über seinen Shop als noch im Vergleichszeitraum 2009. Doch auch Amazon konnte um drei Prozentpunkte aufholen und belegt nun zusammen mit Wal-Mart mit je zwölf Prozent den zweiten Platz.

Insgesamt waren 40 Prozent der in den USA erworbenen Musikstücke in den ersten drei Monate dieses Jahres digital – fünf Prozent mehr als im Q1 letzten Jahres. Bei digitalen Verkäufen hat iTunes nur um ein Prozent aufgeholt, hat allerdings mit 70 Prozent Marktanteil immer noch die Nase weit vorn. AmazonMP3 hat derweil vier Prozentpunkte aufgeholt und verbucht nun zwölf Prozent der digitalen Verkäufe.

Bei physischen Tonträgern hält sich Wal-Mart mit 17 Prozent an erster Stelle, gefolgt von Best Buy mit 14 und Amazon mit elf Prozent (zwei Prozent mehr als im Q1 2009). Russ Crupnick, Vice President of Industry Analysis der NPD Group: "Der Rückgang der CD-Verkaufszahlen bedeutet leider, dass die Auswahl und die Verkaufsförderung Verlust erleiden. Konsumenten gaben an, dass das einer der Hauptgründe ist, weswegen sie CDs seltener erwarben. Online verfügen Käufer auch bei physischen Produkten über eine größere Auswahl als im Einzelhandel. Zudem erhöhen dort Empfehlungen und andere interaktive Features den Kundennutzen."

Über Amazons Entwicklung äußerte sich Crupnick hingegen positiv: "Das Wachstum Amazons bezeugt eine starke Position sowohl auf dem digitalen als auch dem physischen Markt. Der zweigleisige Ansatz zieht wertvolle und loyale Musikkäufern, die es bevorzugen, gleichzeitig Zugang zu beiden Formaten zu haben."

Quelle: MusikMarkt


03.05.2010
Webradios gewinnen an Popularität

Berlin - Die aktuelle Studie des House Of Research, einem Berliner Unternehmen für Markt- und Medienforschung, zeigt die Zunahme des Absatzes von Webradio-Geräten. Zwischen 2006 und 2009 wurden etwa eine Million Geräte verkauft. Dadurch gewinnen Online-Radiostationen an Bedeutung, eine Entwicklung, die sich durch die zunehmenden Internetnutzung der Haushalte fortsetzt.

Webradio-Geräte benötigen einen WLAN-Anschluss. Die Sendersuche erfolgt automatisch. Die Bedienung unterscheidet sich ansonsten nicht von herkömmlichen UKW-Radios. Dadurch werden sie intensiver genutzt als ein Internet-PC, mit dem man theoretisch dasselbe Sender-Angebot abrufen kann. Die House-Of-Research-Studie zeigt, dass Webradios eine größere Hörerschaft ansprechen als der Computer.

Auch die Nutzungszeiten webbasierter Radiostationen verlängern sich durch das Gerät. In der klassischen Radio-Primetime, also am Morgen, wollen viele Hörer nicht extra den PC hochfahren. Aus der Studie geht allerdings auch hervor, dass die Nutzung von Webradios vergleichsweise niedrig ausfällt, da die Reichweite herkömmlicher UKW-Sender noch immer deutlich höher liegt. Es gibt etwa 14.000 Online-Programme. Neue Stationen haben es da nicht leicht, große Reichweiten zu erzielen.

Quelle: MusikMarkt


28.04.2010
Zahl der illegalen Downloads geht zurück – Filesharing bei 20-39jährigen besonders beliebt – ausgeprägtes Unrechtsbewusstsein

Der typische Filesharer ist männlich und 20-39 Jahre alt. Von den rund 4,5 Millionen Deutschen, die sich illegal mit Musik, Filmen, Games oder (Hör-) Büchern aus dem Internet versorgen, sind in der Altersgruppe der 20-29jährigen Männer mit 25 Prozent und bei den 30-39jährigen Männern mit 17 Prozent die meisten Filesharer zu finden. Das geht aus der neuen „Brennerstudie“ hervor, die der Bundesverband Musikindustrie am Freitag in Teilen veröffentlicht hat.

„Die Studie widerlegt die weitverbreitete Auffassung, dass es sich bei Tauschbörsennutzern überwiegend um Kinder und Jugendliche handelt, die sich die begehrten Produkte nicht leisten können“, sagte Stefan Michalk, Geschäftsführer des Bundesverbandes Musikindustrie. Unter den 10-19jährigen nutze nicht mal jeder zehnte Jugendliche (9 Prozent) die illegalen Angebote. Für die „Brennerstudie“ hat die GfK 10.000 Deutsche ab 10 Jahren zu ihren Gewohnheiten bezüglich Musikkopien und Musikdownloads befragt.

Musik bleibt legal wie illegal der begehrteste Inhalt im Netz. Allerdings ist die Zahl der Internet-Musikdiebe von 3,8 Millionen im Jahr 2008 auf 2,9 Millionen in 2009 deutlich zurückgegangen. Auch hier ist die Altersgruppe der 20-39jährigen Männer und Frauen mit 50 Prozent überproportional vertreten. Die Zahl der illegalen Musikdownloads sank von 316 Millionen in 2008 auf 258 Millionen in 2009. „Der Versand von Abmahnungen zeigt hier eindeutig Wirkung. Zwar würden wir viel lieber flächendeckend zunächst Warnhinweise versenden. Das ist aber ohne die Kooperation der Internet Service Provider nicht möglich“, so Michalk weiter.

Die Studie zeigt auch, dass die Deutschen über Recht und Unrecht beim „Musiktausch“ im Internet gut informiert sind. Jeweils über 90 Prozent der Befragten gaben an, dass das Anbieten bzw. zugänglich machen über P2P-Netzwerke, Sharehoster, Newsgroups oder Blogs und Foren verboten ist. Für die meisten Befragten ist der vorgebliche Musiktausch im Internet außerdem mit Diebstahl gleichzusetzen. Der Aussage: „Herunterladen ist kein Diebstahl, der Song ist ja nicht weg, auch wenn ich ihn habe“ stimmten nur 10 Prozent zu, während 65 Prozent verneinten und 25 Prozent keine Meinung hatten.

Der Widerspruch zwischen dem Wissen um die Unrechtmäßigkeit der eigenen Tat und der fortgesetzten Nutzung illegaler Tauschbörsen begegnen die Musikdownloader mit einer Vielzahl an psychologischen Rechtfertigungsmechanismen. Die Verwendung solcher Rechtfertigungsmechanismen konnte erstmals in einer vorhergegangenen qualitativen Studie (Diplomarbeit Sebastian Haupt, 2007) nachgewiesen und durch die Ergebnisse der Brennerstudie jetzt erstmalig auch für die breite Masse der Konsumenten als gültig anerkannt werden.

Die Kompaktversion der GfK-Brennerstudie kann auf der Website des Bundesverbandes Musikindustrie www.musikindustrie.de kostenlos ab Montag 26. April 2010 – dem Tag des geistigen Eigentums – heruntergeladen werden.

Quelle: Musikindustrie.de


19.04.2010
MySpace startet neue Ticket- und Event-Plattform

New York - MySpace startet eine neue Ticket- und Event-Plattform. Die Social-Networking-Seite erweitert ihr Angebot von einem reinen Konzertticket-Verkaufs-Tool hin zu einer Event-Plattform, die alle Aspekte im sozialen Leben eines Users vereinen soll.

Laut "Billboard" will MySpace die Event-Vermarktung und den Ticket-Verkauf miteinander verbinden. Neue Features beinhalten beispielsweise einen MySpace-Kalender, der Events vom Benutzer, dessen Freunden, Künstlern oder Sponsoren verknüpft. Zusätzlich werden weitere Veranstaltungen angeboten - abhängig vom Wohnort und den jeweiligen Vorlieben. Außerdem wurde ein Tab programmiert, um gezielt nach Events zu suchen, die nicht im Kalender enthalten sind oder die bei Facebook gemeldet wurden.

Künstler können durch diese Neuerungen ihre Tickets direkt auf den eigenen Profil-Seiten anbieten. Fans werden durch Verlinkungen zu den Ticket-Anbietern weitergeleitet. Updates und Informationen zu den Konzerten bekommen die User automatisch. Auch für Anzeigenkunden soll der neue Dienst eine Promotion-Plattform für Live-Konzerte oder andere Events wie CD-Releases oder TV-Premieren ermöglichen.

MySpace möchte mit den neuen Funktionen die Endkunden besser erreichen, den Künstlern und dem Vertrieb ein Kommunikationsnetzwerk anbieten und erhofft sich selber mehr Werbekunden und Einnahmen durch die Ticketvermittlung.

Quelle: MusikMarkt


15.04.2010
Kein On-Demand-Streaming mehr auf Last.fm

London - Last.fm bietet künftig kein On-Demand-Streaming von Musik mehr an. Anstatt dessen will das Portal seine User dafür an externe Seiten wie we7, Spotify, MOG, Vevo und The Hype Machine verweisen.

"Unsere Daten zeigen, dass User mittlerweile verschiedene Musikdienste verwenden, dann aber wieder zu ihrem Last.fm-Profil zurückkehren, um sich Tipps zu holen, was sie als nächstes hören sollen. Zudem nutzen sie Last.fm. um ihre Hörgewohnheiten vereint an einem Ort einzusehen und anderen zu präsentieren", erklärt Matthew Ogle, Head of Web Product, im Last.fm-Blog.

"Wir fangen klein an, aber unsere Vision ist, dass wir jeden User für jeden uns bekannten Song mit sämtlichen relevanten und im jeweiligen Land verfügbaren Streaming-Optionen versorgen. Nutzer sollen desweiteren die Möglichkeit haben, Last.fm individuell für sich zu personalisieren."

Last.fm. hatte in den letzten zwei Jahren in Deutschland, den USA und Großbritannien On-Demand-Streaming von Songs und ganzen Alben ermöglicht. Nun will sich das Portal wieder auf seine Kernkompetenz als Musikempfehlungsdienst konzentrieren. Dafür wird weiterhin das sogenannte "Scrobbeln" zu Rate gezogen, die Technik, mit der Last.fm speichert, welche Musikstücke wie oft vom jeweiligen User gehört werden. Eigenen Angaben zufolge steht das Portal kurz vor seinem 40-milliardsten "Scrobble".

Quelle: MusikMarkt


06.04.2010
Stiftung Warentest: Musik-Onlineshops getestet

Berlin - Die Zeitschrift "test" hat kürzlich neun große Online-Anbieter von Musikdateien sowie drei spezielle Shops für Hörbücher auf Herz und Nieren geprüft - das Resultat: Wirklich überzeugen konnte keiner. MusicLoad schnitt mit einer Note von 2,6 am Besten ab. Unter anderem prüfte die Stiftung Warentest den Ablauf des Einkaufes, die Handhabung der Website sowie den Umgang der Anbieter mit Kundendaten.

"Wir sind sehr stolz, in der Vergleichsstudie der Stiftung Warentest den Testsieg errungen zu haben. Ob Auswahl, Übersichtlichkeit oder Nutzerdaten - Musikfans sind bei uns bestens aufgehoben", so Joachim Franz, Head of MusicLoad.

Das Magazin "test" bewertete bei MusicLoad die komfortablen Suchfunktionen, die einfachen Bezahlmöglichkeiten sowie den sensiblen Umgang mit Kundendaten durchschnittlich besser als bei den konkurrierenden Anbietern.

Knapp hinter dem Download-Portal der Telekom landeten Saturn und Media Markt. Die größte Auswahl an Musikalben offeriert iTunes von Apple, landete jedoch aufgrund unwirksamer Klauseln in den AGB nur im Mittelfeld. Schlusslichter sind Nokia und Napster, deren Musikdateien kopiergeschützt und somit nicht transferierbar sind. Die Hörbuchanbieter audible und claudio.de liegen mit einer Bewertung von 3,2 gleichauf.

Quelle: MusikMarkt


29.03.2010
Deutscher Kulturrat fordert breite politische Debatte zum Thema Digitalisierung

Berlin - Der Deutsche Kulturrat, Spitzenverband der Bundeskulturverbände, fordert, im politischen Prozess ein stärkeres Gewicht auf das Thema Digitalisierung zu legen. Dabei sei die aktuelle Herausforderung, dem illegalen Download entgegenzuwirken, ohne die Freiheitsrechte der Bürger einzuschränken.

In diesem Zusammenhang fordert der Deutsche Kulturrat eine stärkere Zusammenarbeit der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags "Internet und digitale Gesellschaft", des Unterausschuss Neue Medien des Deutschen Bundestags, der Bundesregierung und der Kulturverbände. Nur so könne man bei "der Bewältigung der digitalen Herausforderungen" intensiv kooperieren.

Der Deutsche Kulturrat weist darauf hin, dass vor allem bei CDs und Büchern die Digitalisierung die Produktionsprozesse, die Verbreitungswege und die Rezeption stark verändert. Im Hinblick auf dieses Problem hat der Bundesverband der Musikwirtschaft am 24. März, die Erklärung "Kostenlose Kultur zerstört das Fundament der Kreativwirtschaft – Dreistellige Millionenschäden für Wirtschaft und Gesellschaft" herausgegeben.

Auch der Deutsche Kulturrat stößt sich daran, dass kreative Werke im Internet so einfach zugänglich sind und meist sogar kostenfrei angeboten werden. So enstehe der Eindruck, Inhalte im Internet hätten gratis zu sein. "Es ist dringend erforderlich, das öffentliche Bewusstsein dafür zu schärfen, dass hochwertige künstlerische Inhalte nicht umsonst zu haben sind. Darüber hinaus ist die Politik gefordert, aktuell Maßnahmen zu ergreifen, um dem illegalen Download entgegenzuwirken ohne die Freiheitsrechte der Bürger unzulässig einzuschränken", so Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates.

Quelle: MusikMarkt


23.03.2010
BVMI: Jeder dritte Euro wird im Internet verdient

Berlin – Die deutsche Tonträgerindustrie hat im abgelaufenen Geschäftsjahr fast jeden dritten Euro im Internet verdient. Die digitalen Vertriebswege Internet-Versandhandel sowie Download- und Mobile-Händler konnten ihren Umsatzanteil am Musikverkauf von 27 Prozent im Jahr 2008 auf 31 Prozent im Jahr 2009 signifikant steigern. Stärkste Bedeutung hat nach wie vor der Internet-Versandhandel mit einem Umsatzanteil von 21 Prozent (2008: 19 Prozent). Der Umsatzanteil der Download-Händler stieg von sechs auf acht Prozent. Das Mobile-Geschäft kommt wie 2008 auf zwei Prozent Umsatzanteil. "Das Internet wird beim Verkauf von Musik immer wichtiger. Mit über 40 Online-Musikservices hat der Konsument in Deutschland mehr Auswahl als in anderen Ländern", so Name Stefan Michalk, Geschäftsführer des Bundesverbands Musikindustrie (BVMI) am heutigen Montag, 22. März, in Berlin.

Im stationären Handel dominieren nach wie vor die Elektrofachmärkte das Geschäft. Ihr Umsatzanteil ging im Vergleich zum Vorjahr aber minimal von 30 Prozent (2008) auf 29 Prozent zurück. Drogeriemärkte blieben mit acht Prozent Umsatzanteil stabil während der Lebensmitteleinzelhandel von acht auf sieben Prozent und die Kaufhäuser von sechs auf fünf Prozent etwas weniger zum Umsatz beitrugen. Auch der Umsatzanteil der klassischen Plattenläden ging von vier Prozent in 2008 auf drei Prozent in 2009 weiter zurück. Allerdings sind viele der ganz kleinen Plattenläden nicht in der Statistik erfasst, weil ihre Umsätze nicht elektronisch gemessen werden. Unverändert blieben die Umsatzanteile der Buchhändler (fünf Prozent), des Versandhandels (sechs Prozent) und der Clubmarkt (zwei Prozent).

Detaillierte Zahlen zum Musikmarkt 2009 wird der BVMI am Mittwoch dem 24. März auf seiner Jahrespressekonferenz in Berlin veröffentlichen.

Quelle: MusikMarkt


23.03.2010
Rapidshare muss Ordnungsgeld bezahlen

Hamburg - Rapidshare mit Sitz in Cham/Schweiz muss ein Ordnungsgeld bezahlen, nachdem der Sharehoster das Kiss-Album "Sonic Boom" trotz einstweiliger Verfügung durch Roadrunner Records online verfügbar gemacht hatte.

Im Oktober 2009 hatte die Hamburger Kanzlei Sasse & Partner für die Roadrunner Records GmbH eine einstweilige Verfügung gegen die Rapidshare AG erwirkt. Damals wurde dem Digital-Dienstleister verboten, das Album "Sonic Boom" der Rockband Kiss in Deutschland über den Online-Dienst www.rapidshare.com verfügbar zu machen.

Aus Cham heißt es dazu: "Rapidshare selbst veröffentlicht keine Inhalte. Um die Verbreitung von Werken zu unterbinden, sieht das Telemediengesetz vor, dass der Urheber die entsprechenden Links meldet, damit wir sie löschen können." Urheber sollten dieses Instrument ausschöpfen, da es rechtlich auf einer sicheren Basis stehe, so Rapidshare weiter.

Nach Angaben der Anwaltskanzlei hat Rapidshare das Kiss-Album auch nach Zustellung der einstweiligen Verfügung weiterhin angeboten und sich damit nicht an die Anordnung des Gerichts gehalten. Deshalb wurde nun auf Antrag von Roadrunner durch das Landgericht Hamburg ein Ordnungsgeld auferlegt. Dabei hat das Gericht eine Höhe von1.500 Euro festgelegt.

"Meiner Kenntnis nach ist dies der erste Fall, in dem Rapidshare gegen eine einstweilige Verfügung verstoßen hat und ein Ordnungsgeld angeordnet wurde", so Rechtsanwalt Thomas Schlegel von Sasse & Partner.

Quelle: MusikMarkt


15.03.2010
Bewerbungsfrist für Popkomm-Festival beginnt

Berlin – Bis zum 30. April können sich Labels, Managements, Publisher und Künstler für das Popkomm-Festival bewerben. Im Gebäudekomplex der Berliner "Kulturbrauerei" werden vom 8. bis 10. September rund 60 Showcases in acht Locations geboten.

Einige Künstler werden von der Popkomm und Melt! Booking, vertreten durch Stefan Lehmkuhl, auch in das Line-up des "Berlin Festival", das in diesem Jahr zum fünften Mal stattfindet, auf dem Flughafen Tempelhof integriert. Die Popkomm präsentiert 2010 alle Konferenzen, Branchentreffen, Konzerte und Events im Rahmen der "Berlin Music Week", die vom 6. bis zum 12. September stattfindet (www.musikmarkt.de berichtete).

Als neuer Festival-Manager zeichnet ab sofort Paul Cheetham verantwortlich. "Für mich ist es ein Privileg, die Funktion des Festival-Managers der Popkomm zu übernehmen. In diesem Rahmen habe ich die Gelegenheit, mit ausgezeichneten Firmen, Veranstaltungsorten und Künstlern aus Deutschland und aller Welt zusammenzuarbeiten. Gleichzeitig leiste ich einen Beitrag dazu, dass die Popkomm innerhalb der in diesem Jahr erstmals stattfindenden Berlin Music Week eine zentrale Rolle übernimmt", so Cheetham.

Quelle: MusikMarkt


15.03.2010
Universal Music und Sparkasse schnüren musikalisches Mehrwertpaket

Bereits im Sommer 2009 hatte Universal Music Entertainment eine Kooperation mit der Sparkasse angekündigt, nun hat der Major das gemeinsame Projekt mit dem Namen "Soundaccount" offiziell vorgestellt. Damit wollen die Unternehmen ein "innovatives Kreditkarten-Mehrwertpaket für 14- bis 29-Jährige rund ums Thema Musik" anbieten. Als eine der ersten Banken eröffnet die Kreissparkasse Köln für ihre Kunden das Musikkonto.

Die Sparkasse bietet "Soundaccount" als Zusatzleistung zur Kreditkarte. Der Kunde erhält Zugang zu einer Plattform, über die er monatlich zehn kostenlose Musikdownloads aus dem Universal-Katalog tätigen kann. Dazu kommt der Zugang zu einem eigenen Musicstore, die Möglichkeit, an Ticketverlosungen für Universal-Künstler teilzunehmen, vergünstige Merchandise-Angebote sowie redaktionelle Inhalte rund um das Thema Musik und ein Musik-TV-Kanal.

"Die Kooperation eröffnet jungen Menschen den legalen und sicheren Zugang zum gesamten Repertoire von Universal Music - von den Black Eyed Peas über Lady Gaga zu nationalen Tops Acts wie Jan Delay oder Ich+Ich", erklärt Frank Briegmann, President & CEO Universal Music Deutschland.

"Mit dem neuen Musik-Mehrwertleistungspaket 'Soundaccount' bringen die Sparkassen eine Innovation auf den Markt. Es ist die erste Verbindung von Musik und einer Kreditkarte in Deutschland", erklärt Bernd M. Fieseler, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes. "Die Kreditkarte ist das Zahlungsmittel Nummer eins im Internet, wo sich gerade auch junge Menschen bewegen. Mit der Prepaid-Kreditkarte zum 'Soundaccount' können junge Menschen auch im Internet Guthaben ausgeben, aber keine Schulden machen." Und Wolfgang Schmitz, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Köln, lobt das Produkt als "innovativ und zielgruppengerecht".

Universal-Künstlerin Aura Dione präsentierte sich zur Vorstellung des "Soundaccount" bei einem Fotoshooting im Kölner Stadtgarten. Dione soll im Mai die erste Künstlerin sein, die bei einer geplanten "Soundaccount"-Konzertserie in Köln auftritt.

Quelle: MusikWoche


08.03.2010
MTV launcht The Rock Band Network Music Store

New York - Die Beta-Phase ist abgeschlossen, nun geht The Rock Band Network Music Store offiziell an den Start. Im Rahmen der Plattform können Künstler, ohne den formalen Lizenzierungs-Weg zu gehen, ihre Songs als Download-Content für die "Rock-Band"-Spiele von MTV Games zur Verfügung stellen.

Künstler und Labels übertragen die Songs im "Rock Band Network" nicht direkt an den Spieleentwickler Harmonix, der zu MTV gehört, sondern an eine Community von freien Mitarbeitern, die die Tracks für "Rock Band" aufbereiten (www.musikmarkt.de berichtete). Derzeit stehen rund 4.300 Entwickler für den Music Store an den Mischpulten.

Während der Test-Phase sind bereits 100 Songs generiert worden, 300 Künstler wie zum Beispiel Flight Of The Conchords, Smashing Pumpkins und Prong stehen nach Angaben von "Billboard" schon in den Startlöchern. Im Rahmen des Upload-Dienstes verpflichten sich die Künstler, 70 Prozent der Abgaben an MTV abzuführen, können den Preis pro Download jedoch selbst festlegen. Der Rock Band Network Music Store besteht unabhängig von der Rock-Band-Plattform, auf der 1000 von MTV und Harmonix mit den Labels lizenzierte Songs zum Download stehen.

Als Launch-Partner hat MTV T-Mobile gewonnen. Im Rahmen der Partnerschaft soll einmal im Monat ein "Artist Of The Month" gewählt werden, der dann auf der TV-Plattform von MTV und bei T-Mobile promotet werden soll. Näheres zum Deal ist nach Berichten von "Billboard" noch nicht bekannt.


08.03.2010
Live-Entertainment und Diskussionen auf der CeBIT Sounds!

Hannover - Am 2. März fiel in Hannover der Startschuss für das im Rahmen der internationalen IT-Messe CeBIT unter dem Motto "IT meets Music" erstmals stattfindende Music-Business-Festival CeBIT Sounds!

Am Vormittag des 5. März machte die Kölner Crossover-Band Die Rakede die Messe-Besucher mit ihrer explosiven Mischung aus Deichkind und Limp Bizkit wach.

Im Anschluss an das Konzert führte Tim Ende-Styra, Senior PR Manager beim Games-Konzern Activision, in das Tages-Thema "Games, Playing Music" ein und präsentierte einige Beispiele von Künstlern, die Spiele als Marketing-Tools nutzen. So setzen etwa US-Newcomerin Taylor Swift sowie Metallica auf Games wie "Guitar Hero", um jüngere Zielgruppen zu erreichen.

Laut Ende-Styra stieß Activision anfangs auf Ablehnung der Künstler und erhielt dadurch keine Original-Song-Lizenzen. Das hat sich im Verlauf der vergangenen Jahre jedoch geändert, mittlerweile kümmert sich ein Team von Kalifornien und England aus um die Lizenzierung von Songs für die Konsolenspiele.

Am 6. März, dem letzten Messe-Tag, diskutieren Joachim Franz (Musicload), Mark Chung (VUT) und Ibrahim Evsan (Sevenload) in einem Panel neue Geschäftsmodelle für die Zukunft.

Eröffnet wurde die CeBIT Sounds! am 2. März von Dieter Gorny, Vorsitzender des Bundesverband Musikindustrie. Vor Ort waren unter anderem auch Mark Chung, Vorsitzender des Indie-Verbands VUT, Cornelia Much, Senior Representative MIDEM/MIDEM Classical and Jazz, Joel Berger von MySpace Deutschland, der am 4. März eine Keynote zum Thema Social-Networking hielt, sowie Jocahim Franz von Musicload.

Für Live-Unterhaltung sorgten Acts wie Max Herre, Timid Tiger und Duncan Townsend. Verschiedene Unternehmen, darunter Yavido, MySpace sowie der VUT, präsentierten sich auf der CeBIT Sounds! mit einem eigenen Stand.

Das Organisationsteam um Henning Wehland, Mitglied des Gründungskuratoriums der CeBIT Sounds!, zeigte sich trotz teilweise geringer Besucherzahlen mit der Premiere der neuen Veranstaltung zufrieden. 2011 soll das Event in die zweite Runde gehen.

Quelle: musikmarkt.de


01.03.2010
GEMA reagiert heftig auf "Spiegel"-Artikel "Melodien für Millionen"

München – In der vergangenen Woche veröffentlichte das Nachrichtenmagazin "Spiegel" unter der Überschrift "Melodien für Millionen" einen Artikel, der über angebliche Missstände und Ungerechtigkeiten bei der GEMA berichtet. Von Spionen, die im Auftrag des "bürokratischen Kraken" GEMA ausschwärmen, war ebenso zu lesen wie über Mitglieder, die das Solidarsystem der GEMA missbrauchen, politische Mauscheleien und undemokratische Prozesse. Dazu Dr. Harald Heker, Vorstandsvorsitzender der GEMA: "In dem 'Spiegel'-Artikel werden viele Themen leider sehr einseitig dargestellt oder nur kurz angerissen. Hierdurch entsteht ein eindimensionales und falsches Bild dieser für die Urheber so wichtigen Institution, das nicht der Realität entspricht. Falsches wird durch Wiederholung nicht richtig, und der Artikel 'Melodien für Millionen' schadet durch seine unreflektierte Wiedergabe von Halbwahrheiten dem Ansehen der Musikurheber in Deutschland. Auch kann es nicht angehen, dass, wohl im Sog der Petition, die Institution GEMA als solche und damit auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der öffentlichen Diskussion derart rüde angegangen werden. Das möchte ich deutlich klar stellen – bei allem Verständnis für sachliche und konstruktive Kritik."

Heker bedauert es, dass ein "renommiertes politisches Magazin wie der 'Spiegel' in diesen nicht nur für Musikurheber schwierigen Zeiten die Gelegenheit ungenutzt lässt, die Öffentlichkeit mittels einer fundierten Berichterstattung für den Wert des geistigen Eigentums zu sensibilisieren. Die schwarz-gelbe Bundesregierung weiß um diesen Wert: Die Themen Urheberrecht und Schutz des geistigen Eigentums wurden erstmals explizit im Koalitionsvertrag berücksichtigt und damit auch im Regierungsprogramm fest verankert."

Quelle: musikmarkt.de


01.03.2010
2. all2gethernow findet vom 8.-10. September 2010 in Berlin statt

Berlin – In einer Auftaktpressekonferenz im Radialsystem Berlin gaben heute die Veranstalter den Termin und erste Konzepte zu all2gethernow 2010 und dessen Einbettung in die Berlin Music Week bekannt. Die längere Vorbereitungszeit erlaube eine Weiterentwicklung des Kongresses, erklärt Andrea Goetzke aus dem Programmteam. Anders als im vergangenen Jahr werde der Kongress aus einem kuratierten Programm – hier werden Themen vorgegeben –, einer offenen Plattform – hier werden Themen durch Teilnehmer eingebracht – und Sponsoren Talks – hier können sich beispielsweise Dienstleister vorstellen – bestehen.

Innerhalb der Berlin Music Week werde der Kongress-Part allein von all2gethernow organisiert, während sich die Popkomm auf die Messe konzentriert. Beide Veranstaltungen werden in Berlin Tempelhof stattfinden. Es werden Tickets sowohl für Einzelveranstaltungen als auch für die gesamte Berlin Music Week erhältlich sein. Wie das Ticketing genau aussehen soll, steht noch nicht fest, erklärt dazu Andreas Gebhard, Vorstandssprecher von all2gethernow e.V..

Als bedeutende Änderung zum vorherigen Jahr nannte Tim Renner, ebenfalls Vorstandssprecher des Vereins, dass in diesem Jahr der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) den Kongress aktiv unterstützen würde. In einem von Renner vorgelesenen Grußwort freute sich BVMI-Vorstandsvorsitzender Dieter Gorny auf einen spannenden Diskurs.

Wer bei der Themenwahl für den Kongress mitwirken will, kann dies beim ersten "Townhall Meeting" am 1. April.

Quelle: musikmarkt.de


23.02.2010
Downloadumsätze mit Musik wachsen um 40 Prozent

Ein Trend hin zu Album- und Bundleverkäufen sorgte dafür, dass die Umsätze im Downloadgeschäft mit Musik schneller wuchsen als die Verkaufszahlen: Der Hightech-Verband Bitkom weist auf Basis von GfK-Zahlen für das Jahr 2009 bei Umsätzen von 112 Millionen Euro ein Plus von 40 Prozent aus und bei 51 Millionen Verkaufsvorgängen ein Absatzplus von 27 Prozent.

Quelle: MusikWoche


23.02.2010
Vevo zeigt 30 Millionen Musikvideos pro Tag

Erst am 8. Dezember hatte das Videoportal Vevo seinen Betrieb aufgenommen, sich nach Zahlen der Marktforscher von comScore aber schon im Dezember zum meistbesuchten Musikentertainmentangebot in den USA entwickelt. Die Plattform, die die Musikmajors Universal Music und Sony Music in Kooperation mit YouTube betreiben, zog allein im ersten Monat eingerechnet der zum sogenannten Vevo-Netzwerk gehörenden Webseiten über 35 Millionen Nutzer an.

Grund genug für Rio Caraeff, President und CEO von Vevo, die Plattform auf dem richtigen Weg zu sehen: "Wir werden erfolgreich sein, wenn wir uns mehr auf das konzentrieren, was die Fans wollen, als auf das, was die Händler wollen, wie es der traditionelle Fokus der Musikbranche vorgibt", sagte Caraeff im Rahmen des Paid-Content-Branchentreffs am 19. Februar in New York. Allerdings müsse man zunächst eine kritische Masse erreichen, um die Fans zu erreichen. Dazu müsse zwar nicht jedes Musikunternehmen seinen Katalog über das Vevo-Netzwerk verfügbar machen, aber mehr als nur eines müsse es schon sein:

"Wir liefern 30 Millionen Streams am Tag aus, das kann keine einzelne Musikfirma erreichen", sagte Caraeff auch im Hinblick auf den US-Major Warner Music, der seine Clips bislang nicht an Vevo lizenziert hat. Bei Warner verfolge man einen anderen Ansatz, sagte Caraeff, zog allerdings zugleich in Zweifel, ob man damit auch die großen Anzeigenpartner auf seine Seiten ziehen könne.

Quelle: MusikWoche


23.02.2010
Dieter Gorny eröffnet erste CeBIT Sounds!

Hannover - Die CeBIT Sounds!, die dieses Jahr vom 2. bis 6. März in Hannover ihre Premiere feiert, wird von Dieter Gorny, dem Vorsitzenden des Bundesverbandes Musikindustrie, eröffnet. Die erstmals stattfindende Musikmesse hat sich zum Ziel gesetzt, Musik- und IT-Branche näher zusammenzubringen.

Neben Panels und Workshops sorgen verschiedene Künstler für Live-Unterhaltung. Als erste Acts wurden unter anderem Dennis Lisk, der mit den Absoluten Beginnern einige Chartserfolge feierte, die ostfriesische Band Enno Bunger, Sänger Pohlmann, die Kölner Band Timid Tiger sowie Jasper angekündigt.

Viel versprechende Newcomer, die aus einer Vielzahl von Bewerbern ausgewählt wurden, präsentieren in Halle 22 ihre Songs. So wird etwa die Dänin Agnes Obél am 3. März ihren Song "Just so", bekannt aus der T-Mobile-Werbing, live vorstellen. Am 4. März werden außerdem der Hagener Musiker Tim Neuhaus sowie der Newcomer Duncan Townsend performen.

Im Rahmen der CeBIT Sounds! veranstaltet MySpace täglich eine "MySpace Featured Artist Show", bei der Nachwuchstalente die Chance erhalten sollen, sich dem Messe-Publikum zu präsentieren. Unter www.myspace.com/myspacebandradar werden fünf Nachwuchsbands gesucht, die auf der CeBIT Sounds! auftreten dürfen. Mehr als 250 Musiker haben sich bereits beworben.

Für die verschiedenen Panels und Diskussionsrunden, die sich in erster Linie dem digitalen Musikgeschäft widmen, haben sich unter anderem Joachim Franz, Head of Musicload, Christoph Bornefeld-Ettmann, Head of Operations bei Zebralution, und Oke Göttlich, Geschäftsführer von Finetunes, angekündigt.

Des weiteren widmen sich die CeBIT Global Conferences am 6. März dem Thema Musik. Als Teilnehmer wurden unter anderem Musikproduzent Mousse T., Ibrahim Evsan, Gründer von sevenload, Dr. Urban Pappi, Director Broadcasting und Online GEMA, sowie Mark Chung, Chairman of the Board VUT, bestätigt.

Quelle: musikmarkt


11.02.2010
Warner will Gratis-Diensten Musik abdrehen

Der Boss von Warner Music hat etwas gegen werbefinanzierte Musikangebote im Netz: "Wir werde so etwas nicht mehr unterstützten", erklärt Edgar Bronfman Jr. Lizenzen will er nur noch Anbietern verkaufen, die Geld verlangen.

iTunes ist super, Spotify ist Mist - so kann man das Gegrummel von Warner-Music-Boss Edgar Bronfman Jr zusammenfassen. Bronfman spricht natürlich aus Sicht der Musikindustrie, nicht der ihrer Kunden. Werbefinanzierte Musik-Streamingangebote sind sehr beliebt: Der Anbieter We7 hat zweieinhalb Millionen registrierte Nutzer, auch die Mehrheit der sieben Millionen Spotify-Kunden hört die Gratis-Variante.

Bronfmans Kommentar laut BBC: "Das ist nicht gut für die Branche." Der Manager führt aus: "Der Anteil der zahlenden Kunden bei Streaming-Diensten ist verschwindend gering zu der Anzahl von Kunden, die bei iTunes Musik kaufen." Sein Unternehmen (hält Rechte unter anderem an Aufnahmen von REM) wird in Zukunft keine Lizenzen mehr an werbefinanzierte Streaming-Angebote vergeben.

"Höre alles kostenlos und zahle irgendwann vielleicht für ein paar Extras - dieses Geschäftsmodell werden wir in Zukunft nicht mehr unterstützen", sagt Bronfman.

Quelle: spiegel.de


08.02.2010
BVMI will keine Kulturflatrate

Berlin - Der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) hat sich in einem Positionspapier gegen die Einführung einer Kulturflatrate ausgesprochen, berichtet die "Welt". Im Interview mit der Zeitung sagte BVMI-Geschäftsführer Stefan Michalk: "Das wäre Kapitulation vor der Komplexität des Urheberrechts in der digitalen Welt." Kritisch gesehen werden vor allem die Auswirkungen für neue Geschäftsansätze der Branche. "Eine Kulturflatrate würde das Aus für die bestehenden Modelle bedeuten", zitiert die "Welt" Michalk.

Zudem sei die Abgabe laut dem Positionspapier "unfair, weil Verbraucher für etwas bezahlen müssten, das sie gar nicht nutzen". Als weitere Argumente gegen die Kulturflatrate führt der BVMI laut "Welt" die Entstehung eine "gigantischen Bürokratie- und Verwaltungsapparates" an sowie einen Verlust an Qualität: "Der Groschenroman steht dann auf einer Ebene mit dem literarischen Klassiker."

Das Positionspapier gegen die Einführung einer Kulturflatrate ist im Internet auf der Seite www.musikindustrie.de zu finden.

Quelle: musikmarkt.de


08.02.2010
"Six Pack": Warner wählt neues Album-Format

Nashville - Die Warner Music Group (WMG) setzt mit "Hillbilly Bone" von Blake Shelton (Warner Music Nashville) auf das Format eines "Six Packs". Das heißt, auf der LP sollen lediglich sechs Songs enthalten sein, dafür soll kurze Zeit nach der Veröffentlichung erneut eine CD mit sechs neuen Tracks erhältlich sein.

Damit möchte Warner nach eigenen Angaben der angeblichen Unzufriedenheit der Kunden über das traditionelle CD-Format Rechnung tragen.

Warner Music Nashville veröffentlicht "Hillbilly Bone" am 2. März, der Nachfolger soll bereits im August auf den Markt kommen. "Die Fans werden mehr Musik bekommen, als wenn ich alle zwei Jahre ein Album mache", so Blake Shelton.

Peter Strickland, Senior VP Of Sales And Marketing bei Warner Music Nashville hat das Ziel, "Fans regelmäßiger und zu einem vernünftigen Preis mit Musik zu versorgen".

Quelle: musikmarkt.de


08.02.2010
Benefiz-Album für Haiti scheitert an deutschem Charts-Regelwerk

Während das Benefizalbum "Hope For Haiti Now" weltweit Spitzenpositionen belegt, bleibt der nur digital erhältlichen Zusammenstellung in Deutschland wegen der Chartsregularien der Einzug in die MusikWoche Top 100 Longplay verwehrt.

"Wie aus der aktuellen Systembeschreibung des Bundesverbands Musikindustrie zu entnehmen ist, ist das Produkt für die Top 100 Longplaycharts nicht regelkonform", erläutert Dirk Brodmann vom Music Department von Media Control GfK International, auf Nachfrage von MusikWoche. So dürfen zwar digital erhältliche Tracks für die Singles-Charts gewertet werden, Alben jedoch, die nur als Download erhältlich sind, zählen nicht für die regulären Top 100.

Ob es das Benefizalbum der von MTV organisierten Spendengala, das von Ingrooves digital vertrieben wird, wie in den USA, Großbritannien oder Österreich auch in Deutschland auf Platz eins geschafft hätte, kann Media Control nicht sagen. Wegen des Regelwerks "lässt sich über eine mögliche Platzierung keine Aussage treffen", führt Brodmann aus. Allerdings steht das Album in den Download-Longplaycharts von Media Control auf Rang eins. Und auch bei den MP3-Charts von Amazon steht die Zusammenstellung ganz oben. Bei iTunes Deutschland findet sich "Hope For Haiti Now" derweil auf Position fünf.

Daniel Knöll, Pressesprecher beim Bundesverband Musikindustrie, betont: "Download-Alben werden sehr wohl für die Charts gezählt, allerdings nur dann, wenn es dazu auch ein physisches Produkt gibt. Im Fall von 'Hope For Haiti Now' gibt es das nicht, da es ein Download-Only-Produkt ist."

Das Regelwerk werde regelmäßig überprüft und den veränderten Rahmenbedingungen angepasst. Bisher sei im Gegensatz zu den Single-Downloads die Zahl der Album-Downloads sehr gering gewesen, so Knöll.

Zwar hätten die Absatzzahlen von digitalen Alben und Bundles im Jahr 2008 um 50 Prozent zugelegt, rechnet Knöll vor. Aber "bei verkauften 3,9 Millionen Bundles im Jahr 2008 sind dann 50 Prozent auch nicht so viel. Dennoch ist es für uns als positiv zu sehen, wenn die Download-Alben um 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigen."

Quelle: MusikWoche


02.02.2010
Bundesverband sieht deutsches Digitalangebot auf Spitzenniveau

41 vom Bundesverband Musikindustrie (BVMI) gezählte autorisierte Onlinemusikdienste mit einem Angebot von über elf Millionen Titeln machen das Angebot digitaler Musik in Deutschland zu einem der besten weltweit. Dies unterstreicht der Verband mit Bezug auf den kürzlich publizierten "Digital Music Report 2010" der IFPI. Die Geschäftsmodelle reichen dabei von den À-la-carte-Download-Angeboten von iTunes, Musicload, Amazon oder Saturn über Abo-Modelle wie dem von Napster bis hin zu Hard- und Software-Bundles wie Nokias "Comes With Music". "Mit diesem breiten Digitalangebot liegt Deutschland nach Erhebung der IFPI weit vor Schweden mit 32 Onlinemusikservices, Brasilien mit 28, Großbritannien mit 26 und sogar vor den USA mit 19 Musikplattformen im Internet", so der Bundesverband.

"Der Konsument hat eine breite Auswahl verschiedener Onlinemusikangebote", erläutert Stefan Michalk, Geschäftsführer des (BVMI). "Die Konkurrenz in Deutschland ist größer als in vielen anderen Ländern, wo die Märkte stark von Apples Musikservice iTunes dominiert werden."

Was das Nutzungsverhalten digitaler Angebote betrifft, hinken die Musikkunden in Deutschland im internationalen Vergleich jedoch hinterher. Die deutschen "Verbraucher sind im Vergleich zu denen in den USA oder in England traditionell etwas konservativer und kaufen weiterhin mehr CDs als die Verbraucher anderer Länder", so der BVMI. Der Digitalanteil liege deshalb aktuell erst bei rund zehn Prozent, wachse aber um 20 bis 30 Prozent pro Jahr. "Bereits 2013 soll sich die Zahl der Digitalkäufer in Deutschland von derzeit fünf Millionen auf 15 Millionen verdreifachen", so Michalk.

Quelle: MusikWoche


02.02.2010
Europäische Musikrechte-Gesellschaften vereinbaren einheitliches Berichtswesen für Online-Musikvertriebe

München – Fünf große Musikrechts-Organisationen haben zum Jahresbeginn vereinbart, zukünftig für eingehende Meldungen über Verkäufe von lizenzierten Online-Musikvertrieben einheitlich den DDEX-Übermittlungs-Standard zu nutzen.
Digital Data Exchange (DDEX) wurde 2006 von Majorlabels, Online-Musikvertrieben und Musikrechte-Gesellschaften gegründet. Unternehmenszweck der DDEX ist es, durch standardisierte XML-Übermittlungs-Formate den Datenaustausch innerhalb von Geschäftsprozessen mit digitalen Medieninhalten zu verbessern.

Die Organisationen für Musikrechte, GEMA, CELAS GmbH, PAECOL GmbH, PRS for Music (Großbritannien) und SACEM (Frankreich) haben nun eine Erklärung unterzeichnet, in der sie die künftige gemeinsame Übernahme des DDEX-Standards vereinbaren. Von den beteiligten Organisationen wurde gemeinsam ein standardisierter Satz von XML-Dateien entwi-ckelt, um den Austausch von Informationen zwischen den Gesellschaften und ihren Lizenznehmern zu verbessern. Die fünf Partner erreichen dadurch eine Vereinheitlichung ihrer minimalen Anforderungen an die Nutzungsmeldungen ihrer Lizenznehmer. Online-Musikvertriebe können daher ihre Meldungen an alle Wahrnehmungsgesellschaften im gleichen Datenformat abgeben.

"Diese Vereinbarung ist ein wichtiger Meilenstein in Richtung einer Vereinheitlichung des Informationsflusses von Online-Vertrieben an Musikrechte-Gesellschaften," begrüßt Alexander Wolf, Co-Geschäftsführer der CELAS GmbH, die Absichtserklärung. "Jeder Vertrieb, der den DDEX-Standard nutzt, kann an alle teilnehmenden Organisationen in der gleichen Weise berichten, damit sein Berichtswesen vereinfachen und seine Kosten minimieren."

Ergänzend führt Nick Williamson, Co-Geschäftsführer der CELAS GmbH, an, dass "Online-Vertriebe nicht länger jede einzelne Autorengesellschaft kontaktieren müssen, um deren technische Anforderungen zu klären, die dann in unterschiedlichen Standards für jede Organisation mündet". Dr. Harald Heker, Vorstandsvorsitzender der GEMA bekräftigt: "Andere Autorengesellschaften überarbeiten zurzeit ihr Set von XML-Übermittlungs-Standards im Hinblick darauf, unsere Vereinbarung ebenfalls zu unterzeichnen. Wir gehen davon aus, dass die meisten Musikautorengesellschaften diesem gemeinsamen Abkommen in Kürze beitreten werden."

Quelle: www.MusikMarkt.de


02.02.2010
GEMA: Harmonisierung des Wahrnehmungsrechts in Europa

München/Cannes – Am ersten Tag der internationalen Musikmesse MIDEM 2010 in Cannes luden die GEMA und der Deutsche Musikverleger-Verband (DMV) zur Eröffnung ihres Gemeinschaftsstandes ein. Dr. Harald Heker, Vorstandsvorsitzender der GEMA, informierte bei diesem Anlass die anwesenden internationalen Gäste erstmals über die jüngste Initiative acht europäischer Verwertungsgesellschaften. Hierbei handelt es sich um die Forderung nach einheitlichen Regeln für die kollektive Verwaltung von Urheberrechten in Europa, die den zuständigen politischen Entscheidungsträgern in Brüssel bereits übermittelt wurde.

"Die einzelnen Verwertungsgesellschaften wollen nicht zerrieben werden auf dem sich rasant entwickelnden europäischen Informations- und Musikmarkt. Wir halten deshalb einen einheitlichen Rahmen zur kollektiven Rechtewahrnehmung gemeinsam mit unseren europäischen Partnern für dringend notwendig", so Dr. Harald Heker. "Die GEMA hat bewusst auch kleinere Schwestergesellschaften in diese Initiative mit einbezogen, weil ihr die kulturelle
Vielfalt in Europa wichtig ist. Die Unterzeichnenden des Dokuments sind: Dr. Gernot Graninger, CEO AKM Österreich, Dr. András Szinger, Director General Artisjus Ungarn, Ursula Sedlazcek, CEO AUME Österreich, Martin Gormsen, Deputy Managing Director KODA Dänemark, Eirikur Tomasson, Managing Director STEF Island, Kenth Muldin, CEO STIM Schweden, Cato Strom, Managing Director TONO Norwegen und Dr. Harald Heker, CEO GEMA Deutschland.

"Die Anwendung des derzeitigen europäischen Wettbewerbsrechts wird den Besonderheiten des
geistigen Eigentums kaum gerecht," so Dr. András Szinger zu dem Zusammenschluss und seinen Aktivitäten. "Wir freuen uns daher sehr, dass wir, die ungarische artisjus, der Initiative europäischer Verwertungsgesellschaften angehören, die sich für die Schaffung einheitlicher Bedingungen zur Lizenzierung kreativer Inhalte einsetzt." "Auch die STIM möchte den Prozess zur Angleichung der Wahrnehmungsrechte aktiv unterstützen und deshalb die EU-Kommission gemeinsam mit unseren Partnern dazu ermutigen, das Projekt zur Erreichung einer europäischen Richtlinie aufzugreifen und voranzutreiben," so der Appell von Kenth Muldin.

Die bisherigen Gemeinschaftsrichtlinien regeln aber nicht die Bedingungen der kollektiven Rechtewahrnehmung im Europäischen Wirtschaftsraum. Dadurch entwickeln sich Gesetzgebung und Praxis in den Mitgliedstaaten auf unterschiedliche Weise. Ein europäischer Binnenmarkt für
Waren und Dienstleistungen, denen eine urheberrechtliche Nutzungserlaubnis zugrunde liegt, kann jedoch ohne eine gemeinsame rechtliche Basis nur schwer entstehen. Dies gilt insbesondere auch für die Entwicklung des Onlinesektors auf dem Gebiet der Musik. Die Entwicklung des Onlinesektors könnte durch die Harmonisierung des Wahrnehmungsrechts deutlich gefördert
werden.

Quelle: www.MusikMarkt.de


07.01.2010
Berlin Music Week findet vom 6. bis 12. September statt

Berlin - Für die erste Berlin Music Week haben die Organisatoren – die gemeinnützige Landesgesellschaft Kulturprojekte Berlin GmbH in Kooperation mit Berlin Music Commission, Clubcommission und all2gethernow sowie dem "Berlin Festival", der Popkomm und dem Berliner Senat – den 6. bis 12. September reserviert. Die Berlin Music Week soll das Thema Musik genre- und branchenübergreifend behandeln und "stadtweit alle Facetten der populären Musik, der Musikwirtschaft und der Musikkultur" abdecken.

Geplant sind ein Musikfestival, das stadtweit die ganze Bandbreite moderner populärer Musik abdeckt, ein Musikkongress mit Barcamp, ein Messeformat, Einzelevents wie Branchenmeetings und Veranstaltungen von Verbänden und Netzwerken sowie Publikumsveranstaltungen. Die Berlin Music Week richtet sich an Fachpublikum wie Musikfans zugleich und soll künftig jährlich stattfinden.

Harald Wolf, Bürgermeister und Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen: "Die Marke Berlin Music Week ist eine entscheidende strategische Initiative für die Berliner Musikwirtschaft: Sie bündelt Vitalität und Vielfalt der Branche. Nach dem Vorbild der Fashion Week richtet sich die Music Week nicht nur an ein Fachpublikum. Berlin lädt künftig jedes Jahr im September alle Fans und Szenegänger weltweit zur Music Week in die deutsche Musikhauptstadt ein."

(Quelle: www.musikmarkt.de)


06.01.2010
Bono warnt Filmindustrie vor Fehlern der Musikbranche

Dublin - In einer Kolumne in der "New York Times" prophezeit Bono der Filmindustrie ein ähnliches Schicksal wie der Musikbranche. "Wir sind nur ein paar Jahre davon entfernt, eine ganze Staffel der Serie '24' in 24 Sekunden herunterladen zu können. Viele werden erwarten, sie kostenlos zu bekommen." Zudem beschuldigt er die Internet-Provider, direkt vom Filesharing zu profitieren.

Seiner Meinung nach waschen ISPs ihre Hände in Unschuld, obwohl deren steigende Einnahmen in etwa den Verlusten der Musikindustrie entsprächen. "Wir sind wie die Post, sagen sie. Wer weiß, was in den Paketen ist, die wir liefern?" Der Sänger von U2 argumentiert jedoch, dass es möglich sei, Datenaustausch im Internet zu kontrollieren und nennt Amerikas Kampf gegen Kinderpornographie und Chinas Bemühungen, politische Dissidenten mundtot zu machen, als Beispiele.

"Möglicherweise werden Filmmogule sich dort durchsetzen, wo Musiker und deren Mogule gescheitert sind und vereinen Amerika, um die kreativste Wirtschaft der Welt zu schützen." Besonders fürchtet Bono um junge Talente, die auf Tonträgerverkäufe angewiesen sind. Deshalb ist der Sänger auch der Meinung, dass für die nötige Kampagne keine bekannten und reichen Stars an der Front stehen sollten.

Neben einem Appell an den Schutz von Urheberrechten im Internet äußert sich der Ire übrigens noch zu Themen wie Umweltschutz, gewaltlosen Widerstand, der anstehenden Fußballweltmeisterschaft und einem Festival zu Ehren der drei Weltreligionen – des Judentums, Christentums und des Islam – zur Friedenstiftung im Nahen Osten.

Währenddessen sind seine Bemerkungen bereits negativ aufgestoßen, wie BBC berichtet. So schreibt Cory Doctorow, ein Journalist und Blogger, der sich auf das Thema Filesharing spezialisiert hat: "Bono ist entgangen, dass selbst ein totalitäres Regime effektiv keine Kontrolle über das Internet hat. Wenn doch nur Gier und Ignoranz Kohlenstoff binden würden, könnte Bono endlich den Planeten retten."

(Quelle: www.musikmarkt.de)


04.01.2010
«Stadtaffe» von Peter Fox ist Album des Jahres 2009

Baden-Baden (ddp). Peter Fox hat mit «Stadtaffe» das Album des Jahres 2009 abgeliefert. Der Seeed-Frontmann platziert sich mit seiner Solo-Platte in den Jahrescharts vor Michael Jackson, wie Media Control am Dienstag in Baden-Baden mitteilte. Der «King of Pop» landet mit dem gleichnamigen Album auf dem zweiten Platz. Rang drei geht an die Band Silbermond mit «Nichts passiert». Auf den Plätzen vier bis acht folgen Lady Gaga mit «The Fame», Depeche Mode mit «Sounds Of The Universe», Pink mit «Funhouse», Rammstein mit «Liebe ist für alle da» und Adoro mit ihrem gleichnamigen Album.
In den Single-Jahrescharts gewinnt Lady Gaga mit ihrem Hit «Poker Face» gegen die Isländerin Emiliana Torrini mit «Jungle Drum». Platz drei geht an Milow für «Ayo Technology». Auf den Plätzen vier bis acht finden sich Cassandra Steen & Adel Tawil («Stadt»), Mando Diao («Dance With Somebody»), Razorlight («Wire To Wire»), Silbermond («Irgendwas bleibt») und Gossip («Heavy Cross»).

(Quelle: ddp)


17.12.2009
Tonspion.de veröffentlicht kostenlose Weihnachtscompilation in MP3

Es muss nicht immer nur "Last Christmas" oder "Jingle Bells" sein. Das Genre "Weihnachtslied" gibt heute viel mehr her, als nur die ewig gleichen Klassiker. Wir haben die besten alternativen Weihnachtslieder zusammen gestellt. Garantiert nicht von gestern, sondern für hier und heute.

Mit dabei sind unter anderem die Folkrocker Blitzen Trapper und Cracker, die melancholischen Troubadoure Sufjan Stevens und Scott Matthew, die Alleinunterhalter Olli Schulz und Lightweight Champion, sowie die musikalischen Schwergewichte Mogwai und Belle & Sebastian.

Sie alle haben ihre ganz persönliche Version eines zeitgenössischen Weihnachtslieds aufgenommen und verschenken diese nun im Netz.

Zieht euch die einzelnen Tracks kostenlos von den Künstlerseiten, druckt das CD-Cover aus und brennt die Compilation auf CD. Fertig ist der hörenswerteste, außergewöhnlichste Weihnachtssampler seit langer Zeit. Und wenn es noch an Geschenken mangelt, könnt ihr die euren Liebsten auch gleich untern Tannenbaum legen.

Zur Mp3 Compilation: "New Christmas Songs"

(Quelle: www.tonspion.de )


09.12.2009
iTunes Jahrescharts: Peter Fox schlägt Michael Jackson

München - Wie jedes Jahr präsentiert Apple auch 2009 die deutschen iTunes Jahrescharts. Auf Platz eins der Album-Hitliste landet Peter Fox mit "Stadtaffe" (Warner) - vor Michael Jackson mit seiner Best-Of-Sammlung "King Of Pop" (Sony).

Auf Position drei der meistverkauften iTunes-Alben des Jahres landet Robbie Williams mit seinem Comeback-Album "Reality Killed The Video Star" (EMI), gefolgt von Silbermond mit "Nichts passiert" (Sony).

Bei den Songs hat Lady GaGa die Nase vorn. Mit "Poker Face" (Universal) landet die New Yorkerin auf dem Spitzenplatz der iTunes Jahrescharts. Auf dem zweiten Platz rangiert Emiliana Torrini mit ihrem Nummer-eins-Hit "Jungle Drum" (Rough Trade/Indigo). Position drei geht an Milow mit "Ayo Technology" (Universal). Auf Platz vier landen Razorlight mit ihrer Ballade "Wire To Wire" (Universal), gefolgt von Mando Diao mit "Dance With Somebody (Universal).

Auch die iTunes-User haben gewählt: Über Facebook konnten die Nutzer ihren Lieblingssong und ihr Lieblingsalbum küren. Zur Auswahl standen 20 verschiedene Acts. Zum "iTunes Best Album 2009" kürten die iTunes-Kunden das neue Gossip-Werk, "Music For Men" (Sony). Als "iTunes Best Song 2009" wurde "Stadt" (Universal) von Cassandra Steen und Adel Tawil gewählt.

Die deutschen iTunes Jahrescharts im Überblick:

Alben:
1. Peter Fox "Stadtaffe"
2. Michael Jackson "King Of Pop"
3. Robbie Williams "Reality Killed The Video Star"
4. Silbermond "Nichts passiert"
5. Kings Of Leon "Only By The Night"
6. Jan Delay "Wir Kinder vom Bahnhof Soul"
7. Lady GaGa "The Fame"
8. U2 "No Line On The Horizon"
9. Various Artists "Twilight"
10. Pink "Funhouse"

Songs:
1. Lady GaGa "Poker Face"
2. Emiliana Torrini "Jungle Drum"
3. Milow "Ayo Technology"
4. Razorlight "Wire To Wire"
5. Mando Diao "Dance With Somebody (radio edit)"
6. Gossip "Heavy Cross"
7. Black Eyed Peas "I Gotta Feeling"
8. Marit Larsen "If A Song Could Get Me You"
9. Nelly Furtado & James Morrison "Broken Strings"
10. David Guetta feat. Kelly Rowland "When Love Takes Over"

Videos:
1. Lady GaGa "Poker Face"
2. Michael Jackson "Thriller"
3. Michael Jackson "Earth Song"
4. Mariah Carey, Ashanti & Friends "Just Stand Up!"
5. Rihanna & Justin Timberlake "Rehab"

(via www.musikmarkt.de)


09.12.2009
Bundesregierung unterstützt deutsche Musikfirmen bei SXSW

Berlin – Im Rahmen der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft unterstützt die Bundesregierung einen Auftritt deutscher Musikunternehmen und Musikförderer auf dem internationalen Branchentreff South by Southwest (SXSW) in Austin/Texas im März 2010. Das Musikfestival gilt mit 16.400 Fachbesuchern als eine der wichtigsten Plattformen für Newcomer.

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Hans-Joachim Otto: "Mit dem Messeauftritt wollen wir erreichen, dass die Potenziale der deutschen Musikwirtschaft im Ausland noch stärker wahrgenommen werden. Damit tragen wir zu einer verbesserten internationalen Vernetzung bei und erleichtern inländischen Musikunternehmen den Zugang zu ausländischen Märkten. Der Export kreativer Leistungen ist für Deutschland eine große Chance, Wachstum und Beschäftigung im Inland zu stärken."

An der ersten gesamtdeutschen Präsentation von Popmusik auf der SXSW sind außerdem Berlin, Hamburg und Nordrhein-Westfalen beteiligt. Weitere Länder sind eingeladen, am Messeauftritt mitzuwirken. Die Koordination des Messeauftritts liegt bei der Initiative Musik gGmbH. Künstler, Labels, Booker, Agenturen, die im kommenden Jahr zur SXSW fahren werden, sind gebeten, sich bei der Initiative Musik zu melden.

(via www.musikmarkt.de)


09.12.2009
Last.fm gewinnt durch Xbox-Angebot eine Million Nutzer hinzu

London - Für Last.fm ist die Kooperation mit Microsofts Xbox ein Glückstreffer. Die Musikplattform hat im Rahmen der Kooperation über eine Million User hinzugewonnen, wie "Billboard" meldet.

Bei der Zusammenarbeit handelt es sich um ein kostenpflichtiges Angebot, bei dem User der Xbox Zugriff auf Videos von Last.fm erhalten. Launch des Kooperations-Deals war der 17. November.

"Billboard" sieht den Zugewinn als Indikator dafür, dass die Zusammenarbeit zwischen Hardware-Firmen und Service-Anbietern in Zukunft stärker forciert werden könnte. Xbox-User haben innerhalb von einer Woche bereits 120 Millionen an Musikminuten über den Streaming-Dienst bezogen.

Der US-Medienkonzern CBS hat auch weiterhin große Pläne mit seinem Format Last.fm. Ein Fernsehsender mit dem Titel Last.TV ist in Planung. Als Online- und TV-Sender soll Last.TV vor allem von europäischen Festivals senden und als Medienpartner bei Musik-Events fungieren. Last.TV soll im Januar an den Start gehen.

(via www.musikmarkt.de)


23.11.2009
Die Fantastischen Vier erhalten "1Live Krone" für ihr Lebenswerk

Köln - In diesem Jahr haben sie ihr 20. Bühnenjubiläum absolviert und sind noch immer kein Stückchen leiser geworden: Die Fantastischen Vier. Jetzt erhalten die HipHopper die "1Live Krone" für ihr Lebenswerk.

"Seit 20 Jahren sind Die Fantastischen Vier im Geschäft und ebneten mit ihrer Musik, dem deutschsprachigen HipHop, den Weg aus der Subkultur zu einem großen Publikum. Mit Hits wie 'Sie ist weg', 'Tag am Meer', 'MfG', 'Troy' oder 'Einfach sein' haben Die Fantstischen Vier musikalische Maßstäbe in der deutschsprachigen Popmusik gesetzt und sie durch sprachliche Innovationen geprägt. Deshalb haben Die Fantastischen Vier die '1Live Krone' für das Lebenswerk mehr als verdient", so 1Live-Musikchef Andreas Löffler zur Entscheidung der Jury.

Im Sommer diesen Jahres spielten sie anlässlich ihres Bühnenjubiläums vor 60.000 Fans in ihrer Heimatstadt Stuttgart. An Silvester tritt die Band, präsentiert von 1Live, noch einmal mit dem 80-köpfigen klassischen Orchester im Kölner Stadion auf.

Die "1Live Krone 2009" wird am 3. Dezember in der Jahrhunderthalle in Bochum verliehen. Zu den bisherigen Preisträgern in der Kategorie "Lebenswerk" zählen unter anderem Herbert Grönemeyer, Rio Reiser, Nena, Westernhagen, Nina Hagen, Annette und Inga Humpe, Udo Lindenberg, Die Toten Hosen sowie Die Ärzte.

(via www.musikmarkt.de)


23.11.2009
Günther Uecker engagiert sich für das Modellprojekt «Jedem Kind ein Instru­ment»

Düsseldorf (ddp-nrw). Der international bekannte Maler und Objektkünstler Günther Uecker engagiert sich für das Modellprojekt «Jedem Kind ein Instru­ment» im Ruhrgebiet. Am Freitag präsentierte er in Düsseldorf seinen Prägedruck «JeKi Kreis», dessen Verkauf zugunsten des Stipendienfonds von «Jedem Kind ein Instrument» (JeKi) gestartet ist, wie die NRW-Staatskanzlei mitteilte. Das handsignierte Werk erscheint in einer limitierten Auflage von 120 Stück.

Mehr als ein Viertel des Erlöses geht als Spende in den Fonds, der Grundschulkindern aus einkommensschwachen Familien die kostenlose Teilnahme am Programm ermöglicht. Die bei­den Vorsitzenden der Stiftung «Jedem Kind ein Instrument», Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff und Hortensia Völckers, Künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes, dankten Uecker für sein Engagement.

«Jedem Kind ein Instrument» ist ein Programm der Kulturstiftung des Bundes, des Landes NRW und der Zukunftsstiftung Bildung. Es ist ein Kooperationsprojekt mit der europäischen Kulturhauptstadt. Bis 2010 sollen sich rund 900 Grundschulen in allen 53 Ruhrgebietskommunen an dem Programm beteiligen. Derzeit erhalten rund 43 300 Kinder im Rahmen des vor zwei Jahren gestarteten Projekts Instrumentalunterricht.

«Mit unserem Programm ´Jedem Kind ein Instrument´ wollen wir jedem Grundschul­kind im Ruhrgebiet ermöglichen, ein Instrument seiner Wahl zu erlernen. Chancengleichheit ist das zentrale Anliegen unserer Bildungsinitiative», sagte Grosse-Brockhoff. Völckers verwies darauf, dass mit dem von Günther Uecker unterstützten Stipendienfonds garantiert werden könne, «dass auch wirklich jedes Kind das Angebot von JeKi nutzen kann».

«Jedem Kind ein Instrument» ist im ersten Schuljahr kostenfrei. Der Teil­nahmebeitrag beträgt monatlich 20 Euro im zweiten und 35 Euro ab dem dritten Schuljahr. Für Familien, die Sozialleis­tungen beziehen, gibt es Gebührenbefreiungen. Darüber hinaus hilft der Stipendienfonds, dass finanzielle Gründe einer Teilnahme nicht im Weg stehen. In den vergangenen zwei Jahren erhielten bereits über 400 Grundschüler ein Stipendium.

(via ddp)


23.11.2009
Sound of Cologne: Kölner Veranstalter schließen sich zusammen

Köln - Bei einem von Sound of Cologne initiierten Treffen der Kölner Live-Musikszene wurden erste Pläne für eine Interessengemeinschaft geschmiedet. Rund 20 Veranstalter waren zu dem informellen Event ins neue Kreativzentrum cc4711 gekommen, um die akuelle Situation der Szene zu diskutieren.
(via www.musikmarkt.de)

Wie aus einem Newsletter der co/pop hervorgeht, wollen sich Kölner Clubbetreiber und Veranstalter ein Beispiel an Kollegen aus anderen Städten nehmen, die sich bereits zusammengeschlossen haben. Ziel der geplanten Interessengemeinschaft sei es, den Dialog untereinander zu stärken und Wissen zu teilen. Zudem soll auch die Zusammenarbeit mit den Ämtern und Institutionen der Stadt Köln verbessert werden.

Der Mitgliederkreis soll kontinuierlich aufgestockt werden. So sollen bald auch die Kölner Clubbesitzer für die Initiative begeistert werden. Die Interessengemeinschaft will sich außerdem mit ähnlichen Institutionen aus anderen Städten vernetzen, um übergreifende Lösungen für bestimmte Probleme zu finden.

Bislang wurden drei genaue Ziele ausformuliert: Zum einen soll kurzfristige Hilfe bei akuten Problemen wie einer drohenden Schließung, Polizei- oder Ordnungsamteinsatz sowie Anzeigen thematisiert werden. Ferner stehen der gegenseitige Informations- und Wissensaustausch sowie Fort- und Weiterbildung durch Experten sowie die langfristige Verbesserung der Kölner Clubkultur im Mittelpunkt der Initiative.


15.10.2009
Urheberrecht: Deutscher Musikrat begrüßt Haltung der Bundeskanzlerin

Berlin - Anlässlich der Frankfurter Buchmesse hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Video-Podcast zum Thema Schutz des geistigen Eigentums im Internet geäußert und angekündigt, Urheberrechte auch online international durchsetzen zu wollen. Der Deutsche Musikrat zeigt sich über die Pläne der Kanzlerin erfreut.

In dem Podcast heißt es: "Für die Bundesregierung ist klar: Das Urheberrecht muss auch im Internet seinen Platz finden. (...) Die Bundesregierung wird hier viel Wert darauf legen, ihre urheberrechtlichen Positionen deutlich zu machen und damit den Autoren aus Deutschland auch einen Schutz zu gewährleisten. Ich finde, wir müssen international darüber diskutieren, wie wir geistiges Eigentum schützen können und trotzdem die neuen technischen Möglichkeiten nutzen."

Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrats, dazu: "Die Auswirkungen der Digitalisierung auf unsere Gesellschaft müssen ein Schwerpunktthema der neuen Bundesregierung werden. (...) Neben der Behandlung als Querschnittsaufgabe auf nationaler Ebene bedarf es zugleich der Erarbeitung von Kooperationsmodellen auf europäischer und internationaler Ebene." Höppner schlägt hierzu die UNESCO-Konvention zum Schutz und zur Förderung der kulturellen Vielfalt als Handlungsinstrument vor und bittet die Regierung, die Musikbranche in der Debatte nicht zu vergessen: "Die Verletzung des Urheberrechts betrifft nicht nur die Literaturszene, sondern ganz wesentlich auch den Musikbereich. Der Deutsche Musikrat fordert die Bundesregierung daher auf, diesen in den Urheberrechtsdebatten unter Berücksichtigung der allgemeinen Auswirkungen der Digitalisierung genauso im Blick zu behalten und den massenhaften illegalen Downloads so entgegen zu wirken."

Bei der Mitgliederversammlung des Musikrats am 16. und 17. Oktober in Berlin wird ebenfalls über die Auswirkungen der Digitalisierung auf den Kreativstandort Deutschland diskutiert und das Grundsatzprogramm "Musikpolitik in der Verantwortung" unter die Lupe genommen. Daneben steht bei der Versammlung die Neuwahl des Präsidiums sowie die Ehrung des Ehrenpräsidenten Prof. Dr. Richard Jakoby anlässlich seines 80. Geburtstags an. Ferner findet die Preisverleihung des Wettbewerbs zum "Tag der Musik" statt.


15.10.2009
Musikerkennungsdienst Shazam weltweit auf Expansionskurs

London - Der mobile Musikerkennungsdienst Shazam zählt mittlerweile weltweit über 50 Millionen User. Allein seit Februar 2009 hat sich die Nutzerzahl um 15 Millionen erhöht. Bis Ende 2010 könnte die Grenze von 100 Millionen Usern überschritten werden. Der Dienst, der Songs übers Handy identifiziert und dem Nutzer die entsprechenden Informationen zum Titel liefert, ist seit seinem Launch 2002 in mittlerweile über 150 Ländern verfügbar.

Des weiteren kündigt das in London ansäßige Unternehmen eine neue strategische Investment-Partnerschaft mit der Venture-Capital-Gesellschaft Kleiner Perkins Caufield and Byers - die zuvor bereits in Google und Amazon investierte - an. Über die Höhe der Investition wurden jedoch keine Details bekannt. Shazam konnte zuvor bereits Acacia Capital und DN Capital als Investoren gewinnen.

Seit Sommer 2008 ist Shazam auch für Apples iPhone über den App Store erhältlich. Laut "Billboard" wurde die Anwendung allein für das Apple-Handy über zehn Millionen Mal heruntergeladen. Auch über den Ovi Store von Nokia, Googles Android Market und BlackBerry App World ist die Shazam-Erkennungsapplikation verfügbar.

(Quelle: www.musikmarkt.de)


15.10.2009
Kazaa-Gründer planen neuen Musikdienst

New York - Die schwedischen IT-Entwickler Janus Friis und Niklas Zennström, die auch hinter der Online-Tauschbörse Kazaa sowie dem Kommunikationsnetzwerk Skype stecken, haben ein neues Projekt ausgeheckt. Unter dem Namen Rdio wollen die beiden einen neuen Musik-Abo-Dienst für PC und Handy an den Start bringen.

Bereits Anfang kommenden Jahres soll Rdio verfügbar sein. Die Lizenz-Verhandlungen mit der Musikindustrie laufen, wie die "New York Times" berichtet. Das neue Unternehmen soll künftig von Kalifornien aus, mit Sitzen in Los Angeles und San Francisco, geleitet werden. Als Chief Executive von Radio zeichnet Drew Larner verantwortlich.

Mit ihrem Abo-Angebot stehen die beiden Schweden nicht alleine da. Das Geschäft mit Abo-Modellen verläuft bislang allerdings eher zäh. Neben dem RealNetworks-Portal Rhapsody bietet etwa auch Naspter in den USA einen Abo-Service an. Nach Angaben der "New York Times" sind monatlich ein paar Hundertausend User bereit, bei Rhapsody oder Napster rund 15 US-Dollar für eine unbegrenzte Anzahl an Musik-Streamings zu bezahlen. Keines der beiden Online-Abo-Angebote kann bislang jedoch mit dem "À la carte"-Modell von iTunes mithalten. Seit kurzem sorgt außerdem Spotify mit einem Abo-Service in Europa für Furore. Der Dienst soll 2010 auch in den USA online gehen.

(Quelle: www.musikmarkt.de)


30.09.2009
Dieter Gorny als Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Musikindustrie bestätigt


Berlin - Prof. Dieter Gorny wurde im Rahmen der Versammlung der ordentlichen Mitglieder als Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Musikindustrie e.V. einstimmig bestätigt. Der Vorstand wurde für die Dauer von weiteren zwei Jahren gewählt, wie es aus Berlin heißt.

Des weiteren wurden Edgar Berger (Sony Music Entertainment Germany GmbH), Frank Briegmann (Universal Music Entertainment GmbH), Bernd Dopp (Warner Music Group Germany Holding GmbH) und Wolfgang Hanebrink (EMI Music Germany GmbH & Co. KG) bestätigt. Konrad von Löhneysen (Ministry of Sound) vertritt im Vorstand die außerordentlichen Mitglieder des Verbandes.



30.09.2009
Warner und YouTube vereinbaren neuen Deal

New York - Jetzt ist es offiziell - die YouTube-Generation kann aufatmen: Künftig stehen über das beliebte Video-Portal wieder Musikclips von Acts aus dem Hause Warner Music zur Verfügung. Der Major hat sich mit der Google-Tochter geeinigt. Die ersten Videos sollen innerhalb der kommenden Monate online gehen. Bis Ende des Jahres soll der komplette Katalog wieder bei YouTube verfügbar sein.

Details zum neuen Vertrag wurden nicht genannt. Medienberichten zufolge soll Warner Music künftig an den Werbeeinnahmen von YouTube beteiligt werden. Der Musikkonzern soll in Zukunft selbst die Werbeplätze, die um den Content seiner Künstler zur Verfügung stehen, verkaufen und damit die Preise für die Werbung selbst bestimmen, wie "Billboard" schreibt. Des weiteren soll es Channels mit qualitativ hochwertigeren Premium-Videos von Warner-Acts geben.

YouTube und Warner befanden sich seit Dezember 2008 im Clinch. Streitpunkt war die Höhe der Lizenzzahlungen. Der Major wollte durch die Videostreamings mehr Umsatz generieren und forderte deshalb eine höhere Beteiligung an den Werbeeinnahmen.




25.09.2009
Michael Jackson «This Is It»

Los Angeles (ddp). Ein neuer Song des vor knapp vier Monaten verstorbenen Popstars Michael Jackson wird am 12. Oktober veröffentlicht. Die Single trägt den Titel «This Is It», wie die Plattenfirma Sony BMG auf der offiziellen Jackson-Webseite bekannt gab. Zwei Wochen später kommt unter gleichem Namen ein neues Jackson-Doppelalbum auf den Markt. Es werde den Soundtrack zum Dokumentarfilm «Michael Jackson´s This Is It» mit seinen letzten Bühnen-Aufnahmen liefern. Der Film wird ab 28. Oktober zwei Wochen lang in den Kinos laufen.

John McClain, Co-Produzent des Doppelalbums, sagte zur neuen Single: «Dieser Song bestätigt nur, was die Welt schon weiß: Michael ist ein Gottesgeschenk.» Die erste CD des Albums enthält die größten Hits des «King of Pop» in der Reihenfolge, wie sie im Film erscheinen. Den Abschluss bildet der neue Song «This Is It», an dem als Backgroundsänger Jacksons Brüder mitgewirkt haben. Auf der zweiten CD werden bislang unveröffentlichte Versionen alter Jackson-Klassiker zu hören sein, aber auch das von Michael Jackson vorgetragene Gedicht «Planet Earth».

Der Kartenvorverkauf für den Dokumentarfilm startet am Sonntag. «So hautnah war der ´King of Pop´ bislang noch nie bei der Arbeit zu sehen», versprach Sony BMG. Der Film zeigt Jacksons Vorbereitungen auf seine geplante Comeback-Konzertreihe in London. Er setzt sich aus mehr als hundert Stunden an Proben- und Hintergrund-Material zusammen und fange den Künstler in «ungeschönten und aufrichtigen Momenten» dabei ein, wie er seine letzte Show entwickelt und perfektioniert habe, hieß es. Am 25. Juni war Jackson an einer Vergiftung mit dem Narkosemittel Propofol gestorben.

(via www.ddp.de)


25.09.2009
Reeperbahn Festival und Campus - Die Musikszene trifft sich an diesem Wochenende in Hamburg

Nach der all2togethernow in Berlin und der c/o Pop in Köln scheint sich das Musikbusiness in Deutschland auf zwei Städte zu konzentrieren. Aber da hat auch noch Hamburg ein gewichtiges Wörtchen mitzureden, das dieses Wochenende zum Festival und Kongress auf die Reeperbahn ruft.

Mehr als 17 000 Besucher erwartet die Hansestadt, wenn dieses Wochenende über 150 Künstler in mehr als 20 Clubs auftreten. Gleichzeitig wird die Reeperbahn zur Partymeile, wo Bands wie die Editors, Biffy Clyro, Dinsoraur Jr. oder Deichkind den Geist der Beatles beschwören, die hier vor 50 Jahren ihre Karriere starteten.

Gleichzeitig findet ein Kongress statt, bei dem sich die Musikbranche trifft und einmal mehr über die Gegenwart und Zukunft des Musikbusiness zu diskutieren. Denn nach wie vor gibt es erhöhten Gesprächsbedarf anlässlich sinkendender Einnahmen bei steigender Verfügbarkeit von Musik. Aber nicht nur der Tonträgerindustrie geht es schlecht, auch der Live-Sektor und die Musikmedien müssen sich zunehmend mit Problemen herumschlagen und stehen vor großen Herausforderungen.

Tonspion wird am 25.9. um 13:15 Uhr auf dem Panel "Musikjournalismus heute - Eine Debatte über die Finanzierung des redaktionell Machbaren" vertreten sein und mit Kollegen diskutieren, wie Musikjournalismus im Web 2.0-Zeitalter aussehen kann.

Das Programm des Festivals gibt es hier, Besucher des Campus finden hier weitere Informationen.

(via www.tonspion.de)


15.09.2009
Stefan Raab sucht Eurovisions-Interpreten

Köln (dpa) - Wer kann singen und will Deutschland nächstes Jahr beim Eurovision Song Contest in Oslo vertreten? Ab sofort können Musiker und Sänger sich sich bei ARD und ProSieben bewerben.

«Man kann hier von einer nationalen Aufgabe von historischer Tragweite sprechen», sagte TV-Moderator Stefan Raab (42) in Köln. Die Interpretenkür soll diesmal ein mediales Großereignis mit insgesamt acht Sendungen werden. 20 Kandidaten werden von Raab und anderen Jurymitgliedern ausgesucht, den Rest entscheiden die Zuschauer. Sie würden letztlich sowohl den deutschen Interpreten als auch sein Lied bestimmen, kündigte Raab an.

Damit geht die für den Eurovision Song Contest verantwortliche ARD 2010 neue Wege, um bei dem internationalen Musikwettbewerb eine bessere Platzierung für Deutschland zu erreichen. In den vergangenen Jahren landeten die deutschen Kandidaten stets auf den hinteren Plätzen. Der Eurovision Song Contest - früher Grand Prix genannt - wird am 29. Mai 2010 in Oslo ausgetragen. Raab hat insgesamt dreimal teilgenommen, einmal als Interpret und zweimal im Hintergrund.

(via http://de.news.yahoo.com/musik.html)


15.09.2009
Popkomm-Alternative beginnt

Berlin (dpa) - Mit einer Party in der Kulturbrauerei in Berlin startet an diesem Dienstag die Alternativ-Veranstaltung zur Musikmesse Popkomm. Der Branchentreff der Musikwirtschaft war für dieses Jahr wegen der schwierigen Wirtschaftslage abgesagt worden.

Die neue Veranstaltung lockt nun mit Konzerten und Debatten zur Zukunft der Branche in Zeiten des Internets. Unter dem Dach der «all2gethernow» stehen vom Mittwoch bis Freitag Diskussionsforen, Bandauftritte und Clubabende auf dem Programm. Die Popkomm war wegen zu geringer Anmeldezahlen und aus Protest gegen «Internetpiraterie» ausgesetzt worden. Sie soll aber 2010 mit neuem Konzept wieder aufleben.

Die «all2gethernow» ist allerdings nicht als einmalige Aktion gedacht, wie der Mitinitiator und Musikmanager Tim Renner kürzlich sagte: «Es wird weitergehen mit mehreren Berliner Events, die sich vernetzen.» Mit der Alternativ-Veranstaltung solle nach der Popkomm-Absage auch dafür gesorgt werden, dass kleinere Bands und Plattenfirmen trotzdem eine Plattform in Berlin bekommen, um sich der Musikszene zu präsentieren.

(via http://de.news.yahoo.com/musik.html )


15.09.2009
Neues Album von Max Herre schon bei MySpace zu hören

Berlin (ddp). Das neue Album von Max Herre ist eine Woche vor der Veröffentlichtung schon auf der Musikplattform MySpace zu hören. «Ein geschenkter Tag» stehe den Hörern in voller Länge zur Verfügung, teilte MySpace Deutschland am Freitag in Berlin mit. Offiziell in den Handel kommt das Album des Ex-Freundeskreis-Frontmanns am 18. September. Herre hatte 2004 sein Solodebüt veröffentlicht. «Ein geschenkter Tag» ist nun sein zweites Solowerk.

(via http://de.news.yahoo.com/musik.html )


05.09.2009
UK: Einigung im Lizenzstreit

London - Die britische Verwertungsgesellschaft PRS und die Google-Tochter YouTube haben sich im Streit über die Höhe der Tantiemenzahlungen geeinigt. Damit erhalten britische Online-User bei dem beliebten Online-Videoportal wieder Zugriff auf Premium-Musikvideos.

Die beiden Parteien, die sich seit Anfang März dieses Jahres im Clinch befanden, haben nach Monatelangen Verhandlungen einen neuen Deal abgeschlossen. Die neue Vereinbarung gilt rückwirkend ab Januar 2009, als der letzte Vertrag mit YouTube auslief. Sowohl Andrew Shaw, Managing Director of Broadcast/Online bei PRS, als auch Patrick Walker, Director Video Partnerships bei YouTube, äußerten sich zufrieden über den neuen Vertragsabschluss. Laut BBC soll der neue Deal bis 2012 Gültigkeit haben.

Zum Hintergrund: Seit Anfang März blockierte YouTube in England tausende von Premium-Videoclips, da sich das Portal und die Performing Rights Society (PRS) bei neuen Lizenzverhandlungen nicht über die Höhe der Tantiemen einig wurden. Die Google-Plattform forderte niedrigere Abgaben an die Musikautoren. Die PRS vertritt die Interessen von rund 60.000 Songschreibern.

Auch in Deutschland streitet sich YouTube mit den Urheberschützern. So kündigte das Portal am 31. März an, bis auf weiteres keine offiziellen Musikvideos mehr in Deutschland anzubieten. Der Grund: Das zu Google gehörende Unternehmen konnte sich bisher nicht mit der GEMA über die Höhe der künftig zu zahlenden Lizenzgebühren einigen.

Quelle: www.musikmarkt.de


05.09.2009
Seliger: "Krieg den GEMA-Palästen!"

Berlin - Die Kritik an der GEMA reißt nicht ab. Das aktuelle Reizthema der Veranstaltungswirtschaft beschäftigt im Presserundbrief seiner Konzertagentur auch Berthold Seliger. Dabei zweifelt er die "Legalität der mafiotischen GEMA heftig an".

Nach Ansicht des Berliner Veranstalters hat die GEMA eine Struktur, die einzelne Mitglieder einseitig bevorzugt: "Wenn zum Beispiel eine Band vom Kaliber Lambchops ein Konzert vor 1000 Menschen gibt, dann bezahlt der Veranstalter eine hohe dreistellige Gebühr an die GEMA. Von diesem Geld sieht die Band, die praktisch nur Eigenkompositionen spielt und die im Grunde ja nun von der GEMA, die so tut, als ob sie die Rechte der Komponisten, Musiker und Songwriter vertreten würde, einen guten Teil der Gebühren erhalten müsste, praktisch kaum etwas – ein niedriger zweistelliger Betrag kommt bei Lambchop und ihrem Songwriter Kurt Wagner an."

Dafür erhielten GEMA-Mitglieder wie Dieter Bohlen "aufgrund eines absurden Verteilungsschlüssels Gelder, wenn Lambchop ihre eigenen Kompositionen spielen. Wie bescheuert, und vor allem: wie ungerecht ist das denn?", fragt Berthold Seliger, der die US-amerikanische Band Lambchop europaweit bucht. Weitere große Anteile der Gebühren würden als "Verwaltungsanteile" bei der GEMA selbst landen - bei "ihren gigantischen Vorstandsgehältern oder in den Verwaltungsbauten – schaut euch die riesigen Gebäude in besten Lagen der Großstädte von Berlin bis München mal an, dann wisst ihr Bescheid".

Die von über 100.000 Unterzeichnern unterstützte Petition an den Deutschen Bundestag greife zu kurz. Nicht nur die Anhebung der GEMA-Gebühren für Veranstalter sei ein Skandal, sondern die gesamte Existenz der GEMA ein Problem. "Ein eingetragener Verein, der sich seine eigenen Gesetze macht und Gelder eintreibt, die er praktisch ausschließlich an seine eigenen Mitglieder verteilt, nach einem undurchschaubaren Verteilungsschlüssel – dagegen ist die sizilianische Cosa Nostra geradezu ein Wohltätigkeitsverein."

Wie Veranstalterkollege Marek Lieberberg vorgerechnet habe, erhielten Urheber, die die Möglichkeit einer Direktverrechnung nicht nutzen können, nur 20 bis 25 Prozent der von den Veranstaltern gezahlten GEMA-Beträge. Und selbst deutsche Urheber, bei denen die GEMA die Möglichkeit der Direktverrechnung zulässt, bekämen gerade noch etwa 70 Prozent der durch die GEMA von den Veranstaltern einkassierten Vergütungsbeträge.

Seligers Fazit: "Die GEMA hat als e.V. die Lizenz zum Gelddrucken, und ihr durch nichts zu rechtfertigendes Monopol wird von der Politik nicht angetastet. Wenn wir über 'Urheberrecht' diskutieren, dann sollten wir zunächst einmal über Legalität der mafiotischen GEMA sprechen. Krieg den GEMA-Palästen, sozusagen!"

Quelle: www.musikmarkt.de


27.08.2009
MySpace übernimmt iLike

New York - Jetzt ist es offiziell: Die News-Corporation-Tochter MySpace übernimmt die Musik-Plattform iLike. Dies bestätigte MySpace-CEO Own van Natta am 19. August. Damit will sich das Social-Networking-Portal künftig noch stärker als Entertainment-Anbieter auf dem Markt positionieren. MySpace Music könnte insbesondere von einem Deal zwischen iLike und Ticketmaster bei Kartenverkäufen profitieren. Van Natta betonte jedoch, dass das Thema Musik bei der Übernahme nur eine untergeordnete Rolle spielte. MySpace will sich insbesondere iLikes Angebote in Sachen Games und Video zu nutze machen.

Der Preis für die Übernahme ist bislang nicht bekannt. Medienberichten zufolge handelt es sich um eine Summe von 20 Millionen US-Dollar. Die beiden Gründer des werbefinanzierten Portals, Ali und Hadi Partovi, sollen weiterhin vom Hauptsitz des Unternehmens in Seattle aus tätig sein.

Über das Musikempfehlungssystem iLike können die derzeit rund 50 Millionen registrierten User ihre musikalischen Präferenzen untereinander austauschen. Das Portal koopiert mit einer Vielzahl von Online-Diensten, unter anderem auch mit MySpace-Konkurrent Facebook, und bietet dort eine iLike-Applikation an. Auch für Apples iPhone und iPod ist seit Anfang August eine Applikation verfügbar. Die "Local Concert App" scannt den Musikgeschmack des Users aufgrund seines iPhone- oder iPod-Contents und empfiehlt ihm Konzerte in seiner Nähe. Seit kurzem bietet iLike in den USA außerdem auch Downloads im MP3-Format an. Die Tracks kosten zwischen 0,89 und 1,29 US-Dollar - ähnlich wie bei den beiden Musik-Anbietern iTunes und Amazon MP3.

Quelle: www.musikmarkt.de


27.08.2009
Roccatune bestätigt Insolvenz

München - Vor kurzem meldete Christian Schülling von "www.musiktipps24.com", dass das kostenlose Streaming-Portal roccatune insolvent sei. Nachdem sich die Meldung wie ein Lauffeuer im Internet verbreitet hat, hat Constantin Thyssen, Geschäftsführer von roccatune, nun im Blog des Portals Stellung genommen und den Insolvenzantrag bestätigt.

Darin schreibt Thyssen: "Aufgrund der Finanzkrise ist der Kapitalmarkt sehr angespannt und es gelang uns nicht, das nötige Kapital zum Betrieb und zur Weiterentwicklung von roccatune aufzutreiben. Auch wurde uns bereits zugesagtes Kapital von Investoren kurzfristig und ohne Vorwarnung verweigert." Jedoch habe sich der Service in den letzten Wochen gut entwickelt, Userzahlen und Werbeeinnahmen seien gestiegen."

Für die Zukunft sieht roccatune deshalb nicht schwarz: "In den nächsten Tagen werden wir die intensiven Gespräche mit unseren Geschäftspartnern und neu identifizierten Investoren fortsetzen. Wir arbeiten weiterhin fieberhaft an allen möglichen Lösungsansätzen für eine Zukunft von roccatune."

Schülling selbst habe davon bereits seit Wochen gewusst, habe sich jedoch auf Bitten seitens roccatune bedeckt gehalten. Erst als Zahlungen seitens roccatune ausblieben, verbreitete Schülling die Kunde im Netz.

Quelle: www.musikmarkt.de


26.08.2009
Lady Gaga stellt mit "Poker Face" neuen digitalen Verkaufsrekord auf

Berlin - Lady GaGa hat sich in Deutschland an die Spitze der meistverkauften digitalen Singles gesetzt, wie Universal Music meldet. Mit über 415.000 Downloads hat die Sängerin und Stilikone OneRepublic feat. Timbaland überholt, die 2008 den Titel der meistverkauften Single mit "Apologize" für sich in Anspruch nahmen.

Universal Music belegt damit eigenen Angaben zufolge die ersten drei Plätze des meistverkauften digitalen Songs: Hinter Lady GaGa und OneRepublic folgt DJ Ötzi mit "Ein Stern". Lady GaGa kann sich außerdem über eine Million verkaufter Einheiten ihrer gesamten digitalen Produkte deutschlandweit freuen. Neben ihren Songs und ihrem Hitalbum "The Fame" handelt es sich dabei unter anderem auch um eVideos und Klingeltöne.

Übrigens ist Lady GaGa mit "Poker Face" für vier MTV Video Music Awards nominiert. Bei der Verleihung am 13. September, bei der sie auch auftreten wird, kann sich die Sängerin Hoffnungen auf Preise in insgesamt neun Kategorien machen.

Quelle: www.musikmarkt.de


19.08.2009
Nachwuchswettbewerb SchoolJam gewinnt MySpace als Partner

Berlin - Der Nachwuchswettbewerb "SchoolJam" geht in die nächste Runde. Mit MySpace als Partner gibt es mittels der "MySpace Band Radar Plattform" ein neues Abstimmungsverfahren und Unterstützung für die Bands im Bereich Marketing über MySpace.

Als Gewinn für die jungen Bands, die entweder die Stufen fünf bis dreizehn besuchen, oder in Ausbildung sind, winkt wie im letzten Jahr ein Auftritt im Rahmen von "Rock am Ring". 2008 hieß die "SchoolJam"-Band Heavy Ride.

Bei 15 RegioFinals in der ganzen Republik haben die Bands die Möglichkeit, ihre Fanbase auszubauen. Unter www.myspace.com/myspacebandradar können zehn Bands ausgewählt werden, die mit einer Wildcard direkt zu den RegioFinals anreisen können. Außerdem unterstützt MySpace den Nachwuchs darin, ihre Fanbase via MySpace auszubauen und stellt ihnen Promotion-Tools zur Verfügung.

Quelle: www.musikmarkt.de


12.08.2009
Das Traumwerk aus Braunschweig

Seit mehr als einem Jahr wird fleißig umgebaut im Hause Dream Werk. Verstand sich das in
Braunschweig ansässige Traumwerk vier Jahre lang als professionelle Musikproduktionsfirma, so zieht es jetzt alle seine Register erneut, um sich als Independent-Label zu reformieren.

Die Intentionen reichen weit über die Grenzen der Löwenstadt hinaus, denn der Tonträger- sowie digitale Vertrieb des Labels ist international ausgerichtet und erreicht viele europäische Länder sowie einige Adressen in den Vereinigten Staaten und Kanada.

Der hauseigene Verlag „Solar Fusion Publishing“ übernimmt eine unterstützende Funktion als
Bindeglied zwischen Künstler und Verwertungsgesellschaften. Als administrativer Partner
unterstützt die Hamburger Firma Elbsilber die Aktivitäten des Verlages tatkräftig. Solar Fusion
Publishing arbeitet mit allen Copyright Institutionen rund um den Globus zusammen und auch
bereits laufende Kooperationen, wie zum Beispiel mit Phil Collins eigener Verlagsedition bei der
Hit & Run Music (Publishing) Ltd. / EMI Music (Publishing) Ltd., sind keine Seltenheit.

Ins Leben gerufen wurde Dream Werk von André Fedorow, dem ehemaligen Geschäftsführer des
international ausgerichteten Management- & Produktionsunternehmens Fusion Music GmbH,
welches Produktionen im Auftrage der Warner Music Group, ZYX Music oder Synthetic Products
Records übernahm. Zur Verstärkung des mehrköpfigen Teams konnte Nina Lutterkort gewonnen
werden, die während ihrer gesamten Karriere für Firmen wie Zomba Label Group (u.a. Jive
Records) und Neuton Vertriebs GmbH arbeitete.

Dream Werk Records verfügt derzeit über ein Sublabel: Dreamscape, welches sich mit den Genres
Trance und Dance auseinandersetzt. Bereits beim Hauptlabel unter Vertrag stehen Rockbands wie:
„Three Pound Universe“ aus Los Angeles, „Elemental Artificial Sphere“ aus Braunschweig und
ebenfalls aus der gleichen Stadt, “BoB“, die für den MTV-Microsoft Windows Live Messenger
sowie den Nintendo TV-Werbespot die Musik lieferten.

Alle Informationen zu den Künstlern und Veröffentlichungsterminen findet man auf:

www.dreamwerk.net


09.08.2009
tbt: KPD in den musicloadcharts

Auf ihrer Website verkündeten die Jungs von -Kein Plan Diggah- tollkühn: "Wir wollen die Musicload-Top100 und Musicload Black Charts angreifen. Bitte ladet doch alle am 31.0.07 die Single bei Musicload runter. Vorbestellungen sind bereits möglich."

Das hat nun auch funktioniert, zwischenzeitlich sogar auf Platz 1 der musicload-blackcharts halten sich die Hamburger immer noch tapfer in den TOP20.

track by track als Vertriebspartner gratuliert herzlich und präsentiert euch auch ihr neues Video auf der Startseite.




09.08.2009
iTunes Store jetzt auch in Mexiko

Mexico City - Ab August steht Apples iTunes Store auch mexikanischen Usern zur Verfügung. Zum Launch des neuen Angebots sind alle vier Majors sowie zahlreiche nationale und internationale Indies mit an Bord. Ein Großteil der Songs, die im DRM-freien AAC-Format angeboten werden, ist für zwölf Pesos (60 Cent) erhältlich, die meisten Alben kosten 120 Pesos (6 Euro).

Den Apple-Kunden in Mexiko stehen unter anderem auch Aufnahmen von den "iTunes Live Sessions" von nationalen Acts wie Plastilina Mosh and Motel als Download zur Verfügung. Die iTunes-Prepaid-Karten für 200, 300 oder 600 Pesos sind in Mexiko unter anderem bei den Händlern Liverpool, Mixup, Office Depot, El Palacio de Hierro und Sanborns erhältlich.

Über Apples Download-Store iTunes wurden seit dem US-Launch im Jahr 2003 mittlerweile über acht Milliarden Tracks heruntergeladen. Das teilte Apple-Finanzchef Peter Oppenheimer vor kurzem im Rahmen der Präsentation der aktuellen Quartalsbilanz mit. Bis Jahresende prognostiziert Apple mindestens zehn Milliarden verkaufter Titel.

Quelle: www.musikmarkt.de


09.08.2009
Alben überflügeln Verkäufe von Einzeltracks

Berlin – Bei den Musikdownloads deutet sich eine Veränderung des Kaufverhaltens an: In den ersten sechs Monaten des Jahres überstieg der Umsatz mit so genannten Bundles erstmals die Erlöse aus dem Verkauf einzelner Musikstücke (Tracks). Das gab der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) auf Basis der offiziellen Marktstatistik in Zusammenarbeit mit media control bekannt. Von Januar bis Juni wurden in Deutschland rund 3,1 Millionen Bundles verkauft, was einer Absatzsteigerung von 55,1 Prozent und einer Umsatzsteigerung von 49,1 Prozent entspricht. Bei Bundles handelt es sich in der Regel um das klassische Album oder Zusammenstellungen verschiedener Versionen eines Titels, vergleichbar mit der physischen Maxi-Single.

"Neue Download-Anbieter wie Amazon haben dem Download-Markt für Musikalben mit attraktiven Eröffnungsangeboten einen kräftigen Schub verliehen", so Stefan Michalk, BVMI-Geschäftsführer, am Dienstag, 4. August, in Berlin. Während sich der Trend zum Album bereits im vergangenen Jahr abgezeichnet habe, seien die von vielen Experten erwarteten Impulse durch den Wegfall des Kopierschutzes (DRM) bisher ausgeblieben. Nachdem nun die Mehrzahl der Anbieter kopierschutzfreie Titel anbiete, müsse hier die Entwicklung der zweiten Jahreshälfte abgewartet werden.

Der Markt für Downloads wuchs umsatzbasiert in den ersten sechs Monaten um 24,8 Prozent. Neben den 3,1 Millionen Alben wurden rund 23 Millionen einzelne Songs auf den PC oder das Handy heruntergeladen. Schärfster Konkurrent der legalen Downloadangebote bleibt die illegale Musikbeschaffung aus Tauschbörsen. Auf einen legal erworbenen Song kommen immer noch rund acht illegale, heißt es dazu aus Berlin.

Quelle: www.musikmarkt.de


31.07.2009
Downloadverkäufe nehmen rasant zu

Cupertino - Über Apples Download-Store iTunes wurden seit dem US-Launch im Jahr 2003 über acht Milliarden Tracks heruntergeladen. Das teilte Apple-Finanzchef Peter Oppenheimer im Rahmen der Präsentation der aktuellen Quartalsbilanz mit.

Laut "Digital Music News" macht Oppenheimer für den enormen Erfolg in erster Linie die Wireless-Option, dank der iPhone- und iPod-Touch-Nutzer die Tracks direkt aus dem Store auf ihre Geräte herunterladen können, verantwortlich.

Seit 2007 hat iTunes jährlich rund zwei Milliarden Tracks verkauft. Ende Juni 2008 kündigte Apple an, dass über iTunes über fünf Milliarden Songs heruntergeladen wurden. Im Januar dieses Jahres waren es bereits sechs Milliarden verkaufter Downloads. Innerhalb von sechs Monaten wurden eine Millionen Songs verkauft - die Verkaufsgeschwindigkeit verdoppelte sich also. Bis Jahresende prognostiziert Apple mindestens zehn Milliarden verkaufter Titel.

Quelle: www.musikmarkt.de


31.07.2009
Acts für Eurovision Song Contest

Unterföhring/Mainz - Stefan Raab zeichnet für den deutschen Act beim Eurovision Song Contest 2010 in Oslo verantwortlich. In einem bundesweiten Casting in acht Sendungen will er den Künstler finden, der Deutschland beim renommierten Musikwettbewerb würdig vertreten kann.

Bei dem Projekt handelt es sich um eine Zusammenarbeit zwischen ProSieben, ARD und den Nachwuchs-Hörfunkwellen der ARD. Im Rahmen des Castings sollen 20 Finalisten ermittelt werden, die in fünf Vorentscheiden auf ProSieben, im Viertelfinale im Ersten, beim Halbfinale auf ProSieben und schließlich beim Finale in der ARD ihr Können beweisen. Dabei wird Stefan Raab als Gastgeber der Shows von einer prominenten Jury unterstützt, deren Zusammensetzung noch nicht bekannt ist.

"Wo, wenn nicht beim Grand Prix, macht ein ungewöhnliches senderübergreifendes Experiment Sinn? Wer wagt, gewinnt: Deutschland kann sich auf einen spannenden Grand-Prix-Vorentscheid freuen", so Lutz Marmor, NDR-Intendant.

"Eine Zusammenarbeit dieser Art hat es zwischen einer privaten und einer öffentlich-rechtlichen Sendergruppe noch nicht gegeben. Wenn es um eine so große Sache geht, müssen Grenzen überwunden werden. Ich freue mich ganz besonders, dass sich Stefan Raab als herausragender Entertainer, Musikproduzent und Star der jungen Mediengeneration dieser nationalen Aufgabe annimmt", erklärte dazu Andreas Bartl, ProSiebenSat.1-TV-Vorstand.

Stefan Raab vertritt bereits seit 2005 die erfolgreiche Musik-Show-Marke "Bundesvision Song Contest" bei ProSieben.

Quelle: www.musikmarkt.de


31.07.2009
c/o pop convention

Köln - Die Macher der c/o pop Convention in Köln haben weitere Details zum Programm bekannt gegeben. So wird der 14. August im Zeichen der Themen Live Entertainment, Musik und Marketing sowie Games stehen. Unter den Gästen auf den Podien sind beispielsweise Dominic Hodge von der Londoner Musik-Marketingagentur Frukt sowie Martin Elbourne (Creative Director, "The Great Escape") und Boris Fust (Chefredakteur Festivalguide).

Unter dem Titel "Brands, Bands, Fans" stellt Dominic Hodge (12.00 - 12.30 Uhr) die besten internationalen Marken- und Musikkampagnen aus 2008 und 2009 vor. Danach diskutieren unter dem Motto "Still (A)Live" (12.45 - 13.45 Uhr) über Status Quo und Zukunft der Livemusik Martin Elbourne (Creative Director, "The Great Escape"), Boris Fust (Chefredakteur "Festivalguide"), Mirko Whitfield (Europe & International Development, SXSW), Gunnar K. Madsen (Managing Director, ROSA-Dansk Rock Samrad & "SPOT-Festival") und Melanie Turner (Grant and Marketing Manager, POP Montreal International Music Festival). Moderator des Panels unter dem Banner des c/o pop-Projekts Europareise (www.musikmarkt.de berichtete) ist Manfred Tari (Managing Director, POP 100).

Über eigene Eventserien von Markenartiklern sprechen im Panel "Live Entertainment oder Advertainment – Die Suche nach dem perfekten Event für Künstler & Marken" (15.00 - 16.00 Uhr) Ralf Lülsdorf (Head of Brand Properties, Deutsche Telekom), Florian Brauch (CEO, Sparta Entertainment), Saskia Trautwein (Senior PR & Talent Relations Manager, Styleheads), Hamed Shahi (CEO, SSC Group GmbH) und Chris Reitze (CEO, 2Bild). Moderatoren sind Fabian Gerhartz (Lautstark) und Frank Karch (1Live).

Künstler und Marken stehen bei "Branded Content – Glaubhaft bleiben trotz Markenkooperationen oder sogar credible werden durch Markenkooperationen" im Mittelpunkt. Auf dem Podium sitzen Bettina Schasse de Araujo (General Director, Piranha Musik & IT), Philipp Maiburg (Head of Carharrt Music), Dominik Dreyer (Director Business Development, Universal), Dominik Scholta (Group Manager Planning, Media Team OMD GmbH) und Thomas Rosenfeld (Senior Brand Manager, AXE). Auch hier sind die Moderatoren Fabian Gerhartz (Lautstark) und Frank Karch (1Live).

Zudem widmet die c/o pop Convention am 14. August den Themen Games, TV, Buchmarkt und deren Verbidnungen zu Musik vier Panels. "Games – Musik ins Game" (12.00 - 13.00 Uhr) stellt die Lizenzierung von Musik für Spiele in den Vordergrund. Als Teilnehmer sind bestätigt: Konrad von Löhneysen (Managing Director, Ministry of Sound), Dirk Weyel (COO, Frogster Interactive Pictures AG) und Thimo Prziklang (Deputy Director Industry, GEMA) sowie Moderator Ralf Plaschke (Gründer von Popdata).

In "Games – Kreative Kooperationen" (13.15 - 14.15 Uhr) diskutieren Uli Mücke (Vice President Marketing, EMI Music), Martin Lorber (Head of PR, Electronic Arts), Carsten Schumacher (Freier Jornalist) und Ibrahim Mazari (Director Public Relations, Turtle Entertainment GmbH). Die Zukunft der Bücher in der digitalen Welt besprechen im Panel "Books – Gutenberg 2.0« (14.30 - 16.00 Uhr) Birgit Schmitz (Head of Program, Berlin Verlag & Berliner Taschenbuch Verlag/BvT), Jonathan Landgrebe (Managing Director, Suhrkamp Verlag), Kurt Thielen (Managing Director, Zebralution), Karl Heinz Pütz (Managing Director, Random House Audio) und Annabella Weisl (Strategic Partner Manager, Google Book Search).

Zum Thema "TV & Music" (16.15 - 17.30 Uhr) treffen sich Tobias Trosse (Managing Director, Putpat TV), Conrad Fritzsch (Managing Director/ Founder, tape.tv), Sascha Lazimbat (Managing Director Business & Corporate Development Central Europe Warner Music), Tobias Fröhlich (Managing Partner, Q-Tom) und Ibrahim Evsan (CEO, Sevenload) zum Gespräch. Moderator ist Gerrit Pohl (Head of Music, Axel Springer).

Quelle: www.musikmarkt.de


20.07.2009
Petition zur GEMA schließt mit 106.575 Mitzeichnern

Berlin - Exakt 106.575 Mitzeichner haben sich bis 17. Juli der öffentlichen Petition in Sachen GEMA angeschlossen. Damit wurde laut Auskunft des Deutschen Bundestags die zweithöchste Mitzeichnerzahl erreicht, seitdem sich Bürger über das Internet an den Petitionsausschuss wenden können.

Diese Möglichkeit besteht seit Oktober 2008 und wurde mittlerweile für rund 500 Eingaben genutzt. Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags hat nun zu entscheiden, ob und wann die Petition "Bürgerliches Recht - Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte" im Parlament behandelt werden soll.

Die "Leipziger Internet Zeitung" zitierte am 17. Juli die Abgeordnete Monika Lazar (Bündnis 90/Die Grünen), wonach eine öffentliche Sitzung mit Anhörung von Petenten wahrscheinlich ist: "Da diese Woche die letzte Sitzungswoche vor der Sommerpause und dem Wahlkampf ist, wird das offizielle Verfahren aber bis mindestens Herbst 2009 erstmal ruhen."

Die Petition fordert, das Handeln der GEMA auf ihre Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz, Vereinsgesetz und Urheberrecht zu prüfen. Darüber hinaus wird eine umfassende Reformierung in Hinblick auf die Berechnungsgrundlagen für Kleinveranstalter, die Tantiemenberechnung für die Mitglieder, Vereinfachung der Geschäftsbedingungen, Transparenz und Änderung der Inkasso-Modalitäten angeregt.

Quelle: www.musikmarkt.de


20.07.2009
Stefan Raab sucht bundesweit nach Act für den Eurovision Song Contest

Unterföhring/Mainz - Stefan Raab zeichnet für den deutschen Act beim Eurovision Song Contest 2010 in Oslo verantwortlich. In einem bundesweiten Casting in acht Sendungen will er den Künstler finden, der Deutschland beim renommierten Musikwettbewerb würdig vertreten kann.

Bei dem Projekt handelt es sich um eine Zusammenarbeit zwischen ProSieben, ARD und den Nachwuchs-Hörfunkwellen der ARD. Im Rahmen des Castings sollen 20 Finalisten ermittelt werden, die in fünf Vorentscheiden auf ProSieben, im Viertelfinale im Ersten, beim Halbfinale auf ProSieben und schließlich beim Finale in der ARD ihr Können beweisen. Dabei wird Stefan Raab als Gastgeber der Shows von einer prominenten Jury unterstützt, deren Zusammensetzung noch nicht bekannt ist.

"Wo, wenn nicht beim Grand Prix, macht ein ungewöhnliches senderübergreifendes Experiment Sinn? Wer wagt, gewinnt: Deutschland kann sich auf einen spannenden Grand-Prix-Vorentscheid freuen", so Lutz Marmor, NDR-Intendant.

"Eine Zusammenarbeit dieser Art hat es zwischen einer privaten und einer öffentlich-rechtlichen Sendergruppe noch nicht gegeben. Wenn es um eine so große Sache geht, müssen Grenzen überwunden werden. Ich freue mich ganz besonders, dass sich Stefan Raab als herausragender Entertainer, Musikproduzent und Star der jungen Mediengeneration dieser nationalen Aufgabe annimmt", erklärte dazu Andreas Bartl, ProSiebenSat.1-TV-Vorstand.

Stefan Raab vertritt bereits seit 2005 die erfolgreiche Musik-Show-Marke "Bundesvision Song Contest" bei ProSieben.

Quelle: www.musikmarkt.de


13.07.2009
Cold War Kids - Interaktives Musikvideo zu »I’ve Seen Enough«

Einen weiteren Beitrag aus der beliebten Serie »Das beste Musikvideo, das Sie heute sehen werden« stellt der neue Clip zu »I’ve Seen Enough« der Cold War Kids dar. Regisseur Sam Jones, den man u.a. durch seine Arbeit mit Wilco kennen kann, hat jeden der vier Musiker dafür einzeln abgefilmt, die Band wiederum hat den Song für das Video neu eingespielt: auf separaten Tonspuren, mit neuen Arrangements, mit Dub-, Dance- und akustischen Elementen.

Als Ergebnis kann der Betrachter nun mittels der über dem Clip eingeblendeten Farbleiste einzelne Stile hinzu- oder abschalten, den Song so mit einfachen Mitteln remixen. Und abgesehen davon sieht das minimalistische Video durch den Einsatz von vier Farbspots auch noch ausgezeichnet aus.

zum Video

Quelle: www.spex.de



13.07.2009
Neue EU-Gesetze für Downloads geplant

Brüssel - Viviane Reding, EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien, will neue Gesetze für Internet-Downloads einführen, um Konsumenten den Kauf von digitalen Inhalten zu erleichtern. "Dass Internetpiraterie zunimmt, zeigt, dass bestehende Geschäftsmodelle und Rechtslösungen nicht greifen. Für Entscheidungsträger sollte das ein Weckruf sein."

Die Pläne für die neuen Gesetze, die sowohl den Interessen der Rechteinhaber als auch denen der Internet-User entgegen kommen sollen, sieht die EU-Kommissarin als die oberste Priorität für den Ausschuss in den nächsten fünf Jahren an. Details sind jedoch noch nicht bekannt. Auch hält sie die Regierungen dazu an, nicht erst 2012 von analogem zu digitalem Fernsehen zu wechseln.

Ein weiteres Vorhaben ist die Gleichschaltung der Gesetze bezüglich mobiler Bezahlung. Viviane Reding: "Das Fehlen von einheitlichen EU-weiten Standards und Regeln für 'M-Geld' führt dazu, dass das Potenzial des 'M-Handels' und des mobilen Webs nicht voll ausgeschlöpft wird."

Zudem will Viviane Reding die Digitalisierung von Büchern vorantreiben. In europäischen Bibiliotheken seien momentan bereits rund 90 Prozent der Bücher nicht mehr im Handel erhältlich. Überdies will die Kommission die Populärität von Videokonferezen für Unternehmen steigern und damit den CO2-Ausstoß verringern: "Wenn die europäischen Unternehmen nur 20 Prozent ihrer Geschäftsreisen durch Videokonferenzen ersetzten, würden wir mehr als 22 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr einsparen."

Quelle: www.musikmarkt.de


11.07.2009
GEMA´s Sicht der Dinge

München - Mit ihrer öffentlichen Petition machen Clubbetreiber, Veranstalter und Mitglieder weiter Druck auf die GEMA. Bislang haben sich über 90.000 Unterzeichner im Internetportal des Deutschen Bundestags eingetragen. Bei einer Pressekonferenz in München stellte die GEMA am 9. Juli ihre Sicht der Dinge dar.

Dr. Harald Heker, Vorstandsvorsitzender der Verwertungsgesellschaft, führt die Heftigkeit der aktuellen Diskussion auf die Vermischung mehrerer Themen zurück. Sei es den beiden Initiatorinnen der Petition zunächst nur um die Regelungen für kleine Clubs und Kleinkunstbühnen gegangen, werde diese mittlerweile von den "professionellen Konzertveranstaltern" instrumentalisiert.

"Die Veranstalter haben sich mit ihrer Position auf das Forum der Petition gesetzt", hält Dr. Harald Heker in München diesen vor. Frank Dostal, Präsident des Deutschen Musikverlegerverbands und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der GEMA wird noch deutlicher: "Da ist jemand gezielt dabei, andere vor seinen Karren zu spannen", sagt er – nachdem er die Öffentlichkeitsarbeit der nicht namentlich genannten Veranstalterverbände idkv und VDKD kritisiert hat.

Von den Auseinandersetzungen mit den Veranstaltern sind die Betreiber von kleinen Clubs und Kleinkunstbühnen laut GEMA nicht betroffen. Der Tarif in diesem Bereich bleibe unverändert, erklärte Dr. Harald Heker. Seit März würde es sogar deutliche Entlastungen für Clubbetreiber geben, wenn sie mit ihrer Arbeit den musikalischen Nachwuchs fördern. Behauptungen, im aktuellen Tarifstreit mit den Veranstalterverbänden gehe es um Erhöhungen von 600 Prozent, seien darüber hinaus ebenfalls falsch.

In einem verteilten Pressetext wird der enorme Zulauf für die Petition mit "Guerilla-Marketing-Maßnahmen wie Massenmailings an ausgewählte Medienvertreter, Veranstalter, Politiker und Musikschaffende" begründet. Dabei sei unter anderem von "GEMA-Wucher", "Ausverkauf der Kultur" und vom "Kulturvernichter GEMA" die Rede gewesen.

Durchaus ernst nimmt Dr. Harald Heker nach eigener Aussage, dass sich zahlreiche GEMA-Mitglieder der Petition angeschlossen haben. "Viele Mitglieder haben offenbar das Gefühl, dass die GEMA ungerecht verteilen würde", sagt er auf der Pressekonferenz. "Tatsächlich versucht die GEMA seit 100 Jahren gerecht zu verteilen, aber eben nicht von unten nach oben, sondern von oben nach unten. Dieses Solidarprinzip wird häufig nicht verstanden, weil es kompliziert ist."

Die GEMA müsse deshalb mehr tun, um die Mitglieder zu erreichen, so Dr. Harald Heker. Zu diesem Zweck würden bereits laufend Informationsveranstaltungen durchgeführt, ein Online-Newsletter verschickt und eine Publikation für alle 63.000 GEMA-Mitglieder gedruckt. Aber: "Ich räume gerne ein, dass wir am Thema Transparenz noch arbeiten müssen", erklärt der Vorstandsvorsitzende auf die Nachfrage eines Journalisten.

Weitere Anliegen der Petition werden in München nur am Rande abgehandelt. So kritisieren die Initiatoren zum Beispiel, dass die von der GEMA erhobene Lizenzgebühr nicht von den Einnahmen eines Konzerts abhängt, sondern von der Größe des Veranstaltungsortes und der Höhe des Eintrittspreises (Bericht in "Musikmarkt & Musikmarkt LIVE!" 27/09). "Sollten die Einnahmen nicht der Erwartung des Veranstalters entsprechen, kann eine Überprüfung der Vergütung verlangt werden", führt Lorenz Schmid, Direktor der GEMA-Bezirksdirektion in Dresden aus. Einen angeblich hohen bürokratischen Aufwand für diesen Härtefallnachlass kann er nicht erkennen: "Ein Anruf genügt."

Kritik an der sogenannten GEMA-Vermutung weist Dr. Harald Heker entschieden zurück. Dieser zufolge darf die GEMA davon ausgehen, dass auf jedem Konzert GEMA-Repertoire gespielt wird. "Wenn wir bei jeder Veranstaltung selbst den Nachweis erbringen müssten, wäre unsere Arbeit nicht mehr praktikabel", sagt Dr. Harald Heker. Frank Dostal ergänzt: Ein kurzer Nachweis durch den Veranstalter reiche in der Praxis vollkommen aus. Noch unbürokratischer ginge es nicht.

Quelle: www.musikmarkt.de


11.07.2009
Google wehrt Schadenersatz ab

New York - Google hat für seine Videoplattform YouTube im Copyright-Prozess vor einem US-Gericht einige Schadenersatzforderungen abwehren können, meldet das Branchenmagazin "Billboard". Kläger ist eine Gruppe von Rechteinhabern aus dem Sport- und Musikbereich – angeführt von der britischen Football Association Premier League.

Der Richter entschied nun, dass für ausländische Werke, die nicht in den USA registriert sind, kein Schadenersatz geltend gemacht werden kann, außer für solche, die im Urheberrecht unter die Ausnahmeklausel für Live-Übertragungen fallen. Die Klägerseite zeigte sich dennoch zufrieden. "Es ist wichtiger, die Live-Übertragung abgedeckt zu bekommen", sagte Anwalt Louis Solomon laut "Billboard".

Quelle: www.musikmarkt.de


03.07.2009
Twitter kurbelt digitale Musikverkäufe an

New York - Das Online-Portal Twitter ist nach wie vor in aller Munde. Während die Plattform den internationalen Medien derzeit als wichtiges Informations-Tool dient, profitiert auch die Musikbranche vom"Gezwitscher". Laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens NPD Group verdoppelte sich die Bekanntheit des Miniblog-Portals innerhalb des ersten Quartals 2009. 52 Prozent US-amerikanischer Internet-Nutzern kennen die Plattform. Im vierten Quartal 2008 waren es lediglich 22 Prozent. Unter Musik-Käufern stieg der Bekanntheitsgrad sogar auf 67 Prozent.

Laut NPD Group kaufen Twitter-User im Schnitt 77 Prozent mehr digitale Musik-Downloads als Webnutzer, die über kein Twitter-Profil verfügen. Zwölf Prozent der Musik-Käufer gaben an, Twitter innerhalb der letzten drei Monate benutzt zu haben -im Vergleich zu acht Prozent aller Internet-Nutzer. Laut NPD haben sich 33 Prozent der Twitter-User innerhalb der letzten drei Monate eine CD gekauft. Und 34 Prozent gaben an, einen Download erworben zu haben.

Im Rahmen einer Fachkonferenz in New York will TechCrunch im Juli einige neue Zahlen über die Zusammenhänge zwischen Twitter und Musik präsentieren. So sollen die Digital-Verkäufe des Debüts, "Asleep In The Bread Aisle" (Universal), von Newcomer-Rapper Asher Roth durch Twitter-Nachrichten, die kurz vor dem Release gepostet wurden, angekurbelt worden sein.

Allerdings wird auch darauf hingewiesen, dass es nicht leicht nachzuvollziehen ist, welche Verkäufe – und vor allem in welchem Umfang – sich auf Twitter zurückführen lassen. Doch selbst wenn Twitter die Gesamtverkäufe nicht steigern konnte, bleibt nach wie vor die Verbindung zwischen Fan und Künstler als wichtiges Marketing-Tool. So ist sich Russ Crupnick, Entertainment-Industry-Analyst bei der NPD Group, sicher, dass Twitter das Potenzial hat, zielgruppenorientiertes Marketing zu verbessern.

Quelle: www.musikmarkt.de


30.06.2009
c/o pop: "Mit Planungsstand hoch zufrieden

Köln - Auch die Macher der c/o pop in Köln melden sich sich zum Thema Musikmessen in der Krise zu Wort: "Wir bedauern, dass es der Popkomm nicht gelungen ist, einen zentralen Branchen-Event am Leben zu erhalten", so Norbert Oberhaus, Gründer der c/o pop und Geschäftsführer der veranstaltenden cologne on pop GmbH.

Das eigene Event sieht Oberhaus auf dem richtigen Weg: "Wir sind mit dem derzeitigen Planungsstand von c/o pop hoch zufrieden und sehen ganz klar die Möglichkeit eines Musik basierten Events mit Wurzeln in der deutschen Musikwirtschaft. Wir stellen uns den drängenden Fragen und Problemen offensiv. c/o pop steht dafür, die richtigen Leute mit den besten Ideen aus allen Bereichen der Popkultur zusammen zu bringen und richtet sich auch nicht als reine Musik-Convention aus. Unsere Entscheidung, einen Branchentreff zu etablieren, der weitere Bereiche der Kreativwirtschaft berücksichtigt, hat sich als richtig erwiesen."

Vom 12. bis 16. August steht Köln im Zeichen der sechsten Ausgabe der c/o pop. Die Veranstaltung ist aufgeteilt in die Convention (13. und 14. August) und das Festival (12. bis 16. August). Manager-Legende Peter Jenner wird eine Keynote-Session im Rahmen der Convention halten. Außerdem sind auch Daniel Miller (Gründer von Mute Records) und Jim Griffin (Präsident von Choruss) mit dabei. Erstmals mit Showcases vor Ort sind die Export-Büros von Holland, Dänemark und Norwegen.

Quelle: www.musikmarkt.de


30.06.2009
Alternative zur Popkomm 2009?

Berlin - Am vergangenen Freitag wurde die Popkomm 2009 in Berlin abgesagt. Nun ist ein neuartiges internationales Branchentreffen unter dem Motto "all2gethernow!" geplant. Dieses soll, alternativ zur Popkomm, von 16. bis 18. September, in der deutschen Hauptstadt stattfinden. Zu den Hauptinitiatoren zählt hierbei unter anderem Tim Renners Motor Entertainment.

Laut einer Pressemitteilung habe die Entscheidung, die Popkomm mit verändertem Gesamtkonzept ins Jahr 2010 zu verlegen, in der Szene der Musikschaffenden für Aufruhr gesorgt. Vor allem die Begründung, dass neben der Wirtschaftskrise auch das Internet für die Absage des diesjährigen Branchenevents verantwortlich zeichnet, stoße in einer "Situation, die neue Allianzen und zunehmende Vernetzung erfordert", auf Unverständnis, befinden die Organisatoren der "all2gethernow!". Aus diesem Grund formiere sich aus dem "Umfeld von Künstlern, Musik- und Softwareunternehmen" das Bedürfnis nach einer Alternative.

In den nächsten Wochen soll nun genreübergreifend eine Musikbusiness-Plattform unter dem Motto "all2gethernow!" entstehen, die Platz für die Diskussion aktueller Themen bietet. Für den Zeitraum der Veranstaltung werde sich Berlin in einen "dezentralen Marktplatz der Musikwirtschaft" verwandeln. Gemäß einem "Unkonferenz"-Ansatz sollen in der gesamten Stadt Verhandlungen über die Gegenwart und Zukunft der Musikbranche stattfinden. Für den dritten Tag des Alternativ-Events ist eine internationale Konferenz in den Räumen von Radialsystem V vorgesehen.

Quelle: www.musikmarkt.de


24.06.2009
Über 50.000 Unterschriften für Onlinepetition in Sachen GEMA

Sonthofen/München – Die von der Konzertveranstalterin Monika Bestle, Chefin der Sonthofener Kultur-Werkstatt, angestoßene Onlinepetition zur GEMA hat über 50.000 Unterschriften erzielt. Damit sei gesichert, dass der Deutsche Bundestag das "Handeln der GEMA auf Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz, Vereinsgesetz und Urheberrecht" überprüfen wird.

Monika Bestle fordert in ihrer Onlinepetition unter anderem, dass eine "umfassende Reformierung der GEMA in Hinblick auf die Berechnungsgrundlagen für Kleinveranstalter, die Tantiemenberechnung für die GEMA-Mitglieder, Vereinfachung der Geschäftsbedingungen, Tranzparenz und Änderung der Inkasso-Modalitäten vorgenommen wird".

Quelle: www.musikmarkt.de


19.06.2009
Musikproduzenten wollen mehr profitieren

Berlin – Anlässlich einer Sondersitzung zur Zukunft der professionell in Deutschland produzierten Musik hat der Verband der deutschen Musikproduzenten e.V. im Rahmen der "Initiative Kultur und Kreativwirtschaft 2009" des BMWI die aktuelle Situation der Produzenten und Studios analysiert und ihre Forderungen an die Musikfirmen, TV- und Filmproduzenten, TV- und Radiosender sowie an die Politik konkretisiert:

Die in Deutschland produzierte Musik hat nach Einschätzung des Verbands der deutschen Musikproduzenten e.V. derzeit einen Marktanteil von etwas 50 Prozent. Dennoch hätten in den vergangenen Monaten zahlreiche Studios schließen müssen oder wurden Produktionsstätten erheblich verkleinert. Grund hierfür sei, dass selbst erfolgreiche Musikproduzenten mit ihrem Anteil an den Erlösen aus Tonträger- und Digitalverkäufen kaum noch die eigenen Studios betreiben können.

"Unser Appell geht an alle, die sich für eine musikalische Vielfalt und für Musik 'Made in Germany' auf hohem Niveau eintreten, die Gefahr des Abrutschens in semi-professionelle Strukturen erkennen und für den Erhalt des Musikstandortes Deutschland kämpfen", so der Vorstandsvorsitzende Mike P. Heisel. Die Forderungen der Musikproduzenten: "Die Stellung der Produzenten ist den veränderten Aufgaben anzupassen. Der Produzent ist nicht nur organisatorisch und wirtschaftlich für eine Musikaufnahme verantwortlich, ihm kommt bei der Entwicklung von Künstlern große Bedeutung zu. Er bringt eine hohe eigene Kreativität ein, ohne hierfür angemessen entlohnt zu werden. Dem Musikproduzenten ist deshalb eine leistungsgerechte Vergütung und Beteiligung an sämtlichen Einnahmen zu gewähren, besonders in Hinblick auf die
angestrebten 360°-Modelle sowie bei neuen Erlösquellen aus Lizenzvergaben an Internetplattformen und Hard- und
Softwareherstellern."

Und weiter: "Das deutsche Urheberrecht muss im Kampf gegen illegale Internet-Piraten, die sich auf Kosten der Kreativen, Urheber und Rechteinhaber bereichern, durch entsprechende Gesetzgebungen Anwendung finden können. Der Gesetzgeber wird aufgefordert, gesetzliche Regelungen zu schaffen, die eine effektive Bekämpfung von Piraterie ermöglichen. Das Telekommunikationsgesetz und der Datenschutz dürfen keinen Vorwand liefern, Auskunfts- und Schadensersatzansprüche zu behindern. Die Serviceprovider müssen ihrer gesamtpolitischen Verantwortung nachkommen und sich aktiv an der Pirateriebekämpfung zu beteiligen. Piraterie ist Diebstahl geistigen Eigentums."

Quelle: www.musikmarkt.de


19.06.2009
Werkenntwen.de startet Musicload-Shop

Köln/Darmstadt - Das Social-Networking-Portal wer-kennt-wen.de bietet künftig Musik-Downloads von Musicload an. Damit erhalten die 6,5 Millionen User der Online-Plattform Zugriff auf die über sechs Millionen Songs aus dem Katalog der Telekom-Tochter. Die Downloads werden im kopierschutzfreien MP3-Format angeboten.

Der Musicload-Download-Shop ist in die Online-Community integriert, so dass die Songs direkt auf der Website gekauft werden können. Damit übernimmt wer-kennt-wen.de eine Vorreiterrolle im deutschsprachigen Raum: Es ist das erste Social-Networking-Portal, das Musik-Downloads direkt über die Website anbietet. "Musik ist ein absolutes Top-Thema auf unserer Plattform. Über die Hälfte unserer Mitglieder geben bereits in ihren Profilen ihre Lieblingskünstler an", so Fabian Jager, Mitbegründer von wer-kennt-wen.de.

Des wartet wer-kennt-wen.de mit einigen neuen interaktiven Features auf: So können die User unter anderem in die Lieblingssongs ihrer Bekannten reinhören. Auch kann nach Nutzern mit ähnlichen Musikvorlieben gesucht werden. "Unser gemeinsames Angebot mit wer-kennt-wen.de ermöglicht es den Nutzern nicht nur, die eigene Lieblingsmusik zu präsentieren, sondern auch andere innerhalb der Community kennenzulernen, die ihren Musikgeschmack teilen. Für uns ist entscheidend, dass Nutzer positive Produkterfahrungen miteinander teilen", so Joachim Franz, Vice President Musicload.

Quelle: www.musikmarkt.de


11.06.2009
Bitkom: Download-Boom hält an

Berlin - Der deutsche Download-Markt ist im ersten Quartal 2009 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16 Prozent gewachsen. Im zurückliegenden Jahr haben die Deutschen nach Angaben des IT-Verbands Bitkom Downloads im Wert von 210 Millionen Euro erworben - 23 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Zahl der einzelnen Downloads stieg um 20 Prozent auf 48 Millionen.

Als Grund für den Download-Boom werden unter anderem die schnellen DSL- und Breitband-Anschlüsse sowie UMTS-fähige Handys genannt. Außerdem wächst laut Bitkom die Vielfalt der Angebote bei gleichzeitig niedrigen Preisen.

Neben Musik sind bei den Usern unter anderem auch Videos, Spiele und Hörbücher als Downloads beliebt. Mehr als 13 Millionen Mal haben die Deutschen entsprechende Dateien auf ihre PCs geladen. Über alle Produktgruppen hinweg kostete ein PC-Download in den Monaten Januar bis März 2009 im Schnitt 4,44 Euro. Langfristig sind die Preise gesunken: Im ersten Quartal 2006 lag der Durchschnittspreis bei 4,77 Euro.

"Downloads auf den eigenen PC sind günstig und bequem", so Bitkom-Vizepräsident Achim Berg. "Dank schneller Internet-Zugänge entdecken immer mehr Menschen die Vorteile." Laut Berg wird sich der "Höhenflug" trotz Wirtschaftskrise fortsetzen.

Grundlage der Angaben ist eine neue Erhebung des Marktforschungsinstituts GfK für den Bitkom.

Quelle: www.musikmarkt.de


11.06.2009
T-Mobile verzichtet auf DRM

Bonn - Seit 4. Juni verzichtet T-Mobile bei Song-Downloads über die Mobile Jukebox auf Kopierschutz. Mit an Bord für das neue DRM-freie Angebot sind neben zahlreichen Indie-Labels auch Universal, Sony und EMI - lediglich mit Warner Music wurde bislang keine Vereinbarung getroffen.

T-Mobile-Kunden haben damit Zugriff auf rund zwei Millionen Songs und über 200.000 Alben, die sie auf verschiedenen Playern abspielen können. Einzelne Titel sind ab 99 Cent erhältlich. Auch Kunden in Österreich können ab sofort ihre Musiktitel in der Mobile Jukebox kopierschutzfrei erwerben. Tracks, die vor dem 4. Juni auf der Mobile Jukebox erworben wurden, bleiben DRM-geschützt, stehen aber unter der Rubrik "Meine Songs" zum Re-Download bereit.

Über die Mobile Jukebox können Kunden von T-Mobile Songs und Alben in voller Länge auf ihr Handy und den PC herunterladen.

Quelle: www.musikmarkt.de


11.06.2009
Japan: weniger Digitalverkäufe

Tokyo - Im ersten Quartal dieses Jahres ist der Umsatz im Musik-Digitalgeschäft gleichgeblieben, meldet "Billboard". Zwar ist der Absatz von digitalen Produkten mit 118,3 Millionen Einheiten um rund zwei Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2008 gefallen. Die Einnahmen in Höhe von 22,5 Milliarden Yen (rund 165 Millionen Euro) stagnieren allerdings auf dem Vorjahresniveau.

In Japan sind besonders mobile Downloads gefragt. Dennoch fiel der Absatz von diesen Produkten um vier Prozent auf 106,9 Millionen. Der Umsatz in diesem Segment hat mit 19,6 Milliarden Yen (rund 144 Millionen Euro) allerdings nur zwei Prozentpunkte verloren. Dabei ist der Verkauf von Klingeltönen um 24 Prozent gefallen, während Freizeichentöne 28 Prozent mehr Absatz fanden.

Internet-Downloads werden ebenfalls immer beliebter. Insgesamt sind Downloads von Alben, Singles und Videos mit 11,4 Millionen Einheiten um 15 Prozent angestiegen und brachten einen Umsatz von vergleichsweise geringen 2,5 Milliarden Yen (18 Millionen Euro) hervor.

Quelle: www.musikmarkt.de


03.06.2009
Bald europaweites iTunes-Angebot?

London - Verschiedenen Medienberichten zufolge erwägt Apple die Einführung eines europaweiten iTunes Store. Damit sollen Kunden des Download-Stores in allen EU-Mitgliedstaaten auf ein identisches Angebot zugreifen können. In erster Linie geht es um die Verbraucher in EU-Mitgliedstaaten in Osteuropa, denen der Apple-Service bislang nicht zur Verfügung steht.

"Wir glauben, dass die Fortschritte, die wir bislang mit Verlagen und Verwertungsgesellschaften erreicht haben, vielversprechend sind", so Georg Albrecht, Pressesprecher Apple Deutschland, gegenüber "Musikmarkt". "Wir werden die Europäische Kommission weiterhin unterstützen und unsere Zusammenarbeit mit ihr fortsetzen, so dass es für Verbraucher möglich wird, Zugang zum iTunes Store zu erhalten, unabhängig von dem Land, in dem sie leben."

Hintergrund der angeblichen Überlegungen des kalifornischen Konzerns ist eine Initiative der Europäischen Kommission, die einen einheitlichen europäischen Musik-Download-Markt schaffen will. Voraussetzung für einen überregianalen Store wären allerdings multinationale Lizenzen von Verlagen und Verwertungsgesellschaften. Aus diesem Grund forderte die EU-Kommission die Musikindustrie dazu auf, ihre Lizenzbedingungen im europäischen Wirtschaftsraum im Online-Segment zu ändern. EMI Music Publishing und die französische SACEM erklärten sich bereits dazu bereit, ihr Repertoire europaweit zu lizenzieren. Das dürfte auch im Interesse der Branche sein: Der europäische Digitalmarkt schwächelt im Vergleich zum US-Markt stark.

Quelle: www.musikmarkt.de


03.06.2009
Illegale Downloads kosten Tausende Jobs

London - Nach Schätzungen einer neuen Studie des Strategic Advisory Board for Intellectual Property (SABIP) sind die Dateien, die bei einem einzigen File-Sharing-Netzwerk über ein Jahr getauscht wurden, rund zwölf Milliarden britische Pfund wert. Die untersuchte Tauschbörse hatte zur Mittagszeit an einem Wochentag 1,3 Millionen Nutzer. Ausgehend von der Annahme jeder User würde eine Datei pro Tag herunterladen, käme man so auf 4,73 Milliarden Stück pro Jahr.

Laut der Studie ist es mittlerweile viel einfacher, sich Musik kostenlos aus dem Netz zu holen, da mehr Speicherplatz und schnellere Internetanschlüsse verfügbar sind. So könnten mit einem neuen Breitbandanschluss 200 MP3-Dateien in nur fünf Minuten heruntergeladen werden. Im Jahr 2004 seien bereits geschätzte 4.000 Jobs aufgrund von illegalem File-Sharing verloren gegangen.

Dabei ist vor allem bei den 15- bis 24-Jährigen offensichtlich wenig Unrechtsbewusstsein vorhanden. So fühlten sich 70 Prozent in dieser Altersgruppe nicht schuldig beim illegalen Herunterladen von Musikdateien. 61 Prozent zeigten keine Bereitschaft, für die Musik zu zahlen, die sie anhören.

Auch in Australien nimmt die File-Sharing-Problematik zu. So stieg dort die Anzahl der Taschbörsennutzer von 785.000 im April 2008 auf 1.049.000 im April 2009. Das berichtet der "Sydney Morning Herald" unter Berufung auf Zahlen der Marktforscher von Nielsen.

Quelle: www.musikmarkt.de




03.06.2009
Video/Audio im Netz immer beliebter

Frankfurt/Mainz - Immer mehr Menschen konsumieren Videos und Audioinhalte auch im Netz. Das ist das Ergebnis der repräsentativen "ARD/ZDF-Online-Studie 2009". Demnach rufen bereits 62 Prozent der Internet-Nutzer Videoclips über Web-Portale oder Mediatheken ab und verfolgen live oder auch zeitversetzt TV-Sendungen. Im Vorjahr waren dies lediglich 55 Prozent gewesen.

Dabei macht der Anteil derjenigen, die sich TV-Sendungen zeitversetzt ansehen, bereits ein Fünftel aus. In der Gruppe der 14- bis 29-Jährigen tut dies jeder Dritte.
Audio-Angebote im World Wide Web nutzen 51 Prozent gegenüber noch 43 Prozent im Jahr 2008. Insgesamt stieg der Anteil der Internet-Nutzer in der Bevölkerung von 65,1 Prozent auf mittlerweile 67,1 Prozent. Von den 14- bis 29-Jährigen ist fast jeder online. In der Gruppe der 30- bis 49-Jährigen sind es 84,2 Prozent und auch bei den Über-50-Jährigen liegt der Anteil immerhin bei 40,7 Prozent.

Quelle: www.musikmarkt.de


27.05.2009
Napster mit neuem Preismodell

Los Angeles - Der Musikdienst Napster will mit einem neuen Preismodell attraktiver werden. So bekommen Kunden künftig gegen eine monatliche Gebühr von fünf US-Dollar fünf unbeschränkte MP3-Downloads sowie unbegrenzten Zugriff auf das gesamte Streaming-Angebot. Die heruntergeladenen Titel haben keine zeitliche Nutzungsbeschränkung und können sooft kopiert und gebrannt werden wie gewünscht. Bei zusätzlichen MP3s wird ein Betrag zwischen 69 Cents und 1,29 Dollar pro Titel fällig.

Napster bietet außerdem die Auswahl aus 60 werbefreien Radiosendern und rund 1.400 Playlists. Um neue Musik kennenzulernen, können Nutzer auf Vorschläge des Services zurückgreifen oder sich an den "Billboard"-Charts orientieren, auf die der Dienst zugreift. Die MP3-Tracks sollen mit allen MP3-Playern kompatibel sein.

Quelle: www.musikmarkt.de


27.05.2009
Last.fm in der Kritik

New York - Das Internet-Radio Last.fm ist wegen Datenschutzfragen in die Kritik geraten. So beschuldigte "TechCrunch" den Musikdienst, der Weitergabe von Nutzerdaten an den US-Branchenverband RIAA. Dies wurde von Last.fm-Managern bereits vehement zurückgewiesen, berichtet "Digital Music News".

Nun legt "TechCrunch" nach: Last.fm habe Informationen wie Nutzernamen und IP-Adressen an den Mutterkonzern CBS weitergegeben, um einer entsprechenden Anforderung nachzukommen. CBS soll dabei gegenüber Last.fm behauptet haben, die Daten nur intern zu verwenden. Tatsächlich hätte CBS die Daten jedoch angefordert, um einer Anfrage der RIAA zu entsprechen.

Quelle: www.musikmarkt.de


23.05.2009
Mobile Bühne für Musiker – Das iPhone entwickelt sich zu einem alternativen Vertriebskanal für Songs

Apple ist es nicht nur gelungen, mit iTunes in der Musikbranche Fuß zu fassen. Mit dem iPhone hat das amerikanische Unternehmen auch den Mobilfunkmarkt binnen kürzester Zeit umgekrempelt. Dank des App Stores, einer Art iTunes für iPhone-Anwendungen und -Spiele, sieht es mittlerweile danach aus, als ob Apple auch in der Gamesindustrie ordentlich für Wirbel sorgt. Diesen Eindruck kann man zumindest gewinnen, wenn man sich die Downloadzahlen für den App Store näher ansieht.

Erst kürzlich hat Apple bekannt gegeben, dass Kunden mehr als eine Milliarde Programme aus dem App Store herunter geladen haben. Die einemilliardste Anwendung – Bump, entwickelt von Bump Technologies – landete auf dem iPhone eines 13-jährigen aus Weston, Connecticut. Philip Schiller, Senior Vice President Worldwide Product Marketing von Apple, gibt sich ob des einmilliardsten Downloads stolz: "Innerhalb von neun Monaten hat der App Store die Mobil-Industrie komplett revolutioniert – und das ist erst der Anfang." Aktuell bietet der App Store Kunden in 77 Ländern mehr als 35 000 Anwendungen und ermöglicht es Entwicklern, iPhone- und iPod-touch-Anwender auf der ganzen Welt zu erreichen.

Besonders Musikspiele entwickeln sich auf dem iPhone zu einer Erfolgsgeschichte und bieten Musikern die Möglichkeit, ihre Werke in einer neuen Art und Weise zu präsentieren. Ein Paradebeispiel für den Erfolg derartiger mobiler Musik-Games kommt aus dem Hause Tapulous, das mit Tap Tap Revenge im vergangenen Jahr die beliebteste US-iPhone-App im Portfolio hatte. Das Spiel wurde bis Ende 2008 etwa drei Millionen Mal herunter geladen. Tap Tap Revenge funktioniert ähnlich wie die Spiele Guitar Hero oder Rock Band und ermöglicht den Nutzern, Songs auf ihrem Telefon nachzuspielen. Aufgrund des raschen Erfolgs dauerte es nicht lange, bis diverse Künstler ihr Interesse an einer Integration ihrer eigenen Musik in dem Spiel anmeldeten. Dies ist nicht verwunderlich, denn sinkende Verkaufszahlen bei physischen Tonträgern erhöhen den Reiz alternativer Vertriebskanäle.

(Quelle: www.musikmarkt.de)


17.05.2009
Kampf gegen Internet-Piraterie

Berlin – Die deutsche Musikwirtschaft begrüßt die Entscheidung Frankreichs zur Einführung eines abgestuften Warnmodells bei der Bekämpfung von Internetpiraterie. "Die französische Regierung macht uns vor, wie man mit dem Problem der massenhaften Urheberrechtsverletzung im Internet effizient umgehen kann. Wir würden auch lieber warnen statt abmahnen, aber leider mangelt es in Deutschland immer noch am politischen Willen zur Umsetzung eines ähnlichen Vorgehens", sagte Prof. Dieter Gorny, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Musikindustrie, am Mittwoch in Berlin. "Ich vermisse in der deutschen Politik die Erkenntnis, dass ein qualitativ geschäftsfähiges Internet nur durch das Zusammenspiel von technologischer Infrastruktur und Inhalten entstehen kann", so Gorny weiter.

Nachdem am Dienstag die Abgeordneten der Nationalversammlung mit 296 zu 233 Stimmen für den Gesetzesentwurf gestimmt hatten, passierte das Gesetz am Mittwoch mit einer klaren Mehrheit von 189 zu 14 Stimmen auch den französischen Senat. "Wer das Problem des massenhaften Diebstahls von Musik, Filmen, Hörbüchern, Games und Software im Internet in den Griff bekommt, verschafft seiner Kreativwirtschaft im internationalen Vergleich einen echten Wettbewerbsvorteil", kommentierte Gorny. Neben Frankreich arbeiten unter anderem auch England, Japan oder Neuseeland an ähnlichen Modellen.

Quelle: www.musikmarkt.de


17.05.2009
Vodafone startet Musik-Flatrate

Düsseldorf - Ab kommenden Montag, den 18. Mai, hat Vodafone in Deutschland eine Musik-Flatrate im Angebot, berichtet "Focus Online". Die Songs, die sowohl über Handy als auch den Computer heruntergeladen werden können, sollen im Gegensatz zum Nokia-Angebot "Comes With Music" DRM-frei sein.

In Spanien hat das Telekommunkationsunternehmen bereits eine Flatrate für Musik-Streams in Angebot, die über eine Kooperation mit RealNetworks zustande kam (www.musikmarkt.de berichtete). Angeblich soll auch ein weiterer Konkurrent, T-Mobile, bereits an der Realisierung einer Musik-Flatrate arbeiten.

Quelle: www.musikmarkt.de


17.05.2009
MyVideo sucht Nachwuchstalente

Berlin - ProSieben sucht über MyVideo drei Nachwuchsacts in den Kategorien "MusicStar", "DanceStar" und "AllStar". Dem "Musicstar" winkt ein Plattenvertrag den anderen beiden je 5000 Euro.

Alle Nachwuchskünstler können sich mit einem eigenen Video unter www.myvideo.de bewerben. Einzige Voraussetzung ist, dass der Song selbst geschrieben und komponiert ist. Zehn Wochen lang wird jeweils ein Wochengewinner von den MyVideo-Usern gewählt. Dieser wird jeden Dienstag bei "MyVideo Star" auf ProSieben, moderiert von Collien Fernandes, vorgestellt. Am Ende werden aus den zehn Finalisten "MusicStar", "AllStar" und "DanceStar" bestimmt.

Dominic Hesse, Leiter Marketing und Kommunikation der Magic Internet GmbH, Media-Agentur von MyVideo.de: "Wir freuen uns mit diesem Format erneut Nachwuchstalente zu entdecken und ihnen einen qualitativ hochwertigen Einstieg in die Öffentlichkeit zu ermöglichen."

Quelle: www.musikmarkt.de


12.05.2009
Real Networks: Umsatz sinkt

Seattle - Real Networks meldet für das erste Quartal einen Umsatz von 140,8 Millionen US-Dollar (103,7 Millionen Euro), ein Minus von fünf Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahresquartal. Der Nettoverlust beträgt 12,1 Millionen US-Dollar (8,9 Millionen Euro) gegenüber einem Nettoeinkommen von 2,4 Millionen US-Dollar (1,8 Millionen Euro) im ersten Quartal 2008.

Besonders stark zulegen konnte mit einem Zuwachs von 16 Prozent auf 44,1 Millionen US-Dollar (32,5 Millionen Euro) Umsatz die Musiksparte. Games steigerten sich um drei Prozent auf auf 32,8 Millionen US-Dollar (24,2 Millionen Euro) und der Bereich Technology Products & Solutions ging um 15 Prozent auf 43,6 Millionen US-Dollar (32,1 Millionen Euro) zurück. Media Software & Services schrumpfte um 23 Prozent auf 20,3 Millionen US-Dollar (15 Millionen Euro).


12.05.2009
EU: Verbraucherrechte im Internet

Straßburg – Die Europäische Kommission will mit dem Internetportal "eYouGuide" europäische Verbraucher über ihre "digitalen Rechte" in der EU aufklären. Der Rechtsführer gebe Verbrauchern Auskunft über gängige Fragen, wie beispielsweise ihre Rechte gegenüber dem Breitbandanbieter, das Einkaufen im Web, den Abruf von Musik oder den Schutz ihrer personenbezogenen Daten im Internet und auf Websites zur sozialen Vernetzung, heißt es in einer Pressemeldung der Kommission.

Obwohl heute fast die Hälfte der EU-Privathaushalte mit einem Breitband-Internetanschluss ausgestattet sind, verdeutliche eine neue Eurobarometerumfrage, dass viele Verbraucher aus mangelndem Vertrauen noch immer vor Online-Transaktionen zurückschrecken. Nur wenn die Verbraucher klare Informationen über ihre Rechte erhielten, ließe sich das wirtschaftliche Potenzial des europäischen Online-Binnenmarkts besser ausschöpfen.

Außerdem wurde eine "digitale Agenda" für das Verbraucherrecht von Morgen aufgestellt, mit der das Vertrauen der Verbraucher und der Binnenmarkt für die Unternehmen weiter gestärkt werden sollen. Unter anderem wird darin die Einführung von Mehrgebietslizenzen für Online-Inhalte gefordert und die Beseitigung der "heutigen rechtlichen Uneinheitlichkeit bezüglich der Privatkopie".

Quelle: www.musikmarkt.de


12.05.2009
Napster erweitert Angebot

Frankfurt - Vor nur dreieinhalb Jahren startete Napster mit 1,5 Millionen Songs, nun bietet das Unternehmen seine Usern über acht Millionen Tracks an. Außerdem führt Napster seine Pre-Listening-Sessions fort: Als nächstes kann in "Popgasm", das neue Album von Sunrise Avenue, reingeschnuppert werden.

Die CD erscheint am 22. Mai bei EMI Music. Der Online-Musik-Shop hatte bereits Pre-Listening-Sessions mit neuen Alben der Bands The Fray und Metro Station veranstaltet. Weitere solcher Aktionen sind geplant.

Im Shop finden sich Songs von über 625.000 Musikern aus rund 750.000 Alben. Neben den vier Majors stehen auch Tracks von unabhängigen Labels wie der Beggars Group, Domino Records, Pias und SPV zur Verfügung. Neben Musik gehören außerdem Hörtexte zum Angebot.

Quelle: www.musikmarkt.de


27.04.2009
Diskussion über Online-Vergütung

Hamburg - Der Branchenverband VUT-Nord lädt für den 4. Mai zu einer Podiumsdiskussion über den Streit zwischen Rechteinhabern und den Web-Diensten YouTube und Last.fm. Bei der Veranstaltung in der Hamburger Botschaft soll auf die Hintergründe der vorliegenden Klagen gegen die beiden Musikdienste eingegangen werden.

Auf dem Podium vertreten sind Jens Schippmann, Rechtsanwalt für Musik- und Medienrecht von der Hamburger Kanzlei BKP & Partner und Vertreter von Frank Peterson im Prozess gegen Google und YouTube, sowie Reinher Karl, Rechtsanwalt für Musik- und Medienrecht sowie Vertreter von finetunes im Prozess gegen Last.fm. Die Moderation übernimmt Kirsten König von BKP & Partner, Rechtsanwältin für Musik und Medienrecht & VUT-Nord Aktivkreis. Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist hier noch bis 30. April möglich.

Termin: Montag, 4. Mai, Hamburger Musik Forum
Zeit: Einlass ab 19 Uhr, Beginn 19.30 Uhr
Ort: Hamburger Botschaft, Sternstr. 67, 20357 Hamburg
Gäste: Musik-, Medien-, Kreativ- & Kulturwirtschaft
Eintritt: frei für VUT- und VUT-Nord-Mitglieder, Gäste zahlen fünf Euro

Quelle: www.musikmarkt.de


27.04.2009
IFPI: Nur Asien mit Musik im Plus

London – Nach einer aktuellen Statistik der IFPI musste die internationale Musikindustrie 2008 erneut signifikante Umsatzeinbrüche gegenüber 2007 verbuchen. So ist das Geschäft mit dem Verkauf physischer Tonträger allein in Nordamerika um 31,2 Prozent zurück gegangen. Unterm Strich betrug das Minus in den USA 18,6 Prozent, obwohl das digitale Geschäft um 16,5 Prozent und das Segment Performance Rights/Aufführungsrechte (Geld von Verwertungsgesellschaften für Einnahmen aus den Bereichen Musikvideos im Radio oder TV sowie öffentlichen Veranstaltungen in Nachtclubs, Bars, Restaurants und Hotels plus Internet) sogar um 133,3 Prozent zulegen konnte.

Den Umsatzeinbruch in Europa beziffert die IFPI auf 6,3 Prozent – bei einem Minus von 11,3 Prozent bei den physischen Tonträgern und einem Plus von 36,1 Prozent beim digitalen Geschäft sowie einem weiteren Plus von 11,3 Prozent bei den Performance Rights. Dagegen verzeichnen die Einnahmen aus der Tonträgerwirtschaft in Asien ein Plus von einem Prozent. Dort steht dem Minus von 4,9 Prozent beim physischen Geschäft ein Plus von 26,1 Prozent im Bereich Digital gegenüber.

Global sind die Einnahmen der Tonträgerbranche laut IFPI um 8,3 Prozent zurück gegangen – mit einem Minus von 15,4 Prozent bei den physischen Tonträgern sowie einer Steigerung von 24,1 Prozent im Segment Digital.

Quelle: www.musikmarkt.de


21.04.2009
Myspace: Newcomerband gesucht

München - "The Dome" und MySpace Band Radar suchen den besten Newcomer-Act. Der Gewinner der Aktion wird am 22. Mai bei "The Dome 50" in münchen live auf der Bühne stehen.

Zum Start der Jubiliäumsausgabe von "The Dome" in der Münchner Olympiahalle darf der Gewinner den Zuschauern einheizen. Mitmachen kann jeder mit einem eigenen Videoclip ab dem 17. April unter www.mypace.com/thedomeshow. Ab dem 24. April kann beim MySpace Band Radar unter den zehn Favoriten abgestimmt werden und ab dem 1. Mai wählt dann die "The Dome"-Community unter www.thedome.com aus den finalen fünf Teilnehmern ihren Sieger.


21.04.2009
Record Store Day 2009

München - Am 18. April fand weltweit zum zweiten Mal der Record Store Day statt, an dem unabhängige Musikhändler gefeiert werden. In Deutschland beteiligten sich zwölf Plattenläden unter anderem in Berlin, Köln, München, Erfurt und Jena.

Der Münchner Plattenladen Resonanz wartete mit einem Auftritt der Band G.E.F. auf. Das Geschäft will auch 2010 am Record Store Day teilnehmen. Bei der Münchner Echt Optimal Schallplatten GmbH, die den Laden länger geöffnet hatte und einen In-Store-Gig mit Bish aka Darryl Hunt veranstaltete, bedauert man, dass die für den Record Store Day angekündigte exklusive Vinyl aus lizenzrechtlichten Gründen nur in UK verkauft werden konnte. Auch die Kommunikation seitens der Macher des Record Store Day verlaufe nur zäh. "Wenn das mit den Lizenzen 2010 klappt, sind wir aber auf jeden Fall wieder dabei, da es von Kunden reges Interesse gab und gibt", so Lester Jones von Optimal.

Der Berliner HHV Selected Store, der nur Vinyl anbietet, senkte am Record Store Day die Preise um 15 Prozent, um den Kunden für die jahrelange Unterstützung zu danken. "Nächstes Jahr werden wir natürlich wieder teilnehmen und den Record Store Day noch ausgiebiger feiern", heißt es aus dem Berliner Store. Der Groove Attack Recordstore in Köln hatte sich dieses Jahr relativ kurzfristig angemeldet, will aber im kommenden Jahr erneut dabei sein.

In den USA nahm eine Vielzahl an Händlern an dem Event teil. Laut "Billboard" bewerten die beteiligten US-Händler den zweiten Record Store Day als Erfolg. "Wir hatten 600 Kunden in unserem Geschäft. Es war ein gut kontrolliertes Chaos", zitiert "Billboard" Eric Levin, Besitzer von Criminal Records in Atlanta und Mitbegründer des Record Store Day. Grund für den Ansturm waren unter anderem auch exklusive Veröffentlichungen, die am 18. April erschienen. So coverten etwa die Beggars-Künstler Beck und Sonic Youth gegenseitig einen ihrer Songs, die zusammen auf einer Seven-Inch-Single in den Handel kamen. Alle Läden, die sich für den Record-Store-Day angemeldet hatten, durften die Platten am 18. April exklusiv verkaufen.

In England hatten sich über 70 Musikhändler angemeldet und hatten an dem Tag unter anderem Auftritte von Künstlern und DJs sowie Autogrammstunden veranstaltet (www.musikmarkt.de berichtete). Wie im Jahr zuvor fanden in einigen Läden Live-Konzerte statt. Rough Trade konnte zum Beispiel Sky Larkin und Sunny Day Sets Fire verpflichten. In den USA wurden laut "Billboard" über 600 Live-Performances im Rahmen des Record Store Day gezählt.

Der Record Store Day wurde in den USA von Criminal-Record-Labelboss Eric Levin und Music-Monitor-Network-Chief-Executive Michael Kurtz ins Leben gerufen und fand erstmals am 19. April 2008 statt. Der Tag wird seitdem jährlich jeweils am dritten Samstag im April gefeiert. Spezielle Vinyl- und CD-Veröffentlichungen werden exklusiv für diesen Tag produziert.


18.04.2009
Urteil gegen The Pirate Bay

München – Ein schwedisches Gericht hat die vier Betreiber der illegalen BitTorrent-Site The Pirate Bay wegen Verletzung des Urheberrechts schuldig gesprochen. Die Angeklagten wurden zu jeweils einer einjährigen Haftstrafe verurteilt. Außerdem müssen sie 2,74 Millionen Euro (30 Millionen Kronen) Schadenersatz an diverse Musik- und Filmkonzerne bezahlen.

Die ersten Stimmen aus der Branche zum Urteilsspruch gegen The Pirate Bay. Stefan Michalk, Geschäftsführer Bundesverband Musikindustrie: "Das Urteil gegen die Betreiber von The Pirate Bay hat eine wichtige Signalwirkung. Es stellt klar, dass das Betreiben einer Internettauschbörse mit überwiegend illegalen Inhalten nichts mit Seeräuberromantik zu tun hat, sondern letztlich nichts anderes als eine moderne Form der Hehlerei ist, an der sich die Betreiber, zum Beispiel über Werbeeinnahmen, persönlich bereichern."

John Kennedy, IFPI Chairman & CEO: "Beim Gerichtsverfahren gegen die Betreiber von The Pirate Bay ging es darum, die Rechte der Urheber zu verteidigen, die Illegalität des Angebots zu bestätigen und ein faires Umfeld für legale Musik-Angebote, die die Rechte der Kreativbranche respektieren, zu schaffen. Das heutige Urteil ist das richtige Ergebnis für alle diese drei Punkte."

Jonas Sjöström, Chairman of SOM (Svenska Obereoende Musikproducenter/Swidish Independent Music Producers Association: "Dies ist ein bedeutender Urteilsspruch für die schwedischen Independent-Musiklabels, die versuchen, ihr Geschäft über legale Plattformen zu lizenzieren, um sie zu den Fans zu tranportieren, wie sie es wollen. The Pirate Bay hat keinen Platz in diesem legalen Geschäft – dies hat das Gericht klar verdeutlicht. Sie haben keine Respekt gegenüber den Kreativen oder den Künstlern oder den Labels, die in sie investieren. Die ist die richtige Signalwirkung und alle Kreativen sollten darüber glücklich sein."

Helen Smith, Executive Chair of IMPALA: "Dies ist Musik in den Ohren von tausenden kleineren Independents und Künstler, die die Mehrheit der aktuellen Veröffentlichungen produzieren. Es demonstriert ein klares Verständnis dafür, wer denn die neue Musik zukünftig realisieren kann, wenn heute schon nicht mehr dafür bezahlt wird?"

Quelle: www.musikmarkt.de


18.04.2009
GEMA und YouTube verhandeln weiter

München/Hamburg - Nachdem YouTube Ende März bekannt gab, aufgrund von Unstimmigkeiten mit der GEMA bezüglich der Höhe der Lizenzabgaben Musikvideos auf der deutschen Plattform bis auf weiteres zu sperren, sind auch zwei Wochen nach der Ankündigung verschiedene offizielle Videoclips wie "Dance With Me" von Mando Diao oder "Schwarz zu blau" von Peter Fox auf dem Online-Portal abrufbar.

"Unsere Technologie hat bereits Tausende von offiziellen Musikvideos, die von unseren Musikpartnern entweder hochgeladen oder mit unserem Rechtemanagementsystem 'ContentID' geclaimt wurden, identifiziert und für deutsche IP-Adressen bis auf weiteres blockiert", so Google-Sprecher Henning Dorstewitz, gegenüber "Musikmarkt". "Es ist unmöglich, alle Videos komplett gleichzeitig zu sperren. Ein Rechteinhaber kann uns aber jederzeit darauf hinweisen, wenn ein Video eines Künstlers, den er vertritt, nach wie vor auf unserer Plattform in Deutschland abspielbar ist."

Derweil laufen die Verhandlungen zwischen der Google-Tochter und der Verwertungsgesellschaft weiter. Über den aktuellen Stand der Verhandlungen haben die beiden Parteien allerdings Stillschweigen vereinbart.

Während sich zahlreiche Branchenkenner und Künstler hinter die GEMA stellen, gibt es auch andere Meinungen. Andre Tanneberger, der unter dem Künstlernamen ATB Chartserfolge feiert und in Kürze ein neues Album veröffentlichen wird (www.musikmarkt.de berichtete), bezeichnet das Vorgehen der GEMA als "kontraproduktiv". "Auch wenn ich durchaus die Interessen der GEMA nachvollziehen kann, die in diesem Fall natürlich auch meine Interessen und Rechte schützen möchte, ist das Vorgehen in diesen Zeiten eher kontraproduktiv. Die GEMA spielt ganz klar ihre Macht aus, verliert aber leider in diesem Fall den Bezug zum Zeitgeist und vor allem zum Künstler und Autoren, den sie schützen wollen", so Tanneberger. Den Kreativen werde in den ohnehin schwierigen Zeiten eine wichtige Promotion-Plattform genommen, die sowohl für Künstler als auch die Labels unverzichtbar geworden sei.

"Ich als Autor und über 15-jähriges GEMA-Mitglied bin jedenfalls nicht gefragt worden, was ich über dieses Thema denke und ob ich etwas dagegen habe, dass meine Videos auf YouTube gezeigt werden. Es muss sich ganz klar wieder an den Verhandlungstisch gesetzt werden und eine für alle Beteiligten faire Lösung gefunden werden. Wir sitzen doch alle in einem Boot und möchten die Musikindustrie wieder stärken und glaubwürdig machen, dann sollten auch alle Beteiligten gemeinsam rudern."

Quelle: www.musikmarkt.de


14.04.2009
Bitkom: Online-Angebote gefragt

Berlin - Nach Angaben des Bitkom haben elf Millionen Deutsche schon einmal Musik im Internet gekauft. Jeder vierte Internet-User bestellt sich CDs oder lädt Songs im Netz herunter. "Immer mehr Menschen wählen ihre Wunschmusik bequem am PC aus", so Bitkom-Vizepräsident Achim Berg.

In der Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen nutzen 31 Prozent der Online-User die digitalen Angebote. Aber auch Senioren schätzen die Möglichkeit, Musik am eigenen Computer zu kaufen: Jeder vierte Nutzer ab 65 Jahren (25 Prozent) hat dies laut Bitkom bereits getan. "Online-Shopping und Musik-Downloads sind keine Domäne junger Anwender", kommentiert Berg. Internetnutzer bis 29 Jahre greifen in den Online-Shops deutlich seltener zu (19 Prozent). "Jugendliche nutzen offenkundig mehr Privatkopien oder Tauschbörsen", meint Berg. Es müsse gelingen, einen Bewusstseinswandel hin zu ausschließlich legalen Angeboten zu erreichen.

Der deutsche Musik-Download-Markt auf PCs ist im vergangenen Jahr um ein Drittel auf 80 Millionen Euro gewachsen. Auch mobile Downloads von Songs und Alben auf Handys haben laut Bitkom zweistellig zugelegt, was einem Umsatz von 8,8 Millionen Euro entspricht.

Quelle: www.musikmarkt.de


09.04.2009
Frohe Osterfeiertage!

Das komplette track by track Team wünscht Euch frohe Osterfeiertage und einen großen Korb voller Eier. Wir werden uns leider nicht die kompletten Feiertage gönnen, da wir mit Hochdruck an der Umstellung und Funktionserweiterung des Portals arbeiten.



Um in Osterstimmung zu kommen, anbei aber nocheinmal die Videos zum MERRY BUNNY CONTEST:






08.04.2009
MyVideo startet neue Werbe-Plattform

Berlin/München - Während sich YouTube mit der GEMA streitet, lanciert das Online-Portal MyVideo.de mit In-Video-Shopping eine neue Vermarktungsplattform, die eine direkte Interaktion mit dem Endverbaucher ermöglicht. So werden in ausgewählten Musikvideos künftig Online-Shops integriert.

Und so funktioniert's: Beim Ansehen eines Videos kann der User per Mausklick die integrierten Online-Shop-Angebote aufrufen. Erstmals wurde das neue Tool bei der Video-Weltpremiere zur Single "Wenn ich die Welt aus dir erschaffen könnte" des Rappers Curse getestet. Fans konnten die im Video gesehene Kleidung sowie Accessoires und Merchandising-Artikel des HipHop-Stars direkt kaufen. Dabei läuft das Video weiter.

Die entsprechende Technologie wurde vom Hamburger Start-up Cavi entwickelt. Nach dem Launch wird SevenOne Interactive, der Online- und Multimediavermarkter der ProSiebenSat.1 Group, auch Vermarktungspakete anbieten. In Kooperation mit Cavi wird das In-Video-Shopping in Kürze in das Vermarktungsportfolio integriert.

Manuel Uhlitzsch, Geschäftsführer der Magic Internet GmbH, der Media-Agentur von MyVideo.de: "Wir geben den Fans was sie wollen. Cavi ermöglicht es uns, dies auf eine sehr effiziente und nutzerfreundliche Weise zu tun, die gar nichts mehr mit den oft als aufdringlich empfundenen alten Werbeformen zu tun hat. So macht Online-Shopping Spaß."

"Ich habe im Grunde nur umgesetzt, was auf der Hand liegt: Spontanes Shopping bei meinen Stars. Und MyVideo.de ist dafür mit seinen mehr als sieben Millionen Usern und einer Fülle an professionell produziertem Content der optimale Partner. Cavi bietet noch viele weitergehende interaktive Möglichkeiten, die wir jetzt Zug um Zug in den Markt einführen", so Dominik Reisig, der 23-jährige Gründer von Cavi.

Quelle: www.musikmarkt.de


08.04.2009
Klage gegen Google und YouTube

Hamburg - Der Streit zwischen YouTube und der GEMA spitzt sich zu: Beim Landgericht Hamburg, Zivilkammer 8, liegt unter dem Aktenzeichen 308 O 27/09 eine Unterlassungsklage gegen die Video-Plattform wegen illegaler Nutzung und Verwertung von Musikvideos und anderen audiovisuellen Musikinhalten vor. Dabei handelt es sich um ein Musterverfahren.

Die Beklagten sind Google Inc., YouTube Inc./LLC (beide USA) sowie die Google Germany GmbH mit Sitz in Hamburg. Kläger ist der Hamburger Produzent, Musikautor und Musikverleger Frank Peterson. "Angesichts der Ereignisse und Meldungen der letzten Zeit befürworten inzwischen darüber hinaus zahlreiche weitere Beteiligte aus der deutschen Musikwirtschaft ein Vorgehen gegen Google/YouTube, entsprechende Vorbereitungen laufen", so Rechtsanwalt Lutz Melzer von der Kanzlei Kamin & Wilke, die die Interessen von Peterson vertritt.

Laut Melzer wird YouTube "die Verletzung von Leistungsschutzrechten an Tonaufnahmen und Bildtonaufnahmen sowie Verletzung von Urheberrechten an zugrundeliegenden Musikwerken durch illegale Auswertung von Musikinhalten ohne Einholung der erforderlichen Rechte" vorgeworfen. "Es geht um zahlreiche Musikinhalte aus dem Repertoire von Frank Peterson. Für diese umfangreichen Auswertungen ist noch nicht ein einziger Cent bei Frank Peterson (oder den von ihm produzierten Künstlern und von ihm verlegten Autoren) angekommen, ja es wurde nicht einmal angefragt, ob die Auswertung erfolgen darf", so Melzer gegenüber "Musikmarkt".

Google/YouTube wurden laut Melzer mit einem außergerichtlichen Anspruchsschreiben anläßlich zahlreicher vorgefundener Verletzungsfälle zur Unterlassung und Auskunftserteilung aufgefordert, haben sich jedoch außergerichtlich geweigert, eine Unterlassungserklärung abzugeben und die fraglichen Musikinhalte zu löschen sowie die begehrten Auskünfte zu erteilen. "Daher musste gerichtliche Hilfe in Anspruch genommen werden."

Wann mit einem Gerichtsentscheid zu rechnen ist, lässt sich bisher nicht genau sagen. Gegenüber Google Deutschland ist die Klage bereits zugestellt, gegenüber den weiteren Beklagten in den USA läuft derzeit das Zustellungsverfahren ins Ausland. "Sobald die Zustellungen erfolgt sind, werden Fristen des Landgerichts gegenüber den Beklagten zur Klageerwiderung laufen, und das Landgericht wird vermutlich recht bald danach einen Termin zur mündlichen Verhandlung bei Gericht festlegen. Danach könnte ein Gerichtsurteil ergehen", erklärt Melzer.

Da es sich um ein Musterverfahren handelt, dürfte eine Entscheidung zugunsten des Klägers laut Melzer erhebliche Signalwirkung zum Schutz von Urheberrechten und Leistungsschutzrechten im Internet haben - "zumal gerade das Portal YouTube bei den Konsumenten zu einer Verdrängung legaler Angebote - seien es der Verkauf von CDs oder der Verkauf legaler Downloads - massiv beigetragen hat, da für die Konsumenten Musikinhalte durch YouTube 'kostenlos' verfügbar sind, indes zum Schaden der Musikschaffenden und der Kreativwirtschaft, da Google/YouTube seine werbefinanzierten Auswertungen nicht ordnungsgemäß lizenziert."

Quelle: www.musikmarkt.de


02.04.2009
Mobile-Downloads auf Rekordkurs

Berlin - Im vergangenen Jahr wurden laut Bitkom in Deutschland rund sechs Millionen Fulltrack-Downloads auf Handys heruntergeladen. Dies entspricht einem Wert von neun Millionen Euro. Laut Bitkom ein neuer Rekord.

Als Gründe für die steigende Download-Anzahl werden unter anderem die schnelle Datenübertragung per UMTS, die technische Weiterentwicklung der Handys sowie günstigere Datentarife der Netzbetreiber genannt. Außerdem sind die Download-Tracks günstiger geworden: So sank der Durchschnittspreis im vergangenen Jahr laiut Bitkom um sieben Prozent auf 1,33 Euro.

"Trotz Wirtschaftskrise sind zwölf Prozent mehr Musikstücke auf Mobiltelefone geladen worden", so Achim Berg, Bitkom-Vizepräsident. "Viele Nutzer speichern auf ihren Multimedia-Handys heute ganze Musikbibliotheken." Auch für 2009 prognostiziert Berg ein Wachstum für Mobile-Fulltrack-Downloads.

Während Titel in Originallänge immer beliebter werden, entwickelt sich der Markt für Klingeltöne rückläufig: Mit 39 Millionen Euro ist er zwar noch mehr als vier Mal so groß wie der Markt für ganze Handy-Songs, die Umsätze in diesem Segment gingen laut Bitkom jedoch um ein Viertel zurück. "Lieder in Originallänge lassen sich bei den meisten Handys inzwischen auch als Klingeltöne nutzen", meint der Bitkom-Vizepräsident. Insgesamt luden die Deutschen im vergangenen Jahr 16 Millionen Klingeltöne auf ihre Handys. Darin sind unter anderem auch Freizeichen- und Videoklingeltöne enthalten. Im Jahr 2007 wurden noch 23 Millionen Klingeltöne heruntergeladen.

Basis der Angaben ist eine Erhebung der GfK Panel Services für den Bitkom.

Quelle: www.musikmarkt.de


02.04.2009
YouTube sperrt Musikvideos

München - YouTube kündigte gestern, am 31. März an, bis auf weiteres keine offiziellen Musikvideos mehr in Deutschland anzubieten. Grund hierfür ist unter anderem, dass sich das zu Google gehörende Unternehmen bisher nicht mit der GEMA über die Höhe der künftig zu zahlenden Lizenzgebühren einigen konnte.

Ein bisher gültiger Lizenzvertrag lief zum 31. März 2009 aus. In Stellungnahmen versichern beide Parteien, für weitere Verhandlungen offen zu sein. Bisher scheitern die Verhandlungen nach Angaben der Verwertungsgesellschaft vor allem an zwei Punkten: So sei YouTube nicht bereit, "die Forderungen der GEMA nach Transparenz hinsichtlich des genutzten Musikrepertoires zu erfüllen. Angeboten wird von YouTube nur eine Verlängerung des Vertrags auf Basis einer Pauschalzahlung ohne ausreichende Informationen zu den genutzten Musikwerken und der Anzahl der Streams." Dann aber sei es unmöglich, zu beurteilen, ob die Vergütung angemessen sei und zugleich die Vergütung zielgerichtet an die Urheber und Musikverlage weiterzuleiten.

Auch über die Höhe der Vergütung sind sich GEMA und YouTube nicht einig geworden. So teilt YouTube mit, die GEMA fordere eine Gebühr, die "mehr als fünfzig Mal über dem, was die vergleichbare Verwertungsgesellschaft "PRS For Music" vor einigen Wochen in Großbritannien gefordert hat." Schon diese Forderung, die auch in UK zur Sperrung von Musikvideos geführt hatte (www.musikmarkt.de berichtete), habe das "wirtschaftlich tragbare" überstiegen.

Wie die "Financial Times" berichtet, fordert die GEMA von YouTube statt der bisher gezahlten Pauschale jeweils 12 Cent pro Videostream. Im Vergleich dazu verlange die "PRS For Music" in Großbritannien 0,23 Cent pro Stream.

Zudem beklagt auch Patrick Walker, Director Of Partnerships bei Google/YouTube, in einer Stellungnehme einen Mangel an Transparenz, denn die GEMA weigere sich, das Repertiore der Werke, die sie vertritt, offen zu legen.

Harald Hecker, Vorstandsvorsitzender der GEMA, zum derzeitigen Stand der Verhandlungen: "Es zeichnet sich eine grundlegende Auseinandersetzung zwischen der GEMA und Google/YouTube ab. Andere europäische Gesellschaften, die ebenfalls Rechte an Musikwerken wahrnehmen, sind in der gleichen schwierigen Lage, bei Google beziehungsweise YouTube Meldeverpflichtungen und eine angemessene Vergütung durchsetzen zu müssen. Auch Rechtebereiche wie Buchverlage und Buchautoren, Tonträgerlabels und Sendeanstalten sind betroffen. Die GEMA wird sich der Auseinandersetzung stellen, um die Interessen der von ihr vertretenen Urheber zu schützen."

Quelle: www.musikmarkt.de


27.03.2009
VW sucht die beste Musik-Performance

Wolfsburg - Unter dem Motto "Die kleinste Bühne der Welt" hat sich VW anlässlich der Deutschlandkampagne "60 Jahre Wertigkeit" ein außergewöhnliches Gewinnspiel ausgedacht. Gesucht wird die beste Bühnenshow in einem Volkswagen.

Unter www.myspace.com/myvolkswagen können Videos hochgeladen werden. Die "Volkswagen Sound Foundation"-Newcomer Siri Svegler und F.R. fungieren als Jury und wählen die besten zehn Clips aus. Zu gewinnen gibt es Festival-Packages und Konzertkarten. Hauptpreis ist ein Profi-Equipment von Sennheiser.

Die "Volkswagen Sound Foundation" unterstützt seit 1997 musikalische Hoffnungsträger aus den Bereichen Pop, Rock und HipHop. Prinzip ist, dass ein bereits etablierter Künstler eine Partnerschaft für einen Newcomer-Act übernimmt und diesen unterstützt und fördert.

Quelle: www.musikmarkt.de


27.03.2009
Last.fm stellt auf Abo-Service um

London - Das bislang kostenlose Streaming-Angebot von Last.fm soll in einigen Regionen auf einen kostenpflichtigen Abo-Dienst umgestellt werden. So wird für den Radio-Service des Musik-Portals künftig in allen Ländern außer in Deutschland, Großbritannien und den USA eine Monatsgebühr von drei Euro erhoben. Neue Kunden dürfen zunächst 30 Titel umsonst streamen, danach sind nur noch 30-sekündige Ausschnitte zu hören.

Gründe für diesen Schritt nennt das Unternehmen mit Sitz in London nicht. "Billboard" spekuliert, dass Last.fm in den betroffenen Ländern, in denen eine Gebühr eingeführt werden soll, nicht ausreichend Traffic erzielt, um dadurch genügend Anzeigenverkäufe für die Lizenzabgaben zu generieren.

Das Abo-Modell hatte Last.fm bereits optional für User eingeführt, die sich keine zwischengeschaltete Werbung anhören wollten. Nun soll die Gebühr jedoch nicht mehr freiwillig sein. Andere Last.fm-Features wie das so genannte Scrobbeln, das Empfehlungssystem sowie Videos sollen den Usern jedoch weiterhin umsonst zur Verfügung stehen.

Quelle: www.musikmarkt.de


23.03.2009
BVMI: Musikmarkt 2008 rückläufig

Berlin – Im Rahmen der Jahrespressekonferenz des Bundesverbands Musikindustrie (BVMI) präsentierte der Verband aktuelle und zukünftige Entwicklungen der Musikindustrie sowie detaillierte Zahlen zum Geschäftsjahr 2008. So befindet sich der Digitalmarkt in Deutschland weiter auf Wachstumskurs. Unter Einbeziehung des Mobilmarktes (Klingeltöne/Full Track Downloads) erreicht das Digitalgeschäft einen Umsatzanteil von rund sieben Prozent am Musikverkauf und liegt damit im europäischen Durchschnitt. Während die CD-Verkäufe in den USA in den vergangenen Jahren mit rasender Geschwindigkeit zurückgegangen sind, greifen deutsche Konsumenten weiterhin gerne zur CD. Dieter Gorny, Vorstandsvorsitzender BVMI: "Die Strategie der deutschen Musikindustrie, trotz kontinuierlichen Ausbaus der digitalen Angebote den physischen Tonträger nicht zu vernachlässigen, hat sich bisher als richtig erwiesen."

Der Umsatz der CD geht mit 1,28 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr nur um 4,7 Prozent zurück. Die CD bleibt mit 81 Prozent der mit Abstand größte Umsatzträger im deutschen Musikmarkt. Rechnet man alle physischen Formate wie Singles, DVD-Audio und SACD, Musikcassetten und LPs zusammen, liegt ihr Umsatzanteil bei 85 Prozent. Weitere acht Prozent entfallen auf den Verkauf von Musikvideos. Auch wenn Deutschland wegen der stabilen CD-Verkäufe im internationalen Vergleich besser als alle anderen großen Musikmärkte – mit Ausnahme von Japan – abschneidet, kann auch das starke Wachstum bei Downloads die Rückgänge im physischen Verkauf noch nicht kompensieren. Der Gesamtmarkt geht deshalb 2008 um 4,7 Prozent auf insgesamt 1,575 Milliarden Euro zurück. Das Minus geht vor allem zu Lasten der Singles und der Musikvideos.

Die Single ist am stärksten vom Transformationsprozess der Branche betroffen. Lag der Umsatzanteil der Single vor zehn Jahren noch bei zwölf Prozent, waren es 2008 gerade mal zwei Prozent. Ebenfalls stark zurückgegangen sind die Umsätze mit Musikvideos. Dagegen lassen sich die analogen Formate Musikcassette und LP nicht aus dem Markt verdrängen. Zwar spielen beide mit einem Umsatzanteil von je einem Prozent nur noch eine untergeordnete Rolle, aber vor allem die LP hat es sich in einer Nische bequem gemacht und findet in den letzten Jahren wieder verstärkt neue Liebhaber.

Auch wenn immer mehr Musik digital verkauft wird, bleibt die CD mit großem Abstand das beliebteste Musikprodukt der Konsumenten. Mit rund 145,1 Millionen verkaufter Alben lag ihr Absatz 2008 gerade mal 3,5 Millionen Stück oder 2,4 Prozent unter dem Vorjahr. Seit 2003 (146,8 Millionen) sind die Verkäufe von CD-Alben damit in den vergangenen fünf Jahren nahezu konstant geblieben. Der deutsche Markt nimmt hier weltweit eine Sonderstellung ein.

Erfreulich sei zudem, dass das Album auch im Digitalmarkt immer mehr Anhänger findet. So stiegen die Verkäufe so genannter Bundles von 2,6 Millionen Stück in 2007 auf 3,9 Millionen Einheiten in 2008 um 50 Prozent. Diese Entwicklung widerspreche der häufig geäußerten Vermutung, dass der Konsument im Digitalmarkt ausschließlich "Cherry­picking" betreibt und das Album als musikalisches Gesamtkonzept keine Zukunft hat.

Allerdings wird sich nach Einschätzung des Bundesverbands Musikindustrie erst in den kommenden Jahren zeigen, ob aus dieser Entwicklung ein langfristiger Trend abgeleitet werden kann. Auf Platz zwei der beliebtesten Musikformate in Deutschland folgt der Single-Download mit 44,6 Millionen verkaufter Einheiten im vergangenen Jahr. Somit hat sich die Zahl der legalen Musikdownloads in den vergangenen fünf Jahren nahezu versechsfacht.

Quelle: www.musikmarkt.de



18.03.2009
Music meets Media voller Erfolg

München – Am 5. März fand in München ein eintägiger Kongress zum Spannungsfeld Musik und deren Verwertung bei Film und Fernsehen statt. Die Regionalgruppe VUT-Süd veranstaltete zusammen mit dem Cluster audiovisuelle Medien (CAM) und dem medien-netzwerk-münchen einen Kongress, der beim Bayerischen Rundfunk in München zu Gast war. Die ebam Akademie unterstützte die Veranstaltung als Sponsor.

Der Tag war geprägt durch spannende Gesprächsrunden und kurze zum Teil provokante Keynotes. Das Besondere dieser Veranstaltung war das Zusammentreffen von Film-, Games- und Musikproduzenten. Sonst eher auf verschiedenen Veranstaltungen anzutreffen, kamen hier die Kreativen und Verwerter aus diesen Spektren zusammen, um über Qualität, Quantität und Produktionsbedingungen im Zusammenhang mit Filmmusik zu diskutieren. Die Veranstaltung bot eine gute Mischung aus Information und Diskussion. Die Gespräche waren geprägt vom Versuch, zusammenzukommen und durch Kommunikations- und Informationsfluss die Bedingungen für beide Seiten zu verbessern.

Es gab auch genügend Raum für Networking, den das Publikum während der Pausen und nach der Veranstaltung reichlich nutzte. Für die Veranstalter ein voller Erfolg, der sich auch daran zeigte, dass zahlreiche Teilnehmer nach einer Folgeveranstaltung fragten. Jürgen Enninger (Sprecher des Labelrats VUT-Süd) zog Bilanz: "Mit dieser Veranstaltung bekam die mittelständische Musikwirtschaft in Bayern die wichtige Gelegenheit zur direkten Kontaktaufnahme mit Musiknutzern in Film, Werbung und Games und den Fragen der Lizenzierung von Musik. Gerade am Medienstandort München haben wir lange auf diese Gelegenheit gewartet. Dabei konnten wir für unsere Mitglieder neue Kontakte knüpfen und uns am Medienstandort München als zentralen Ansprechpartner in musikwirtschaftlichen Fragen positionieren. Wir freuen uns auf weitere Projekte dieser Art, die wir hoffen, in Zusammenarbeit mit unseren Partnern und Sponsoren umsetzen zu können."

Quelle: www.musikmarkt.de


18.03.2009
Anstieg illegaler Downloads

Berlin – Wie aus der so genannten "Brennerstudie" der GfK für 2008 hervorgeht, wurden im vergangenen Jahr 316 Millionen Titel illegal heruntergelanden. 2007 waren es mit 312 Millionen noch vier Millionen Songs weniger. "Viele Staatsanwaltschaften haben eine Bagatellgrenze eingeführt und ein völlig falsches Zeichen gesetzt. Wer eine CD im Laden klaut, wird bestraft, wer 100 Musikalben herunterlädt, kommt ungeschoren davon", zitiert der "Spiegel" dazu Dieter Gorny, Vorsitzender des Bundesverbands Musikindustrie (BVMI).

Weil aber gleichzeitig die Zahl legaler Downloads stärker gestiegen ist, hätte sich das Verhältnis von gekauft zu illegal etwas verbessert. Auf einen bezahlten kommen laut BVMI aber immer noch mehr als acht illegale Downloads.

26 Milliarden Musikdateien landeten nach "Spiegel"-Informationen im letzten Jahr dirket auf Festplatten, MP3-Playern und Handys – rund 30 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor. Gorny: "Mit der Einführung der Privatkopie in den sechziger Jahren wird der Gesetzgeber wohl kaum gemeint haben, dass 40 Jahre später auf organisierten Partys ganze Festplatten mit Tausenden Musikdateien getauscht werden."

Quelle: www.musikmarkt.de


13.03.2009
Frankreich: Internet-Sperre für Downloader?

Paris - Die französische Nationalversammlung berät heute, 11. März, über ein Gesetz, dass es ermöglichen soll, File-Sharern den Internet-Zugang zu sperren. Schon am 12. März könnte das von Präsident Nicolas Sarkozy vorangetriebene Projekt zur Abstimmung kommen, berichtet die "FTD". Der Entwurf sieht vor, dass eine neue Behörde gegründet wird, die Internet-Nutzer auf illegale Downloads hin überwacht.

Entsprechende Surfer sollen mit Hilfe der Provider und Hinweisen von Musik- und Filmfirmen identifiziert werden und zunächst eine Verwarnung per Mail erhalten. Der nächste Schritt wäre ein Brief per Einschreiben. Sollte auch das nichts nützen, wird der Internet-Anschluss bis zu einem Jahr lang abgeklemmt und der Nutzer auch für andere Anbieter gesperrt.

Laut dem zuständigen Ministerium soll die Regelung bereits 2010 in Kraft treten. Dann könnten bis zu 1000 Internetzugänge täglich gesperrt werden, heißt es. Kritik an dem Gesetz kam hingegen von der Opposition. So sprach der sozialistische Abgeordnete Christian Paul von der "Kriminalisierung einer ganzen Generation". Außerdem, so die Argumentation in der Sozialistischen Partei, sei das Gesetz bereits veraltet, da neue Technologien wie Musik-Streaming nicht berücksichtigt seien.

Quelle: www.musikmarkt.de


13.03.2009
Saturn jetzt auch ohne DRM

Ingolstadt – Mit einer außergewöhnlichen Aktion macht das Musikdownloadportal von Saturn auf die komplette Umstellung des Portfolios auf MP3 aufmerksam. Im
Aktionszeitraum vom Freitag, 13. bis Sonntag, 29. März 2009, stehen auf der Website www.saturn.de/musikdownload über 250.000 Einzelalben zum Preis von 4,99 Euro zum Download bereit. Alle der insgesamt fünf Millionen Titel werden ohne Kopierschutz angeboten und sind somit auf jedem beliebigen Musikplayer – vom iPod bis zum preiswerten MP3-Player – abspielbar, wie es dazu aus Ingolstadt heißt.

Vor über drei Jahren startete Saturn das Musikdownloadportal. Seitdem hat sich einiges getan: Gegenwärtig ist die Auswahl sieben Mal so groß und zudem werden ab sofort alle Tracks für 99 Cent ohne jeglichen Kopierschutz angeboten. So können Musikliebhaber den einmal gekauften Track so oft sie wollen auf ihren MP3-Player oder auf das Handy exportieren.

Die Download-Card von Saturn ermöglicht es, einfach und ohne Angabe der persönlichen Bankdaten die im Downloadshop heruntergeladenen Musiktitel zu bezahlen. Denn die Prepaid-Karte kann ab einem Betrag von fünf Euro bis zu maximal 150 Euro aufgeladen werden. Sie ist deutschlandweit in allen Saturn-Märkten erhältlich.

Für Depeche Mode-Fans hat sich die Elektrofachmarktkette in diesem Zusammenhang etwas Besonderes ausgedacht: Am 17. April 2009 erscheint mit "Sounds Of The Universe" das neue Album der Band. Gleichzeitig wird es für Saturn-Kunden eine Sonderedition mit zwei exklusiven Bonustracks geben – Fans erhalten diese sowohl beim Download des Albums als auch beim Kauf der CD im Markt. Käufer der CD erhalten hierfür zusätzlich zum Album eine Depeche Mode-Download-Card mit deren Guthaben sie die Bonustracks im Downloadshop bezahlen und runterladen können.

Auch in Zukunft wird das Downloadportal laut Saturn erweitert. So ist beispielsweise geplant, noch in diesem Jahr den Content bekannter Buchverlage als Hörbücher anzubieten.

www.musikmarkt.de


10.03.2009
c/o pop - neue Veranstaltungen

Köln/Hannover - Die c/o pop startet mit einer Veranstaltungsreihe unter dem Schwerpunkt "Musik im digitalen Universum" ins neue Jahr. So findet am 6. März unter dem Titel "Music Business Reloaded" im Rahmen von pre:publica auf der diesjährigen IT-Messe CeBit in Hannover ein Panel statt, bei dem die Konsequenzen der Digitalisierung diskutiert werden. Als Panel-Teilnehmer konnten Eva Buschkrei von Vodafone, Conrad Fritzsch und Alexander Landschulz von tape.tv, Tina Funk von creative-lobby, Ralf Plaschke von popdata.de und Ruben Jonas Schnell von ByteFM gewonnen werden.

Norbert Oberhaus, Geschäftsführer von c/o pop: "Musik ist das verbindende Element zwischen unzähligen Produkten und Branchen der CeBit, deshalb ist diese Veranstaltung eine wunderbare Möglichkeit, uns im Zentrum der Kreativwirtschaft zu verorten und deren Vernetzung weiter voranzutreiben."

Im Rahmen der c/o-pop-Reihe "Musik im digitalen Universum" werden in den kommenden Monaten verschiedene Veranstaltungen an unterschiedlichen Locations durchgeführt. Höhepunkt dieser Serie wird schließlich die c/o pop selbst bilden, die - begleitet von einem internationalen Musikfestival - vom 12. bis 16. August in Köln stattfindet.


Quelle: www.musikmarkt.de


10.03.2009
VUT-Nord lud zum Digital-Panel

Hamburg - Im Rahmen eines VUT-Nord-Panels in der Hamburger Botschaft diskutierten Branchenexperten unter dem Titel "Old School Meets New School" über digitale Absatz- und Promotionkanäle.

Unter anderem nahmen Ingo Vandré (Manager Digital Media, SPV, tbc), Eric Wahlforss (CTO & Gründer von soundcloud.com), Amke Block (CEO und Gründerin von Audiomagnet, Hamburg & VUT-Nord Aktivkreis) und Lars Lewerenz (Geschäftsführer/Inhaber Audiolith Records) an dem Panel teil. Als Moderator fungierte Oke Göttlich (finetunes und VUT-Vorstand).

Lewerenz lieferte Einblicke in die Arbeit von Audiolith mit Blogs und Web-Communities. Wahlforss berichtete über eine Remix-Aktion des Indie-Labels Sonar Kollektiv auf Soundcloud.com. Vandré stellte das Alice-Cooper-Pinball-Widget vor, bei dem Fans für die Dauer eines Flipper-Spiels das neue Album des Künstlers hören können. Trotz der Möglichkeiten des Internets sei es schwer, direkte Umsätze zu generieren, da Widgets bislang nur umständlich mit Bezahlangeboten verknüpft werden könnten.

Fazit der Diskussionsrunde: Die Redner teilten zudem die Einschätzung, dass ein genereller Trend von Downloads hin zu Streaming-Modellen erkennbar sei.

Quelle: www.musikmarkt.de


04.03.2009
Umfrage: Zukunft der deutschen Musik

Licht aus, Spot an: Die Band betritt die Bühne des ausverkauften Stadions und die Zuschauer flippen aus…! So sieht ein Konzert der Rolling Stones aus und dies weltweit.
Kann die aktuelle deutsche Musikszene eine solche musikalische Bewegung hervorrufen, wie sie die englischsprachige Musik aus den USA und England entfacht? Wie kommen deutsche Musiker und Bands bei der heimischen Bevölkerung an? Und wie sieht es mit dem Durchbruch im Ausland aus?

Das Meinungsportal sozioland fragt nach der Qualität und Zukunft der deutschen Musikszene im Verhältnis zu internationaler Musik. Wie wird das Interesse der internationalen Musikindustrie an deutsche Musiker eingeschätzt? Läuft im Radio genug deutsche Musik? Und wie sieht es mit der Nachwuchsförderung in Deutschland aus?

Hier gehts zur Umfrage:

http://www.sozioland.de/4270_deutschemusik.php


04.03.2009
MyVideo Musik-Kanal startet

München - Der Nonstop-Musikvideo-Player MusikTV der Online Community MyVideo.de startet mit einer eigenen Marketingkampagne in den März. Im Mittelpunkt steht ein Werbespot, der ab sofort auf ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins zu sehen ist.

Der Inhalt des Spots soll in Zusammenarbeit mit MM MerchandisingMedia, dem Licensing- und Musikunternehmen der ProSiebenSat.1 Group, monatlich aktualisiert werden, damit jeweils die aktuellesten Künstler vorgestellt werden können. "Mit dem stetig aktualisierten MusikTV haben wir nun eine feste Anlaufstelle für den sofortigen und bequemen Aufruf tausender Musik-Clips eingerichtet", so Dominic Hesse, Leiter Marketing und Kommunikation der Magic Internet GmbH, derMedia-Agentur von MyVideo.de.

MyVideo.de arbeitet unter aderem mit Universal Music, SonyMusic, Warner Music, Ministry of Sound und Kontor Records zusammen. Die Plattform ist mit 5,4 Millionen Videos und über sieben Millionen Unique Usern nach eigenen Angaben die größte Video Community aus Deutschland. Zu sehen gibt es ähnlich wie bei YouTube einen Mix aus offiziellen Musikvideos, TV-Produktionen und von den Usern selbst hochgeladenen Clips. MyVideo.de wird von SevenOne Interactive, dem Online- und Multimediavermarkter der ProSiebenSat.1 Group, vermarktet.

Quelle: www.musikmarkt.de


04.03.2009
Musicload verzichtet ab sofort auf DRM

Hannover/Darmstadt - Das Download-Portal Musicload verzichtet früher als ursprünglich geplant auf DRM: Im Rahmen der IT-Messe CeBit in Hannover kündigte der Konzern an, Kopierschutz-Beschränkungen bei Songs und Hörbüchern ab sofort aufzuheben. Insgesamt bietet Musicload über 6,5 Millionen Tracks zum Herunterladen an.

Anfang Januar hatte Musicload angekündigt, bis April dieses Jahres nahezu den kompletten Musikkatalog inklusive der Repertoires der vier Majors auf das kopierschutzfreie MP3-Format umzustellen. "Unser Ziel war immer, als einer der ersten Anbieter im deutschsprachigen Raum die komplette Umstellung auf das MP3-Format zu realisieren", so Joachim Franz, Vice President Musicload, im januar 2008.


26.02.2009
Wir sind umgezogen!

Alle die sich gewundert haben warum wir in den letzten zwei Tagen nur schwer erreichbar waren seien beruhigt - Wir sind nur umgezogen!





Unsere neue Anschrift lautet:

track by track GmbH
Vertrieb & Promotion
Mühlenstr. 16
33098 Paderborn

Tel: +49 5251 1482515
Mobil: +49 176 23227697
Fax: +49 5251 1482517

Ansonsten bleibt alles beim Alten.

Einen schönen Tag wünscht das

track by track team




26.02.2009
VUT: physischer Vertrieb

Der erste Themenabend der Veranstaltungsreihe „Hamburger Musik Forum“ des VUT Nord am 02. Februar 2009 beschäftigte sich mit der Situation des physischen Tonträgervertriebs. An der Podiumsdiskussion nahm neben Jochen Richert (Soulfood), Michael Ratelbeck (mconnexion), Dirk Mahlstedt (edel) und Günther Buskies (Tapete Records) auch Oke Göttlich in seiner Funktion als Geschäftsführer von finetunes teil. Insolvenzfälle wie Neuton oder Pinnacle treffen nicht nur den physischen Vertriebssektor, sondern auch die angeschlossenen Labels. „Qualität und Mehrwert schaffen“ war trotz der schwierigen Branchenlage die Aussage der Diskussionsrunde. Dem Fan zusätzliche Kaufanreize für hochwertige Musikprodukte schaffen und neue Vertriebskanäle nicht als Konkurrenz sehen, sondern geschickt nutzen. Dazu sagte Oke Göttlich, dass Musikdownloads von Labels und der physischen Industrie immer noch als Konkurrenz zu den physischen Produkten gesehen werden. Stattdessen sollten Musikdownloads als zusätzlicher, aber eigenständiger Vertriebskanal genutzt werden. Anstatt ausschließlich eine digitale 1:1 Kopie physischer Produkte zu sein, sollte das Labelsortiment mit besonderen und exklusiven Downloadprodukten ergänzt und aufgewertet werden. Dabei sind die Möglichkeiten und Modelle im digitalen Musikgeschäft noch längst nicht zu Ende gedacht und ausgeschöpft, so Göttlich.

Quelle: Finetunes


26.02.2009
Online-Videos immer beliebter

London - In Deutschland sehen immer mehr Menschen immer häufiger Videos im Internet an. Das britische Online-Marktforschungsinstitut ComScore hat für den Dezember 2008 einen Anstieg um zehn Prozent im Gegensatz zum Vorjahr festgestellt. Marktführer ist hierbei Google mit seinem YouTube-Angebot.

51 Prozent der Videos wurden auf Google-zugehörigen Seiten gesehen, davon 98 Prozent auf dem Video-Portal YouTube. Google ist damit im Vergleich um 48 Prozent beliebter geworden. Gemessen an Usern liegt an zweiter Stelle die Universal Music Group, die sich mit rund 8,6 Millionen Usern und knapp 56 Millionen gesehenen Videos um 19 Prozent verbessern kann. Auf den Plätzen drei bis fünf finden sich ProSiebenSat1-Seiten, die RTL Group sowie Microsoft, wobei sich RTL mit vier Millionen Usern um 160 Prozent gesteigert hat.

Insgesamt haben im letzten Dezember hierzulande 28 Millionen Menschen rund drei Milliarden Videos online angesehen. Bei einer beachtlichen Zahl derer handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um Musikvideos. Das Online-Marktforschungsunternehmen Hitwise hat kürzlich Zahlen veröffentlicht, die besagen, dass bei YouTube im Dezember 2008 weltweit rund 72 Prozent der Top 50 Suchbegriffe aus dem Bereich Musik stammten.

Quelle: www.musikmarkt.de


20.02.2009
Download-Geschäft auf Wachstumskurs

Berlin - Im zurückliegenden Jahr wurden in Deutschland nach Angaben des Bitkom Songs und Alben im Wert von 80 Millionen Euro heruntergeladen. Dies entspricht einer Steigerung um 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Auch die Stückzahlen sind 2008 gestiegen: 40 Millionen Mal haben deutsche User einen Song oder ein Album im Internet erworben. Das ist ein Plus von 17 Prozent gegenüber 2007. Einzel-Downloads kosten derzeit durchschnittlich 1,10 Euro. Dabei spielt DRM eine zentrale Rolle: Dateien, die unbegrenzt kopiert werden können, sind in der Regel teurer als Musikstücke, die eingeschränkt vervielfältigt oder nur auf bestimmten Geräten abgespielt werden können.

"Der Markt für Musik-Downloads hat die Erwartungen trotz Wirtschaftskrise übertroffen", kommentiert Bitkom-Vizepräsident Achim Berg. Auch für 2009 rechnet der Bitkom mit einem starken Wachstum. "Immer mehr Menschen wollen ihre Wunschmusik bequem am PC auswählen."

Basis der aktuellen Angaben ist eine Erhebung des Marktforschungsinstituts GfK für den Bitkom.

Quelle: www.musikmarkt.de


20.02.2009
Dell startet Download-Shop

Frankfurt a. M. - Der Computer-Hersteller Dell hat in Deutschland einen Download-Shop für Musik, Software, Games und Filme gestartet. Laut "Spiegel Online" will Dell bereits rund 2,4 Millionen Musiktitel im Angebot haben, das wöchentlich aktualisiert werden soll. Die Dateien sind im MP3-Format und ohne Kopierschutz. Für einzelne Songs beträgt der Preis 99 Cent, Top-10-Alben kosten standardmäßig 9,99 Euro.

Allerdings gibt es noch große Lücken im Angebot. So sind große Acts wie etwa U2 nicht zu finden. Zum Start gab es noch weitere Holperer. Laut "Spiegel Online" funktionierte die Kauffunktion am Mittwochnachmittag nicht, "Heise" berichtet, dass teilweise keine Informationen zu den Songs abrufbar waren. In Europa ist der Dienst derzeit in Deutschland, Frankreich und Großbritannien nutzbar. Demnächst sollen Belgien, Italien, die Niederlande, Portugal und Spanien folgen.

Quelle: www.musikmarkt.de


20.02.2009
RealNetworks baut Präsenz aus

Barcelona - RealNetworks stärkt seine Position als Lieferant von Music-On-Demand-Diensten und Freizeichentönen. Dem Unternehmen zufolge verzeichnete es im vierten Quartal letzten Jahres einen Anstieg der Downloads um 28 Prozent im Gegensatz zu Q4 2007. In Korea arbeitet RealNetworks nun noch enger mit dem Telekommmunikationsunternehmen SK Telecom zusammen, um neue Dienste zu erarbeiten.

Europaweit ist der Service von RealNetworks bisher in zehn Ländern über elf Anbieter verfügbar. Der Music-On-Demand-Dienst wird dabei von Nokia in neun Ländern – auch in Deutschland – angeboten. Die Freizeichentöne von RealNetworks sind in neun Ländern weltweit über 13 Anbieter verfügbar. Dieses Jahr will das Unternehmen den Service auch auf die Türkei ausweiten. In Europa bietet vor allem Nokia den Dienst an, in Portugal auch TMN.

In Korea hat RealNetworks nun eine Minderheitsbeteiligung an dem TK Telecom zugehörigen Unternehmen LoEn erworben. Die Telekommunikationsfirma und RealNetworks wollen mit LoEn digitale Musikangebote entwickeln. John Giamatteo, Chief Operating Officer von RealNetworks: "Ich freue mich sehr darüber, dass sich unsere Beziehung mit SK Telecom auf neue Bereiche ausdehnt und in den vorhandenen Bereichen verfestigt. "Wir konzentrieren uns darauf, innovative Lösungen für Mobilfunkbetreiber in aller Welt auf Carrier-Niveau bereitzustellen und sehen diese Allianz als einen starken Vertrauensbeweis an. Wir werden auch weiterhin gemeinsam daran arbeiten, strategische Initiativen voranzutreiben."

Quelle: www.musikmarkt.de


16.02.2009
Rhapsody mit 14 % Umsatzplus

New York - RealNetworks hat seine Ergebnisse für das vierte Quartal veröffentlicht und weist für den Musikdienst Rhapsody ein Umsatzplus von 14 Prozent aus. Die Gesamteinnahmen in der Musik-Sparte steigerten sich um acht Prozent auf 43,9 Millionen US-Dollar (34,4 Millionen Euro). Zum ersten Mal gab das Unternehmen Abonnenten-Zahlen bekannt. Demnach hatte Rhapsody im vierten Quartal über 775.000 Abokunden, was ein Anstieg gegenüber noch 600.000 gelisteten Nutzern im vierten Quartal 2007 ist.

Im Content-Bereich konnte RealNetworks mit Musik am meisten erwirtschaften. Insgesamt schnitt lediglich die Technolgie-Abteilung besser ab. Für das gesamte Jahr meldet RealNetworks einen Nettoverlust von 240,5 Millionen US-Dollar (188,4 Millionen Euro) bei Einnahmen in Höhe von 152,6 Millionen US-Dollar (119,6 Millionen Euro).

Quelle: www.musikmarkt.de


12.02.2009
YouTube übertrumpf MySpace

New York - Das Online-Marktforschungsunternehmen Hitwise hat neue Zahlen bezüglich des User-Verhaltens auf YouTube herausgegeben. So stammten im Dezember 2008 rund 72 Prozent der Top 50 Suchbegriffe aus dem Bereich Musik. Damit habe der Videodienst "Billboard" zufolge MySpace als meistgenutze Musik-Suchmaschine abgelöst.

Im untersuchten Monat war Lil' Wayne der meistgesuchte Begriff. Bei einem Vergleich von YouTube und Suchmaschinen wie Google und Yahoo! Search sticht hervor, dass bei dem Videodienst häufiger spezifisch nach Songtiteln gesucht wird. Zudem tendieren die gesuchten Musiker Hitwise zufolge dazu, ein jüngeres Publikum anzusprechen.

"Billboard" folgert, dass YouTube für viele Musikfans nach Wikipedia die erste angepeilte Suchmaschine sei. Doch die neuen Zahlen sagen nicht nur etwas über die Bedeutung von MySpace, sondern auch über die von MTV aus, findet laut "Billboard" Niamh O'Reilly, Head Of Digital Sales Sony Music Entertainment UK: "Diese Untersuchung zeigt in welchem Ausmaß etwa MTV verdrängt und von YouTube als Musikvideoplattform verdrängt wurde."

Mit 100 Millionen Unique Usern pro Monat ist YouTube mittlerweile ein beachtliches Promotiontool. Dass sich mit der Plattform auch Umsatz generieren lässt, war die Ursache der Streitigkeiten mit der Warner Music Group , die letztlich zur Löschung sämtlicher Videos von zu Warner und Warner/Chappell gehörenden Songs zur Folge hatte.

Quelle: www.musikmarkt.de


09.02.2009
MTV "Push" fördert Newcomer

Berlin - MTV International startet zwei neue Musikinitiativen. Im Rahmen von "MTV World Stage" wird künftig jeden Freitag abend ab 20 Uhr ein Live-Gig ausgestrahlt.

Des weiteren startet der Musiksender ab März 2009 mit "MTV Push" eine neue Newcomer-Initiative, bei der Künstler über alle MTV-Plattformen - unter anderem mit einer massiven Video-Rotation und speziell produzierten Web- und Mobile-Inhalten - gefördert werden sollen. Die ersten Bands, die von MTV im Rahmen dieser neuen Initiative "gepusht" werden, sind Metro Station und White Lies.

"Die Größe des internationalen Netzwerks von MTV ist unerreicht und ermöglicht es uns, den Zuschauern ihre beliebtesten Künstler bieten zu können. 'MTV World Stage' und 'MTV Push' bilden da keine Ausnahme", so Bruce Gillmer, Senior Vice President of Talent & Music für MTVNI.

"Musik ist weiterhin ein wichtiger Bestandteil unserer Marke und unseres Geschäfts", ergänzt Antonio Campo Dall'Orto, Executive Vice President of Music Brands für MTVNI. "'MTV World Stage' und 'MTV Push' sind zwei unserer vielen neuen und spannenden Initiativen, die von MTV International entwickelt wurden, um unser Wissen und unsere Stärke quer durch das globale Netzwerk wirksam einzusetzen."

Quelle: www.musikmarkt.de


04.02.2009
24-7 Entertainment in Spanien

London/Barcelona - In Spanien geht mit dem Filmax-Angebot Yodecido ein neues Musik-Download-Portal an den Start. Über die Plattform werden neben Musik auch On-Demand-Videos und Web-TV angeboten. Als technischer Dienstleister fungiert 24-7 Entertainment. Yodecido ist der erste spanische Kunde der britischen Firma.

Derzeit bietet Yodecido Content von EMI, Warner, Pias sowie den beiden Indie-Distributoren The Orchard und IODA. Sony Music und Universal sollen jedoch in Kürze ebenfalls mit an Bord sein. Die "À la carte"-Tracks sind ab 69 Cent sowohl im WMA- als auch im MP3-Format erhältlich. Ein Abo-Service ist ebenfalls geplant.

Der Launch des neuen Online-Dienstes wird in Spanien mit einer aufwändigen Werbekampagne begleitet.

Quelle: www.musikmarkt.de


02.02.2009
Gewinner - Merry Bunny Videocontest

Anfang November riefen wir zu einem Wettbewerb auf. Gesucht wurde eine lustige Kombination aus Musik und Video zu der Thematik Weihnachten und Ostern. Es galt also 4 Gedanken bzw. Dimensionen zu berücksichtigen. Insgesamt haben sich acht Bands bzw. Künstler an dieser anspruchsvollen Kreativschlacht beteiligt. Im Musik B2B Portal des digitalen Musikvertriebs sind inzwischen mehr als 2000 angemeldete Musiker, die für das Voting berechtigt waren und somit über Sieg und Niederlage entscheiden konnten.

Nach dem Januar als Votingmonat steht nun die Entscheidung fest:

Der erste Platz wird von Smack mit dem Stück Lovely in Anspruch genommen. Als Nebeneffekt haben immerhin 80 000 YouTube Zuschauer dieses animierte Video angesehen. Die bei einem japanischen Label gesignte Band hat somit einen Aufenthalt in einem 4-Sterne Appartment in Ascona, Schweiz gewonnen sowie einen Marketingsachwertpreis im Wert von 500,- Euro. Die Arbeit hat sich also gelohnt! Herzlichen Glückwunsch!

Auf dem 2. Platz ist die Band VAM-FAM mit ihrem Song Wer hat euer Ei versteckt gelandet. VAM-FAM kann kann ein Album für lau über track by track veröffentlichen und sich über einen Marketingsachwertpreis im Wert von 300,- Euro freuen.

Kevin Kharez belegt mit seinem Video Weihnachten bringt der Osterhase den 3. Platz und kann sich über ein professionelles MySpace Layout für seine MySpace-Seite im Wert von 200,- EUR erheitern.

Die Gewinner werden noch diese Woche von dem track by track team benachrichtigt und können Ihre Gewinne einlösen.

Insgesamt sind wir mit der Premiere des Wettbewerbs sehr zufrieden. Vielen Dank an die Teilnehmer und die Votenden Mitglieder des Web 2.0 Portals.



02.02.2009
UK: Aktionsplan gegen Raubkopierer

London - Die britische Musikindustrie hat verhalten auf die Veröffentlichung des "Digital Britain" betitelten Regierungszwischenberichts zur Neuregelung der digitalen Welt reagiert. Die Maßnahmen gegen Raubkopierer, die dort vorgeschlagen werden, seien "ein Schritt vorwärts", aber nicht genug, um mit der Online-Piraterie fertig zu werden, heißt es "Billboard" zufolge in einem Statement des Branchenverbandes BPI.

Laut dem vorläufigen Bericht sollen Internet-Provider Daten von File-Sharern sammeln, damit diese dann an die Rechteinhaber weitergeleitet werden können. Zudem werden die Provider aufgefordert, Mahnbriefe an Internet-Piraten zu verschicken. Ein weiterer Vorschlag ist die Gründung einer "Rights Agency", die mit Branchenvertretern und Vertretern aus dem Kreise der Internet-Provider besetzt ist. Sie soll an technischen Lösungen für die Bekämpfung von illegalem File-Sharing arbeiten, sowie an der Entwicklung legaler Angebote.

Die Musikbranche kritisiert am Bericht, dass die Internet-Provider nicht stark genug miteinbezogen seien. Denn: Klagen gegen File-Sharer gelten als wenig vielversprechend. "Wir glauben, dass angemessene Maßnahmen, die von den Internet Service Providern unternommen werden, effektiver wären", so Geoff Taylor, Chief Executive der BPI gegenüber "Billboard". Unterstützung erhält Taylor von Feargal Sharkey, CEO von UK Music: "Wir glauben nicht, dass die Form der Intervention, die im heutigen Report vorgeschlagen wird – Konsumenten anzuklagen – der beste Weg nach vorn ist."

In einem "Memorandum Of Understanding" hatte die BPI im Juli 2008 mit den sechs größten Providern ein Modell ins Auge gefasst, das als letzte Konsequenz auch die Sperrung des Internetzugangs vorsieht. Das ist offensichtlich im aktuellen Interims-Bericht der Regierung nicht vorgesehen. Nach weiteren Beratungen soll die endgültige Version gegen Frühlingsende veröffentlicht werden.

Quelle: www.musikmarkt.de


02.02.2009
Napster überarbeitet sein Angebot

Frankfurt/Main - Der digitale Anbieter Napster stellt seinen Online-Musik-Service ab sofort auch webbasiert zur Verfügung. Die neue Version ermöglicht es den Usern, das digitale Musik-Angebot per Stream an jedem beliebigen PC zu nutzen. Außerdem wurde die Consumer-Seite überarbeitet. Der Napster-Service umfasst derzeit sieben Millionen Titel von 540.000 Künstlern.

Für das Musik-Flatrate-Angebot wurden zwei neue Funktionen eingeführt: Die neue "Automix"-Funktion schlägt den Kunden basierend auf den von ihnen ausgewählten Songs andere Titel vor, die dem individuellen Musikgeschmack des Users entsprechen könnten. Der "MoodManager" wiederum hilft dabei, Musik zur persönlichen Stimmungslage zu finden. Über eine Farbskala können User ihre Laune definieren und sich entsprechende Musik empfehlen lassen.

"Napster hat sich schon immer dadurch ausgezeichnet, sich ständig weiterzuentwickeln", so Thorsten Schliesche, Vice President Sales and Marketing Europe und General Manager Napster Deutschland "Unsere Leitidee war und ist es, Musik unbegrenzt entdecken und teilen zu können - und das so komfortabel und umfangreich wie möglich. Mit der neuen Software und der optimierten Benutzeroberfläche inklusive der Zusatz-Features bieten wir Musik-Fans hierzu noch attraktivere Möglichkeiten, als bisher, jede Art von Musik jederzeit und an jedem Ort genießen zu können."

Quelle: www.musikmarkt.de


27.01.2009
MSN mit neuem Musikangebot

London - Microsofts MSN-Mobile-Portal startet einen neuen Musik-Service auf dem UK-Markt. Handynutzer mit Internetzugang können in Zukunft aus rund einer Millionen Songs, 25.000 Realtones und 10.000 Musikvideos wählen und das Angebot herunterladen. Mit Ausnahme von Universal sind alle großen Majors vertreten, wie "Billboard" berichtet.

Ermöglicht wird das Projekt durch die Partnerschaft mit VidZone Digital Media. Der auf mobile Medien spezialisierte Musikvertrieb übernimmt die Lizenzierung der angebotenen Inhalte und bietet die technische Plattform.

Der MSN-Service ist über alle UK-Handynetze verfügbar. Die Preise liegen bei 1,50 Pfund (1,60 Euro) für Songs, zwei Pfund (2,14 Euro) für Musikvideos und drei Pfund (3,21 Euro) für Realtones. Abgerechnet wird via PayForIt.

Quelle: www.musikmarkt.de


23.01.2009
Downloads überholen CDs bis 2013

London - Digitale Musik wird im Jahr 2013 einen Anteil von 57 Prozent am gesamten Geschäft mit Musikaufnahmen haben. Das ist jedenfalls das Ergebnis einer europaweiten Befragung von über 4.200 Online-Konsumenten, deren Forschungsbericht von der Marktforschungsfirma Forrester Research veröffentlicht wurde. Dem Bericht zufolge bleibt allerdings Musikpiraterie ein schwerwiegendes Problem – vor allem in der Altersgruppe der 16- bis 19-Jährigen, wo illegales File-Sharing viermal häufiger vorkomme als legales Herunterladen von Songs.

Als großer Wachstumsbereich gilt hingegen Social Networking. Mark Mulligan, VP und Research Director bei Forrester, rät der Musikbranche als Konsequenz aus der Studie sich nicht auf traditionelle Einnahmequellen zu fixieren. Denn: Künftig werde das Geschäft mit Lizenzierungen im Digitalbereich ein "Eckpfeiler der neuen Geschäftsmodelle" sein, so Mulligan.

Quelle: www.musikmarkt.de


23.01.2009
7Digital steigert Verkäufe um 260 %

London - Der britische Musikdienst 7Digital hat seine Verkäufe im vierten Quartal um 260 Prozent gegenüber dem selben Vorjahreszeitraum gesteigert, meldet das Branchenmagazin "Billboard". Genaue Verkaufszahlen gab das Unternehmen nicht bekannt. Die Nutzerzahl soll nach Firmenangaben aber bereits 1,6 Millionen überschritten haben.

Album-Top-Seller war "Only By The Night" (Sony Music) von Kings Of Leon. Ben Drury, CEO von 7Digital, macht für das gute Quartalsergebnis die Umstellung des Angebots auf MP3 im September verantwortlich. "Der Übergang zu MP3 hat die digitalen Album-Verkäufe wirklich angekurbelt, da die Verbraucher eher Alben kaufen, als sich ein oder zwei Tracks aus einem Album herauszupicken", sagte er in einem Statement.

Quelle: www.musikmarkt.de


20.01.2009
Plattenvertrag zu gewinnen

Wer es versuchen möchte, bitte:

Singe und performe Deinen Lieblingssong und gewinne einen Plattenvertrag von Universal Music und nimmt einen komplett neuen Song auf!

Mach mit beim großen Casting in 12 Städten. Komm' zum Casting in den SATURN-Markt in Deiner Stadt und singe und performe Deinen Lieblings-Song. Die Jury schaut sich alle eingesendeten Clips an und wählt daraus in regelmäßigen Abständen Zwischensieger aus.

Zwischenfinale
Insgesamt werden 12 Zwischensieger ermittelt. Bist Du darunter, performst Du Deinen Song beim Zwischenfinale live vor Publikum in einem Saturn-Markt. Die Jury ist auch vor Ort. Danach werden alle 12 Videos auf die Webseite gestellt und ganz Deutschland kann für Dich abstimmen. Das Ergebnis von Voting und Jury-Urteil entscheidet am Ende darüber, welche drei Kandidaten ins große Finale einziehen dürfen.

Finale
Die drei Finalisten bekommen jeweils einen Song von Universal Music zugeteilt, den sie im großen Finale live performen dürfen. Danach ist wieder Deutschland und die Jury gefragt um den Sieger zu bestimmen.

Casting Termine in Deinem Saturn
Die Castings finden immer am Wochenende und um die gleiche Uhrzeit in den teilnehmenden Saturn-Märkten statt.
Fr.: 14.00 - 20.00 Uhr
Sa.: 15.00 - 20.00 Uhr moderiert von Susan Sideropoulos

23. - 24.01.2009 - Duisburg
30. - 31.01.2009 - Oberhausen
06. - 07.02.2009 - Nürnberg
13. - 14.02.2009 - Stuttgart
27. - 28.02.2009 - Dresden
06. - 07.03.2009 - München
13. - 14.03.2009 - Darmstadt
Bitte beachte, dass sich die Tourdaten kurzfristig ändern können.

Quelle:
www.comeunited.de
www.deutschland-singt-online.de


20.01.2009
Digitaldownloads wachsen um 25 %

London – Der Digitalmarkt ist im vergangenen Jahr laut "Digital Music Report" der IFPI weltweit um 25 Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar gewachsen. Dies entspricht einem Fünftel des gesamten Tonträgergeschäfts.

In 2008 wurden weltweit insgesamt 1,4 Milliarden Single-Track-Downloads verkauft. Dies entspricht einem Anstieg um 24 Prozent. Auch die digitalen Albumverkäufe weisen einen Zuwachs von 36 Prozent aus. Bestseller war "Lollipop" von Lil Wayne mit 9,1 Millionen Einheiten. Dies sind 1,8 Millionen Einheiten mehr als der meistverkaufte Single-Download in 2007.

Allein in den USA sind die Verkäufe von Einzeltracks um 27 Prozent auf 1,1 Milliarden Downloads gestiegen. Digitale Alben verbuchten ein Umsatzplus von 32 Prozent (66 Millionen Einheiten). Der Zuwachs beim Verkauf von Einzeltracks in Deutschland lag laut IFPI bei Einzeltracks (37,4 Millionen Downloads) bei 22 Prozent. Bei den Alben waren es 4,4 Millionen Exemplare. Dies ist ein Anstieg um 57 Prozent.

Quelle: www.musikmarkt.de


13.01.2009
Downloads beleben Single-Geschäft

London - Die Single-Verkäufe in Großbritannien verbesserten sich 2008 um 33 Prozent - dank eines starken Wachstums im Download-Bereich. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 115 Millionen Singles (physisch und digital) verkauft, wie BBC meldet.

Alben von Take That, Girls Aloud und The Killers verhalfen im zurückliegenden Jahr auch dem britischen Album-Geschäft zu einem besseren Jahresendergebnis als erwartet. So verkaufte sich der neue Longplayer der britischen Band Take That, "The Circus" (Polydor/Universal), der erst am 1. Dezember in Großbritannien erschien, innerhalb kürzester Zeit über 1,4 Millionen Mal. Allerdings schrumpfte der UK-Album-Markt 2008 insgesamt um 3,2 Prozent. Im Vergleich zu den USA ein milder Rückgang: Dort ging der Album-Markt im Vergleich zu 2007 um 14 Prozent zurück (www.musikmarkt.de berichtete).

Im britischen Digital-Geschäft sieht es etwas anders aus: Zehn Millionen Alben wurden 2008 digital verkauft. Dies entspricht einer Steigerung um 65 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und 7,7 Prozent Anteilen am gesamten britischen Album-Markt, wie BBC meldet.

Das meistverkaufte Album 2008 in Großbritannien lieferte Duffy mit "Rockferry" (A&M/Universal). Insgesamt verkaufte sich das Debüt der Newcomerin 1.685.000 Mal. Bei den Singles ist Alexandra Burke ganz vorne. Die Gewinnerin der Castingshow "The X Factor" lieferte mit dem Leonard-Cohen-Cover "Hallelujah" (Syco) den erfolgreichsten Song des Jahres in UK (www.musikmarkt.de berichtete).

Vor kurzem meldete die britische Entertainment Retailers Association (ERA) einen Rekordabsatz für das Jahr 2008. Demnach wurden mehr DVDs, Games und Musikprodukte als je zuvor verkauft.

Quelle: www.musikmarkt.de




13.01.2009
Musicload ab April DRM-frei

Darmstadt - Nachdem Apple künftig DRM-freie Musik aller vier Majors anbieten will, zieht das deutsche Download-Portal Musicload nach: Bis April dieses Jahres stellt die Plattform nach eigenen Angaben nahezu seinen kompletten Musikkatalog inklusive der Repertoires der vier Majors auf das kopierschutzfreie MP3-Format um.

"Unser Ziel war immer, als einer der ersten Anbieter im deutschsprachigen Raum die komplette Umstellung auf das MP3-Format zu realisieren", so Joachim Franz, Vice President Musicload. "Wir setzen bewusst auf dieses Audioformat, da es das am weitesten verbreitete ist, und nur die Verwendung von MP3 eine maximale Nutzungsfreiheit für den Verbraucher sicherstellt. Wir erwarten, dass von der vollständigen Abschaffung des DRM ein starker Impuls für den digitalen Musikmarkt ausgehen wird."

Aktuell stehen Musicload-Kunden über drei Millionen Songs ohne Beschränkungen durch das Digital Rights Management (DRM) zur Verfügung. Insgesamt bietet Musicload über 6,5 Millionen Tracks zum Herunterladen an. Ein Titel kostet zwischen 79 Cent und 1,99 Euro, die Top 25 der Album-Charts gibt es ab 6,95 Euro.

Quelle: www.musikmarkt.de


13.01.2009
MyVideo mit neuem Musik-Kanal

Berlin - Das Online-Portal MyVideo.de startet mit MusikTV einen eigenen kostenlosen Musikkanal mit über 12.000 Videoclips. Der Channel ist in die Rubriken "Charts", "Top Aufsteiger", "Pop", "Rock", "Rap/R'n'B" und "Elektro" unterteilt. Innerhalb dieser Kategorien steht jeweils eine automatisch festgelegte Liste an On-Demand-Videos als Streaming zur Verfügung.

"Mit dem stetig aktualisierten MusikTV haben wir nun eine feste Anlaufstelle für den sofortigen und bequemen Aufruf tausender Musik-Clips eingerichtet," so Dominic Hesse, Leiter Marketing und Kommunikation der Magic Internet GmbH, der Media-Agentur von MyVideo.de.

Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Onlineforschung (AGOF) wächst der Anteil der Musikinhalte an den Video-Views bei MyVideo.de stetig. Unter anderem verfügt MyVideo über Kooperationen mit Universal Music und Sony Music. "Wir wollen den Musik-Bereich mit einem noch umfangreicheren Angebot und vielfältigen Abruf-Möglichkeiten auf MyVideo.de ausbauen und uns weiterhin als starker Partner für die Musikbranche in den Bereichen Talent-Förderung und Künstler-Promotion engagieren", so Hesse.

Quelle: www.musikmarkt.de


10.01.2009
Treffen "illegale Downloads"

Berlin – Bundesjustizministerin Brigitte Zypries hat die sechs größten deutschen Internetprovider im Januar zu einem Gipfeltreffen eingeladen, um Lösungen beim Umgang mit illegalen Musik-Downloads zu finden, meldet das "Handelsblatt". Erste Gespräche zwischen Providern und der Musikindustrie würden bereit laufen. In der Diskussion ist eine Vereinbarung zwischen Providern und der Musikindustrie, um illegale Downloads zu verhindern. Laut "Handelsblatt" könnte eine solche Regelung vorsehen, dass "Provider verpflichtet werden, Warnungen an Nutzer auszusprechen, die gegen das Urheberrecht verstoßen". Sollten solche Warnungen ignoriert werden, soll ein Strafverfahren eingeleitet werden.

Solche Regelungen gibt es bereits in Frankreich, England und wohl auch bald in den USA. "Damit wollen wir die Klageflut eindämmen. Dafür brauchen wir aber endlich eine Einigung mit den Internetprovidern, möglichst unter Federführun der Politik", zitiert das "Handelsblatt" Stefan Michalk, Geschäftsführer beim Bundesverband Musikindustrie (BVMI). Erste Gespräche mit Providern wie Arcor laufen bereits.

Bundesjustizministerin Zypries will jetzt mit Repräsentanten von Deutsche Telekom, 1&1 Internet, AOL Deutschland, Arcor, Freenet und Kabel Deutschland darüber beraten, wie mit "geplantem europäischen Recht" bei der "Verhinderung und Bekämpfung der Piraterie im digitalen Umfeld" umgegangen werden soll.

Der BVMI macht sich für eine Lösung stark, die sich an der "Olivennes-Vereinbarung" aus Frankreich orientiert. Dort erfolgen Klagen erst nach Warnungen durch die Provider. Notfalls drohen Sperrungen der Internetzugänge. Laut Michalk sei der "Charme der Lösung" bislang noch nicht erkannt worden. Der BVMI-Geshäftsführer ist optimistisch, dass es zu einer Einigung mit den Providern kommt: Die Provider sind wegen der immer geringeren Margen beim Internetzugang auch gezwungen, mehr Einnahmen aus legalen Tauschbörsen zu erzielen."

Quelle: www.musikmarkt.de


08.01.2009
MIDEM: Rekordbeteiligung aus Deutschland

Bonn/Cannes – Mit einer Rekordbeteiligung von insgesamt 132 Labels, Musikverlagen, Produzententeams und Studios stellt die deutsche Musikszene unter dem Motto "German Way Of Music" das größte Areal auf der kommenden MIDEM-Musikmesse (18. bis 21. Januar im französischen Cannes). Die deutschen Aussteller sind gleich auf zwei Ebenen im Palais des Festivals vertreten. Im unteren Geschoss spielt Rock- und Pop-Musik die Hauptrolle, ein Stockwerk höher geben Klassik, Jazz und Weltmusik den Ton an.

Die über 10.000 Fachbesucher aus über 90 Ländern sollen Deutschland als Land der musikalischen Vielfalt und Kreativität erleben. Das wird möglich durch die gemeinschaftlichen Anstrengungen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, des Ausstellungs- und Messesausschusses der deutschen Wirtschaft (AUMA), sowie des Deutschen Musikverleger-Verbandes e.V. (DMV). Jeden Tag laden die Aussteller des deutschen Standes zu einer "Deutschstunde" um 17 Uhr mit kühlem Bier.

DMV-Geschäftsführer Dr. Heinz Stroh: "Die Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie ermöglicht es auch vielen kleineren Firmen und Teams nach Cannes zu kommen, um auf der MIDEM ihre Produktionen vorzustellen. In den vergangenen Jahren ist die Chance für deutsche Musik im Ausland deutlich gestiegen. Das gilt nicht nur für Pop und Rock, sondern auch seit Jahren für die klassische Musik."

Das schwierige wirtschaftliche und finanzpolitische Umfeld könne Deutschland als dem viertgrößten Musikmarkt der Welt nicht den Optimismus rauben. Vielmehr seien die deutschen Musikmacher auch 2009 mit einem gewohnt großen Angebot an Musikkreativität auf der MIDEM vertreten. Stroh ergänzte: "Die Besucher der MIDEM haben die Möglichkeit, in den gut ausgestatteten Ständen die Musik aus Deutschland sofort zu hören und in Ruhe Gespräche für neue Verträge anzubahnen. Die gemeinsame Präsentation der Kreativität aus Deutschland mit Autoren, Produzenten, Tonträgerfirmen und Musikverlegern ist eine ideale Visitenkarte für das internationale Niveau der Musik Made in Germany".

Quelle: www.musikmarkt.de


08.01.2009
iTunes künftig ohne Kopierschutz

Cupertino - Es ist soweit: Apple verabschiedet sich von DRM und bietet künftig kopierschutzfreie Musik aller vier Majors über den iTunes Plus Store an. Nachdem EMI seit Frühjahr 2007 DRM-freie Musik über iTunes anbietet, folgen nun auch Universal Music, Sony Music und Warner Music, wie der kalifornische Konzern in einem Statement mitteilt. Neben den Majors bieten laut Apple Tausende von Indie-Labels ihre Musik ohne Kopierschutz an.

Für 30 Cent pro Song können bereits bei iTunes gekaufte Titel ins DRM-freie Format umgewandelt werden. Insgesamt sollen ab Ende März zehn Millionen Tracks ohne Kopierschutz bei iTunes Plus erhältlich sein.

Ab April 2009 werden Songs in iTunes - laut Apple-CEO Steve Jobs "abhängig von den Forderungen der Musiklabels" - in drei verschiedenen Preiskategorien angeboten: 69 Cent, 99 Cent und 1,29 Euro, wobei die meisten Alben weiterhin zum Preis von 9,99 Euro verkauft werden. Laut Jobs wird die Mehrheit der Songs 69 Cent kosten. Außerdem können sich Kunden ab sofort Songs direkt auf das iPhone 3G über ein 3G-Netzwerk herunterladen.

"Wir freuen uns sehr, dass wir nun die Möglichkeit haben, unseren Kunden DRM-freie iTunes Plus Songs in hoher Audioqualität anbieten zu können und unseren iPhone 3G Kunden zu ermöglichen, ab sofort überall und zu jeder Zeit Musik im iTunes Store über das 3G-Netzwerk kaufen zu können und das zum gleichen Preis, wie es bisher am Computer und über ein WLAN-Netzwerk möglich war", so Apple-CEO Jobs.

Quelle: www.musikmarkt.de


05.01.2009
USA: Digital-Geschäft verbessert sich

New York - Die Gesamtverkäufe aus Alben, Singles, Musikvideos und Downloads belaufen sich in den USA für das Jahr 2008 auf 1,5 Milliarden verkaufte Einheiten - laut Nielsen SoundScan ein neuer Rekord. Im Vergleich zum Jahr 2007 entspricht dies einer Steigerung um 10,5 Prozent.

Bei den digitalen und physischen Albumverkäufen mit 428,4 Millionen verkauften Einheiten verzeichnet das US-Geschäft im Vergleich zu 2007 allerdings einen Rückgang um 14 Prozent. Nach Angaben der englischsprachigen Tageszeitung "International Herald Tribune" gingen die Albumverkäufe seit 2000 um 45 Prozent zurück.

Etwas besser sieht das Download-Geschäft aus: Im vergangenen Jahr wurden laut Nielsen SoundScan über eine Milliarde Download-Tracks abgesetzt - im Vergleich zu 2007 eine Steigerung um 27 Prozent. Die Verkäufe digitaler Alben stiegen um 32 Prozent auf 65,8 Millionen verkaufte Einheiten.

Bislang vermag das digitale Geschäft die rückläufigen CD-Verkäufe jedoch nicht aufzufangen. Laut "International Herald Tribune" wurden im vergangenen Jahr in den USA 361 Millionen CDs verkauft, was im Vergleich zu 2007 einem Rückgang um 20 Prozent entspricht. Dennoch: CDs sind nach wie vor das beliebteste Format bei den Konsumenten und machen laut "Herald Tribune" 84 Prozent der Albumverkäufe aus. Darin sehen Analysten allerdings ein Problem, da zahlreiche US-Handelsketten wie Best Buy und Wal-Mart die Verkaufsfläche für Musikprodukte reduzieren wollen.

US-Marktführer im zurückliegenden Jahr ist die Universal Music Group mit 31,52 Prozent Marktanteil. Im Jahr zuvor hatte der Branchenprimus laut "Billboard" 31,90 Prozent erreicht. An zweiter Stelle folgt 2008 Sony BMG mit 25,3 Prozent Marktanteil, gefolgt von der Warner Music Group mit 21,38 Prozent. EMI erzielt 8,97 Prozent, während die Indies zusammen 12,83 Prozent erreichen.

Das erfolgreichste Album, "Tha Carter III" (Universal), stammt von US-Rapper Lil Wayne. Das Werk verkaufte sich 2,8 Millionen Mal. Damit knackt der Jahresbestseller erstmals in der 17-jährigen Geschichte von Nielsen SoundScan nicht die Drei-Millionen-Marke.

Quelle: www.musikmarkt.de


02.01.2009
Klingeltonkonflikt - BGH entscheidet

Deutschland ist für Musikverleger eine Klingelton-Oase. Während in anderen europäischen Ländern wie Italien oder Belgien für die Nutzung eines Musikwerkes als Klingelton nur eine Gebühr bei der entsprechenden Verwertungsgesellschaft entrichtet werden muss, sind hierzulande darüber hinaus die Bearbeitungsrechte bei Musikverlagen zu klären.

"Zum Teil wird im Ausland kein Bearbeitungsrecht bei Klingeltönen anerkannt, oder es wird mit einem Pfund oder Dollar abgegolten", erklärt Gabriele Schulze-Spahr, Vorstandsmitglied und Vorsitzende im Rechtsausschuss beim Deutschen Musikverleger-Verband. DMV und Verlegerschaft hätten massiv für die besseren Bedingungen in Deutschland gekämpft. Zahlreiche Prozesse seien dafür geführt worden, federführend von EMI Music Publishing, berichtet Schulze-Spahr. "Wir sind beizeiten los marschiert", sagt sie.

Solange das Geschäft noch lief, wollte man bestmöglich daran partizipieren. Und das ließ sich für Musikverlage mit attraktivem Repertoire leichter ohne die GEMA erreichen. So kann ein Musikverlag anders als die GEMA den Lizenznehmern die Rechte verweigern. Darüber hinaus ist die Bestimmung eines Tarifs durch eine Verwertungsgesellschaft zeitaufwendig, unterliegt staatlicher Aufsicht und kann zu einem langwierigen Schiedsverfahren führen. Letzteres bedeutet für Rechteinhaber jahrelanges Warten oder gar Verzicht auf die geforderte Vergütung. Mittlerweile hat sich in Deutschland allgemein durchgesetzt, dass ein Musikverlag pro Werknutzung zweimal beteiligt wird: einmal für die vom Verlag wahrgenommenen Bearbeitungsrechte – sie sind bei der Kürzung eines Werkes zu klären – und einmal für die von der GEMA wahrgenommenen Online-Rechte – sie sind betroffen, weil das Werk als Download angeboten wird.

Vergeblich haben sich Klingeltonhersteller gegen diese doppelte Lizenzierung zu wehren versucht. Gudrun Schweppe, VP Music Licensing Fox Mobile Group, vormals Jamba, spricht von einem "administrativen Overkill", an dem manch ein neues Geschäftsmodell gescheitert ist. "Dass man von drei Lizenzgebern [Label, Verlag und GEMA] die Rechte erwerben muss, gibt es nur in Deutschland", erklärt Schweppe. Oft sei die Zahl der Lizenzgeber sogar größer. "Gerade auf Verlagsseite kann es sein, dass es mehrere Rechteinhaber gibt." Erschwerend kämen häufig auch so genannte Counterclaims (engl. Gegenforderung) hinzu. In solch einem Fall behauptet beispielsweise ein Verlag, er habe 55 Prozent der Bearbeitungsrechte, während ein anderer das gleiche behauptet.

Nicht mit der komplexen Lizenzsituation in Deutschland abfinden will sich ein Schweizer Klingeltonhersteller. Er lehnt die Zahlung einer Lizenzgebühr an den Urheber beziehungsweise seinen Musikverlag ab. Stattdessen geht er davon aus, dass mit der GEMA-Gebühr bereits die benötigten Urheberrechte abgegolten sind. Das Oberlandesgericht Hamburg sieht es anders. In seinem Urteil vom 18. Januar 2006 (Az.: 5 U 58/05) hat es Folgendes entschieden: 1. Die Nutzung urheberrechtlich geschützter Musik als Handy-Klingelton stellt einen Eingriff in das Urheberpersönlichkeitsrecht dar. Dabei handelt es sich um ein Recht, das von der GEMA nicht wahrgenommen werden kann. Die Entscheidung des OLG bezieht sich allerdings nur auf mono- und polyphone Klingeltöne, sie können vom Urheber verboten werden. Wie es bei Realtones aussieht, bleibt ungeklärt. 2. Die GEMA kann keine Rechte zur Bearbeitung von Musik als Klingelton vergeben. 3. Die Zustimmung der Urheber ist auch dann einzuholen, wenn der Urheber einem anderen Nutzer bereits eine Klingeltonversion seiner Musik lizenziert hat.

Alle drei Punkte stärken die Position des Urhebers respektive seines Verlages bei der Klingeltonlizenzierung. Der Schweizer Klingeltonhersteller hat das Urteil des Oberlandesgerichts nicht akzeptiert und ist in Revision gegangen. Am 18. Dezember 2008 soll nun der Bundesgerichtshof entscheiden, ob es bei der Doppellizenz bleibt oder die GEMA-Gebühr ausreicht.

Das Urteil des Bundesgerichtshofes wird von Verlagen und Klingeltonherstellern gleichermaßen mit Spannung erwartet, obgleich es an Bedeutung verloren hat. Die Goldgräberstimmung der Verlage beim Klingeltongeschäft, wie sie einst bei mono- und polyphonen Klingeltönen herrschte, ist längst Geschichte. Hier gingen bis zu 18 Prozent des Endverbraucherpreises (EVP) eines Klingeltons an den Musikverlag. Heute dominieren Realtones das Geschäft. An ihnen werden Verlage nur noch mit circa vier Prozent des EVPs beteiligt, wie der Deutsche Musikverleger-Verband mitteilt. Zu dieser Bearbeitungsgebühr kommt noch die GEMA-Gebühr. Sie ist im Tarif OD 1 für "Ruftonmelodien" festgelegt und liegt heute bei 10,45 Prozent abzüglich 20 Prozent Gesamtvertragsnachlass für Bitkom-Mitglieder wie Fox Mobile.

Generell hat der Klingeltonmarkt seinen Zenit überschritten. Der Absatz ging 2007, wie dem IFPI-Jahrbuch zu entnehmen ist, um 3,6 Millionen Stück zurück; für 2008 ist nach Einschätzung von Schulze-Spahr ein ähnlicher Rückgang zu erwarten. Zu den neuen Umsatzbringern gehört nach Schweppe zumindest bei Fox Mobile der Games- und Video-Bereich. Von nicht unerheblicher Bedeutung für die Relevanz des BGH-Urteils ist ebenfalls, dass sich der Streitgegenstand geändert hat. Das angefochtene Urteil des Oberlandesgerichts beruht auf einem Berechtigungsvertrag der GEMA aus dem Jahr 2002. Darin ließ sich die Verwertungsgesellschaft erstmalig von den Urhebern das Recht zur "Nutzung der Werke der Tonkunst (mit oder ohne Text) auch als Ruftonmelodien und als Freizeichenuntermalungsmelodien" übertragen (§ 1 h Abs. 4).

Bereits hier hat das OLG Hamburg entschieden, dass damit nicht, wie bereits erwähnt, auch das Bearbeitungsrecht übertragen wird. Die Formulierung der GEMA wurde aber dennoch als ungenau bewertet, weshalb der Berechtigungsvertrag 2005 um folgenden Passus (§ 1 k Abs. 2) erweitert wurde: "Nicht vom Berechtigten werden der GEMA übertragen die Rechte zur Bearbeitung, Umgestaltung und/ oder Kürzung eines Werkes der Tonkunst (mit oder ohne Text) zur Verwendung als Ruftonmelodie und/oder Freizeichenuntermalungsmelodie." Nun ist expliziert formuliert, dass das Bearbeitungsrecht beim Urheber beziehungsweise Verlag verbleibt.

Schweppe würde eine Vereinfachung der Lizenzsituation in Deutschland begrüßen. Doch ob die Abschaffung der Doppellizenz das Klingeltongeschäft belebt, vermag sie nicht zu beurteilen. Schulze-Spahr geht davon aus, dass sich nach dem Urteil nichts verändern wird. "Selbst wenn der BGH die Doppellizenz kippt, gilt immer noch das in der neuesten Fassung des Berechtigungsvertrages geschriebene Wort." Und darin werden der GEMA eben nicht die Bearbeitungsrechte übertragen. Offen bleibt die grundlegende Frage, ob es sich bei der Bereitstellung eines Werkes als Realtones überhaupt um eine Bearbeitung handelt.

Die Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 18. Dezember finden Sie in der "Musikmarkt"-Ausgabe 02/2009.

Quelle: www.musikmarkt.de


31.12.2008
Alles Gute für das Jahr 2009

Das ganze track by track - Team wünscht Dir Gesundheit, Zufriedenheit und Erfolg für das Jahr 2009. Für uns Musiker wird es ein weiteres spannendes Jahr der Veränderungen. Mit uns seit ihr immer topaktuell informiert und vermarktet Eure Werke auf modernstem Standard. Wir stehen Euch immer mit Rede und Antwort zur Seite. Bitte unterstützt uns auch weiterhin so gut.

Alles GUTE vom ganzen Team!!


31.12.2008
EuroSonic - Treffen der Musikbranche

Drei Tage lang steht die europäische Musikbranche im Mittelpunkt beim "EuroSonic Noorderslag" im niederländischen Groningen. Die Mischung aus Kongress und ­Show­case-Festival findet 2009 vom 15. bis 17. Januar statt. Partnerland ist Belgien.

1986 ging das "Noorderslag Fes­tival" erstmals als kleiner musikalischer Wettstreit zwischen Bands aus Belgien und den Niederlanden über die Bühne. Gut 20 Jahre später ist die Veranstaltung zu einem Branchen-Event mit weitreichender Bedeutung geworden. "Angefangen hat alles mit einem Festival für die Menschen in Groningen", berichtet der heutige Creative Director von "EuroSonic Noorderslag", Peter Smidt. "Mittlerweile ist unsere Veranstaltung eine der wesentlichen Plattformen für die euro­päische Musikbranche."

Die Organisatoren Buma Cultuur und Noorderslag Foundation erwarten zur kommenden Ausgabe von "EuroSonic Noorderslag" wieder mehr als 2500 Fachbesucher in der nordholländischen Stadt. Auf dem Programm stehen rund 250 Auftritte von Bands und Künstlern. Die internationalen Acts treten beim "EuroSonic Festival" (15./16. Januar) in verschiedenen Clubs und Konzerthallen in Groningen auf. Aus Deutschland sind dabei unter anderem Bonaparte, Deichkind, Kilians und Polarkreis 18 mit Live-Auftritten präsent. Die niederländische Musikszene stellt sich mit zahlreichen Showcase-Gigs beim "Noor­derslag Festival" am 17. Januar im Veranstaltungszentrum De Oosterport vor.

Dort findet auch an allen drei Tagen ein umfangreiches Kongressprogramm mit mehr als 100 Panels und Meetings statt. Unter anderem wird Simon Frith von der Universität Edinburgh über den Stellenwert von Live-Musik referieren, während Russell Warby von der britischen William Morris Agency Einblicke in seine Erfahrungen aus rund 20-jähriger Tätigkeit im Veranstaltungsgeschäft gewähren wird. Zu den weiteren Themen bei der "EuroSonic Noorderslag Conference" gehören der aktuelle Zustand und die Zukunft des US-Musikmarkts sowie die musikalische Landschaft in Belgien.

Das Nachbarland der Niederlande steht 2009 als Partnerland besonders im thematischen Fokus von "EuroSonic Noorderslag", womit sich der Kreis zu den Ursprüngen der Veranstaltung Mitte der 80er Jahre schließt. "Belgien ist ein Schmelztiegel verschiedener musikalischer Einflüsse, der Bands wie Front 242 oder TC Matic mit einem absolut einzigartigen Sound hervorgebracht hat", sagt Smidt. Der Creative Director von "EuroSonic Noorderslag" lobt an dem Nachbarland zudem die dynamische Live-Szene mit zahlreichen Spielstätten und Festivals wie "Rock Werchter", "das als bestes Festivals der Welt angesehen wird."

Mehrere Preisverleihungen runden das Programm des dreitägigen Events in Groningen ab. So werden die European Border Breakers Awards (EBBA) 2009 erstmals beim "EuroSonic Noorderslag" vergeben. Die Übergabe der Auszeichnung, mit der die EU-Kommission seit 2004 die zehn europäischen Bands und Künstler mit den bestverkauften Debütalben in EU-Staaten außerhalb ihres Heimatlandes ehrt, hatte bislang im Rahmen der Midem in Cannes stattgefunden. In Groningen stehen die EBBA, die in Kooperation mit der Europäischen Rundfunk­union (EBU) verliehen werden, am Eröffnungsabend (15. Januar) auf dem Programm. Der Musiker und BBC-Moderator Jools Holland sowie EU-Kulturkommissar Jan Figel führen durch die Gala, die vom öffentlich-rechtlichen niederländischen Fernsehsender NOS aufgezeichnet wird und am 17. Januar in ganz Europa ausgestrahlt werden soll.

Zu den weiteren Auszeichnungen, die bei "EuroSonic Noorderslag" vergeben werden, zählen der Lex van Rossen Award für die besten jungen Musikfotografen Europas und der Interactive Award. Mit letzterem zeichnen die Veranstalter europäische Bands und Künstler aus, die in herausragender Weise das Internet in ihre Promotion-Aktivitäten einbeziehen. Die fünf Nominierten für diesen Preis sollen noch in diesem Jahr, am 23. Dezember, bekanntgegeben werden.

Quelle: www.musikmarkt.de


28.12.2008
Erfolgreiche Bilanz 2008

Berlin - Die Verantwortlichen für die "Initiative Musik" ziehen für 2008 eine erfolgreiche Bilanz. Insgesamt wurden 82 Projekte und vier Eigenenprojekte gefördert, dazu zählen 69 Künstler- und 13 Infrastrukturprojekte. Der Fokus lag auf Nachwuchs- und Exportförderung.

Rund 1,7 Millionen Euro Fördergeld wurden im Jahr 2008 für Künstler-, Infrastruktur- und Eigenprojekte der Initiative Musik verwendet. Abgabeschluss zur ersten Förderrunde in 2009 ist der 30. Januar 2009.

"Vor allem Nachwuchs- und Exportförderung standen bei unseren letzten Entscheidungen im Vordergrund", so Prof. Dieter Gorny, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Initiative Musik. Zu den geförderten Künstlern und Projekten zählten Newcomer wie Daniel Banjamin, Edelschwarz und Stefanie Hempel sowie bereits bekannte Acts wie MIA., Nico Suave, Polarkreis 18 und Get Well Soon. Zudem wurden auch Projekte unterstützt, darunter ByteFM, Jazzahead! sowie Club popdeurope.

Zu den vier Eigenprojekten zählte unter anderem das Dialogforum "China als Zukunftsmarkt". Hier bündelt die Initiative Musik bundesweit Aktivitäten der Musikindustrie mit dem Ziel, die Geschäftskontakte von Unternehmen der Musikwirtschaft aus China und Deutschland anzubahnen und nachhaltige wirtschaftliche Verbindungen zu knüpfen. Im Rahmen des Dialogforums hat die Initiative Musik vom 11. bis 18. November erstmalig eine Wirtschaftsdelegation nach China anlässlich der Veranstaltungsreihe "Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung 2007 - 2010" koordiniert, für die das Goethe-Institut e.V. vom Auswärtigen Amt beauftragt wurde. Unter diesem Motto präsentierte sich Deutschland in seiner kulturellen und wirtschaftlichen Vielfalt 2008 in Guangzhou und wird sich weiterhin 2009 in Shenyan und Wuhan sowie 2010 zur Expo in Shanghai vorstellen.

Die meisten Bands und Künstler verwenden die bewilligten Mittel für die Produktion von Alben, oft auch für Debütalben, die Auskopplung von Singles, für Promotion der CDs und für Tourneen im deutschsprachigen Raum, in Europa, den USA und Asien. "Durch die Projektförderung zu einem Anteil von 40 Prozent werden bei einem Fördervolumen von 1,5 Millionen Euro Projekte im Wert von 3,75 Millionen Euro Projekte generiert", so Ina Keßler. "Das sind Projekte, die sonst nicht realisiert worden wären".

Quelle: www.musikmarkt.de


20.12.2008
BGH-Urteil zu Ringtones

Karlsruhe - Der Bundesgerichtshofs hat heute entschieden, dass für die Nutzung eines Musikwerkes als Klingelton im Normalfall eine Lizenz der GEMA ausreicht.

In seinem Urteil vom 18. Dezember 2008 (I ZR 23/06) hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass Komponisten der GEMA mit dem Abschluss eines Berechtigungsvertrages in der Fassung des Jahres 2002 oder später sämtliche Rechte einräumen, die zur Nutzung von Musikwerken als Klingeltöne für Mobiltelefone erforderlich sind. Es bedürfe keiner zusätzlichen Einwilligung des Urhebers, wenn das Musikwerk so zum Klingelton umgestaltet wird, wie dies bei Einräumung der Nutzungsrechte an die GEMA üblich und voraussehbar war, heißt es in einer Pressemitteilung des Bundesgerichtshofs. Üblich und voraussehbar sei es, so der BGH, dass die Nutzung eines Musikwerkes als Ruftonmelodie eine Kürzung und digitale Bearbeitung erfordert. Desgleichen verstehe es sich von selbst, dass ein als Klingelton genutztes Musikstück als Signalton verwendet wird und das Abspielen des Klingeltons durch die Annahme des Gesprächs unterbrochen wird. Es sei schließlich allgemein bekannt, dass der Klingelton in einer stetigen Wiederholung eines kleinen Teilausschnitts bestehen kann und nicht zwingend den Beginn des Musikwerkes wiedergibt.

Obwohl der Bundesgerichtshof die Auffassung eines deutschen Komponisten nicht bestätigt hat, dass stets GEMA und Urheber der Verwendung als Klingelton zustimmen müssten, hatte seine Klage Erfolg. Der Komponist habe mit der GEMA einen Berechtigungsvertrag in der Fassung von 1996 abgeschlossen, ist der Pressemitteilung des BGH zu entnehmen. Und in dieser Fassung wurden der GEMA noch keine Klingeltonrechte übertragen.

Quelle: www.musikmarkt.de


20.12.2008
VUT - Musikmarktausblick 2009

Berlin – In einem Marktausblick für 2009 klärt der Verband unabhängiger Musikunternehmen (VUT) seine Mitglieder über die Risiken von Vendor Managed Inventory und Kommissionsgeschäft auf.

Für 2009 droht eine weitere Verschlechterung der bereits jetzt schwierigen Situation im physischen Markt, dem Kerngeschäft der VUT-Mitglieder. Dazu tragen das Vendor Managed Inventory (VMI) wie bei Saturn und Media Markt und die Umstellung Amazons auf Kommissionsware bei. Bei VMI wird die Warenbestückung der Märkte durch den Lieferanten selbst vorgenommen. "Wer das nicht kann oder will, findet nicht mehr statt", so der VUT. Bei Kommissionsware wird "das Verkaufs- und Warenrisiko vollständig auf den Anbieter abgewälzt".

"Stellt man sich eine Zukunft unter diesen Modellen vor, wird der Überlebenskampf unserer Mitglieder noch härter werden. Lassen es die Musikunternehmen zu, dass sich ein Konkurrenzkampf der beiden Umsatzgiganten entwickelt, indem sie abwechselnd dem einen und dem anderen Unternehmen einen Vorteil verschaffen, werden sie selbst am Ende die Verlierer sein", heißt es in dem VUT-Marktausblick.

Um das abzuwenden, ruft der Verband zu besonnenem Handeln auf. Es gelte mit Weitblick und kühlem Kopf die Verschlechterung der Marktsituation nicht zusätzlich durch eigenes Verhalten zu befördern.

Quelle: www.musikmarkt.de


17.12.2008
Music Ally / MidemNet-Contest

Paris - Music Ally und MidemNet verkündeten am Freitag, 12. Dezember, die Gewinner des "New Business Showcase", einem Contest, der die innovativsten Ideen im Bereich digitale Musik würdigt. Die sieben Sieger präsentieren ihre Ideen auf der zehnten MidemNet-Konferenz am 17. und 18. Januar in Cannes.

Music Ally ist ein Unternehmen, das auf digitale Musikstrategie und -forschung spezialisiert ist. MIDEM lädt jedes Jahr Experten und Entscheidungsträger aus der Musikindustrie zu der Veranstaltung MidemNet ein, die sich unter anderem damit befasst, wie man das Zeitalter der digitalen Musik am effektivsten nutzen kann. Beide Unternehmen riefen bereits zum zweiten Mal zu einem Contest auf, in dem Ideen zum Thema digitale Musik präsentiert werden sollten.

Die Gewinner des zweiten Music Ally/MidemNet "New Business Showcase":

Instinctiv aus den USA, präsentierten mit ihrem Instinctiv Shuffle ein Programm für das iPhone und den iPod Touch, dass anhand der Songs, die der Hörer auswählt, seine Gemütslage erfasst und eine entsprechende Playlist generiert.

MPTrax, ebenfalls aus Amerika, wollen das Web 2.0 dazu nutzen, den Austausch zwischen Künstlern und Konsumenten zu fördern. So soll es Privatpersonen beispielsweise möglich sein, über eine Booking-Plattform einen Dj für eine Hausparty zu organisieren. Ein Feedback-System und vorgefertigte Veträge erleichtern die Kommunikation der Parteien.

Mustik aus den Niederlanden ist ein interaktives Musikinstrument, dass die Musik dem Verhalten der Benutzer anpasst.

Passionato aus Großbritannien ist eine Website, die Musik ohne Kopierschutz und in hoher Audioqualität als 320kbps-MP3 verkauft.

Play Anywhere von Catch Media (Israel/US/UK) soll es dem Konsumenten mit Hilfe von Label-Lizenzen ermöglichen, seine Musik auf jedem erdenklichen Medium abzurufen.

Soundcloud aus Deutschland ist eine Online-Audio-Plattform, die den schnellen Musikverkehr zwischen den Usern ermöglicht.

The Echo Nest wurde in den MIT-Labors in Amerika entwickelt und ist nach eigenen Angaben das Software-Equivalent zu einem Hardware-Store für Musikentwickler.

Quelle: www.midem.com / www.musikmarkt.de


16.12.2008
GO!UP - Workshops für Newcomer

Noch bis zum 31. Januar findet im Showroom des Musikhauses Tonger (www.musik-tonger.de) in Düsseldorf eine Workshop-Reihe statt, in deren Rahmen professionelle und national etablierte Musiker aus dem Rock- und Pop-Bereich Newcomern wertvolles Know-How vermitteln. Ziel ist es anhand von Vorträgen und Coaching-Einheiten grundlegendes Know-How für die professionelle Karriere zu vermitteln und die Newcomer über diese Weiterbildungsreihe näher an ihre persönlichen Ziele heranzuführen.

Inhaltlich geht es vor allem um Kompostion, Songwriting, Arrangement und Live-Performance, aber auch Themen wie GEMA, GVL, KSK und Selbstvermarktung im digitalen Zeitalter spielen eine wichtige Rolle.

Die Präsentation der Ergebnisse aller Teilnehmer erfolgt über Auftritte der besten Teilnehmer bei der Konzertreihe The Showcase (www.theshowcase.de) in Köln (Musik-Metropole), im Rahmen des Newcomer Band Contest (www.newcomer-band-contest.de) sowie über ein Abschlusskonzert der GO!UP-Reihe und unplugged im Düsseldorfer Showroom von Tonger vor geladenen Fachleuten aus der Musikwirtschaft.

Für die Workshops werden Musiker und Bands ohne Major-Deal zwischen 15 und 25 Jahren gesucht!

Bewerbungen sind ab sofort möglich und sollten folgendes beinhalten:

* Aktuelle Aufnahmen als mp3-Datei
(eMail mit Link zu Hörproben)
* Bandinfo
* Bandfoto
* Referenzen und Erfolge
* Zukunftsplanung
* Ansprechpartner / Kontakte

Bewerbt Euch direkt hier online über unser Online-Bewerbungsformular
oder per eMail an info@go-up-workshops.de

Die Teilnahmegebühr für einen Workshop beträgt € 49,- pro Person und gilt auch als Gutschein beim Kauf von Waren im Musikhaus Tonger mit einem Wert von 5% des Verkaufspreises des Equipments (www.musik-tonger.de) und beinhaltet außerdem

* Essen und kleine Snacks
* Getränke (Soft-Drinks, Kaffee etc.)
* Zertifikat
* Vorstellung bei Bookern, Veranstaltern, Label-Partnern

Die restlichen Termine findet ihr unter dem Menüpunkt Termine.

Quelle: www.go-up-workshops.de


14.12.2008
T-Mobile startet Mobile-Portal

Bonn/London - T-Mobile startet ein erweitertes, mobiles Musik-Portal, für das der Konzern unter anderem mit der Musik-Plattform Last.fm kooperiert. Weitere Angebote, wie der Verkauf von Tickets oder Merchandising-Artikeln, sollen folgen.

Über einen Musik-Link auf der mobilen web'n'walk-Plattform von T-Mobile erhalten Kunden in Deutschland, Österreich und Großbritannien Zugriff auf einen digitalen Musik-Shop. Durch neue Partnerschaften mit Last.fm, dem Wissensportal Wikipedia, das Künstler-Biografien liefert, und dem Musikerkennungsdienst Shazam bietet T-Mobile seinen Kunden neue Tools, die speziell für die mobile Nutzung optimiert sind.

So können T-Mobile-Kunden über die neue Partnerschaft mit Last.fm künftig über ihr Handy nach ihren Lieblingsbands suchen und erhalten eine Liste mit gezielten Empfehlungen von Last.fm. Die Songs auf den jeweiligen Künstler-Profilen können dann als Full-Track-, Klingel- oder Freizeichenton aufs Handy geladen werden. In Deutschland und Österreich steuert darüber hinaus das Musikmagazin "Intro" aktuelle News bei.

"Intensive Marktforschung hat gezeigt, dass einfache Bedienbarkeit, ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und die Möglichkeit, Musik zu erleben wie und wann sie es wollen, sehr wichtig für die Kunden ist," so Marcus Drügh, Content Business Development T-Mobile Deutschland.

Martin Stiksel, Mitbegründer von Last.fm, ergänzt: "Wir arbeiten intensiv daran, das Besondere an Last.fm überall erlebbar zu machen. Daher ist die Partnerschaft mit T-Mobile ein wichtiger Schritt für uns, dieses Ziel zu erreichen. Unser Archiv umfasst Informationen über 43 Millionen Tracks und zwölf Millionen Künstler, so können wir T-Mobile-Kunden die intelligentesten und überzeugendsten Musik-Empfehlungen geben."

Quelle: www.musikmarkt.de


09.12.2008
Vinyl-Verkäufe gehen zurück

Berlin - Deutsche Vinyl-Vertriebe melden Umsatzrückgänge von bis zu 60 Prozent, so das Branchenmagazin "Billboard". Besonders betroffen von dem Negativtrend sind die Bereiche House, Techno und HipHop. Siegried Zahn, Managing Director des Neuton Medien Vertriebs in Frankfurt, hat dafür eine schlichte Erklärung: der Preis. Immer mehr DJs bevorzugten mittlerweile nämlich billigere MP3s. Neuton will heute, 8. Dezember, Insolvenz anmelden. Die Firma war seit 1993 einer der führenden Vinyl-Vertriebe mit 60 Labels und über 15.000 Katalogtiteln. Neuton beschäft 13 Mitarbeiter.

Zahn zufolge erhöhen die Labels bereits jedes Jahr die Zahl ihrer Releases, um auf die selbe Stückzahl an Verkäufen zu kommen. Vor ein paar Jahren genügten demnach noch zehn Veröffentlichungen mit je 1.000 bis 2.000 verkauften Einheiten. Mittlerweile müssten bereits 20 Releases auf den Markt gebracht werden, da sich pro Veröffentlichung lediglich 400 bis 500 Stück verkauften. Zusätzlich mache der Branche der allgemeine wirtschaftliche Abschwung zu schaffe

Quelle: www.musikmarkt.de


09.12.2008
Youtube sucht Musiker

Fiedeln fürs Netz: In einer großangelegten Aktion sucht das Videoportal YouTube gemeinsam mit einem modernen Komponisten und dem Londoner Symphonieorchester Musiker übers Web. Sie sollen üben, Videos hochladen - und am Ende zu einem globalen Ensemble zusammengestellt werden.



YouTube will zur Casting-Plattform für klassische Orchestermusiker werden. Das " YouTube Symphony Orchestra" ( Deutsche Startseite hier) soll sich über die Videoseite finden - um ein eigens komponiertes Stück des vor allem für seine Filmmusik bekannten Komponisten Tan Dun zu spielen.

Dun, der unter anderem den Soundtrack für "Tiger & Dragon" geschrieben hat, wurde nun mit dem Schreiben einer Internet-Symphonie beauftragt. Die sollen Netznutzer weltweit üben, angeleitet von Profis, die die Stimme ihres jeweiligen Instrumentes bei YouTube in "Meisterklassen"-Videos vorstellen - und von Dun selbst, der das Stück aus einem Videofenster herausdirigiert.

Der Komponist sagte dem Fernsehsender BBC, das Internet sei eine "unsichtbare Seidenstraße, die Menschen überall auf der Welt verbindet". Man müsse seine "Eroica" getaufte Internet-Symphonie nicht mit einem herkömmlichen Instrument spielen, sondern könne sich "irgendeinen Part aussuchen und ihn mit einem beliebigen Instrument oder Objekt in jedem beliebigen Stil" spielen, beispielsweise auch mit "Stöcken oder Metall". Das Resultat müsse allerdings geeignet sein, auch im Orchesterkontext zu funktionieren.

Bis zum 28. Januar haben Nachwuchsmusiker und Profis Zeit, zu üben und sich zu bewerben. Die Sieger des Wettbewerbs dürfen im April in der New Yorker Carnegie Hall auftreten, unter der Leitung des Chefs des Symphonieorchesters von San Francisco, und an einem dreitägigen "musikalischen Gipfel" teilnehmen.


05.12.2008
US-Digitalgeschäft wächst und wächst

New York - Laut einer neuen Studie des Marktforschungsunternehmens Jupiter Research werden die digitalen Verkäufe bis zum Jahr 2013 41 Prozent des Gesamtumsatzes des US-Musikgeschäfts ausmachen. Bislang sind es lediglich 18 Prozent. Die Analysten rechnen mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 17 Prozent.

Trotz der Steigerung werden die digitalen Verkäufe das rückläufige CD-Geschäft nicht auffangen können, wie "Billboard" meldet. Die Gesamteinnahmen der Musikindustrie werden bis 2013 von 10,2 Milliarden US-Dollar auf 9,8 Milliarden US-Dollar fallen.

In fünf Jahren wird knapp über die Hälfte der US-Amerikaner (55 Prozent) digitale Musik in Form von Downloads erwerben. Dabei spielt Digital Rights Management keine große Rolle mehr: Laut Jupiter Research werden lediglich 24 Prozent der Konsumenten davon beeinflusst werden, ob die Musik DRM-frei angeboten wird.

Bis 2013 sollen weitere 75 Prozent der US-Bevölkerung ein MP3-kompatibles Handy beitzen. Die Verkäufe von Over-the-Air-Downloads belaufen sich in fünf Jahren laut Jupiter Research lediglich auf einen Wert von 300 Millionen US-Dollar. Auch Abo-Angebote werden nur leicht zulegen: von 2,7 Millionen auf vier Millionen Abonnenten.

Quelle: www.musikmarkt.de


05.12.2008
Amazon MP3 in Großbritannien

London - Der Download-Shop des Online-Riesen Amazon ist ab sofort auch in Großbritannien verfügbar. Über Amazon MP3 werden nun auch in England Songs aller vier Majors sowie verschiedener Indie-Labels im DRM-freien MP3-Format angeboten. Der neue Download-Store ist über einen Link unter www.amazon.co.uk erreichbar.

Bereits im Juni dieses Jahres waren Gerüchte über den Start des Angebots in Großbritannien aufgetaucht. In England sind Alben ab drei Britischen Pfund, Songs ab 59 Pence erhältlich. Während Top-Alben, wie etwa "The Circus" von Take That, bei Amazon MP3 für drei Britische Pfund erhältlich sind, kostet das Werk bei iTunes 8,99 Britische Pfund. In den USA kosten die meisten Titel zwischen 89 und 99 Cent. Der Preis für ein Album bewegt sich zwischen 5,99 US-Dollar und 9,99 US-Dollar.

Das Amazon-Download-Portal ging in den USA im September 2007 an den Start. Damals standen über zwei Millionen Songs von mehr als 180.000 Künstlern zur Auswahl. Mittlerweile verzeichnet Amazon MP3 nach Unternehmensangaben über 5,4 Millionen Titel. Bereits auf der diesjährigen MidemNet in Cannes gab Amazon bekannt, den DRM-freien Download-Store Amazon MP3 noch in diesem Jahr weltweit verfügbar zu machen.

Quelle: www.musikmarkt.de


01.12.2008
Clipgenerator startet Wettbewerb

Tübingen/Dettenhausen - Die Trivid GmbH, Betreiber der Video-Erstellungsapplikation Clipgenerator, startet gemeinsam mit dem Online-Portal MyVideo eine besondere Weihnachtsaktion.

Wer an dem Wettbewerb teilnehmen will, muss ein aus eigenen Fotos und Videosequenzen gefertigtes Weihnachts-Video über den neuen Clipgenerator-Channel bei MyVideo online stellen. Als Preise winken 2500 Euro sowie verschiedene Sachpreise. Die Videoclips mit den meisten Aufrufzahlen gewinnen. Teilnahmeschluss ist der 31. Dezember.

Zum Hintergrund: Im vergangenen Jahr wurde die Trivid GmbH für den Clipgenerator mit dem Popkomm-IMEA-Award ausgezeichnet (www.musikmarkt.de berichtete). Mit dem Clipgenerator können Online-User aus privaten Digitalbildern und Videosequenzen eigene Videoclips erstellen. Die Videos können mit Musik untermalt werden. Alle Musik-Rechte sind bereits im Vorfeld geklärt. Der Musikpool wird kontinuierlich aktualisiert. Die Technologie kann auch als Widget auf anderen Online-Portalen integriert werden. Die Bedienung des Clipgenerators erfolgt ohne zusätzliche Software-Installierung über den Internet-Browser.


28.11.2008
2011: Downloads überholen CDs

New York - Atlantic Music erbringt mittlerweile nach eigenen Angaben als erstes großes Label in den USA mehr als die Hälfte seines Umsatzes mit digitaler Musik, berichtet die "New York Times". Laut dem Analysten David Card von Forrester Research hat Atlantic sogar einen komfortablen Vorsprung: "Da ist keiner nahe dran".

Zudem reklamiert das Warner-Music-Label für sich, im Vergleich zur Gesamtbranche keine so großen Rückgänge beim Geschäft mit physischen Tonträgern zu erleiden. Unter anderem sind bei Atlantic Records T.I., Death Cab For Cutie und Kid Rock unter Vertrag.

Beim Mutterkonzern Warner Music machten im vierten Quartal des US-Geschäfts digitale Verkäufe noch 27 Prozent am Gesamtumsatz aus. In der Branche soll die Digitalsparte laut Forrester Research die 50-Prozent-Marke frühestens 2011 überschreiten.

Quelle: www.musikmarkt.de


25.11.2008
BGH: Samples unter Voraussetzungen zulässig

Karlsruhe – Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat mit einer Entscheidung zum urheberrechtlichen Status von Samples in Musikstücken die Verwendung kurzer Ausschnitte aus bestehenden Stücken in Neukompsitionen unter bestimmten Voraussetzungen erleichtert. Doch grundsätzlich sind nach Ansicht des Gerichts auch "kleinste Tonfetzen" nach § 85 Abs. 1 Urheberrechtsgesetz geschützt und die Verwendung ein Eingriff in die Rechte des Urhebers, meldet heise online.

Im konkreten Fall geht es um ein Sample in dem Lied "Nur mir" von Rapperin Sabrina Setlur. Da benutzte Produzent Moses Pelham eine etwa zweisekündige Sequenz aus dem Kraftwerk-Titel "Metall auf Metall, die dann fortlaufend auf der Rhythmusspur von "Nur mir" zu hören ist. Der BGH ist nun der Auffassung, dass einerseits auch das winzigste Zitat aus einem Werk geschützt sei, andererseits verweisen die Richter auf eine Vorschrift des Urheberrechts, die jede "freie Benutzung" erlaubt, wenn das neue Werk "einen so großen Abstand hält, dass es als selbstständig anzusehen ist". Grundsätzlich ist allein das Sampling ganzer Melodien verboten.

"Kraftwerk gegen Pelham" ist juristisch jedoch noch nicht endgültig entschieden. Der BGH hat das Verfahren zur Neuprüfung an das OLG Hamburg zurück verwiesen. Das Hanseatische Oberlandesgericht muss nun entscheiden, ob sich Pelham auf die Ausnahme der freien Benutzung berufen kann. Darüber hinaus komme ein freie Benutzung nicht in Betracht, wenn der Komponist des neuen Stücks "befähigt und befugt" ist, die verwendete Tonfolge selbst einzuspielen.


25.11.2008
MP3-Erfinder investiert in DJTunes

Bochum - MP3-Erfinder Prof. Dr. Karlheinz Brandenburg beteiligt sich zusammen mit weiteren Investoren an der Musik-Plattform DJTunes.com.

"Dank der renommierten Verstärkung können wir unseren Usern noch viel mehr bieten", so Timo Becker, Musikproduzent und einer der drei Gründer von DJTunes.com. "Innovativere Features, größere Musikauswahl, aktuellere Pre-Releases, neue Labelverträge und exklusive Specials werden DJTunes.com auch international an die Spitze treiben."

Das im Jahr 2005 gegründete Online-Portal DJTunes.com bietet neben Social-Funktionen rund 300.000 Tracks aus dem Bereich Club- und Dancemusik DRM-frei zum Herunterladen an. Monatlich kommen nach Angaben der Betreiber 20.000 neue Download-Titel im MP3-Format hinzu.

Für das zweite Quartal 2009 steht außerdem der Launch eines neuen HipHop-Portals an.

Quelle: www.musikmarkt.de


23.11.2008
Apple bald komplett ohne DRM?

Cupertino - Nachdem Apple seit Mai 2007 DRM-freie Songs von EMI Music über den iTunes Plus Store anbietet, befindet sich der kalifornische Konzern nun laut einem Bericht des Online-Portals Cnet News in Gesprächen mit den anderen drei Majors über ein Song-Angebot ohne Kopierschutz. Einer der Majors stehe bereits kurz vor Abschluss einer Vereinbarung, meldet das Nachrichtenmagazin.

Die Verhandlungen zwischen Apple und den Majors würden bereits seit einigen Monaten andauern, berichtet Cnet. In jüngster Zeit hatten sich die Gerüchte verdichtet, dass Sony Music künftig DRM-freie Tracks über iTunes Plus anbieten wolle (www.musikmarkt.de berichtete).

Im Mai 2007 lancierte Apple den so genannten iTunes-Plus-Store, über den DRM-freie Titel von EMI und verschiedenen Indie-Labels zum Herunterladen bereit stehen. Universal Music, Sony Music und Warner Music bieten ihre Musik mittlerweile bei anderen Download-Anbietern wie etwa Amazon MP3 in DRM-freien Formaten an.

Quelle: www.musikmarkt.de


19.11.2008
Frankreich: Digitalverkäufe legen zu

Paris - Der französische Musikmarkt verzeichnet bei den Digitalverkäufen für die ersten neun Monate dieses Jahres einen Anstieg von 52,6 Prozent auf 52,8 Millionen Euro gegenüber dem selben Vorjahreszeitraum. Das meldet das Branchenmagazin "Billboard" unter Berufung auf Zahlen des Branchenverbandes SNEP. In dem Zeitraum machten Digitalverkäufe 14 Prozent des Gesamtmarktes aus. Letzterer schrumpfte um 13,9 Prozent auf einen Wert von 382 Millionen Euro.

Bei einer Pressekonferenz führte Christophe Lameignère, Chairman und CEO von Sony Music France sowie SNEP-Präsident, das Digitalergebnis auf neue Verträge mit den Mobilfunkfirmen Orange und SFR zurück, die den Labels Gebührenzahlungen zusichern. Insgesamt machten Streaming- und Abodienste 21 Prozent der Digitalverkäufe aus. 33,7 Prozent der Einnahmen kamen von Internet-Downloads und ganze 45,1 Prozent entfielen auf den Mobilbereich.

Quelle: www.musikmarkt.de


19.11.2008
Probleme mit dem Kazzong-Player

Kazzong sucht neuen Investor

München - Die Finanzkrise erreicht erste digitale Startup-Unternehmen: So steht die Zukunft des Münchner Digital-Dienstleisters Kazzong auf wackeligen Beinen. In einer Mitteilung auf der Website lassen die Betreiber verlauten, dass ein Investor "seine Zusagen aufgrund der Krise nicht erfüllen kann".

Da Kazzong derzeit jedoch noch auf Hilfe von Investoren angewiesen ist, kann das Angebot nur weiterhin betrieben werden, wenn ein neuer Investor gefunden wird. "Ob die Suche erfolgreich sein wird oder nicht, können wir im Augenblick nicht versprechen", heißt es dazu auf Kazzong.de.

Im Juni 2007 von Matthias Riedl und Martin Simma gegründet, versteht sich Kazzong in erster Linie als eine Musikvertriebsplattform, die sich insbesondere auf den Musikverkauf über Social-Network-Portalen wie MySpace und Facebook oder Blogs spezialisiert hat.

Über Kazzong hatten Künstler unter anderem die Möglichkeit, ihre Songs digital über verschiedene Online-Plattformen anzubieten und die Verkäufe in Echtzeit zu verfolgen. Die Verkaufspreise konnten sie selbst bestimmen. Den beteiligten Bands wird nun freigestellt, ob sie ihre Player vorerst stehen lassen oder ihre Accounts löschen wollen. Die Erlöse fließen laut Gesetz in die Insolvenzmasse. Eine Auszahlung sei demnach "äußerst ungewiss".

Quelle: www.musikmarkt.de


17.11.2008
Neue Arten der Vermarktung

Die Vermarktung von Musikern wird wohl in Zukunft über Konzerte, Eintrittskarten, Videos, Werbeartikel und digitale Medien laufen. CD-Verkäufe sollten wir jetzt schon unter "ferner liefen" verbuchen.

Einige Zahlen:
In Deutschland sank der Umsatz mit CDs um ca. 40%. Letztes Jahr waren es nur noch 1,6 Mrd. €. Verkauft wurden in Deutschland im letzten Jahr fast 35 Millionen Lieder im Internet und somit rund ein Drittel mehr als 2006. Weltweit waren es 1,7 Mrd. Titel, die legal herunter geladen wurden (Angabe des IFPI) - ein sattes Plus von 53%.

Das ist die Spitze des Eisberges, bedenkt man, dass jedem bezahlten Song ungefähr 20 illegale Kopien gegenüber stehen (IFPI).

Parallel dazu wachsen die Erlöse der Konzertveranstalter mit zweistelligen Raten. Die deutschen Konzertorganisationen erlösten 2007 2,9 Mrd. € Umsatz.

Was haltet Ihr davon: In Zukunft werden CDs verschenkt, um Karten für teure Konzerte zu verkaufen. Warum wohl sonst gründen jetzt schon einige Veranstalter auch eigene Plattenlabels?

Musikindustrie, spute dich und Musiker, vermarkte dich neu!

Quelle: http://blog.myoon.com


14.11.2008
Napster & Co. rüsten sich für Weihnachten

Weihnachten steht wieder vor der Tür. Und damit überfüllte Fußgängerzonen und Einkaufshektik in den Warenhäusern. Etwas entspannter geht es im Internet zu. Auch zahlreiche Digital-Anbieter haben zum lukrativen Weihnachtsgeschäft spezielle Angebote.

Die Online-Auktions-Plattform eBay.de will ihre Kunden mit den "WOW!"-Wochen ins Netz locken. Jede Woche finden eBay-Kunden ab Donnerstag jeweils ein neues Produkt zu einem besonders günstigen Preis. Die Aktion läuft bis Weihnachten.

Auch digitale Musik-Anbieter wie Napster bieten zur Weihnachtszeit besondere Aktionen. "Wir werden selbstverständlich zielgruppenspezifische Aktionen für unsere Kunden bereithalten", verrät Thorsten Schliesche,Vice President Sales and Marketing Europe und General Manager Napster Deutschland. So soll es zum Beispiel verlängerte Testangebote für die Musik-Flatrate sowie kostenlose Downloads geben. Genaue Details werden aber noch nicht verraten.

Auch der Mobile-Konzern Jamba hält sich noch zurück. "Mit zahlreichen Online- und Offline-Aktionen werden wir auch in diesem Jahr unsere Nutzer überraschen und ihnen die Vorweihnachtszeit versüßen. Details dazu werden aber noch nicht verraten", so Oliver Thiel, VP Marketing and Sales Central and Eastern Europe bei Jamba. "Unsere umfangreiche Produktpalette mit qualitativ hochwertigen Produkten bietet eine große Auswahl an Musik, Spielen, Videos sowie Klingeltönen, Logos und vieles mehr rund um das festliche Thema. Dazu gehören sowohl Weihnachts-Klassiker als auch jede Menge Neuerscheinungen", erläutert Thiel weiter. So wird zum Beispiel passend zur Vorweihnachtszeit im Bereich Full-Track-Downloads der virtuelle Hase Schnuffel am 21. November seinen Song "Weihnachtslied" aus dem neuen Album "Winterwunderland" veröffentlichen. Ob Schnuffel es mit dem Alltime-Favourite "Last Christmas" von Wham! aufnehmen kann? Schließlich ist der Weihnachtsklassiker jedes Jahr aufs Neue bei den Fans gefragt. "Bereits jetzt ist der Titel in den Jamba-Klingeltoncharts deutlich nach oben gestiegen", beobachtet Oliver Thiel.

Ob das diesjährige Weihnachtsgeschäft in Anbetracht der momentanen wirtschaftlichen Lage positiv ausfallen wird, muss sich zeigen. Bei Napster geht man optimistisch in die Saison: "Grundsätzlich erwarten wir eine ähnlich positive Entwicklung wie im letzten Jahr. Die Menschen haben mehr Zeit, sich mit Musik zu beschäftigen, und Musik wird auch weiterhin ein emotionales Geschenk bleiben. Dies kommt einem Service wie Napster, der eine Vielzahl an Möglichkeiten bietet, Musik zu entdecken und zu genießen, sehr entgegen."

Auch andere Online-Anbieter dürften von der Nachfrage nach Musik rund um die stade Zeit profitieren. Marktführer Apple macht dazu jedoch keine Angaben. So oder so: Ob Schnuffel oder Wham!, Weihnachten ohne Musik geht nicht.

Quelle: www.musikmarkt.de




12.11.2008
Musikkanal für Indie-Acts

Köln - Das Online-Musikvideoportal c-tube zeigt künftig seine Wochencharts bei den Fernsehsendern TV Berlin und Jena TV. Dadurch erhalten die c-tube-Bands die Möglichkeit, sich einem breiten Publikum zu präsentieren. Die beiden Sender erreichen gemeinsam eine Reichweite von 350.000 Zuschauern.

Bei Jena TV werden die c-tube-Charts ab 7. November wöchentlich jeweils am Freitag um 20 Uhr zu sehen sein. Neben den Top Fünf der Indie- und Unsigned-Bands werden Features, exklusive Interviews und Konzertmitschnitte gezeigt. TV Berlin strahlt seit 30. Oktober wöchentlich die Top Drei der c-tube-Charts in der Musiksendung "Yagaloo" aus.

c-tube versteht sich als Online-Musikkanal für Indie-Acts ohne Vertrag. Die Künstler stellen sich bei www.c-tube.de mit ihren hochgeladenen Videoclips dem Urteil einer Jury, bestehend aus Musikprofis und Fachjournalisten.

Quelle: www.musikmarkt.de


10.11.2008
Die ENERGY Music Tour 2008

DEINE BAND MACHT MIT!
Wie auch schon in Hamburg und Nürnberg schenkt Radio ENERGY dir deinen Live-Auftritt bei der ENERGY MUSIC TOUR am 06.12.2008 in Stuttgart!

Mit deiner Band spielst du in der Messehalle 1 deine eigenen Songs vor über 13.000 ENERGY Fans. Den gesamten November über kannst du dich auf diesem Profil bewerben. Mach mit und erhalte die einmalige Chance, bei der ENERGY MUSIC TOUR 2008 aufzutreten!

Mitmachen können alls Bands, die einen MySpace Band-Account besitzen und die Teilnahmebedingungen erfüllen. Alle Teilnahmebedingungen findet Ihr unter www.energymusictour.de.

Deadline für die Bandbewerbung ist der 30.11.2008. Die Jury, bestehend u.a. aus Künstlern, Radio ENERGY Moderatoren und Programm Direktoren, wählt in der darauffolgenden Woche aus allen Bewerbungen die beste Band aus. Der Gewinner wird am 02. Dezember auf dem ENERGY Myspaceprofil und auf www.energymusictour.de angekündigt.

Quelle: www.myspace.com/energymusictour


10.11.2008
Zur Hörprobe bitte!

Bei der Suche nach interessanten Newcomern macht Columbia Deutschland den Live-Test: Seit zwei Jahren veranstaltet das Label im Münchner Club Registratur die Konzertreihe "Hoerprobe", bei der sich junge Bands ohne Plattenvertrag vor Publikum beweisen können.

"Newcomer zu finden und aufzubauen ist eines unserer Kerngeschäfte", erläutert Labelchef Philip Ginthör das Konzept. "Mit der 'Hoerprobe' bieten wir unbekannten Bands die Chance, sich vor Publikum zu präsentieren und fördern die lokale A&R-Arbeit." Die Konzertreihe startete im November 2006. Vier Bands erhalten pro Abend die Gelegenheit, bei den Münchner Musikfans, Branchenvertretern und Journalisten auf sich aufmerksam zu machen.

Den Zuspruch seitens der Bands bezeichnet Ginthör als sehr gut: "Es hat sich herumgesprochen, dass sich die 'Hoerprobe' von einem Insiderevent zu einem Event entwickelt, bei dem Szene und Medienbranche aufeinander treffen, um neue und spannende Musik zu hören." Die letzte Veranstaltung im Juli habe bei freiem Eintritt 500 Gäste gezählt. "Für einen Event mit unbekannten Künstlern eine beachtliche Zahl", findet Philip Ginthör.

Zu den Acts, die bislang in der Registratur eine "Hoerprobe" abgaben, zählen etwa Pete Blume, Johannes Oerding, Rainer von Vielen, Timid Tiger,Vorzeigekinder und Bakkushan. Unter dem Motto "Eine Nacht, eine Bühne, vier Bands" findet am 13. November das achte Konzert der Reihe statt. Bis Redaktionsschluss bestätigt waren die Auftritte von Angela's Park und Are We Brothers. Letztere reisen extra aus Dänemark an.

Für die Karriere kann so viel Einsatz durchaus von Nutzen sein. Bei Columbia Deutschland jedenfalls beobachte man alle Bands der "Hoerprobe" genau, sagt Philip Ginthör. "Leaf aus Holland, die mit ihrer Single 'Wonderwoman' fünf Wochen in den Top10 der holländischen Charts waren, stehen bei uns bereits unter Vertrag."

Quelle: www.musikmarkt.de


05.11.2008
Franz Ferdinand Remix Contest

From the 4th through the 25th of November, Beatport.com and Beatportal.com is hosting a remix contest for indie rock band Franz Ferdinand's forthcoming track 'Ulysses', due out in January on their new album. Users will create their own track out of the parts supplied, which will include a free as well as a premium package. The Beatport community will have the chance to vote for their favorite, and one grand prize winner will be chosen.

Winner will receive:
- Their winning track released on DOMINO
- Traktor Pro**
- $100 Beatport gift card
- 500 €*
- Beatport gift bag
*For track rights
**Traktor 3 with free Pro upgrade






04.11.2008
Download-Anbieter starten MP3-Kampagne

London - Sieben britische Download-Anbieter - 7digital.com, Digitalstores.co.uk, HMV.com, Play.com, Tescodigital.com, Tunetribe.com und Woolworthsdownload.co.uk - haben sich zusammengeschlossen und starten in Großbritannien eine MP3-Kampagne. Im Rahmen dieser Aktion sollen Konsumenten über die Vorteile des DRM-freien Formats informiert werden.

Alle sieben Download-Anbieter werden künftig das neue Logo "MP3 compatible" benutzen, um die Kunden darauf hinzuweisen, dass die heruntergeladenen Tracks auf jedem PC, Mac und nahezu jedem tragbaren digitalen Musik-Player abspielbar sind. Außerdem soll das Logo legale Download-Angebote kennzeichnen.

Die Kampagne wurde von ERA Digital, der Digital-Abteilung des britischen Handelsverbands Entertainment Retailers Association (ERA) erarbeitet und wird unter anderem auch vom britischen Branchenverband BPI unterstützt. Die Kampagne soll zu einem späteren Zeitpunkt weltweit lanciert werden. Verhandlungen mit internationalen Handelsverbänden laufen bereits.

Der Erfolg des digitalen Musikgeschäfts ist laut ERA auch auf die Beliebtheit von MP3-Dateien zurückzuführen. Nach Angaben der Official UK Charts Company steigerten sich die Verkäufe von Single-Track-Downloads im Oktober 2008 um 41 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Album-Download-Verkäufe verbesserten sich sogar um 69 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Quelle: www.musikmarkt.de


01.11.2008
Workshops für Newcomer

Workshops für Newcomer - Profis zeigen euch den Weg!

Im Zeitraum 7. November bis 21. Dezember 2008 findet in der Künstleroase Unperfekthaus in Essen (www.unperfekthaus.de) eine Workshop-Reihe an insgesamt 7 Wochenenden statt, in deren Rahmen professionelle und national etablierte Musiker aus dem Rock- und Pop-Bereich Newcomern wertvolles Know-How vermitteln. Ziel ist es anhand von Vorträgen und Coaching-Einheiten grundlegendes Know-How für die professionelle Karriere zu vermitteln und die Newcomer über diese Weiterbildungsreihe näher an ihre persönlichen Ziele heranzuführen.

Die Präsentation der Ergebnisse aller Teilnehmer erfolgt über die Vorstellung der besten Teilnehmer bei der Konzertreihe The Showcase (www.theshowcase.de) in Köln (Musik-Metropole), im Rahmen des Newcomer Band Contest (www.newcomer-band-contest.de) sowie über Konzerte im Unperfekthaus vor geladenen Fachleuten aus der Musikwirtschaft und der geladenen Fachpresse.

Für die Workshops werden Musiker und Bands ohne Major-Deal zwischen 15 und 25 Jahren gesucht!

weitere Infos auf www.go-up-workshops.de


29.10.2008
iMusic1-TV sucht Eigenproduktionen

Frankfurt - Der digitale Musiksender iMusic 1 intensiviert sein Engagement im nationalen Bereich. Künftig sollen im Programm des TV-Kanals verstärkt deutsche Acts gezeigt werden. Außerdem will iMusic 1 stärker auf Eigenproduktionen setzen.

"In den letzten Wochen haben wir mit unserem Team eine Reihe von neuen Programm-Formaten entwickelt, die sich im Speziellen mit der Musikszene 'Made in Germany' beschäftigen. Dabei gehören Künstlerspecials von etablierten Acts wie Laith Al-Deen ebenso zu den Aktivitäten wie längere Sondersendungen zu Shootingstars wie Serum 114 oder Luxuslärm", erklärte Marketingchef Uwe Lerch.

Bei Eigenproduktionen engagiert sich iMusic 1 unter anderem im Bereich Live-Auftritte. Kürzlich hat der TV-Sender das Konzert der Deutsch-Rocker Extrabreit mit dem Philharmonischen Orchester Hagen gefilmt, das 2009 bei iMusic 1 gezeigt werden soll.

Zusätzlich dazu sind Künstler-Specials geplant, bei denen deutsche Prominente ihre musikalischen Jugendidole präsentieren. In der ersten Sendung aus dieser Reihe erzählt der Comedian Atze Schröder über AC/DC. Das Special soll am 6. Dezember um 20 Uhr gezeigt werden.

Quelle: www.musikmarkt.de


28.10.2008
Neues russisches Download-Portal gestartet

Moskau - In Russland startet mit Muz.ru ein neues Download-Portal. Nach Angaben der Betreiber, der Russian Media Group und der Investmentfirma Kapital, ist es bislang Russlands größter legaler Online-Store. Neben Musik-Downloads sollen künftig auch Konzert-Tickets und Mobile-Content angeboten werden.

Zunächst sollen auf der Website bis zum Jahresende mehr als eine Million Tracks als "à la carte"-Downloads erhältlich sein. Den registrierten Usern stehen laut "Billboard" Songs von Universal Music, Warner Music und Sony BMG sowie verschiedener lokaler Labels zum Herunterladen zur Verfügung. Während die Titel nationaler Acts nach Angaben von "Billboard" zum Großteil für elf Rubel (42 US-Cent) angeboten werden, kosten Downloads von westlichen Künstlern bis zu 29 Rubel (1,10 US-Dollar).

Bislang wurden rund 2,5 Millionen US-Dollar in Muz.ru investiert. Bis Ende des Jahres sollen weitere zwei Millionen US-Dollar für Werbung ausgegeben werden.

Quelle: www.musikmarkt.de


25.10.2008
Vergütung für gestreamte Musikstücke

Komponisten, Texter und Verlage bekommen Anteil an Einnahmen

Verbände aus verschiedenen Bereichen der US-Musikbranche haben eine Einigung über die Abgeltung für bestimmte Musikangebote im Internet erzielt. Danach bekommen Komponisten, Texter und Verlage von Streamanbietern und Musikabodiensten 10,5 Prozent der Einnahmen.

Plattenfirmen, Komponisten, Musikverlage und Onlineanbieter von Musik haben sich in den USA auf die Bezahlung der Künstler für die Distribution der von ihnen geschriebenen Musikstücke über das Internet geeinigt. Damit beenden sie einen seit mehreren Jahren andauernden Streit um die Abgeltung der Autoren von Musikstücken. Entsprechend begrüßten die Parteien die Regelung in einer gemeinsamen Erklärung als "Durchbruch, der neue Wege eröffnet, um Kunden Musik online anzubieten".

Demnach zahlen die Anbieter von Musikstreams 10,5 Prozent ihrer Einnahmen an die Komponisten, Texter und Verlage. Die Musiker und die Plattenfirmen sind davon nicht betroffen. Die Einigung bezieht sich zudem nur auf "interaktives Streaming" und "limitierte Downloads" von Musik, das heißt Angebote, bei denen die Nutzer Streams selbst abrufen, und Musikabodienste wie etwa Napster to Go, bei denen der Nutzer Musikstücke zwar auf seine Festplatte laden kann, diese aber gelöscht werden, wenn er das Abonnement kündigt.

An den Verhandlungen beteiligt waren die Digital Media Association (DiMA), die National Music Publishers' Association (NMPA) und die Recording Industry Association of America (RIAA). Die Künstler wurden vertreten durch die Nashville Songwriters Association International (NSAI) sowie die Songwriters Guild of America (SGA). Die Einigung muss noch von den Richtern des US Copyright Royalty Board gebilligt werden.

Quelle: www.golem.de




23.10.2008
Internationale Songwriter-Woche

Wie entsteht ein erfolgreicher Song, welche Arbeitsprozesse stehen hinter den Produktionen international erfolgreicher Stars der Musikbranche? Dieses Know-How vermitteln erfahrene Songschreiber aus dem Musikgeschäft den Studierenden des Studiengangs Popmusikdesign der Popakademie Baden-Württemberg. Vom 27. Oktober bis 2. November 2008 findet die international besetzte Kreativwoche in der Mannheimer Hochschuleinrichtung statt. „Die Songwriter-Woche simuliert reale Bedingungen des Musikmarkts und ist damit einer der wichtigsten Bestandteile der Ausbildung an der Popakademie. Ein internationales Dozententeam coacht unsere Studierenden“, erklärt Prof. Udo Dahmen, Künstlerischer Direktor und Geschäftsführer der Popakademie Baden-Württemberg. Dem Dozententeam unter Leitung von Michelle Leonard (England) gehören Jan „Vd3“ van der Toorn (Holland), Hanne Sorvaag (Schweden), der ehemalige Spin Doctors-Sänger Chris Barron (USA), Pelle Nylén (Schweden), Alexander Zuckovski (Deutschland), KiKo Masbaum (Deutschland) und Stefan Knoess (Deutschland) an.

Neben der Arbeit an neuen Songs stehen Studioarbeit und Instrumentalunterricht auf dem Stundenplan. In insgesamt 14 Teams feilen die Songwriter- und Producerstudierenden an ihren Kompositionen und Co-Writings. Am Ende der Coachingwoche steht die professionelle Beurteilung der Kompositionen in einer Feedbackrunde. In der Jury sitzen u.a. Siad Rahman (EMI Music Publishing) und Professor Udo Dahmen. Die während der Songwriterweek enstandenen Werke können nach der Feedbackrunde von den Studierenden noch zwei Wochen bearbeitet werden und haben danach die Chance, an internationalen Pitchings teilzunehmen.

Quelle: http://www.popakademie.de


20.10.2008
Neuer Videoclip-Generator auf dem Markt

Dettenhausen/Tübingen - Der digitale Service Clipgenerator von der Trivid GmbH wartet mit einer Reihe neuer Features auf. Unter der neuen Web-Adresse www.clipgenerator.com können Online-User aus privaten Digitalbildern und Videosequenzen eigene Videoclips erstellen. Die Videos können mit Musik untermalt werden. Alle Musik-Rechte sind bereits im Vorfeld geklärt. Der Musikpool wird kontinuierlich aktualisiert.

Die selbsterstellten Videos können unter anderem auf Portalen wie YouTube oder MyVideo online gestellt werden oder per E-Mail an Freunde versandt werden. Ab sofort ist bei Clipgenerator keine Registrierung mehr nötig. Die eigenen Bilder können von Web-Diensten wie Picasa, Flickr oder Facebook bezogen werden.

Zum Hintergrund: Im vergangenen Jahr wurde die Trivid GmbH für den Clipgenerator mit dem Popkomm-IMEA-Award ausgezeichnet. Die Technologie kann auch als Widget auf anderen Online-Portalen integriert werden. Die Bedienung des Clipgenerators erfolgt ohne zusätzliche Software-Installierung über den Internet-Browser.



20.10.2008
Remix-Contest auf MySpace

Berlin - Das Hamburger Elektro-Duo Digitalism veranstaltet ab dem 17. Oktober einen Remix-Contest auf MySpace. Unter www.myspace.com/digitalism können Fans einzelne Bestandteile des Songs "Taken Away" herunterladen und anschließend neumischen.

Für die Teilnahme reicht es, die neu gemixte "Taken Away"-Version auf sein eigenes MySpace-Profil hochzuladen und anschließend den Kommentar "I remixed Taken Away" auf dem Profil von Digitalism zu hinterlassen. Alternativ kann man den Remix-Weblink mit demselben Hinweis per E-Mail an iremixedtakenaway@thedigitalism.com schicken. Einsendeschlusss ist der 17. November. Der Sieger wird Anfang Dezember auf MySpace bekanntgegeben.

Den Gewinnertrack wollen das Digitalism-Label Kitsune und EMI anschließend auf einem Album veröffentlichen. Außerdem können Contest-Teilnehmer Tickets für das Hamburger Abschlusskonzert der "Digitalism/Idealism 2007/2008 Europa Live Tour" am 4. Dezember sowie T-Shirts und exklusive Vinyls gewinnen.

Quelle: www.musikmarkt.de


16.10.2008
Deutscher Download-Markt wächst weiter

Baden-Baden - Im dritten Quartal 2008 wurden in Deutschland nach Angaben von Media Control 11,5 Millionen legale Musik-Downloads im Internet getätigt. Dies entspricht einer Steigerung um 21,8 Prozent im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig wuchsen die Umsätze zwischen Juli und September 2008 um 33,6 Prozent auf 21,6 Millionen Euro.

Ulrike Altig, Geschäftsführerin von Media Control GfK: "Kommerzielle Musik Downloads entwickeln sich zunehmend zum Massenmarkt." Seit Anfang 2008 wurden insgesamt 33,7 Millionen digitale Produkte im Wert von rund 61,7 Millionen Euro von den verschiedenen legalen Musikportalen heruntergeladen, wie Media Control meldet.

Besonders so genannte Bundles profitieren von der stark gestiegenen Bereitschaft der Kunden, komplette Alben auf den PC oder das Handy herunterzuladen. Um 61,2 Prozent auf 1,1 Millionen Stück vergrößerte sich die Verkaufsmenge dieser Produkte. Die Zahl der Einzeltracks legte von 8,7 Millionen im dritten Quartal 2007 auf aktuell 10,3 Millionen zu - ein Plus von 18,6 Prozent.

Bis zum Jahresende wird ein neuer Rekordwert von knapp 45 Millionen Musik Downloads prognostiziert.

Der erfolgreichste Titel im dritten Quartal war Katy Perrys "I Kissed A Girl" (EMI). Platz zwei ging an Kid Rock und seinen Nummer-Eins-Hit "All Summer Long" (Warner), gefolgt von "Sweet About Me" (Universal) von Gabriella Cilmi.

Das beliebteste Download-Album stammte vom britischen Tenor Paul Potts. Sein Debütalbum "One Chance" (Sony BMG) verwies "Viva La Vida" (EMI) von Coldplay auf den zweiten Rang. Amy MacDonald belegte mit "This Is The Life" (Universal)
Position drei. Das Mitte September erschienene neue Metallica-Album, "Death Magnetic" (Universal), landet bereits auf Position vier.

Quelle: http://www.musikmarkt.de


16.10.2008
Musikformat SlotMusic startet in dieser Woche

Die Firma SanDisk hat Details über ihr neues Musikformat slotMusic bekanntgegeben, das als MicroSD-Speicherkarte auf den Markt kommt. In den USA sollen noch in dieser Woche Alben in dem Format zum Preis von je 15 US-Dollar verkauft werden, meldet das Branchenmagazin "Billboard". Darunter sind Künstler aller vier Major-Labels.

Zudem soll ein spezieller Player zum Preis von 20 US-Dollar angeboten werden, der aus einem einfachen Kartenleser ohne eingebauten Speicher besteht. Mit dem Gerät können Nutzer weder Songs aus dem Internet herunterladen, noch Musikdateien von einem Computer überspielen.

Für Künstler bietet das Lesegerät dagegen eine interessante Option. Es besteht die Möglichkeit, den Player in einer Fan-Variante anzubieten, die eine bespielte Ein-Gigabyte-Speicherkarte enthält und mit Namen und Bild des Künstlers versehen ist. Der Fan-Player ist für 35 US-Dollar zu haben. Als Zubehör gibt es unter anderem ein Tasche für die Speicherkarten sowie ein Armband an dem der Player befestigt werden kann.

Zu den Künstlern, die beim Startangebot dabei sind gehören ABBA, Chris Brown, Coldplay, Daughtry, Elvis Presley, Jimi Hendrix, Jimmy buffet, Katy Perry, Keane, Kelly Clarkson, Kiss, Leona Lewis, Lynyrd Skynyrd, MIA, Nelly, New Kids On The Block, Ne-Yo, Nickelback, Pussycat Dolls, Rihanna, Rise Against, Robin Thicke, Tim McGraw, Toby Keith, Usher sowie Weezer.

In Europa und anderen Regionen soll das neue Angebot Medienberichten zufolge erst 2009 starten. Für Deutschland ist laut ZDnet ein Demoprojekt geplant. So soll Ende Oktober Perrys Album "One of the Boys" im Paket mit dem MP3-Player Sansa Fuze 4GB von SanDisk auf den Markt kommen.

Quelle: http://www.musikmarkt.de - Thorsten Steer


11.10.2008
GfK-Studie zur Live-Branche

Im September 2007 legten der Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft und das Branchenmagazin "Musikmarkt & Musikmarkt LIVE!" einmal mehr eine GfK-Studie zum Konsumverhalten der Veranstaltungsbesucher in Deutschland vor. Nach dem Zahlenwerk für das erste Halbjahr 2007 ist jetzt ein Update erschienen, das das Gesamtjahr 2007 berücksichtigt.

Die 30-seitige Studie überzeugt nicht nur mit einer Fülle an Zahlenmaterial, das der Verband und "Musikmarkt & Musikmarkt LIVE!" in enger Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Konsum-, Markt- und Absatzforschung abgefragt hatten, sondern auch mit einer ansprechenden Aufmachung: Die Gliederung ist klar und verständlich, Papier- und Druckqualität ansprechend. Beim Betrachten der 45 Charts und dem Lesen der Kommentare wird nicht nur Lobbyisten das Herz aufgehen (knapp vier Milliarden Euro Umsatz durch die Live-Branche in Deutschland! auf Augenhöhe mit dem Buchmarkt!), sondern auch vielen Konzertveranstaltern Fakten zu ihrem alltäglichen Business an die Hand gegeben.

Welche Musikgenres sind derzeit am beliebtesten und wie sieht es in den verschiedenen Altersgruppen aus? Wo werden die Tickets gekauft? Und wann? Wie viel gibt der geneigte Konzertbesucher für Gastronomie und Merchandising aus? Zu allen diesen und einigen weiteren Fragen gibt die vorliegende GfK-Studie Antworten. Übrigens – es ist natürlich das Musical, das mit einem Umsatzanteil von 21 Prozent glänzt und den Titel als beliebteste Veranstaltungsform verliehen bekommt. Gefolgt von klassischer Musik und Musik-Festivals, die im Jahr 2007 jeweils rund 400 Millionen Euro in die Kassen der Veranstalter spülten.

Eines ist jedenfalls sicher: Die Live-Branche erfreut sich nicht nur eines gesunden Wachstums (plus 15 Prozent seit der ersten GfK-Studie im Jahr 1995), sondern ist auch einem tiefgreifenden Wandel unterlegen. Neue Veranstaltungsformen, zum Beispiel Show-Sport, Dinner-Shows oder Event-Klassik, nehmen an Beliebtheit zu, und der Trend beim Ticketkauf geht klar weg von der Vorverkaufsstelle – um nur zwei Themen herauszugreifen. Wie hoch ist der Anteil der Vorverkaufsstellen am Ticket-Gesamtmarkt? Er liegt nur noch bei 43 Prozent, wie einem Chart der Studie zu entnehmen ist. Fakten als Grundlage für Diskussionen – diese Aufgabe will die Publikation einmal mehr übernehmen.

Die Studie kann zum Preis von 79 Euro beim Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft und bei "Musikmarkt & Musikmarkt LIVE" (anzeigen@musikmarkt.de) bestellt werden.

Quelle: www.musikmarkt-live.de - Martin Schrüfer


06.10.2008
Musikdownloads wachsen stark

Die Musikdownloads standen und stehen immer noch im Schatten der echten CD-Verkäufe. Dennoch wird die Branche 2008 ein starkes Umsatzwachstum verzeichnen. Gegenüber dem Vorjahr steigen die Umsätze in Deutschland um rund 30 Prozent auf voraussichtlich 78 Millionen Euro.

Bei den Umsätzen sind Einzelsongs und komplette Alben berücksichtigt worden. Nach einer Erhebung des Marktforschungsinstituts GfK, die im Auftrag des Bitkom-Verbandes durchgeführt wurde, stieg nicht nur der Umsatz, sondern auch die Zahl der verkauften Musikstücke.

"Der Downloadmarkt wächst sprunghaft", sagte Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer. Bereits im ersten Halbjahr 2008 haben sich die Deutschen Musik für 39 Millionen Euro auf ihre PCs heruntergeladen. Im Vorjahreszeitraum waren es in den ersten sechs Monaten 27 Millionen Euro.

Die Zahl der Downloads wird auf etwa 38 Millionen Einzelsongs und Alben ansteigen. Das sind zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Die Prognose basiert auf den Zahlen des ersten Halbjahres. In diesem Zeitrum wurden 19 Millionen Songs und Alben heruntergeladen. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres lag der Wert bei 15,7 Millionen.

Derzeit kostet ein Einzelsong im Durchschnitt 1,84 Euro. Zur Preisentwicklung wurden keine Angaben gemacht.

Musikdownloads werden auch für ältere Nutzer interessanter. Damit erreicht die Musikindustrie ein zahlungskräftigeres Publikum mit großem Wachstumspotenzial. Jeder zweite Downloadkunde (55 Prozent) im ersten Halbjahr 2008 war älter als 29 Jahre. Männliche Nutzer überwiegen im Musikdownload-Geschäft. Sie laden sechs von zehn Dateien herunter.

Quelle: http://www.golem.de/0810/62757.html


02.10.2008
Youtube stellt neues Tool zur Verfügung

Da hat sich der Hobbyfilmer so viel Mühe gegeben und ein möglichst unterhaltsamen Clip gebastelt, stellt ihn bei YouTube ein - und dann tote Hose. Niemand interessiert sich, Kommentare bleiben aus. Was ist falsch gelaufen?

Um das herauszufinden und möglichst publikumsträchtige Videoclips zu produzieren, kann der Heimregisseur jetzt ein neues Tool von YouTube nutzen. Das Online-Filmportal hat seine Video HeatMap veröffentlicht, deren statistische Auswertung informiert, an welchen Stellen eines Clips besonders viele User zuschauen und wo sie sich wieder verabschieden. Das entsprechende Diagramm zeigt anschaulich und sekundengenau, wo der Zuschauer-Zuspruch überdurchschnittlich groß ist und an welchen Stellen Szenen vorhanden sind, die besser noch mal überarbeitet werden sollten.

Quelle: www.spiegel.de / Richard Meusers


02.10.2008
Apple droht iTunes Store zu schließen

Apple droht mit der Schließung seines Online-Musikladens iTunes Store. Der Grund: In den USA wird derzeit über eine Erhöhung der Lizenzgelder nachgedacht. Musiker sollen demnach pro digital verkauftem Titel statt bisher sechs künftig 15 Cent überwiesen bekommen.

Das amerikanische Copyright Royalty Board (CRB), für die Festlegung von Urheberabgaben zuständig, wird voraussichtlich am Donnerstag eine entsprechende Anordnung verkünden. iTunes-Chef Eddy Cue quittierte dieses Ansinnen mit der Äußerung, eher würde man das Musikangebot schließen, als den Preis für Songs über die derzeitige Grenze von 99 Cent anheben. Ansonsten wären Verluste unvermeidlich, was ein Ende des dann nicht mehr profitablen Geschäftsbetriebes bedeuten würde.

Derzeit stehen alle Musikunternehmen unter dem Druck, nach dem Einbrechen der Umsätze durch CDs die geschwundenen Einnahmen durch den verstärkten Verkauf von Download-Titeln zu kompensieren. Logisch, dass sie über eine Abgabenerhöhung nicht glücklich wären. Anders die Sicht des Komponistenverbandes NMPA: "Es mag ja sein, dass Apple Songs gerne billig abgibt, um iPods besser zu verkaufen", wird NMPA-Chef David Israelite zitiert. "Aber wir bekommen keinen Penny für den Verkauf von iPods."

Quelle: www.spiegel.de / Richard Meusers


30.09.2008
EU-Kommission plant Überarbeitung des Internethandels

Brüssel - Die Schranken, denen Konsumenten online begegnen, sind EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes weiterhin ein Dorn im Auge. "Den Völkern Europas wurde eine Union versprochen, ein Raum ohne Grenzen: doch im Internet gibt es diesen noch nicht," erklärt sie ihre Handlungsmotivation. Zusammen mit Industrie- und Konsumentenvertretern will die Kommissarin den gängigen Methoden auf den Grund gehen und gegebenenfalls die Regeln ändern.

Das Komitee soll sich mit dem Online-Handel im Allgemeinen auseinandersetzen und Lösungsvorschläge zu folgenden Themen erarbeiten: Möglichkeiten für das Wachstum des Sektors, neue Produkte, Dienstleitungen und Vertriebsmethoden und Grenzen, an die Konsumenten beim Online-Handel stoßen.

Im Speziellen will Kroes den Vertrieb der Copyright-geschützten Produkte im Internet untersuchen. "Es macht den Anschein, als ob wir im Online-Handel mit digitalen, Copyright-geschützten Produkten einen fragmentierteren europäischen Markt haben, als für dieselben Produkte in physischer Form," heißt es in der Pressemitteilung des Komitees. Kroes stellt die Frage direkt: "Wieso ist es möglich, sich im Online-Handel eine CD zu kaufen und sie überallhin in Europa schicken zu lassen, aber es ist nicht möglich, dieselbe Musik von demselben Künstler mit ebenso geringem Aufwand als elektronischen Download zu erwerben?" Dieses paradoxe Problem will die EU-Kommissarin aus der Welt schaffen.

In diesem Zusammenhang soll das Komitee vor allem auf die Rolle der Verwertungsgesellschaften und der direkten Lizenzierung eingehen. Außerdem soll geklärt werden, ob die Abwesenheit eines europaweiten Lizenzierungssystems das Wachstum des Online-Marktes behindert und ob eine von Staat zu Staat unterschiedliche Lizenzierung überhaupt nötig ist. Zusätzlich sollen neue Distributionsmodelle für Copyright-geschützte Produkte gefunden werden.

Kroes gibt zu, dass die Probleme sehr vielschichtig sind, doch sie ist entschlossen, die komplexen Strukturen aufzulösen: "Wenn die Wettbewerbsregeln zu unklar sind, werde ich sie klarstellen. Wenn die Wettbewerbsregeln zu alt sind, werde ich sie auf den neuesten Stand bringen. Und natürlich, wenn die Wettbewerbsregeln nicht eingehalten werden, möchte ich Konsumenten und Unternehmen wissen lassen, dass ich sie strikt durchsetzen werde."

Letzen Mittwoch, 17. September, fand die Auftaktveranstaltung statt, an der unter anderen Apple-CEO Steve Jobs, EMI-Geschäfsführer Roger Faxon, eBay-Geschäftsführer John Donahoe, Rolling Stone Sir Mick Jagger und der Geschäftsführer der britischen Konsumentenvereinigung Which, Peter Vicary Smith, der von Thomas Houghton vertreten wurde, teilnahmen. Vorsitzender der Arbeitsgruppe ist Ben Verwaayen, Geschäftsführer von Alcatel-Lucent. Kroes erwartet den Abschlussbefund des Komitees innerhalb eines Monats.

Autor: Martina Gabric / musikmarkt.de


27.09.2008
iTunes erkennt Musikgeschmack

Jetzt kommen automatisierte MP3-Mixtapes: Apples Musiksoftware iTunes, stellt automatisch personalisierte Musiksammlungen zusammen. Was darin fehlt, wird zum Kauf angeboten, sämtliche Daten an Apple übertragen.

Vor nicht allzu langer Zeit galten Menschen mit einer Sammlung von mehreren hundert CDs als ausgesprochene Musikfreunde. Heutzutage tragen selbst Gelegenheitshörer mehrere Regalmeter Musik auf ihrem MP3-Spieler mit sich herum, und der durchschnittliche Teenager hortet Tausende irgendwo "heruntergeladene" Songs auf der Festplatte seines Computers.

Um Ordnung in die Datenmassen zu bringen, hat Apple seiner bekannten Musiksoftware iTunes in der Version 8 einen virtuellen DJ spendiert. Die vom Hersteller gewohnt selbstbewusst Genius getaufte Funktion soll erkennen, was der Nutzer gerne hören will. Wer beispielsweise auf der Suche nach tanzbarer Musik für die nächste Party ist und den Beck-Klassiker "Sexxlaws" im Ohr hat, wird nach der Eingabe darüber informiert, dass auf der Festplatte schlummernde Tracks von den Red Hot Chili Peppers oder Blur gut zu der Vorgabe passen. Gleichzeitig rät Genius dazu, sich diverse - noch nicht vorhandene - Titel im iTunes-Store anzuhören und am besten auch zu kaufen.

Bevor das Programm jedoch an die Arbeit gehen kann, muss es die vorhandene Musikbibliothek durchforsten. Dabei werden nicht nur Titelnamen und eventuell vom Nutzer eingegebene Bewertungen erfasst, sondern auch, wie oft ein Musikstück gehört wurde. Die Informationen überträgt iTunes anschließend über das Internet an einen Server, wo sie abgespeichert und ausgewertet werden.

Erstaunlich treffsicher

Das Programm vergleicht auch die Genius-Daten aller Nutzer und erstellt Wiedergabelisten für Hörer mit einem ähnlichen Musikgeschmack. Zum Schluss wird eine persönliche Genius-Datenbank erstellt und auf der lokalen Festplatte abgelegt. Wer nun ein Musikstück aus seiner Bibliothek auswählt, erfährt per Mausklick, welche ähnlichen Titel er bereits hat. Gefällt die Auswahl, lässt sie sich als Wiedergabeliste archivieren. Wenn nicht, kann man einzelne Songs aus der Liste entfernen oder eine neue Suche starten.

In der Praxis ist Genius erstaunlich treffsicher. Zumindest aus der Vielzahl der Titel im iTunes-Store findet das Programm meist eine Wiedergabeliste mit gut passenden Stücken. Ist die Suche auf die Festplatte des Nutzers beschränkt, fällt das Ergebnis nur überzeugend aus, wenn die heimische Musikbibliothek groß und breitgefächert ist.

Wer nahezu ausschließlich HipHop auf seiner Festplatte hat, aber eine Wiedergabeliste mit klassischer Klaviermusik erstellen möchte, wird kaum einen sinnvollen Kombinationsvorschlag bekommen.

Datenschutzrechtlich heikel

Insgesamt ist die Genius-Funktion durchaus praktisch - sie lässt einen manche Perle finden, die man bei bestimmten Bands gar nicht gesucht hätte. Nutzer sollten sich aber auch klarmachen, dass das Programm als Marketing-Tool konzipiert ist: Stücke, die nicht im iTunes-Store vorhanden sind, werden von Genius weder erkannt noch zum Hören vorgeschlagen. Und schließlich funktioniert Genius nur, wenn Apple permanent auf die Musikbibliothek des Anwenders zugreifen darf.

Auch wenn der Hersteller zusichert, die gesammelten Informationen nur anonym auszuwerten, ist diese Funktionsvoraussetzung unter Datenschutzgesichtspunkten zumindest heikel.

Quelle: spiegel.de/Hendrik Roggenkamp/ddp


24.09.2008
360 Grad Deals - Die neuen Knechtverträge der Musikindustrie

Musiker Ripoff | Früher baute die Musikindustrie Künstler wie Prince kontinuierlich auf und subventionierte deren erste Alben. Stellte sich der Erfolg nicht sofort mit dem Debüt-Album ein, gab es meist eine zweite oder dritte Chance. Das Modell hat sich komplett gedreht. Heute nehmen Major-Firmen fast nur noch Bands unter Vertrag, die bereits eine eigene Fan-Community besitzen und ihr Potenzial bewiesen haben. Mit einem 360º-Deal kauft sich die Musikindustrie die Musiker und versklavt sie gleich rundum.

Das Internet hat in den letzten zehn Jahren wirklich einiges durcheinander gebracht, nein, sogar auf den Kopf gestellt. Dazu gehören auch die heutigen Verträge, die die großen Musikfirmen mit ihren Musikern abschließen. Einer der ersten Musiker, die einen 360º Deal unterschrieben haben ist Robbie Williams. Dieser Deal - auch "multiple rights"-deal genannt - unterschrieb der Brite bereits 2002 bei der EMI. Mittlerweile greifen alle Major-Firmen auf diese Rundumverträge zurück.

Plattenfirma - Ein veralteter Begriff

Natürlich entstehen diese Verträge aus purer Verzweiflung. Die Musikfirmen sichern sich mit diesen Deals jede mögliche Art der Einnahmen eines Künstlers. Das umfasst alle Bereiche von Merchandising über Konzerte und Tonträger bis hin zur Werbung. Überall sitzt die Angst im Nacken mit der nagenden Frage: "Wie verdienen wir Geld, wenn Tonträgereinnahmen rückläufig sind und die ganze Welt Musik nur noch kopiert?".

Darum greift man heute als Musikboss verstärkt die selbstverdienten Hypes der Musiker und Bands ab und setzt sich voll drauf. Beweist sich eine Band erfolgreich durch eigene Songs, eigenes (virales) Marketing, eine eigene Fan-Community-Pflege und weitere Parameter, schlägt man ihr einen 360º Deal vor.

Bezahlte die Band bereits eigene Aufnahmen, blutete bei der Fan-Pflege und tourte durch die halbe Welt, darf sie jetzt auch noch mit einem Ich-geb-meine-Rechte-aus-der-Hand-Vertrag die Musikfirmen bezahlen.

Brauchen wir heute noch Musikfirmen?!?

Während zahlreiche Musiker mittlerweile verstanden haben, dass sie eigentlich keine Plattenfirma - solche Firmen waren einmal - mehr brauchen, versklaven sich zahlreiche Bands immer noch. Oder besser gesagt, schlimmer denn je. Ich kann jedem Musiker und jeder Band nur raten: Behaltet auf jeden Fall die Rechte an Euch selbst und verkauft Euch nicht. Ein Schritt vorwärts bedeutet eventuell die lebenslange Versklavung. Darum lieber 10 Mal vorsichtiger sein und das Geld in eine Rechtsberatung stecken, als überschwenglich einen Scheiss-Deal für's Leben abzuschließen.

Quelle: http://phlow.net


24.09.2008
Kostenlose Seminare und Workshops für Musiker

Wie bereits im letzten Jahr offerieren auch in diesem Jahr die Macher der Time Warp ein ambitioniertes kostenloses Workshop-Programm. Einzige Bedingung für die Teilnahme ist eine verbindliche Anmeldung. Auch mo. ist mit von der Partie und bietet einen Workshop zum Thema "Digitale Selbstvermarktung".

Emsig, wie sich die Betreiber der Time Warp auch für Musiker und Produzenten ins Zeug legen. Mit Workshops rund um das Thema Musik bietet die Time Warp ein interessantes Programm an. Fast alle Workshops finden am Samstag, den 5. April 2008 in der Mannheimer Popakademie statt.

Unter anderem erfahrt ihr nicht nur wissenswertes von mo. zum Thema "Digitale Selbstvermarktung", sondern erhaltet auch Einblicke in die Arbeitsweise von Deadbeat oder Chris Liebing. Während Chris Liebing Euch einen Einblick in das Arbeiten mit "Traktor DJ Studio" zeigt, bietet der Produzent Deadbeat in "Navigating the Virtual Studio" einen Einblick in seine Arbeitsweisen.

Spannend sind aber auch die Wrokshops von Meike Richter zum Thema "Creative Commons" und der Workshop von Ellen Vorac zum Thema "Digitalvertrieb und digitales Marketing". Den gesamten Überblick erhaltet Ihr im Time Warp Workshop Programm.

Weitere Informationen unter: www.time-warp.de

Quelle: http://phlow.net


22.09.2008
Bronfman sieht DRM-Verzicht als Flop

Bevor Edgar Bronfman jr. zu Mediengesprächen nach Hamburg reist, wollte der Warner-Music-CEO erst die Experten in der US-amerikanischen Heimat von seiner Strategie überzeugen. Im Rahmen der Goldman Sachs Communacopia Conference in New York gab Bronfman seine Einschätzung zur aktuellen Lage der Branche ab. Im Mittelpunkt stand natürlich aus aktuellem Anlass die Krise an den Finanzmärkten. Diese werde nolens volens auch die Warner Music Group (WMG) betreffen. "Wenn es kein Vertrauen in die Märkte gibt, wird es jeden treffen. Einige werden dabei weiterhin über Gebühr Schaden nehmen, obwohl das dann meist gar nichts mit ihrer eigenen Geschäftsentwicklung zu tun hat." Doch in der jetzigen Situation bemerke die WMG noch keinen unmittelbaren Effekt der Probleme an der Wall Street, vor allem, weil die Mehrheit der Musik kaufenden Bevölkerung die Auswirkungen nicht in ihren Portemonnaies spürt.

Ebenfalls nicht bemerkt hat Warner Music einen positiven Effekt im Downloadgeschäft als Folge des Verzichts auf DRM. "Ehrlich gesagt, haben wir da keinen Ausschlag am Zähler erlebt. An den Wachstumstrends hat sich nichts geändert - ob nun mit DRM oder ohne." Das könnte unter anderem daran liegen, dass die WMG nur selektiv Verkaufsrechte für DRM-freie Ware verteilt hat. iTunes zum Beispiel verkauft noch immer geschützte Ware von Warner, Sony BMG und Universal Music. Und gegenwärtig ist der Digitalmarkt vor allem in den USA weiterhin dominiert von iTunes. Das weiß auch Bronfman: "Das Digitalgeschäft ist vor allem ein iTunes- und Klingeltongeschäft." Aber Warner Music hat die Hoffnung, dass Amazon MP3, MySpace Music und Nokias "Comes With Music" das bald ändern werden.


17.09.2008
Elena Ley beim Volldampfradio unterstützen

Elena Ley, eine unserer Vertriebskunden nimmt z.Z. an einem Wettbewerb vom "Volldampfradio" teil. Sie schreibt und singt italienische Rock-Pop Lieder und ist auf ein Feedback auch aus unserer Community gespannt.

Wir drücken ihr die Daumen und finden ihre Musik sehr gut ;-). Nicht ohne Grund befindet Sie sich auf dem 2.Platz des bisherigen Wettbewerbs. Für Interessenten einfach folgenden Link in den Browser reinkopieren.

http://www.volldampfradio.com/hp/mod/cms/index.php?site=livecharts

Reinhören und eure Einschätzung kund tun.

Viele Grüße
Gorden


15.09.2008
Google will "anonymer" werden

In einem offenen Brief hat Google die vorgezogene Anonymisierung seiner Logfiles angekündigt. Statt wie bisher 18 Monate sollen die vollständigen IP-Adressen zu allen Suchanfragen nun nur noch 9 Monate gespeichert werden. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben auf die Speicherung angewiesen, um einerseits zielgruppengerechte Werbung zu platzieren, andererseits aber auch dem Missbrauch der Suchmaschine vorzubeugen und die Google-Nutzer somit zu schützen.

Die Artikel-29-Datenschutzgruppe, ein unabhängiges Beratungsgremium der Europäischen Union in Datenschutzfragen, hatte gefordert, die Daten höchstens sechs Monate lang zu speichern und dann komplett zu löschen. Mit der Neunmonatsfrist kommt Google diesen Forderungen nun zumindest entgegen. Kritiker bemängeln allerdings, dass der genaue Umfang der Anonymisierung bisher nicht definiert ist. Es geht vor allem um das Loggen der kompletten IP-Adressen der Nutzer, über die jeder Google- und damit quasi auch Internetnutzer über Monate rückverfolgbar ist. Google hat angekündigt, "einige Bits der IP-Adressen nach neun Monaten zu ändern" – so ließe sich eine Suchabfrage eventuell selbst nach Ablauf der Frist noch mit einem Kreis von maximal 255 Internetnutzern in Verbindung bringen. (sha/c't)

Quelle: c´t


15.09.2008
Konsortium will digitale Distribution standardisieren

Über 20 US-Unternehmen, darunter alle Majors außer Disney und mehrere Hardwarehersteller, haben sich zum Konsortium Digital Entertainment Content Ecosystem (DECE) zusammengeschlossen. Die DECE hat sich die Vereinheitlichung von DRM-Technologien auf die Fahnen geschrieben, damit digitale Kopien von Filmen problemlos mit PCs, Macs und allen gängigen Multimediaplayern wie Apples iPods, PlayStation Portable oder anderen mobile Endgeräte kompatibel sind. Derzeit sind viele auf DVDs enthaltenen digitale Kopien abhängig vom Studio in der Regel nur auf bestimmten Geräten abspielbar. Zu den Gründungsfirmen der DECE zählen Fox, Lionsgate, NBC Universal, Paramount Pictures, Warner Bros. und Sony Pictures. Auf Herstellerseite sind dies u.a. Hewlett-Packard, Intel, Microsoft und Toshiba. Aber auch große Handelsketten wie beispielsweise Best Buy haben sich dem Konsortium angeschlossen.

"Um den Markt für die digitale Distribution zu öffnen, entwickeln wir eine Spezifikation, die eine Vielzahl von Services und Abspielgeräten miteinander verbindet. DECE hat von der erfolgreichen "Buy Once, Play Anywhere"-Philosophie gelernt, die wir bei CDs und DVDs genießen", sagte Mitch Singer, Präsident des Konsortiums. Singer ist hauptamtlich Chief Technology Officer bei Sony Pictures Entertainment.

Quelle: Videomarkt.de


10.09.2008
Audion Remix Contest: Billy Says Go

Leading techno artist Matthew Dear aka Audion is offering fans a chance to remix one of the biggest techno tracks of 2008, Audion’s ‘Billy Says Go’ on Spectral Sound.

Two remix parts are available to download for free, and there’s also a premium bundle for sale for $3.99 containing all the parts to ‘Billy Says Go’.

Participants are free to remix the track into whatever genre they like, and the top remixes will be listened to by Spectral Sound.

As usual, the Beatport and Beatportal community will have the chance to vote for the best submitted remixes by ‘spinning’ their favorites.

Click through for further details and prize information.

The Audion ‘Billy Says Go’ remix contest has three phases:

1. September 9th - September 16, 2008 - Download phase - Download the remix parts, and get remixing.

2. September 16th - September 30, 2008 - Upload/Submission phase - Upload your remix to Beatportal. During this phase the entries can be listened to, but not voted for. The remix parts will still be available to download during this phase.

3. September 30th - October 14, 2008 - Voting phase - The public votes for their favorite remixes by ‘spinning’ them.

After a period of deliberation, the winners will be announced on October 30th, 2008.

The grand prize winner will receive a Native Instruments Traktor Scratch, a $100 Beatport gift card, and a Beatport gift bag full of Beatport goods.





05.09.2008
MyVideo sucht Nachwuchsmusiker

Berlin - MyVideo veranstaltet im Rahmen der diesjährigen Popkomm einen Wettbewerb für Nachwuchsmusiker. Interessenten können sich noch bis 28. September unter popkomm.myvideo.de mit einem Clip bewerben. Der Gewinner wird von einer Jury bestimmt und bekommt die Möglichkeit, seinen Song auf der Eröffnungsveranstaltung der Popkomm am 7. Oktober vorzustellen.

"Wer den Sprung von der virtuellen auf die echte Bühne schaffen möchte, kann mit einem einzigen Video seine professionelle Musik-Karriere in Gang bringen", erklärte zum Wettbewerb Dominic Hesse, Leiter Marketing und Kommunikation von Magic Internet, der Media Agentur von MyVideo.

Bewerber können Songs aus unterschiedlichen Genres hochladen. Die diesjährige Jury besteht aus dem Rapper Das Bo, der Mädchen-Band Fräulein Wunder und Jim Pansen, der den My-Video-Wettbewerb vor einem Jahr gewonnen hat. Demnächst soll sein zweites Album bei Warner Music erscheinen.

Quelle: www.musikmarkt.de


28.08.2008
Japan: Digital-Verkäufe legen um 28 Prozent zu

Tokio - Die Bilanz des japanischen Branchenverbandes RIAJ für das Quartal von April bis Juni weist einen Anstieg der Digitalverkäufe um 28 Prozent aus. Das entspricht einem Wert von 22 Milliarden Yen (136 Millionen Euro). Es wurden mit 119 Millionen Einheiten sieben Prozent mehr abgesetzt als im selben Vorjahreszeitraum.

Im Bereich mobile Downloads gab es einen Zuwachs von vier Prozent auf 108,6 Millionen verkaufte Einheiten. Das entspricht einem Wert von 19,8 Milliarden Yen (122 Millionen Euro) - ein Plus von 24 Prozent. PC-Downloads legten um 52 Prozent auf 10,3 Millionen Einheiten zu, was einem Wert von 2,2 Milliarden Yen (14 Millionen Euro) entspricht (plus 71 Prozent).

Quelle: www.musikmarkt.de


22.08.2008
Protest: Komponist plant Antragsflut bei Gema

Ein juristischer Overkill wie die britische Massenabmahnung gegen Tauschbörsennutzer ist nur auf Grundlage strikter Urheber- und Verwertungsrechte möglich. Hierzulande werden diese Rechte von der Gema verwaltet. Ein Komponist namens Johannes Kreidler nimmt die Verwertungsgesellschaft nun aufs Korn und deren Bestimmungen zum Anlass für einen umfangreichen Protest.

Im September will er ein Lied bei der Gema anmelden und dabei für jedes bei der Komposition verwendete Musikstück ordnungsgemäß ein eigenes Antragsformular einreichen. Allerdings hat Kreidler seinen 33-Sekunden-Song aus Tausenden Tonschnipseln zusammengesetzt. Mehr als 70.000 Songfragmente sollen es sein, für die der Künstler nun Anträge stellen muss.

Am 12. September will der Musiker sämtliche Formulare per Lkw zur Berliner Gema-Zentrale schaffen und damit zu Bewusstsein bringen, dass Bestimmungen unsinnig sind, die die Anmeldung "auch des kleinsten Fremdanteils am eigenen Werk" verlangen.


21.08.2008
5 Musikmarketing-Ideen

Das Internet bietet eine Menge neuer Promotionsmöglichkeiten. Das merkt der wiefige Marketer spätestens dann, wenn er/sie sich einmal in den vielen Communities wie MySpace umgesehen hat. Nachfolgend fünf Tipps die helfen, über den Rand des herkömmlichen Musikmarketings hinaus zu schauen.

- Musiker sind auch Fans
Musikschaffende wollen ihre Musik verbreiten, neue Fans finden und neues Publikum erobern. Man will Gigs landen, CDs verkaufen und hoffentlich die Aufmerksamkeit eines Majors gewinnen. Klar hört man sich nach wie vor auch Musik von anderen Musikern an, aber irgendwie investiert man darin nicht mehr so viel Zeit wie früher. Um online wirklich erfolgreich zu sein, sollte man selber wieder Musikfan werden. Und als solcher aktiv sein, also Alben bewerten (und nicht nur "Merci fürs Fründe sii" reinschreiben), Erfahrungen mit anderen Bands austauschen, und Projekte und Produkte übergreifend promoten. Das Internet ist doch der Inbegriff des Netzwerkens, und Networking ist eine der besten Marketingmethoden.

- Einfachheit
Man braucht nicht die grösste, auffälligste Web Site mit den meisten Gimmicks, um potentielle Fans anzuziehen. Seit das Internet reifer geworden ist, sind schicke, flash-animierte Web Sites eher out. Das ist einer der Gründe, weshalb die Community Facebook (weltweit, English) in den letzten Monaten an Popularität zugelegt hat: Die Seiten sind clean und übersichtlich. Daher die Besucher der eigenen Web Site nicht mit Videos, vielen Bildern und Anwendungen überfordern, denn die laden zu lange und bringen die Fans nur zum Gähnen (und zum Abwandern zur Konkurrenz).

- Kurz und bündig
Um auf der eigenen Web Site die Aufmerksamkeit eines Besuchers zu gewinnen hat man maximal 3 Sekunden Zeit - und 10 weitere Sekunden, um den Besucher zu halten. Auf MySpace hat man sogar noch weniger Zeit zur Interessegewinnung. Immerhin stehen noch Millionen andere Bands auf MySpace zur Auswahl, und jede hat ihre eigene Message. Daher sollte das Bandprofil kurz und bündig und auf den Punkt gebracht sein. Keine langen Selbstbeweihräucherungen, stattdessen clever auf die Empfindsamkeit der Zuhörer zielen. Wenn man weiss, was sie wollen - z.B. Humor, Philosophie, Politik oder Ärger - dann sollte man ihnen genau das geben, und sie werden wieder vorbeisurfen, und mehr lesen und hören wollen.

- Kumpel sein
Es lohnt sich, mit den Fans zu reden. Es mag Zeit kosten, und es kann ermüdend sein, die gleiche Antwort zum hundertsten Mal zu geben, aber diese Leute machen die Künstler zu dem, was sie sind. Am besten startet man einen Blog, antwortet zu Kommentaren und führt Gespräche. Musikschaffende sollten sich so persönlich wie möglich geben, und den Fans echte Aufmerksamkeit schenken. Dann kommen sie auch wieder vorbei um zu lesen, was ihre Lieblings-Band des weiteren zu sagen hat.

- Weitersagen
Das sogenannte "virale Marketing" ist eine effektive Methode, den Bekanntheitsgrad zu steigern, und die kostenlosen Community-Plattformen erleichtern die Mund-zu-Mund-Propaganda. Ein gutes Beispiel ist das Laufband-Musikvideo der Band OK GO mit ihrem Titel "Here It Goes Again". Das Video wurde mehr als 28 Milionen Mal auf YouTube angeschaut, und dan in mehr als einem Dutzend bekannten News Sites als Video des Jahres 2006 nominiert. Dabei hatte die Band das Video in Eigenregie realisiert -ganz ohne Unterstützung ihres Labels- und es half OK GO Platin zu erreichen. Das war ein genialer Marketing-Coup, und wurde inzwischen von vielen Bands auf YouTube, MySpace TV und etlichen anderen Sites und Communities nachgemacht.

Also mutig sein, und ruhig mal ausserhalb der Marketing-Trampelpfade wandeln, um etwas zu kreieren, das sich wie ein Buschfeuer weiterverbreitet. Dann kann sogar die verworrene Welt des Online-Marketings erstaunlich gute Ergebnisse einfahren.

Quelle: Gabriele / blogspot.com


21.08.2008
Kommt im Herbst der iTunes-Abodienst?

Cupertino - Apples iTunes-Shop kommt möglicherweise im Herbst mit einem Abo-Angebot auf den Markt. Unter Berufung auf einen anonymen Informanten meldet Macdailynews.com, dass Ende September "iTunes Unlimited" der Öffentlichkeit präsentiert werden soll.

Das Jahresabo kostet demzufolge 129,99 US-Dollar (88,08 Euro). Für ein Kombi-Abo mit "MobileMe" ist eine Gebühr von 179,99 US-Dollar (121,96 Euro) vorgesehen und Kunden, die bereits ein "MobileMe"-Abo besitzen, können "iTunes Unlimited" für 99,99 US-Dollar (67,75 Euro) hinzufügen. Die Musikdateien sollen angeblich in der Qualität 256kBit/s zur Verfügung gestellt werden. Ende Oktober könnte das Abo gemeinsam mit iTunes 7.8 auf den Markt kommen, so der Informant.


Autor: Thorsten Steer / musikmarkt.de


18.08.2008
Napster: 30,3 Millionen US-Dollar Quartalsumsatz

Los Angeles - Der Musikdienst Napster meldet die Ergebnisse für sein erstes fiskalisches Quartal, das am 30. Juni endete. Beim Umsatz kam das Unternehmen noch auf 30,3 Millionen US-Dollar (20,3 Millionen Euro) gegenüber 32,3 Millionen US-Dollar (21,6 Millionen Euro) im selben Vorjahreszeitraum.

Die Verluste stiegen von 4,2 Millionen US-Dollar (2,8 Millionen Euro) auf 4,4 Millionen US-Dollar (2,9 Millionen Euro). Derzeit verzeichnet Napster 708.000 Abonnenten gegenüber noch 760.000 am Anfang des Abrechnungszeitraums.

Die aktuellen Zahlen fallen in eine Zeit des Umbruchs: Im Mai hatte Napster angekündigt, seinen Katalog auf das DRM-freie MP3-Format umszustellen.

Quelle: Thorsten Steer (musikmarkt.de)


11.08.2008
Bookrix.de bietet Booklet-Design für Musiker

München - Die Literatur-Online-Plattform BookRix erweitert ihr Angebot. Neuerdings können auch Bands und Solokünstler die Dienste des Portals in Anspruch nehmen. In einem eigenen Bereich haben Musiker die Möglichkeit, Booklets für ihre CDs und DVDs im BookRix-Format zu layouten und vorzustellen.

"Mit Erweiterung unseres Angebots sind wir unserem Ziel, die umfassende Bookunity im Internet zu werden, einen entscheidenden Schritt näher gekommen", erklärte Gunnar Siewert, Mitbegründer von BookRix.

Die Internet-Plattform wurde im Mai 2008 gegründet. Sie soll für Nachwuchsautoren alternative Publikationsmöglichkeiten bieten. Nach Angaben von BookRix sind über 200 Autoren beim Portal registriert. Die neueste Angebotserweiterung schließt neben Musikern auch Comiczeichner ein.


Autor: Gennadi Kneper


08.08.2008
Wie gut klingt MP3?

Neil Young sorgt sich um Wiedergabetreue - MP3-Erfinder kontert

So lange es MP3 gibt, so lange gibt es schon die Diskussion, ob MP3 nun gut oder schlecht klinge. Neil Young hat kürzlich massive Kritik am MP3 Zeitalter geübt.
MP3-Entwickler Grill kontert, dass MP3 besser klinge als jede Schallplatte.

Die Diskussion ist alt bekannt. Seit Jahren versuchen in erster Linie vor allem die Entwickler neuer, eigener Audio-Formate MP3 als überholt und minderwertig, ja sogar als gesundheitsschädlich zu diffamieren. Bisher konnte das jedoch dem revolutionären Audio-Kompressionsverfahren nichts anhaben. Im Gegenteil: sämtliche anderen Formate sind heute lediglich eine Randerscheinung. Wer von Downloads spricht, meint in erster Linie MP3.

Neil Young kritisierte jüngst als Redner auf der Brainstorm-Tech die MP3-Technologie. "Wir haben heute schöne Computer, doch es fehlt an hochaufgelöster Musik", so Young. Musik verkomme immer mehr zur Klangtapete, während die Unternehmen sich nur mehr um Design kümmerten. Damit meint er in erster Linie Apple, dessen iPod er als Fischerprice-Spielzeug beschimpfte. Es ginge heute nur noch um Zweckmäßigkeit und nicht um Wiedergabetreue.

MP3-Entwickler Bernhard Grill kontert nun in einem Interview mit Netzwelt damit, dass auch bei Tonträgern immer etwas weg geschnitten wurde, man also auch dort nie einen "Originalklang" hören konnte. Die formatbedingten Klangverluste auf einer Schallplatte seien sogar ungleich größer als in einem MP3 File. Überhaupt müsse man fragen, was das Original sei. Schließlich habe auch die frühere analoge Studiotechnik dazu beigetragen, dass nur ein vergleichsweise geringer Dynamik-Umfang auf Platte gepresst werden konnte. Dank der digitalen Technik gebe es heute wesentlich weniger Verluste.

Offenbar ist das Ganze auch immer eine Glaubensfrage. Dennoch ist Grill überzeugt davon, dass es seit 1996 keine nennenswerte Entwicklung im Bereich der Audio-Komprimierung gegeben habe. Ob ein komprimiertes File nun 10 oder 20 Prozent kleiner sei, spiele für die meisten keine Rolle. "Es gibt einfach keinen Grund, das MP3-Format abzuwählen", so Grill auf die Frage nach dem Audioformat der Zukunft.

Dennoch will Young in Kürze seinen gesamten Backkatalog in erstklassiger Klangqualität auf Blu-Ray-Disk veröffentlichen. Doch auch das dürfte dem Siegeszug von MP3 wohl nicht mehr aufhalten.

Udo Raaf / Tonspion.de
UMFRAGE


05.08.2008
Peter Gabriel kritisiert Musikbranche

London - Peter Gabriel kritisiert die Musikindustrie. Gegenüber der BBC äußerte der Sänger, der unter anderem an der Online-Plattform We7 beteiligt ist, dass Tonträgerunternehmen sich künftig als Dienstleistungsindustrie und nicht als "Besitzer" von Musik sehen sollten.

Das digitale Zeitalter würde den Weg für eine weitreichende Umstellung bereiten. "Ich liebe diese ganzen Experimente. Es gibt viele Wege für Musiker, ihre Tonträger zu promoten und zu verkaufen", so der ehemalige Genesis-Sänger gegenüber BBC.

Der 59-Jährige hat das britische Online-Portal We7 mitbegründet, das im Frühjahr 2007 online ging. Über die Website werden Musik-Streams und kostenlose Downloads angeboten. Finanziert wird das Projekt durch Werbung, die den Musiktiteln vorgeschaltet wird. We7 verfügt unter anderem über Deals mit Sony BMG sowie mit den digitalen Indie-Vertrieben IRIS, InGrooves und BFM Digital. Das Angebot umfasst rund 750.000 Titel.

Bereits Ende der Neunziger Jahre sammelte Gabriel Erfahrungen im digitalen Bereich: 1999 baute er OD2 auf, ein Musik-Download-Dienst, über den einzelne Tracks angeboten wurden. Der Digitalvertrieb Loudeye übernahm das Portal im Jahr 2004. Mittlerweile gehört OD2 zu Nokia, da der finnische Konzern Loudeye im Oktober 2006 übernahm.

Quelle: musikmarkt.de


04.08.2008
GEMA hat Spreader ins Visier genommen

München – Beim Kampf gegen die Internet-Piraterie hat die GEMA ihr Vorgehen auf Spreader ausgeweitet. Nach der erfolgreichen Aktion gegen Xirror.com, einen der bedeutendsten deutschen Spreader, nimmt die GEMA nun auch vergleichbare Dienste in ihr Visier.

Bei Spreadern handelt es sich um ein neues Phänomen im Bereich der illegalen Nutzung von geschützten Inhalten im Internet. Sie ermöglichen Nutzern, beliebige Dateien auf einer Vielzahl von Share-Hostern von einer zentralen Stelle aus zu verteilen. Von diesen Share-Hostern, die als Plattform für Musikinhalte fungieren, können die Dateien dann umfassend und weltweit abgerufen werden.

Nach aktuellen Studien beträgt der Anteil des durch das Sharehosting verursachten Datenverkehrs bereits knapp fünf Prozent am gesamten deutschen Internetverkehr. Gegen Xirror.com ist die GEMA auf dem Gerichtsweg vorgegangen und hat im Juni einen Sieg errungen. Der Spreader hat daraufhin seinen Dienst eingestellt. Nun nimmt die GEMA ihren Kampf gegen weitere Betreiber auf. Dazu gehören Shareonall, Hubupload, Datenschleuder und andere.

"Die GEMA beobachtet aufmerksam den Musikmarkt im Internet und die Angebote der einzelnen Dienste mit dem Ziel, den Urhebern durch den Abschluss von Lizenzvereinbarungen eine angemessene Vergütung für die Nutzung ihrer Musik zu sichern", so Dr. Harald Heker, Vorstandsvorsitzender der GEMA. "Verwehren Dienstbetreiber sich jedoch gegen eine Lizenzierung, gehen wir frühzeitig gegen solche neuen illegalen Phänomene vor, um deren Etablierung im Markt zu verhindern."


30.07.2008
100 Millionen Klicks - "Music is my hot hot Sex" ist das meistgespielte You-Tube-Video

Die Blogosphäre ist in Aufruhr, wie konnte es nur passieren, dass ein offensichtlich in Heimarbeit hergestelltes Video eines Indieacts mehr Klicks als Avril Lavigne oder ein Video über die "Evolution Of The Dance"?

Wie kann es das Low Budget-Video einer Indieband an die Spitze der YouTube-Bestenliste schaffen? Dieser Frage gehen im Moment viele nach. Als gesichert gilt, dass das Video zu "Music is my hot hot sexy" von Cansei De Ser Sexy von dem Italiener Clarus Bartel stammt und der Song inzwischen als Untermalung einer Ipod-Werbung dient.

Ob die enormen Zugriffszahlen von mehr als 109 Millionen Views damit zu erklären sind, der notorischen Geilheit männlicher Internetnutzer geschuldet sind oder das Werk von Hackern, darüber streitet die Blogosphäre noch. So lange ein abschließendes Ergebniss aussteht, freuen wir uns für Cansei De Ser Sexy, an einem guten Song und vielen weiteren Klicks für die Ewigkeit.

Quelle: Florian Schneider / Tonspion


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